Die Brücken von Toko-Ri
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Brücken von Toko-Ri |
| Originaltitel: | The Bridges at Toko-Ri |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1954 |
| Länge: | 103 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie: | Mark Robson |
| Drehbuch: | Valentine Davis |
| Produktion: | William Perlberg / George Seaton für Paramount Pictures |
| Musik: | Lyn Murray |
| Kamera: | Loyal Griggs |
| Schnitt: | Alma Macrorie |
| Besetzung | |
|
|
Die Brücken von Toko-Ri ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Mark Robson aus dem Jahre 1954. Als Vorlage diente der gleichnamige Roman von James A. Michener.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Der Rechtsanwalt Harry Brubaker wird im Koreakrieg zum 77. Fernostgeschwader auf einen Flugzeugträger im Pazifik abkommandiert. Vom Krieg desillusioniert, wird ihm und anderen Düsenjäger-Piloten eine wichtige Mission zugewiesen: die Zerstörung der Brücken von Toko-Ri. Admiral Tarrant, der Kommandeur des Geschwaders, bemüht sich, Brubaker trotz seiner Verbitterung vom Sinn des Kommandos zu überzeugen.
Vor seinem Einsatz hat Brubaker sieben Tage Landurlaub in Tokio, wo ihn seine Frau Nancy und die beiden Kinder besuchen. Nancy, bislang unbeeindruckt von den Gefahren des Krieges, begreift plötzlich die Tragweite und Risiken seiner Einsätze.
Ein Aufklärungsflug über dem Zielgebiet zwingt Brubaker zur Notlandung auf dem Flugzeugträger. Gezeichnet von der psychischen Beanspruchung legt ihm Gruppenkommandeur Lee nahe, von der Mission zurückzutreten. Aber Brubaker ist sich seiner Verantwortung bewusst und erfüllt den Auftrag. Beim letzten Anflug durchschlägt ein Flaksplitter den Treibstofftank seiner Maschine. Er muss in einem Reisfeld auf feindlichem Gebiet notlanden. Seine Staffelkameraden kommen ihm mit einem Rettungshubschrauber zu Hilfe. Kurz nach dem Start wird der Hubschrauber durch einen Treffer flugunfähig gemacht. Verzweifelte Versuche, sich vor den anrückenden gegnerischen Soldaten in Sicherheit zu bringen, sind trotz Unterstützung durch Begleitjäger aus der Luft hoffnungslos: Brubaker und seine Kameraden werden getötet. Die Meldung an Admiral Tarrant ist lapidar: „Drei Marineflieger im Feindgebiet gefallen. Hubschrauber abgestürzt und vernichtet. Befehl erfolgreich ausgeführt: die Brücken von Toko-Ri zerstört.“
[Bearbeiten] Hintergründe
- Die Dreharbeiten fanden überwiegend in Japan statt. Erst ein volles Jahr nach der Fertigstellung wurde der Film für den Verleih freigegeben und feierte Anfang 1955 seine Premiere in New York.
- William Holden machte seine Beteiligung am Film davon abhängig, dass die Produzenten das ursprüngliche Ende aus der Romanvorlage beibehalten (kein Happy End).
- Grace Kelly hatte in ihrer vergleichsweise kleinen Rolle als Ehefrau eines Marinepiloten wenig Wirkungsmöglichkeiten. Für Kritik und Publikum war vielmehr von Interesse, dass man sie zum ersten Mal im Badeanzug sehen konnte.
[Bearbeiten] Kritiken
„Konflikte und Tragödien unter amerikanischen Piloten auf einem Flugzeugträger während einer »Polizeiaktion« im Koreakrieg. Ambitioniertes semidokumentarisches See- und Luftkriegsdrama, das sich über die menschliche Problematik hinaus um eine differenzierte Einschätzung des historisch-politischen Hintergrunds bemüht.“
– Lexikon des internationalen Films
„Teils versteht man's, und teils versteht man's nicht. Wer »Die Brücken von Toko-Ri« am Gros von Hollywoods Kriegsfilmen misst, der versteht es, denn ein Heldenlied von Sonny-Boys ist das nicht. Andererseits: Wie viel auch vom Wildwestern-Schema wegfiel, wie viel dafür an Verhaltenheit des Spiels und schlichter Überzeugungskraft im Optischen gewonnen wurde – so tief, wie er vorgibt, lotet der Film nicht. Denn der Bürger in Uniform, der da in Korea einen unpopulären Krieg mitzumachen hat, ist immerhin Pilot eines Düsenjägers und gehört somit zu jenem neuen Orden harter Boys, der unter anderem dazu bestimmt zu sein scheint, die Cowboys auf der Leinwand abzulösen.“
– Rheinischer Merkur, 1955
„Dokumentarischer Kriegsfilm […]. Sehenswert.“
– 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958. Handbuch V der katholischen Filmkritik, 3. Auflage, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf 1963, S. 14/15
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- Der Film wurde am 21. März 1956 mit dem Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte ausgezeichnet und war außerdem noch in zwei weiteren Kategorien nominiert.
- Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat wertvoll.
[Bearbeiten] DVD-Veröffentlichung
- Die Brücken von Toko-Ri, CIC Video/Paramount Home Entertainment 2004
[Bearbeiten] Literatur
- James A. Michener: Die Brücken von Toko-Ri. Roman. Droemer Knaur, München 1986 (Originaltitel: The Bridges at Toko-Ri, übersetzt von Egon Strohm), ISBN 3-426-01264-2 (125 Seiten).
[Bearbeiten] Weblinks
- Die Brücken von Toko-Ri in der Internet Movie Database (deutsch)
- Die Brücken von Toko-Ri in der Online-Filmdatenbank
- Kritiken zu Die Brücken von Toko-Ri auf Rotten Tomatoes (englisch)

