Die Siedler

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit einem Computerspiel, zu weiteren Bedeutungen siehe Siedler (Begriffsklärung).
Die Siedler
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Erster Titel Die Siedler (1993)
Letzter Titel Die Siedler Online (2010)
Plattform(en) PC
Genre(s) Wirtschaftssimulation

Das Computer-Aufbau-Strategiespiel Die Siedler wurde von Volker Wertich für den Hersteller Blue Byte entwickelt und erschien 1993 für den Amiga, ein Jahr danach folgte eine PC-Version für das Betriebssystem MS-DOS. Die Grafiken des Spiels wurden von Christoph Werner gestaltet. Im Laufe der Jahre erschienen weitere Fortsetzungen.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Trotz des an sich friedlichen Aufbau-Prinzips ist das Hauptziel die militärische Überlegenheit gegenüber Computer-Gegnern oder dem menschlichen Gegner. Das Alleinstellungsmerkmal des Spiels sind die Warenwege. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Spielen erscheinen Waren nicht augenblicklich am Bestimmungsort. Ist ein Stück Ware in einem bestimmten Warenlager eingelagert worden, steht es dadurch nicht automatisch überall zur Verfügung, sondern es befindet sich genau nur dort. Wird es nun irgendwo benötigt, muss es erst dahin befördert werden.

Beginn des Spiels, Warenkreisläufe[Bearbeiten]

Um das Spielziel zu erreichen, startet der Spieler mit einer Burg, die ein kleines Stück der Karte, auf der gespielt wird, kontrollieren kann. In dieser Burg lagern Rohstoffe und es wohnen Arbeiter (= Siedler) darin. Ab Siedler III gibt es diese Burg nicht mehr, man hat nur noch ein Anfangs-Militärgebäude und die Waren liegen darum herum. Mithilfe der Rohstoffe und der Siedler errichtet man Gebäude, die der Erzeugung weiterer Rohstoffe dienen. Die ersten Gebäude, die man von den Siedlern errichten lassen sollte, sind diejenigen, die die Baurohstoffe Steine und Holzbretter produzieren. Granit wird entweder von in der Landschaft liegenden Steinen oder durch Granitminen in den Bergen gewonnen. Holzbretter werden in einem Sägewerk aus Baumstämmen gewonnen, die ein Holzfäller zuvor gefällt hat (Förster können allerdings auch wieder neue Bäume wachsen lassen).

Erweiterung des eigenen Gebiets, Militärsystem[Bearbeiten]

Um jedoch weiteren Raum für diese und weitere Rohstoffproduktionen zu bekommen, muss der Spieler Wachtürme oder Burgen (bzw. in Teil 1 und 2 Baracken, Wachstuben, Wachtürme und Burgen) bauen, die weitere Landstriche unter die eigene Kontrolle bringen. Für die Besetzung der Militärgebäude sind Soldaten erforderlich. Um diese ausbilden zu können, benötigt der Spieler Waffen. Ein Waffenschmied verarbeitet dazu Roheisen und Kohle zu Schwertern und Schilden. Zur Produktion von Roheisen benötigt der Spieler unter anderem Bergwerke. Die darin arbeitenden Siedler benötigen jedoch Nahrungsmittel. Diese sind Fische, Brot und Fleisch. Auch diese müssen selbstverständlich erst produziert werden. Durch Gold können die Soldaten dann befördert werden, wobei dieses System von Siedlerteil zu Siedlerteil variiert: In Siedler II werden die Soldaten durch Goldmünzen einzeln aufgewertet, im ersten und dritten Teil dient Gold nur der Motivation, während in Siedler IV Gold zum Rekrutieren von Soldaten höherer Stufen benötigt wird.

Ausübung von Berufen (Werkzeuge), Wegesystem[Bearbeiten]

Um einen bestimmten Beruf ausüben zu können, muss der jeweilige Siedler ein bestimmtes, zum Beruf passendes Werkzeug bekommen. Zu Beginn des Spiels hat jeder Spieler den gleichen Anfangsbestand an Werkzeugen. Mehr Werkzeuge können in einer Schlosserei aus Roheisen und Holzbrettern hergestellt werden.

Der Träger ist der am häufigsten vorkommende Beruf und einer der wenigen, die kein Werkzeug benötigen. Er ist für den Transport der Güter von einem Gebäude zum nächsten verantwortlich. Er kann Waren nur auf vorbestimmten Wegen zwischen zwei Wegpunkten transportieren. Der Verlauf dieser Wege wird vom Spieler festgelegt. Über kurze Wasserstrecken können Wegpunkte mit Hilfe von Booten gelegt werden, über die dann ein Träger mit Hilfe eines Ruderbootes Waren, aber keine Siedler transportieren kann. Auch Esel können als Packtiere genutzt werden.

In den Teilen 3 und 4 entfallen die Wege, wobei dennoch darauf zu achten ist, genügend Träger zu haben, die den Transport über freies Gelände sicherstellen. Waren in den ersten Teilen unendlich viele Träger für Wege vorhanden, müssen diese in Teil 3 und 4 erst durch das Bauen von Wohnhäusern erschaffen werden. In Teil 5 entfällt der Warentransport vollständig.

Spieleübersicht[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Die Abschnitte über die einzelnen Teile der Reihe sollten dringend ausgeweitet und ergänzt werden, sodass sie ausgelagert werden können. Dazu sollte die Übersicht am Ende des Artikels eingearbeitet werden. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Ubisoft trennte mit dem Erscheinen von Die Siedler II – Aufbruch der Kulturen die Spielereihe in Traditions- und Evolutionsspiele. Somit existierten in der Siedlerwelt zwei Ausrichtungen: eine, die dem Regelwerk älterer Siedler-Teile folgt und eine, die eine Weiterentwicklung des Spielprinzips und der Grafik bedeutet. Nachdem jedoch der Erfolg ausblieb und der Verkauf des Remakes kaum ein Viertel der Verkäufe herkömmlicher Siedler-Spiele erreichte, wird diese Aufteilung mit Siedler 7 fallengelassen. Laut Benedikt Grindel, Produzent von Siedler 7, wird es wieder ein Siedler für alle werden.[1]

Die Siedler[Bearbeiten]

Die Siedler (internat.: Serf City: Life is Feudal oder The Settlers)
Settlers Logo.svg
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher DeutschlandDeutschland Blue Byte
Mitwirkende (Auswahl) Volker Wertich (Programmierung), Lothar Schmitt (Gamedesign), Christoph Werner (Grafik), Haiko Ruttmann (Sound), Markus Kludzuweit (Ongame Musik AMIGA)
Erstveröffent-
lichung
30. Juni 1993 (Amiga),
Juni 1994 (PC)
Plattform PC, Amiga
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler-Splitscreen
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
IBM PC 100 % kompatibel Intel 80386
550 KB RAM
ca. 5 MB freie Festplatte
Medium 1 CD / 2 Disketten (PC), 3 Disketten (Amiga)
Sprache Deutsch

Die Siedler basiert auf einer reinen 2D-Grafikengine, die in der Helligkeit unterschiedliche Texturen zum Erzeugen von Flat Shading für die Landschaft nutzt. Das Spiel benutzt in der Originalversion eine Auflösung von 352×273 (PAL-Overscan). Die PC-Umsetzung unterstützt Auflösungen von 320×200 und 640×480 (VGA). Die Amiga-Version ist von Volker Wertich in Assemblersprache geschrieben. Die DOS-Version wurde von Massive Development (Alexander Jorias, Ingo Frick) von Amiga-Assembler zu PC-Assembler konvertiert.[2] Für damals war die Engine zeitgemäß und Strategiestandard. Die Sicht auf das Spielfeld ist nicht drehbar, schwenkbar oder in sonst einer Form veränderbar. Das Spiel ist über Maus und Joystick steuerbar. Scrollen über Tastatur und Maus ist möglich. Die Karten werden zu Beginn des Spieles generiert und jeder Spieler sucht sich einen Startplatz. Jede Karte wird basierend auf einer Zahlenkombination generiert und kann so wieder gespielt oder weitergegeben werden. Es gibt 20 verschiedene Berufsgruppen und fünf Ritterstufen.

Eine Besonderheit ist, dass man mit zwei Spielern gleichzeitig an einem Computer in einem Team spielen kann. So kann sich zum Beispiel einer der Spieler um die militärischen Züge kümmern, während der andere sich mit dem Häuserbau beschäftigt. Es ist auch möglich, mit demselben System gegeneinander zu spielen. Dies geschieht über einen geteilten Bildschirm (Splitscreen). Zudem enthält dieser Siedler-Teil als einziger einen „Demo-Modus“, in welchem man dem Computer beim Siedeln zusehen kann.

Mit Freeserf gibt es eine Open-Source-Reimplentation für Linux und Windows mittels der SDL-Bibliothek in C.[3]

Die Siedler II – Veni, Vidi, Vici[Bearbeiten]

Die Siedler II – Veni, Vidi, Vici
Settlers II Logo.svg
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher DeutschlandDeutschland Blue Byte
Mitwirkende (Auswahl) Thomas Häuser & Peter Ohlmann (Programmierung), Christoph Werner & Adam Sprys (Grafik)
Erstveröffent-
lichung
17. April 1996
Plattform PC, Mac-OS
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler-Splitscreen
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
IBM PC 100 % kompatibel 80486DX2-66 MHz CPU (Pentium 75 MHz empfohlen)
VLB oder PCI, VESA-Treiber Grafikkarte
8 MB RAM (16 MB RAM empfohlen)
30 MB freie Festplatte
MS-DOS ab Version 5.0 oder Windows 95
2× CD-ROM Laufwerk
Medium 1 CD, Download (GoG)
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben
Information Gold-Edition (1997)

Bei der Fortsetzung, Siedler II, gab es keine großen Veränderungen zum Vorgänger. Das Spiel wurde hauptsächlich grafisch überarbeitet. Dazu kommen einigen spielerischen Verbesserungen wie z. B.: neue Gebäude und Berufe, Tiere und Jäger, erleichterter Wegebau, Seefahrt (nur in der Hauptkampagne) und Kartenaufklärung. Erstmals gab es vier verschiedene Völker (Römer, Wikinger, Asiaten und Nubier), die sich spielerisch jedoch nicht voneinander unterscheiden, nur das Aussehen der Gebäude und Soldaten variiert. In der Erweiterung kann man die Erde in Form von einzelnen Kontinentkarten erobern.

