Carl von Wichmann

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Generalmajor von Wichmann, Kommandeur der 81. Infanterie-Brigade
Hans am Ende bannt das Ziel des Unternehmens Hamburg auf Leinwand

Carl Franz Herrmann von Wichmann (* 11. April 1860 in Bromberg; † 1922) war deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant.

Leben[Bearbeiten]

Im Jahre 1907 war er Major im Rang des Kommandeurs eines Bataillons im 1. Ostpreußischen Grenadierregiment Nr. 1 "Kronprinz" zu Königsberg.

Zum Oberstleutnant befördert wurde er 1909 in den Stab des 4. Niederschlesischen Infanterie-Regiments Nr. 51 zu Breslau versetzt.

Am 9. November 1913 wurde er als Oberst zum Kommandeur des Füsilier-Regiments „Königin Viktoria von Schweden“ (Pommersches) Nr. 34 zu Stettin ernannt.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde von Wichmann unter der Beförderung zum Generalmajor zur Marine-Division unter Admiral Ludwig von Schröder der Marine-Infanterie-Brigade versetzt. Hier diente er als Inspekteur.

Bevor er am 10. Dezember 1914 wurde er zu Lübecker 81. Infanterie-Brigade versetzt wurde, war er Inspekteur der Marineinfanterie in Kiel.

Um den Jahreswechsel herum wurden die Stellungen zwischen Roye und Noyon ausgebaut. An der dem Feinde zugewandten Seite der Schießscharten wurden auf Anordnung des Brigadekommandeurs kleine Büsche eingesteckt. Für jene bürgerte sich schnell die Bezeichnung Wichmannbüsche ein.

Am 21. Februar 1916, der Tag an dem die Schlacht von Verdun begann, leitete der Generalmajor die Unternehmung Hamburg. Östlich des Souchez-Baches lag eine Höhe (die sogenannte Gießler-Höhe), deren Besitz, ähnlich der Loretto-Höhe, dem Feind erhebliche strategische Vorteile gab. Dieses Höhe wurde mit dem Unternehmen erfolgreich erobert. Der in den Reihen der Brigade kämpfende Maler Hans am Ende hielt die Höhe aus dem Blickwinkel der Brigaderegimenter, (162) und (163), für diese in einem Aquarell fest.

Zum 1. April 1916 übernahm er eine Division in Verdun. Als Generalleutnant wurde er am 18. Juni 1916 zum Divisionskommdeur der 56. Division ernannt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Otto Dziobek: Geschichte des Infanterie-Regiments Lübeck (3. hanseatisches) Nr. 162; Verlag Gerhard Stalling, 1922 Oldenburg i. D., erste Auflage, Offizier-Verein ehem. 162er
  • Holger Ritter: Geschichte des Schleswig-Holsteinischen Infanterie-Regiments Nr. 163; Leuchtfeuer Verlag, Hamburg 1926, 418 Seiten, Band 184 des preuß. Anteils der Erinnerungsblätter
  • Vaterstädtische Blätter; Nr. 16, Ausgabe vom 17. Januar 1915, Artikel: Generalmajor von Wichmann.
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser; 1913 Gotha, Verlag Perthes

Archive[Bearbeiten]

  • Stadtarchiv der Hansestadt Lübeck
  • Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lübecker Stadtarchiv in Sachen Senatsakten: Verzeichnis der Inhaber des Lübeckischen Hanseatenkreuzes, Signatur 1093