Der Schläfer

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Dieser Artikel behandelt den Film von Woody Allen. Für den unter diesem Alternativtitel veröffentlichten Film mit Louis de Funès siehe Onkel Paul, die große Pflaume.
Filmdaten
Deutscher Titel Der Schläfer
Originaltitel Sleeper
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1973
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Woody Allen
Drehbuch Woody Allen
Marshall Brickman
Produktion Jack Grossberg
Kamera David M. Walsh
Schnitt O. Nicholas Brown
Ron Kalish
Ralph Rosenblum
Besetzung

Der Schläfer (Originaltitel: Sleeper) ist eine US-amerikanische Filmkomödie und Science-Fiction-Film-Parodie von und mit Woody Allen aus dem Jahr 1973.

Handlung[Bearbeiten]

Miles Monroe, Jazz-Musiker und Besitzer des vegetarischen Restaurants „Zur glücklichen Karotte“ am Broadway der 1970er Jahre, wird nach einer missglückten Magengeschwüroperation in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. 200 Jahre später wird er von einem Wissenschaftlerteam ins Leben zurückgeholt. Die Welt hat sich inzwischen stark verändert. Die Technik hat sich enorm weiterentwickelt, aber gesättigte Fette sind als gesund analysiert worden, Sex hat man nur noch mithilfe von Apparaturen, und ein diktatorischer Führer lenkt die Staatsgeschicke. Eine Welt, in der sich Miles Monroe nicht so leicht zurechtfindet. Die Wissenschaftler gehören der Opposition an und wollen Miles für ihre Zwecke instrumentalisieren. Auf einmal taucht die Polizei auf und nimmt die Wissenschaftler gefangen. Miles kann entkommen. Er tarnt sich als Roboterbutler, um unentdeckt zu bleiben. Dabei lernt er Luna kennen und offenbart sich ihr als Mensch. Zunächst verrät sie ihn bei der Polizei. Als die Polizei sie jedoch auch liquidieren will, schlägt sie sich auf Miles' Seite. Beide fliehen und verlieben sich ineinander. Miles wird verhaftet, einer Gehirnwäsche unterzogen und Teil des Systems. Später wird er dann von Rebellen befreit. Die Rebellen unterziehen ihn einer Traumatherapie. Luna ist mittlerweile auch umgedreht worden und will die Revolution unterstützen. Miles erfüllt schließlich doch noch den Zweck, zu dem ihn die Wissenschaftler erweckt haben: Er verhilft der Revolution zum Sieg. Als Arzt getarnt, erfährt er, dass der Diktator in Wahrheit schon gestorben ist. Nur seine Nase konnte künstlich am Leben erhalten werden. Aus dieser soll ein neuer Diktator geklont werden. Miles verhindert die Klonung des Diktators, indem er die Nase mit einer Dampfwalze plattfährt. Zum Schluss versichern sich Miles und Luna ihrer Liebe und Miles prophezeit, dass die neue Regierung nicht besser werden wird, als die alte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Schläfer startete am 17. Dezember 1973 in den USA und am 25. April 1974 in den Kinos der BRD.[1][2]

Kritik[Bearbeiten]

„Woody Allens satirische Komödie ist zwar im ersten Drittel intelligent, witzig und treffsicher, fällt im zweiten Teil aber ab.“

Lexikon des Internationalen Films[2]
  • Im Jahre 2000 wählten die Leser des Magazins Total Film bei der Wahl zur besten Komödie aller Zeiten auf den 30. Platz.
  • Im Jahre 2000 wählte das American Film Institute auf Platz 80 der besten 100 Komödien.

Synchronisation [5][Bearbeiten]

Schauspieler Sprecher Rolle
(Douglas Rain) Peter Schiff Computer
Woody Allen Wolfgang Draeger Miles Monroe
Diane Keaton Brigitte Grothum Luna Schlosser
Marya Small Edith Hancke Dr. Nero

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stardust Memories in der Internet Movie Database.
  2. a b Der Schläfer im Lexikon des Internationalen Films.
  3. Best Dramatic Presentation: für Produktionen außerhalb der Printmedien, also Theater-, Film-, Fernsehinszenierungen, Hörspiele, Computerspiele oder musikalische Werke, mit einer Mindestdauer von 90 Minuten.
  4. http://www.nr.nps.gov/iwisapi/explorer.dll?IWS_SCHEMA=NRIS1&IWS_LOGIN=1&IWS_REPORT=100000044
  5. Synchrondatei