Das Spiel basierte auf einer neuen 2D-Engine, die 256 Farben unterstützte und vorberechnetes Gouraud Shading für 3D-Elemente in der Landschaft verwendete. Mit drei wählbaren Auflösungsstufen (640×480 (VGA), 800×600 (SVGA) und 1024×768 Pixel) wurde die Grafikqualität verbessert. Selbst für damalige Verhältnisse war die Engine ressourcenschonend. Vom ersten Siedler-Team war nur der Grafiker Christoph Werner beteiligt; geschrieben wurde das Spiel maßgeblich von dem Projektleiter Thomas Häuser und von Peter Ohlmann.

Das Spiel hat mehr Animationen, als in Strategiespielen damals üblich war. Man kann mit Maus und Tastatur scrollen, und es gibt eine Zoomstufe.

Die Karten können ab diesem Teil in einem Editor erstellt werden und die Startplätze festgelegt werden. Die Karten können gespeichert und weitergegeben werden. Es gibt 24 verschiedene Berufsgruppen und fünf Soldatenstufen.

Wie beim ersten Teil der Siedler-Reihe, gibt es einen Splitscreen-Multiplayer- Modus. Splitscreen ist zwar auf beiden Plattformen technisch möglich, die damaligen Mac-Computer unterstützten jedoch nur eine Maus.

Die Siedler II kann mithilfe eines DOS-Emulators wie DOSBox auch auf heutigen Windows-Betriebssystemen gespielt werden.

Das Open-Source-Projekt „Return to the Roots“, das 2005 gegründet wurde, hat die Programmlogik und die Grafik-Engine nachprogrammiert und ein Netzwerkspiel implementiert. Dabei werden moderne Hardware und das Betriebssystem Linux unterstützt. Zum Spielen werden die Originialdateien des Spiels benötigt, da die originalen Grafiken und Sounds von Siedler II verwendet werden.[4]

Mit Widelands existiert ein eigenständiges Open-Source-Projekt, welches von Die Siedler II inspiriert ist.

Die Siedler III[Bearbeiten]

Die Siedler III
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher DeutschlandDeutschland Blue Byte
Mitwirkende (Auswahl) Volker Wertich, Torsten Hess
Erstveröffent-
lichung
14. Dezember 1998
Plattform PC
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler per LAN und Internet
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
IBM PC und 100 % kompatibel
166 MHz Pentium CPU (266 MHz Pentium II empfohlen)
32 MB RAM (64 MB RAM empfohlen)
2 MB Grafikkarte (DirectX-kompatibel)
ca. 150 MB freie Festplatte
4× CD-ROM-Laufwerk
Windows 95 / 98 / NT 4
DirectX 6.0 (wird mitgeliefert)
Medium 2 CD
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
Information Gold-Edition mit beiden Add-ons (1999)

Die Siedler III besitzt eine 2D-Engine mit 3D-Landschaft, deren Grundelemente wieder Dreiecke mit Gouraud Shading sind, diesmal aber deutlich kleiner (ca. 6000 pro Bildschirmausschnitt bei einer Auflösung von 800×600 Pixeln). Die Grafik ist nun High Color. Die Spielfiguren und Landschaftselemente sind in 3D modellierte Pixelgrafiken. Mit übertriebenen Proportionen wurde versucht, weiter einen Cartoon-Look beizubehalten. Beim dritten Teil war auch wieder Volker Wertich, der Vater der Siedler, am Spiel beteiligt, der den Großteil des Spieles programmiert hat.

Spieltechnisch gab es einige gravierende Änderungen. Insgesamt hatte man viel direkteren Einfluss auf das Spielgeschehen als in den beiden Vorgängern. Der Fahnen- und Wegebau fiel komplett weg, Träger und andere Siedler bewegen sich nun mehr oder weniger frei auf berechneten Wegen auf der Karte. Mit der Zeit bilden sich Trampelpfade. Soldaten wurden steuerbar wie in anderen Echtzeitstrategiespielen und es wurden neue Typen von Rängen und Fertigkeiten hinzugefügt. Neue Spielelemente wie Götter, Priester und Heiligtümer wurden eingeführt, um die Kampagnen stärker an die Rahmenhandlung binden zu können und dienen der Soldatenaufwertung. Ein Eigenabriss eines Militärgebäudes führt nicht mehr dazu, dass das dadurch kontrollierte Gebiet wieder neutral wird und alle betroffenen Gebäude zerstört werden. Die Schifffahrt fand ihren Weg zurück ins Spiel und wurde erweitert. Es gibt nun Fähren und Handelsschiffe. Im Mehrspielermodus ist es nun möglich, nicht nur an einem Rechner zu spielen, sondern auch über das Internet und im LAN mit bis zu 20 Spielern auf einer Karte. Es kamen Spezialfähigkeiten der einzelnen Völker (Römer, Ägypter, Asiaten) hinzu, sie unterscheiden sich jetzt nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihren Fähigkeiten, Materialbedürfnissen und Charaktereigenschaften. Ein vollkommen neues Element waren außerdem die Wunder, die durch das Opfern von völkerspezifischem Alkohol ermöglicht werden; jedes Volk hat Zugriff auf 8 verschiedene Wunderzauber, wobei 7 davon je nach Volk variieren. Außerdem konnte das Spiel (wie auch sein Vorgänger) per Tastendruck beschleunigt werden, um beispielsweise langwierige Bauprozesse abzukürzen.

