Châteaubriant

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Dieser Artikel behandelt die französische Gemeinde. Zum französischen Schriftsteller siehe Alphonse de Châteaubriant.
Châteaubriant (Kastell-Briant)
Wappen von Châteaubriant
Châteaubriant (Frankreich)
Châteaubriant
Region Pays de la Loire
Département Loire-Atlantique
Arrondissement Châteaubriant
Kanton Châteaubriant
Koordinaten 47° 43′ N, 1° 23′ W47.716944444444-1.376111111111160Koordinaten: 47° 43′ N, 1° 23′ W
Höhe 48–107 m
Fläche 33,62 km²
Einwohner 12.007 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 357 Einw./km²
Postleitzahl 44110
INSEE-Code

Châteaubriant (Bretonisch Kastell-Briant) ist eine französische Gemeinde mit 12.007 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Loire-Atlantique in der Region Pays de la Loire; sie ist Verwaltungssitz des Arrondissements Châteaubriant und des Kantons Châteaubriant. Die Einwohner werden Castelbriantais(es) genannt.

Geografie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Châteaubriant im Département Loire-Atlantique

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes beginnt am Anfang des 11. Jahrhunderts, als Brient, Gesandter des Grafen von Rennes auf einer Motte am Ufer der Chère eine Festung baute. Er gründete wenig später die Priorei Saint Sauveur de Béré. Um die Burg entwickelte sich eine Ortschaft, die Châteaubriant genannt wurde.

Die Festung war – wie Vitré und Fougères – Teil der Verteidigungsanlagen der Bretonischen Mark, die von den Karolingern gegen die Bretagne eingerichtet worden war.

Im Juni 1551 erließ Heinrich II. mit dem Edikt von Châteaubriant das erste von drei Edikten gegen die Hugenotten.

Briefmarke der DDR, 1974

Im Oktober 1941 wurden von der französischen Regierung in Vichy 27 kommunistische Häftlinge aus dem Internierungslager Châteaubriant den Nationalsozialisten als Geiseln ausgeliefert; sie wurden am 22. Oktober als Vergeltung für das tödliche Attentat auf den Feldkommandanten von Nantes, Karl Hotz, erschossen. Guy Môquet, die jüngste hingerichtete Geisel, war erst 17 Jahre alt. Der Hinrichtungsort, die Carrière des Fusillés, ist heute eine der wichtigsten Gedenkstätten der Region. Das französische Gefangenenlager Châteaubriant, auch Centre de séjour surveillé de Choisel genannt, in dem „Nomaden“, Zwangsarbeiter und politische Gefangene inhaftiert waren, wurde von März 1941 bis Mai 1942 von französischen Polizisten im Auftrag des Unterpräfekten bewacht. Davor war es bis zum 14. Januar 1941 ein deutsches Lager für französische Kriegsgefangene gewesen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

  • 1962: 10.852
  • 1968: 11.986
  • 1975: 13.231
  • 1982: 14.023
  • 1990: 12.783
  • 1999: 12.065

ab 1962 nur Einwohner mit Erstwohnsitz

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schloss Châteaubriant, Monument historique
  • Kirche Saint-Jean de Béré, 10. Jahrhundert
  • Carrière des Fusillés

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Châteaubriant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien