Egelsbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egelsbach
Egelsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egelsbach hervorgehoben
49.9694444444448.6666666666667117Koordinaten: 49° 58′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Offenbach
Höhe: 117 m ü. NHN
Fläche: 14,82 km²
Einwohner: 11.066 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 747 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63329
Vorwahl: 06103
Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 38 003
Gemeindegliederung: Egelsbach
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Freiherr-vom-Stein-Straße 13
63329 Egelsbach
Webpräsenz: www.egelsbach.de
Bürgermeister: Jürgen Sieling (SPD)
Lage der Gemeinde Egelsbach im Landkreis Offenbach
Neu-Isenburg Dreieich Langen (Hessen) Egelsbach Rödermark Dietzenbach Heusenstamm Mühlheim am Main Rodgau Obertshausen Hainburg Seligenstadt Mainhausen Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Main-Kinzig-Kreis Offenbach am Main Kreis Groß-Gerau Frankfurt am MainKarte
Über dieses Bild

Egelsbach ist eine Gemeinde mit etwa 11.000 Einwohnern im Landkreis Offenbach in Südhessen.

Geografie[Bearbeiten]

Luftaufnahme der Gemeinde Egelsbach

Geografische Lage[Bearbeiten]

Egelsbach ist eine von 13 Gemeinden im Landkreis Offenbach. Die Gemeinde liegt im Rhein-Main-Gebiet südlich des Mains zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt auf einer Höhe von 117 m ü NN und wird von dem Tränkbach durchflossen.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet Egelsbachs erstreckt sich über 14,82 km², wobei hiervon etwa 10 km² auf Wald- und Grünflächen und Ackerland entfallen

Egelsbach hat offiziell keine Ortsteile, es werden aber die Wohnplätze Bayerseich, Im Brühl, Egelsbach West und der Egelsbach Ortskern unterschieden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Egelsbach grenzt im Norden und Osten an die Stadt Langen, im Süden an die kreisfreie Stadt Darmstadt und die Gemeinde Erzhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg), sowie im Westen an die Stadt Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau).

Geschichte[Bearbeiten]

Evangelische Kirche in der Ortsmitte

Im Jahr 1275 wird Egelsbach erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf gehörte damals den Herren von Falkenstein, welche den Ort wahrscheinlich 1255 von den Herren von Hagen-Münzenberg geerbt haben. Nach dem Aussterben der Falkensteiner im Mannesstamme 1486 erben die Grafen von Isenburg Egelsbach.

1526 wird die Reformation im Dorf eingeführt. 1600 verkauft der Graf von Isenburg das Amt Kelsterbach mit Egelsbach und Langen an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Seither ist Egelsbach hessisch. 1705 wird Egelsbach eigene Pfarrei, nachdem es von der Langener Pfarrei getrennt wurde. Bei der Aufteilung der Länger Mark im Jahr 1732, welcher Egelsbach seit altersher angehörte, erhält Egelsbach einen Drittel des Markbodens. 1821 wird das Amt Kelsterbach aufgehoben und Egelsbach gehört bis 1832 dem Landratsbezirk Langen an. Seitdem ist Egelsbach Teil des Kreises Offenbach. 1873 erhält der Ort einen Bahnhof auf der Strecke Frankfurt am Main-Darmstadt und 1955 wird der Flugplatz eingerichtet.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen in den 1970er Jahren wurde Egelsbach als eine von wenigen Gemeinden nicht verändert und konnte seine Eigenständigkeit bewahren.

Historische Namensformen[Bearbeiten]

Historische Namensformen[2] sind:

  • Elsbach (1275)
  • Eygelspach (1336)
  • Egelßbach (1396)
  • Egelspach (1411)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Seit Egelsbach im Jahr 1834 1291 Einwohner zählte, hat sich die Bevölkerungszahl stark vermehrt. Bereits 1939 waren es 3695 Einwohner. Im Jahr 1987 hatte Egelsbach 9089 Einwohner. Die Gemeinde zählte am 31. Dezember 2003 eine Einwohnerzahl von 9689. Somit ergibt sich ein Bevölkerungszuwachs von 600 Personen oder etwa 6,7 Prozent in den Jahren 1987 bis 2003. Mitte März 2008 überschritt die Einwohnerzahl die 10.000er Marke. Dies bedingt vor allem durch den Ausbau des Neubaugebietes "Im Brühl".

Politik[Bearbeiten]

Rathaus von Egelsbach

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[3]

Kommunalwahl 2011 in Egelsbach
 %
40
30
20
10
0
31,0 %
30,7 %
21,0 %
12,5 %
4,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+18,7 %p
-2,5 %p
-9,1 %p
-3,6 %p
-3,3 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 31,0 10 12,3 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 30,7 9 33,2 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,0 7 30,1 9
WGE Wahlgemeinschaft Egelsbach seit 1956 12,5 4 16,1 5
FDP Freie Demokratische Partei 4,9 1 8,2 3
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 50,4 59,0

Bürgermeister[Bearbeiten]

Jürgen Sieling (SPD) übernahm am 20. Juni 2012 das Bürgermeisteramt von Rudolf (genannt Rudi) Moritz (parteilos), der nach zwölfjähriger Amtszeit in den Ruhestand trat[4]. Sieling hatte sich in einer Stichwahl am 5. Februar 2012 mit 61,9 Prozent gegenüber Harald Eßer (Grüne) durchgesetzt, der auf 38,1 Prozent kam. Im ersten Wahlgang war Axel Vogt (FDP, trat als Unabhängiger an) ausgeschieden[5].