Dem Hauptspiel folgten zwei Add-ons: Die Siedler III: Mission CD mit neuen Karten und Die Siedler III: Das Geheimnis der Amazonen, das ein weiteres Volk (die Amazonen) hinzufügte. Von der Handlung her spielen die Kampagnen vom Amazonen-Add-on vor denen des Hauptspiels. Die Kampagnen der Mission CD dagegen haben keine Hintergrundhandlung, dafür aber teilweise recht besondere Missionsziele. Außerdem haben die Entwickler den Schwierigkeitsgrad mit jedem Add-on angehoben. Mit dem letzten Patch (Version 1.6) wurde ein Button im Hauptmenü hinzugefügt, durch welchen man den Schwierigkeitsgrad ändern kann.

Für viele Siedler-II-Fans sind gerade der weggefallene Wegebau sowie die größere Bedeutung und Vielfalt des Militärsystems Kritikpunkte.

Die Siedler III gilt noch heute als die erfolgreichste Online-Variante der Siedler-Reihe. Obwohl bereits 1998 veröffentlicht, wird sie heute noch regelmäßig gespielt. Die über das Spiel erreichbare Lobby (ein Chatroom mit der Möglichkeit, Spiele zu eröffnen und diesen beizutreten) ist noch immer praktisch rund um die Uhr gut gefüllt.

Das Spiel ist, abgesehen von der Gold-Edition, nur mit Patches unter Windows 2000, XP, Vista, 7 oder 8 lauffähig.

Die Siedler III war eines der ersten PC-Spiele, die mit einem CD-Kopierschutz ausgestattet waren, um Schwarzkopien zu verhindern. Der verwendete Schutzmechanismus funktionierte jedoch sehr unzuverlässig und fehlerhaft. So wurden auf bestimmten CD-ROM-Laufwerken selbst die Original-CDs nicht als Originale erkannt.

Der Kopierschutz machte sich jedoch nicht schon beim Programmstart bemerkbar (wie heute üblich, kann ein Spiel dann mit einer kopierten CD nicht gestartet werden), sondern es traten Einschränkungen von essentiellen Spielfunktionen im Spiel selbst auf. Z. B. wuchsen neu angepflanzte Bäume nicht bis zur vollen Größe und konnten dadurch nicht gefällt werden; der Spieler hatte dadurch keine erneuerbare Quelle für Bauholz zur Verfügung. Oder es kamen aus der Eisenschmelze anstatt von geschmolzenem Eisen nur Schweine, somit war es nicht möglich Waffen oder Werkzeuge herzustellen.

Die Siedler IV[Bearbeiten]

Die Siedler IV
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher DeutschlandDeutschland Blue Byte
Mitwirkende (Auswahl) Hans-Jürgen Brändle
Erstveröffent-
lichung
15. Februar 2001
Plattform PC
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler per LAN und Internet
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Pentium 200 MHz CPU
64 MB RAM
8 MB Grafikkarte
574 MB freie Festplatte
DirectX 7.0 oder höher
4× CD-ROM-Laufwerk
Windows 98 / Me / 2000 / XP
Medium 1 CD
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
Information Gold-Edition mit Add-ons (2001)

Die Siedler IV baut im Wesentlichen auf dem Vorgänger auf. Die Grafik hat sich deutlich verbessert, ist aber bei dem knuddeligen Stil geblieben. Kleine Veränderungen im Spieldetail und Erweiterungen sorgen für Beliebtheit. Die maximale Auflösung beträgt 1280×1024 Pixel (SXGA), jedoch basierte das Spiel, wie seine Vorgänger noch auf einer von Blue Byte selbst entwickelten 2D-Engine. Hinzugekommen ist das „Dunkle Volk“ – ein neues Volk, das nur von der KI gespielt werden kann – und eine Funktion für stufenloses Zoomen. Mit einem Add-on lassen sich bis zu vier Völker (Römer, Wikinger, Mayas, Trojaner) spielen.

Es gibt eine vom Gameplay her identische Version für iPhone, iPod touch und iPad unter dem Namen "The Settlers". Die Steuerung wurde dem Touchscreen angepasst.

Die Siedler – Das Erbe der Könige[Bearbeiten]

Die Siedler – Das Erbe der Könige
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Mitwirkende (Auswahl) Thomas Häuser, Thomas Friedmann
Erstveröffent-
lichung
25. November 2004
Plattform PC
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler per LAN und Internet
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Pentium III 1 GHz CPU
256 MB RAM
32 MB T&L Grafikkarte
1 GB freie Festplatte
DirectX 9.0c oder höher
4x DVD/CD-ROM-Laufwerk
Windows 98 / ME / 2000 / XP
Medium 1 DVD
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben
PEGI ab 12+ Jahren empfohlen
Information Gold-Edition (2006)

Der fünfte Teil der Siedler-Serie erschien 2004 und ist erstmals komplett in 3D gehalten, basierend auf der Renderware mit Pixel Shader 2.0 und DirectX 9.0c. Die Grafik hebt sich durch hochauflösende Texturen sowie dreh- und zoombare Kamerasicht von den Vorgängern ab.

Auch spielerisch unterscheidet sich dieser Teil weit von seinen Vorgängern. Der Fokus liegt nicht mehr auf den Warenkreisläufen (welche auf ein Minimum reduziert wurden), sondern auf den Arbeitern (von denen es – die Militäreinheiten mitgerechnet – rund 60 gibt) selbst. Diese müssen Platz zum Schlafen in einem Haus und Nahrung in einem Bauernhof bekommen, um sie bei Laune zu halten.

Der Wuselfaktor mit hunderten herumlaufenden Siedlern auf einem Bildschirm wich der 3D-Grafik.

Es gibt nur noch fünf Rohstoffe (Lehm, Holz, Stein, Eisen und Schwefel) sowie Geld (Taler), welches man durch Steuern bekommt und mit dem man seine Soldaten bezahlen muss. Die Rohstoffe werden in Minen bzw. Schächten (außer Holz, welches nur von Leibeigenen gefällt werden kann) gefördert und befinden sich sofort in einem Rohstoffpool, statt von Trägern (wie man es aus den bisherigen Teilen kennt) in Lagerhäuser gebracht zu werden. Neu ist, dass bereits geförderte Rohstoffe veredelt werden können und sie dadurch sehr effektiv vermehrt werden.

Ebenfalls neu ist die Forschung, die durch den Bau der Hochschule ermöglicht wird. Erst wenn bestimmte Technologien (Alchemie, Wehrpflicht, Konstruktion, …) erforscht wurden, können neue Gebäude gebaut und neue Einheiten rekrutiert oder aufgewertet werden. Auch können bereits bestehende Gebäude in drei Stufen ausgebaut werden. Dadurch können beispielsweise mehr Arbeiter in einem Gebäude arbeiten.

Die Aktionen der Gegner in der Kampagne basieren nun nur noch auf einfachen Scripten (Lua), anstatt auf einer „vollwertigen“ Multiplayer-KI, weshalb kein freies Spiel auf wählbaren Karten gegen den Computer möglich ist.

Mit dem im ersten Add-on (Die Siedler DEdK – Nebelreich) erschienenen Karteneditor begannen die Spieler, eigene Karten zu erstellen und im Internet zu veröffentlichen. Der in Die Siedler DEdK – Legenden (zweites Add-on) befindliche Editor bietet einige Vereinfachungen für Siedler-Mapper, wie z. B. den Texturen-Pinsel oder die Funktion, eine Zufallskarte zu erstellen.

Die Siedler II – Die nächste Generation[Bearbeiten]

Die Siedler II – Die nächste Generation
Logo Die Siedler II Die nächste Generation.png
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Mitwirkende (Auswahl) Thomas Friedmann, Thomas Häuser, Thorsten Kneisel
Erstveröffent-
lichung
5. September 2006
Plattform PC
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler per LAN und Internet
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Medium 1 CD
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben
PEGI ab 7+ Jahren empfohlen

Am 7. September 2006 erschien die Neuauflage des Klassikers Siedler II, entwickelt von Blue Byte und den schon am Original beteiligten Entwicklern Thomas Friedmann, Thomas Häuser und Thorsten Kneisel (geb. Knop), den Gründern von Funatics Software. Die Spielmechanik ist bis auf Details gleich geblieben. Im Gegensatz zum fünften Serienteil sind die Siedler, ähnlich wie in Teil 3 und 4, wieder in „Knuddeloptik“ dargestellt. Bei der Neuauflage wurde aufgrund des Spielablaufes und der Tatsache, dass sich die Völker im Original nur graphisch unterschieden, auf eines der vier Völker – die Wikinger – verzichtet, was mit dem Add-on Die Wikinger am 22. Februar 2007 geändert wurde.

Die Grafik verwendet eine neue, moderne 3D-Grafikengine. Zoomen ist nun in fünf fest definierten Stufen möglich. Auch lässt sich die Kameraperspektive um 90° in beide Richtungen schwenken. Weitere Neuerungen sind ein LAN- und internetfähiger Multiplayermodus (in Siedler II gab es nur einen Splitscreen-Multiplayermodus) mit integriertem Chat, eine neue Kampagne und ein überarbeiteter Seefahrtmodus. Zum Verkaufsstart gab es eine Limited-Edition, die eine Sammlerfigur und das unter neuerer Hardware lauffähig gemachte Originalspiel Siedler II aus dem Jahr 1996 enthielt.

Die Siedler DS[Bearbeiten]

Am 12. Juli 2007 erschien eine Umsetzung des zweiten Teils für den Nintendo DS. Es handelt sich um einen originalgetreuen Port, der aber auf Multiplayer-Funktionen verzichtet.

Die Steuerung wurde an den Nintendo DS angepasst und erfolgt somit in erster Linie über den Touchpen. Der obere Bildschirm wird hauptsächlich für die Darstellung von Statistiken und der Übersichtskarte verwendet. Im unteren sieht man die Siedlung und kann sie steuern, wobei man die beiden Ansichten durch die linke Schultertaste tauschen kann. Das Problem des im Vergleich zu einem PC kleinen Bildschirms hat man durch zwei Zoomstufen gelöst.

