Egelsbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Offenbach | |
| Höhe: | 117 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,82 km² | |
| Einwohner: |
11.101 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 749 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63329 | |
| Vorwahl: | 06103 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OF | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 38 003 | |
| LOCODE: | DE EGB | |
| Gemeindegliederung: | Egelsbach | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Freiherr-vom-Stein-Straße 13 63329 Egelsbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Sieling (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Egelsbach im Landkreis Offenbach | ||
Egelsbach ist eine Gemeinde mit etwa 11.000 Einwohnern im Landkreis Offenbach in Südhessen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Egelsbach ist eine von 13 Gemeinden im Landkreis Offenbach. Die Gemeinde liegt im Rhein-Main-Gebiet südlich des Mains zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt auf einer Höhe von 117 m ü NN und wird von dem Tränkbach durchflossen.
Ausdehnung des Gemeindegebiets [Bearbeiten]
Das Gemeindegebiet Egelsbachs erstreckt sich über 14,82 km², wobei hiervon etwa 10 km² auf Wald- und Grünflächen und Ackerland entfallen.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Egelsbach grenzt im Norden und Osten an die Stadt Langen, im Süden an die kreisfreie Stadt Darmstadt und die Gemeinde Erzhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg), sowie im Westen an die Stadt Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau).
Geschichte [Bearbeiten]
Im Jahr 1275 wird Egelsbach erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf gehörte damals den Herren von Falkenstein, welche den Ort wahrscheinlich 1255 von den Herren von Hagen-Münzenberg geerbt haben. Nach dem Aussterben der Falkensteiner im Mannesstamme 1486 erben die Grafen von Isenburg Egelsbach.
1526 wird die Reformation im Dorf eingeführt. 1600 verkauft der Graf von Isenburg das Amt Kelsterbach mit Egelsbach und Langen an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Seither ist Egelsbach hessisch. 1705 wird Egelsbach eigene Pfarrei, nachdem es von der Langener Pfarrei getrennt wurde. Bei der Aufteilung der Länger Mark im Jahr 1732, welcher Egelsbach seit altersher angehörte, erhält Egelsbach einen Drittel des Markbodens. 1821 wird das Amt Kelsterbach aufgehoben und Egelsbach gehört bis 1832 dem Landratsbezirk Langen an. Seitdem ist Egelsbach Teil des Kreises Offenbach. 1873 erhält der Ort einen Bahnhof auf der Strecke Frankfurt am Main-Darmstadt und 1955 wird der Flugplatz eingerichtet.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Seit Egelsbach im Jahr 1834 1291 Einwohner zählte, hat sich die Bevölkerungszahl stark vermehrt. Bereits 1939 waren es 3695 Einwohner. Im Jahr 1987 hatte Egelsbach 9089 Einwohner. Die Gemeinde zählte am 31. Dezember 2003 eine Einwohnerzahl von 9689. Somit ergibt sich ein Bevölkerungszuwachs von 600 Personen oder etwa 6,7 Prozent in den Jahren 1987 bis 2003. Mitte März 2008 überschritt die Einwohnerzahl die 10.000er Marke. Dies bedingt vor allem durch den Ausbau des Neubaugebietes "Im Brühl".
Politik [Bearbeiten]
Gemeindevertretung [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[2]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
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| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 31,0 | 10 | 12,3 | 4 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 30,7 | 9 | 33,2 | 10 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 21,0 | 7 | 30,1 | 9 |
| WGE | Wahlgemeinschaft Egelsbach seit 1956 | 12,5 | 4 | 16,1 | 5 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,9 | 1 | 8,2 | 3 |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 50,4 | 59,0 | |||
Bürgermeister [Bearbeiten]
Jürgen Sieling (SPD) übernahm am 20. Juni 2012 das Bürgermeisteramt von Rudolf (genannt Rudi) Moritz (parteilos), der nach zwölfjähriger Amtszeit in Ruhestand trat[3]. Sieling hatte sich in einer Stichwahl am 5. Februar 2012 mit 61,9 Prozent gegenüber Harald Eßer (Grüne) durchgesetzt, der auf 38,1 Prozent kam. Im ersten Wahlgang war Axel Vogt (FDP, trat als Unabhängiger an) ausgeschieden[4].
