Deutsch-Israelische Gesellschaft

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Deutsch-Israelische Gesellschaft
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Gründung 1966
Sitz Berlin, Deutschland
Personen

Reinhold Robbe, Präsident

Schwerpunkt Förderung der Beziehungen zwischen den Menschen in Israel und Deutschland
Mitglieder ca. 4.600 (Dezember 2013)
Website www.digev.de
40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel: deutsche Briefmarke von 2005

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) ist eine Organisation in Deutschland, in der sich gemäß ihren Leitsätzen „Freunde Israels in überparteilicher Zusammenarbeit zusammenfinden, um in Solidarität mit dem Staat Israel und seiner Bevölkerung zu wirken.“[1]

Die Gesellschaft wurde am 21. März 1966 in Bonn gegründet, ein Jahr nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel. Durch Aufrufe zu humanitärer Hilfe während des Sechstagekrieges wurde die DIG bundesweit bekannt. Zwischen 1967 und 1973 wurde durch Gründung von Arbeitsgemeinschaften die auf zentrale Aufgaben ausgerichtete Arbeit durch regionale Aktivitäten ergänzt.

Im Jahr 1990 beschlossen die Mitglieder der in diesem Jahr gegründeten Gesellschaft DDR-Israel mit Wirkung zum 31. Januar 1991 den Beitritt zur Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Mit ca. 4.600 Mitgliedern (2013) und 52 regionalen Arbeitsgemeinschaften ist die DIG deutschlandweit vertreten. Diese organisieren in Eigenverantwortung Veranstaltungen wie Vorträge, Seminarveranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte, Studienreisen und spezielle Jugendveranstaltungen.

Ziele[Bearbeiten]

„Aufgabe der Gesellschaft ist es, die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel in allen Fragen des öffentlichen und kulturellen Lebens zu vertiefen. Die Gesellschaft dient der Förderung internationaler Verbundenheit, der Toleranz und der Verständigung der Völker, insbesondere im Nahen Osten.“

– Satzung, §2

Präsidium[Bearbeiten]

Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) ist seit 2010 Reinhold Robbe, Gründungspräsident war Gerhard Jahn.


Als Vizepräsidenten amtieren seit 2012: Gitta Connemann, Anke Eymer und Hildegard Müller (alle CDU), Sven-Christian Kindler (Bündnis90/Die Grünen), Staatssekretär Christian Lange (SPD), und Florian Toncar (FDP). Als Beisitzer amtieren: Dr. Martin Borowsky, Yoram-Illy Ehrlich, Esther Haß, Barbara Hoffs, Iris Neu und Lukas Welz.

Preise und Auszeichnungen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft[Bearbeiten]

Ernst Cramer Medaille[Bearbeiten]

Die nach dem jüdischen Publizisten Ernst Cramer benannte Medaille würdigt seit 2013 Persönlichkeiten in Israel und Deutschland, die sich in besonderer Weise um die bilateralen Beziehungen beider Länder verdient gemacht haben. Erster Preisträger ist der israelische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres.[2]

Friedenspreis[Bearbeiten]

Seit 1991 verleiht die Gesellschaft den mit 5.000 Euro dotierten Friedenspreis der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Die bisherigen Preisträger:

  • 2010 Die jüdische Amakim Tavor-Schule im Kibbuz Mizra und die arabische Iksal-Schule
  • 2005 Die Hand-in-Hand-Schule Jerusalem
  • 2003 Die Friedensschule von Neve Shalom / Wahat al Salam
  • 2001 "Arab Jewish Cultural Center Beit Hagefen" in Haifa für das Projekt "Young Leadership"

Ehrennadel[Bearbeiten]

Verdiente Mitglieder und Persönlichkeiten für die Arbeit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft erhalten auf Vorschlag die Ehrennadel der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Zu den Ausgezeichneten gehört unter anderem Marianne Karmon, ehemalige Vorsitzende der Israelisch-Deutschen Gesellschaft in Jerusalem und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel.

Junges Forum DIG[Bearbeiten]

Das Junge Forum DIG ist die Plattform für Mitglieder von 14 bis 35 Jahren. Neben bundesweiten Aktivitäten ist das Forum regional aktiv.

Bundesweite Aktivitäten[Bearbeiten]

In bundesweiten Aktivitäten fördert das Junge Forum den Austausch zwischen jungen Menschen in Israel und Deutschland. Dabei sollen insbesondere diejenigen einbezogen werden, die selbst im jeweils anderen Land gelebt haben und ihre Erfahrungen in die deutsch-israelische Beziehungen einbringen wollen.

Dem Bundesvorstand 2013-2014 gehören an: Lukas Welz (Vorsitzender), Carola Jaeckel und Holger Michel.

deutsch-israelisches Sommerlager[Bearbeiten]

Das jährliche Sommerlager findet im Rahmen des Sommerlagerprogramms der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste statt. Für mehrere Wochen arbeiten junge Israelis und Deutsche zusammen, lernen und erleben Geschichte zu einem jährlich wechselnden Thema:

  • 2013: Fragmente - jüdisch-russische Identitäten in Deutschland und Israel
  • 2012: Kreuz und Queer - Religion und Sexualität in Deutschland und Israel

Israelpedia - Jahresseminar[Bearbeiten]

Israelpedia ist das Jahresseminar des Jungen Forums und gewährt jährlich jungen Menschen einen tieferen Einblick in ein Thema, das mit Israel, den deutsch-israelischen Beziehungen oder dem Nahen und Mittleren Osten in Verbindung steht. Neben politischen, historischen und gesellschaftlichen Workshops werden Exkursionen, kulturelle Veranstaltungen und Vernetzungstreffen organisiert.

  • 2012: Umbrüche im Nahen Osten - Perspektiven für Israel

Deutsch-Israelische Zukunftswerkstatt[Bearbeiten]

Die Deutsch-Israelische Zukunftswerkstatt gibt jungen Menschen, die Israel bzw. Deutschland intensiver kennen gelernt haben die Möglichkeit, Projekte zu entwickeln und sich für die deutsch-israelischen Beziehungen zu engagieren. So sollen neue Wege für Gegenwart und Zukunft ausprobiert und beschritten werden. Die letzte Zukunftswerkstatt fand vor drei Jahren in Berlin statt.

  • 2009: 1. Deutsch-Israelische Zukunftswerkstat in Berlin
  • 2012: Grüne Agenda in Deutschland und Israel - Umweltpolitik, Erneuerbare Energien und Klimaschutz

Regionalgruppen[Bearbeiten]

Das Junge Forum ist vor Ort in Regionalgruppen und Hochschulgruppen aktiv, die mit eigenen Veranstaltungen und Aktivitäten präsent sind. Regional- und Hochschulgruppen bestehen derzeit in Bamberg, Bremen, Berlin, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Hannover, und Rostock. (Stand: 2014).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.deutsch-israelische-gesellschaft.de Leitsätze
  2. Cramer-Medaille für Peres