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Egelsbach ging 1991 eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Pont-Saint-Esprit ein. Darüber hinaus besteht seit 2005 eine Partnerschaft mit der polnischen Stadt Chojnów.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Egelsbacher Bahnhof auf der Main-Neckar-Eisenbahn

Von der zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und der guten Verkehrsanbindung profitiert die Gemeinde. Sie ist über die Trasse Main-Neckar-Eisenbahn auf dem Abschnitt Frankfurt–Darmstadt an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Direkt an der Bundesautobahn A661 und der Bundesautobahn A5 gelegen, ist der Flughafen Frankfurt mit dem Frankfurter Kreuz in kurzer Zeit zu erreichen.

Flugplatz[Bearbeiten]

Der Flugplatz Egelsbach ist der verkehrsreichste Verkehrslandeplatz in der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde mittlerweile offiziell umbenannt in Flugplatz Frankfurt-Egelsbach. Von hier starten Maschinen in das In- und Ausland. Mit seinen knapp 72.000 Flugbewegungen (2011)[6] entlastet und ergänzt der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach den Frankfurter Flughafen im Segment des Verkehrs der Allgemeinen Luftfahrt. Betreiber ist die Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach. Seit März 2008 ist die Firma NetJets Hauptgesellschafter der HFG, die anderen Gesellschafter sind die Gemeinde Egelsbach und die Stadt Langen, die nach zwei einseitig von NetJets bestrittenen Kapitalerhöhungen zusammen noch 15,82 Prozent der Anteile halten[7].

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Kaufkraft lag in Egelsbach 2003 bei 19.564 Euro/Einwohner. Das entspricht einer Quote von 117,8 Prozent im Bundesdurchschnitt.

Sendeanlage der US-Streitkräfte[Bearbeiten]

In der Nähe des Baggersees bei 50° 0′ 13″ N, 8° 36′ 39″ O50.0036111111118.6108333333333 befindet sich die Egelsbach Transmitter Facility[8], eine US-amerikanische militärische Sendeanlage mit diversen Antennenanlagen.

Bildung[Bearbeiten]

Grundschulen

  • Wilhelm-Leuschner-Schule, fünfzügig mit knapp 420 Kindern und z.Zt. 21 Lehrkräften.

Volkshochschulen

  • Volkshochschule Egelsbach

Die Ernst Reuter-Schule (Haupt- und Realschule) wurde zum Ende des Schuljahres 2003/2004 aufgelöst und die zu dieser Zeit noch bestehenden Klassen in die Langener Albert-Einstein-Schule eingegliedert.

Vereine[Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Egelsbach e.V.
  • Förderverein Freibad Egelsbach e.V. (gemeinnützig)
    Der Förderverein Freibad Egelsbach e.V., ist mit über 350 Mitgliedern ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, das Egelsbacher Freibad zu erhalten.
  • Karneval-Gesellschaft 1937 Egelsbach e.V.
    Die KGE veranstaltet jährlich mehrere Sitzungen und organisiert einen Faschingsumzug durch die Straßen Egelsbachs.
  • Kerbgemeinschaft Egelsbach (gemeinnützig)
    Verein zur Pflege der über 400 jährigen Tradition der Egelsbacher Kerb.
  • SG Egelsbach e.V.
    Die Sportgemeinschaft 1874 Egelsbach gehört zu den größten Sportvereinen im Sportkreis Offenbach.
  • DLRG Egelsbach e.V.
  • Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Offenbach e.V. - Ortsvereinigung Egelsbach
  • Kanincheninsel Egelsbach
  • Naturfreunde Egelsbach-Erzhausen e.V. (gemeinnützig)
    Die Ortsgruppe Egelsbach-Erzhausen ist mit ihren ca. 100 Mitgliedern Teil der nationalen und internationalen Naturfreunde-Organisation; sie engagiert sich für soziales Miteinander und setzt sich ein für aktiven Umweltschutz und Völkerverständigung.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Christine Wittrock:"Egelsbach in politisch bewegter Zeit 1914-1950", Frankfurt am Main 1991 ISBN 3-925798-99-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Egelsbach, Landkreis Offenbach“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 25. Juni 2014, abgerufen am 10. Juli 2014.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. Abgerufen am 22. April 2011.
  4. Artikel in der Online-Ausgabe der Offenbach-Post vom 1. Juni 2012
  5. Artikel in der Online-Ausgabe der Offenbach-Post vom 5. Februar 2012
  6. Artikel in der Online-Ausgabe der Offenbach-Post vom 11. Januar 2012
  7. Artikel in der Online-Ausgabe der Offenbach-Post vom 28. Mai 2011
  8. DEPARTMENT OF DEFENSE: BASE STRUCTURE REPORT (PDF; 606 kB), 2003

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Egelsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien