Chojnów

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Chojnów
Wappen von Chojnów
Chojnów (Polen)
Chojnów
Chojnów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Legnica
Fläche: 5,32 km²
Geographische Lage: 51° 16′ N, 15° 56′ O51.26666666666715.933333333333Koordinaten: 51° 16′ 0″ N, 15° 56′ 0″ O
Höhe: 170 m n.p.m
Einwohner: 14.071
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 59-225
Telefonvorwahl: (+48) 76
Kfz-Kennzeichen: DLE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK94 LegnicaBolesławiec
Schienenweg: Legnica–Zgorzelec
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Einwohner: 14.071
(31. Dez. 2013)[1]
Gemeindenummer (GUS): 0209011
Verwaltung (Stand: 2011)
Bürgermeister: Jan Serkies
Adresse: Plac Zamkowy 1
59 - 225 Chojnów
Webpräsenz: www.chojnow.pl

Chojnów (deutsch: Haynau) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Westpolen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Skora (Schnelle Deichsa) rund 18 Kilometer westlich der Kreisstadt Legnica (Liegnitz).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Haynau wurde 1272 erstmals erwähnt und erhielt 1333 das Stadtrecht. Die Stadt teilte die Zugehörigkeit Schlesiens zu Polen, Böhmen und dem Deutschen Reich, wobei sie 1742 aus österreichischem in preußischen Besitz überging.

Während der Befreiungskriege besiegte im Gefecht bei Haynau am 26. Mai 1813 ein preußischer Reiterverband unter Blücher das französische Korps Maison.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Haynau 1945 zusammen mit dem östlich der Oder-Neiße-Grenze gelegenen Schlesien Bestandteil Polens und erhielt den Namen Chojnów. Seine Bewohner wurden vertrieben und die Stadt mit polnischen Einwanderern neu besiedelt.

Gemeinde[Bearbeiten]

Schloss Vorhaus um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die Landgemeinde Chojnów, zu der die Stadt selbst nicht gehört, hatte am 30. Juni 2010 9.398 Einwohner.[2] Die Gemeinde ist in 22 Ortsteile[3] (deutsche Namen bis 1945)[4] mit einem Schulzenamt gegliedert.

  • Biała (Bielau)
  • Biskupin (Bischdorf)
  • Budziwojów (Baudmannsdorf)/ Dzwonów (Nieder-Schellendorf)
  • Czernikowice (Groß Tschirbsdorf, 1936–1945 Sandwaldau)
  • Dobroszów (Doberschau)
  • Goliszów (Göllschau)
  • Gołaczów
  • Groble (Tammendorf)
  • Jaroszówka (Vorhaus)
  • Jerzmanowice (Haynauisch Hermsdorf, 1936–1945 Hermsdorf)
  • Konradówka (Konradsdorf)/ Piotrowice (Petersdorf)
  • Krzywa (Kreibau)
  • Michów (Michelsdorfer Vorwerke)
  • Niedźwiedzice (Bärsdorf-Trach)
  • Okmiany (Kaiserswaldau)
  • Osetnica (Steinsdorf)
  • Pawlikowice (Pohlsdorf)/ Gołocin (Gohlsdorf)
  • Rokitki (Reisicht)
  • Stary Łom (Altenlohm)
  • Strupice (Straupitz)
  • Witków (Wittgendorf)
  • Zamienice (Samitz)

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind Bronim, Brzozy (Birkfleck), Dębrzyna, Kobiałka, Pątnów (Panthenau) und Targoszyce.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rathaus

Der eintürmige Dom wurde im 15. Jahrhundert im gotischen Stil neu erbaut und ist die größte dreischiffige Backsteinkirche Schlesiens.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Bauer: Haynau 26. Mai 1813 (Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege, H. 35), Potsdam 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chojnów – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.
  2. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ – STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2010 (WebCite)
  3. Ortsteile der Landgemeinde Chojnów (polnisch)
  4. Das Genealogische Orts-Verzeichnis