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Egelsbach ging 1991 eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Pont-Saint-Esprit ein. Darüber hinaus besteht seit 2005 eine Partnerschaft mit der polnischen Stadt Chojnów.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Von der zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und der guten Verkehrsanbindung profitiert die Gemeinde. Sie ist über die Trasse Main-Neckar-Eisenbahn auf dem Abschnitt Frankfurt–Darmstadt an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Direkt an der Bundesautobahn A661 und der Bundesautobahn A5 gelegen, ist der Flughafen Frankfurt mit dem Frankfurter Kreuz in kurzer Zeit zu erreichen.
Flugplatz [Bearbeiten]
Der Flugplatz Egelsbach ist der verkehrsreichste Verkehrslandeplatz in der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde mittlerweile offiziell umbenannt in Flugplatz Frankfurt-Egelsbach. Von hier starten Maschinen in das In- und Ausland. Mit seinen knapp 72.000 Flugbewegungen (2011)[5] entlastet und ergänzt der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach den Frankfurter Flughafen im Segment des Verkehrs der Allgemeinen Luftfahrt. Betreiber ist die Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach. Seit März 2008 ist die Firma NetJets Hauptgesellschafter der HFG, die anderen Gesellschafter sind die Gemeinde Egelsbach und die Stadt Langen, die nach zwei einseitig von NetJets bestrittenen Kapitalerhöhungen zusammen noch 15,82 Prozent der Anteile halten[6].
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Kaufkraft lag in Egelsbach 2003 bei 19.564 Euro/Einwohner. Das entspricht einer Quote von 117,8 Prozent im Bundesdurchschnitt.
Sendeanlage der US-Streitkräfte [Bearbeiten]
In der Nähe des Baggersees bei 50° 0′ 13″ N, 8° 36′ 39″ O50.0036111111118.6108333333333 befindet sich die Egelsbach Transmitter Facility[7], eine US-amerikanische militärische Sendeanlage mit diversen Antennenanlagen.
Bildung [Bearbeiten]
Grundschulen
- Wilhelm-Leuschner-Schule, fünfzügig mit knapp 420 Kindern und z.Zt. 21 Lehrkräften.
Volkshochschulen
- Volkshochschule Egelsbach
Die Ernst Reuter-Schule (Haupt- und Realschule) wurde zum Ende des Schuljahres 2003/2004 aufgelöst und die zu dieser Zeit noch bestehenden Klassen in die Langener Albert-Einstein-Schule eingegliedert.
Vereine [Bearbeiten]
- Förderverein Freibad Egelsbach e.V. (gemeinnützig)
Der Förderverein Freibad Egelsbach e.V., ist mit über 350 Mitgliedern ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, das Egelsbacher Freibad zu erhalten. - Karneval-Gesellschaft 1937 Egelsbach e.V.
Die KGE veranstaltet jährlich mehrere Sitzungen und organisiert einen Faschingsumzug durch die Straßen Egelsbachs. - Kerbgemeinschaft Egelsbach (gemeinnützig)
Verein zur Pflege der über 400 jährigen Tradition der Egelsbacher Kerb. - SG Egelsbach e.V.
Die Sportgemeinschaft 1874 Egelsbach gehört zu den größten Sportvereinen im Sportkreis Offenbach. - DLRG Egelsbach e.V.
- Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Offenbach e.V. - Ortsvereinigung Egelsbach
- Kanincheninsel Egelsbach
- Naturfreunde Egelsbach-Erzhausen e.V. (gemeinnützig)
Die Ortsgruppe Egelsbach-Erzhausen ist mit ihren ca. 100 Mitgliedern Teil der nationalen und internationalen Naturfreunde-Organisation; sie engagiert sich für soziales Miteinander und setzt sich ein für aktiven Umweltschutz und Völkerverständigung.
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Jakob Knöß (* 1881 in Egelsbach, † 1960 in Frankfurt am Main), Bundesvorsitzender der Gewerkschaft IG Bau-Steine-Erden
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. Abgerufen am 22. April 2011.
- ↑ Artikel in der Online-Ausgabe der Offenbach-Post vom 1. Juni 2012
- ↑ Artikel in der Online-Ausgabe der Offenbach-Post vom 5. Februar 2012
- ↑ Artikel in der Online-Ausgabe der Offenbach-Post vom 11. Januar 2012
- ↑ Artikel in der Online-Ausgabe der Offenbach-Post vom 28. Mai 2011
- ↑ DEPARTMENT OF DEFENSE: BASE STRUCTURE REPORT (PDF; 606 kB), 2003
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Egelsbach
- Links zum Thema Egelsbach im Open Directory Project
- Literatur von und über Egelsbach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
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