Nach mehreren Berichten im offiziellen Forum ist die Verkaufsversion von Abstürzen und Fehlern betroffen, die jedoch mit einigen wenigen Regeln vermieden werden können. So wurde im Forum ein Frage-Antwort-Katalog erstellt wie man die Fehler umgeht und diese bewusst nutzt, um beispielsweise den Spielstand zu löschen. Onlinespieleseiten wie 4Players gaben für die Verkaufsversion die Wertung mangelhaft.[6] Das Spielemagazin N-Zone, mit deren Auszeichnungen das Spiel wirbt, gab nachträglich eine Kaufwarnung aus, nachdem mehrere Käufer sich beim Magazin beschwert hatten. [7]

Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs[Bearbeiten]

Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs
Logo Die Siedler Aufstieg eines Königreichs.png
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Erstveröffent-
lichung
28. September 2007
Plattform Windows
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler per LAN und Internet
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Pentium IV 2,0 GHz CPU (3,0 GHz empfohlen)
512 MB RAM (1 GB empfohlen)
128 MB Grafikkarte (256 MB Shader 2.0 empfohlen)
3 GB freie Festplatte
DirectX 9.0c oder höher
4× DVD/CD-ROM-Laufwerk
Windows XP / Vista
Medium 1 DVD
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben
PEGI ab 12+ Jahren empfohlen

Die Siedler VI erschien am 28. September 2007. Auch hier sind so gut wie keine Gemeinsamkeiten mit den alten Teilen mehr zu erkennen. Zusätzlich zur Hauptversion bietet Ubisoft noch eine Limited Edition sowie eine Special Edition. Der Inhalt der Limited Edition:

  • Soundtrack auf CD
  • Bonus-DVD mit Making-Of
  • DVD mit der Demoversion des Spieles
  • In-Game Skins
  • Artbook
  • Beidseitig bedrucktes Poster mit Artwork und „Rechte und Pflichten eines Ritters“

Der Inhalt der UbiShop-Edition:

  • Die Standard-Edition
  • Eine Handtasche mit Leder-Optik
  • Zwei spezielle Ingame-Statuen zur Verschönerung der im Spiel aufgebauten Städte können freigeschaltet werden (per Rubbelkarte)

Auch in diesem Teil der Siedler-Reihe wurde der Fokus von der Wirtschaft weg gelenkt. So sind nur noch zweistufige Produktionen möglich: Brot entsteht direkt aus Getreide, das Getreide wird vorher nicht zu Mehl verarbeitet, allerdings braucht es Wasser aus dem Dorfbrunnen, das die Siedler selbst holen, um die Getreidefelder zu bewässern. Zahlreiche neue Berufe wurden eingefügt, der Wuselfaktor wird trotz fehlender Träger durch die Interaktionen der Siedler untereinander erreicht, kommt allerdings nicht an die Vorgänger heran: Siedler bringen ihre Waren jetzt selbst ins Lagerhaus und protestieren auf dem Marktplatz, wenn ihre Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Zu den Bedürfnissen zählen Nahrung, Kleidung, Sauberkeit und Unterhaltung. Die Einführung von Klima und Jahreszeiten als bedeutende Wirtschaftsfaktoren stellt ein bereicherndes Novum dar, und erstmals können Siedler auf Festen Frauen kennenlernen, die sie in ihrem Tagwerk unterstützen.

Spieletester.com lobte eine gelungene und gut spielbare Integration und Fortführung vergangener Siedler-Versionen. Insbesondere die detailverliebte grafische Darstellung und neue Spielideen, die eine Annäherung an Elemente aus der Anno-Reihe erkennen lassen, wurden dabei herausgehoben.[8] Verschiedene Spieltester sehen die reduzierte Spieltiefe bei den Warenketten und den niedrig angesetzten Schwierigkeitsgrad des Spiels als problematisch an.[9] [10]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2007: Deutscher Entwicklerpreis – Bester Soundtrack In-Game-Sound
  • 2007: Deutscher Entwicklerpreis – Bestes Game-Leveldesign
  • 2007: Deutscher Entwicklerpreis – Beste Spiele-Grafiken
  • 2007: Deutscher Entwicklerpreis – Beste Cutscenes-Intros
  • 2007: Deutscher Entwicklerpreis – Bestes Interface
  • 2007: Deutscher Entwicklerpreis – Bestes deutsches Spiel

Die Siedler – Aufbruch der Kulturen[Bearbeiten]

Die Siedler – Aufbruch der Kulturen
Logo Die Siedler AdK.png
Entwickler DeutschlandDeutschland Funatics
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Erstveröffent-
lichung
28. August 2008
Plattform PC
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler per Internet (seit Juni 2012 abgeschaltet und kein LAN möglich)
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Pentium IV 2,0 GHz CPU
1 GB RAM
128 MB Grafikkarte (256 MB Shader 2.0 empfohlen)
1 GB freie Festplatte
DirectX 9.0c oder höher
4× DVD/CD-ROM-Laufwerk
Windows XP / Vista / 7
Medium 1 DVD
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 0 freigegeben
PEGI ab 12+ Jahren empfohlen

Mit Die Siedler – Aufbruch der Kulturen erscheint erstmals ein Spiel der kurzlebigen Traditionsreihe, welches von vorneherein als solches gekennzeichnet ist. Es verbindet Elemente der Spiele Die Siedler II und Die Siedler III: Aus Siedler II der Wegebau mit dem Warentransport von Fahne zu Fahne, die indirekte Steuerung der Militäreinheiten sowie deren Aufwertung; aus Siedler III die Fernkampfeinheiten, Opferungen und die spielerischen Unterschiede zwischen den Völkern. Erstmals gibt es eine 3D-Online-Lobby, in der man sich mit einem erstellten Avatar mit anderen Spielern treffen und zum Online-Spiel verabreden kann. Außerdem kann man u. a. Siedler-Schach, Würfel-Roulette und Texas Hold'em-Poker spielen. Punkte aus gewonnen Spielen kann man dazu benutzen, seinen Avatar weiter auszubauen. Zum 2. Juni 2012 gab Ubisoft bekannt, dass die Multiplayerserver vollständig und endgültig abgeschaltet werden. Damit wurde das Spiel seiner ohnenhin nur auf Online-Multiplayerspiele beschränkten Möglichkeit, gegen echte, menschliche Spieler anzutreten, beraubt.[11]

Die Siedler 7[Bearbeiten]

Die Siedler 7
Die Siedler 7 logo.png
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Erstveröffent-
lichung
25. März 2010
Plattform Windows, Mac OS
Spiel-Engine Vision-Engine
Genre Wirtschaftssimulation
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Pentium IV 2,0 GHz CPU (Intel Core 2 Duo empfohlen)
2 GB RAM (4 GB empfohlen)
256 MB Grafikkarte (512 MB Shader 2.0 empfohlen)
8 GB freie Festplatte
DirectX 9.0c oder höher
8× DVD/CD-ROM-Laufwerk
Windows XP / Vista, Mac OS X 10.6.2
Medium DVD-ROM
Sprache Deutsch
Kopierschutz Ubisoft Game Launcher (DRM): Zum Spielen wird eine permanente Internetverbindung sowie ein Ubisoft-Account benötigt. Das Spiel kann nicht ohne aktive Verbindung gespielt werden. Das bedeutet auch, dass die Server von Ubisoft verfügbar sein müssen.[12]
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben
PEGI ab 12 Jahren empfohlen

Am 22. September 2009 kündigten Ubisoft und Blue Byte die Entwicklung von Die Siedler 7 an, welches am 25. März 2010 erschien.[13] Neben dem klassischen Spielprinzip basiert Die Siedler 7 auf drei Grundpfeilern, welche je nach Schwerpunktsetzung des Spielers die Freischaltung neuer Technologien ermöglichen: Handel, Wissenschaft und Militär. Somit ist es erstmals möglich, ein Spiel auch ohne militärische Expansion zu gewinnen. Neu sind außerdem eine bessere KI sowie die neu lizenzierte Grafik-Engine Vision Engine 7.0.

Der restriktive Kopierschutz des Spiels, der auch bei Einzelspieler-Partien ohne spielerische Notwendigkeit eine permanente Online-Verbindung erfordert, hat zahlreiche Kritiken zum Spiel negativ beeinflusst. Kundenbewertungen auf der Webseite des Versandhauses amazon.com berichten von Problemen mit überlasteten Servern und Spielunterbrechungen in Einzelspieler-Partien bei schlechten Internetverbindungen. Die Siedler richtete sich bisher überwiegend an ein Einzelspieler- oder Heimnetzwerk-Mehrspieler-Publikum ohne permanenten Internetzugang. Zu Ostern 2010, kurz nach der Veröffentlichung des Spiels, kam es (nicht nur für Die Siedler) zu massiven Ausfällen der Ubisoft-Server, sodass zahlreiche Spieler das gekaufte Spiel nicht spielen konnten.

Am 24. Februar 2011 erschien Die Siedler 7: Gold Edition. Diese Version des Spiels enthält drei bis dato nur als Download verfügbare Zusatzpakete sowie Die Siedler III.[14]

Die Siedler – Meine Stadt[Bearbeiten]

Die Siedler – Meine Stadt
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Erstveröffent-
lichung
Juni 2010
Plattform Adobe Flash
Sprache Deutsch

Am 28. Mai 2010 gab Ubisoft den Start der Closed Beta des Spiels Die Siedler – Meine Stadt bekannt. Im Gegensatz zu den anderen Titeln der Reihe handelt es sich dabei um ein Browsergame, das vollständig online auf Facebook gespielt wird und auf Adobe Flash basiert. Die Open Beta begann im Juni 2010.

Auszeichnungen[Bearbeiten]


Die Siedler Online[Bearbeiten]

Die Siedler Online
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher FrankreichFrankreich Ubisoft
Erstveröffent-
lichung
Herbst 2010
Plattform Webbrowser (Adobe Flash)
Sprache Deutsch

Am 27. Juli 2010 gab Ubisoft den Start der Closed-Beta-Version des Spiels Die Siedler Online bekannt. Ebenso wie Die Siedler – Meine Stadt handelt es sich um ein auf Adobe Flash basierendes Browserspiel. Das Spiel erschien als Beta-Version im Herbst 2010, bis zum 31. Juli 2010 konnte man sich bei 4Players für einen der 10.000 Betakeys bewerben, die in Schüben nach und nach verlost wurden. Am 22. Oktober 2010 begann die für alle offene Betaphase, das Bezahlsystem innerhalb der Beta-Version wurde Anfang Dezember freigeschaltet. In der Folgezeit wurde das Spiel weiterentwickelt und dem Spiel ein paar neue Inhalte gegeben, wie zum Beispiel ein einfaches „Abenteuersystem“ mit weiteren Quests, die gelöst werden können. Der offizielle Beta-Status wurde am 3. August 2011 aus laut Blue Byte rein marketingtechnischen Gründen aufgegeben. Um die inzwischen zahlreichen Abenteuer einfacher zu bewältigen gibt es inzwischen eine Vielzahl von Taktikkarten, welche die besten Angriffswege und Truppenaufstellungen aufzeigen. Eine weitere deutliche Erleichterung für die Spieler sind die sogenannten Kampfsimulatoren, welche bereits im Vorfeld eines Angriffs das voraussichtliche Ergebnis sehr zuverlässig berechnen und so hohen Truppenverlusten vorbeugen.

Alle spielinternen Ziele sind mit dem Einsatz von Geld deutlich schneller und leichter erreichbar, jedoch ist das Spiel prinzipiell auch kostenlos spielbar. Das Spiel soll sich durch hübsche Animationen und den siedler-typischen Wuselfaktor von der Masse der Browsergames abheben, doch ist ein Aufstieg innerhalb des Spieles nur mit Kampf (dem Vernichten von Gegnern) erreichbar. Die Karte ist in neun unregelmäßige Sektoren unterteilt, wobei jeder Sektor eigene Besonderheiten bzgl. Fläche und Rohstoffvorkommen aufweist. Jeder Spieler hat seine eigene Zone, in der er ungestört bauen und nicht angegriffen werden kann, diese Zonen sind auf mehrere sogenannte Welten verteilt, wobei Handel und andere spielinterne Interaktionen zwischen Spielern auf die jeweilige Welt beschränkt ist. Zusätzlich soll es zukünftig noch Coop- und Spieler-gegen-Spieler-Zonen geben. In Letzteren kann dann gegen andere Spieler gekämpft werden. Handel ist über einen integrierten Marktplatz möglich, in dem für 6 Stunden ein Angebot platziert werden kann.

Zu größeren Veranstaltungen (z.B. Europameisterschaft) oder verschiedenen Festen im Jahreskreis (z.B. Weihnachten, Ostern) gibt es spezielle Events an denen die Spieler besondere Aufgaben bewältigen müssen.

Die Siedler Online konnte den Deutschen Computerspielpreis 2011, die PC Games Leserwahl in der Kategorie Browsergame des Jahres 2011, den Computecs BÄM Award 2011 und sowohl 2012, als auch 2013, je 2 Mal den MMO of the year Award für sich entscheiden.[15]

Spielesystematik[Bearbeiten]

  • Die Siedler (1993, Amiga & PC (DOS), US-Titel Serf City)
  • Die Siedler II – Veni, Vidi, Vici (1996, PC (DOS), Mac OS)
    • Add-on: Die Siedler II: Mission CD
  • Die Siedler II: Gold Edition (1997, PC (DOS) & Nintendo DS)
  • Die Siedler III (1998, Windows)
    • Add-on: Die Siedler III: Mission CD
    • Add-on: Die Siedler III: Das Geheimnis der Amazonen
  • Die Siedler III: Gold Edition (1999, Windows)
  • Die Siedler IV (2001, Windows & iPhone)
    • Add-on: Die Siedler IV: Mission CD
    • Add-on: Die Siedler IV: Die Trojaner und das Elixier der Macht
    • Add-on: Die Siedler IV: Die neue Welt
    • Add-on: Die Siedler IV: Community Pack – Historische Schlachten
  • Die Siedler IV: Gold Edition (2002, Windows)
  • Die Siedler: Platin Edition (2003, Windows)
  • Die Siedler – Das Erbe der Könige (2004, Windows)
    • Add-on: Die Siedler – Das Erbe der Könige: Nebelreich
    • Add-on: Die Siedler – Das Erbe der Könige: Legenden
  • Die Siedler – Das Erbe der Könige: Gold Edition (2006, Windows)
  • Die Siedler II – Die nächste Generation (2006, Windows)
    • Add-on: Die Siedler II – Die nächste Generation: Wikinger
  • Die Siedler II – Die nächste Generation – Gold Edition (Windows)
  • Die Siedler DS (2007, Nintendo DS)
  • Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs (28. September 2007, Windows)
    • Add-on: Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs: Reich des Ostens (Mission Pack)
  • Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs: Silver Edition (2008, Windows)
  • Die Siedler – Aufbruch der Kulturen (28. August 2008, Windows)
  • Die Siedler 7 (25. März 2010, Windows, Mac OS X)
  • Die Siedler 7: Gold Edition (24. Februar 2011, Windows, Mac OS X)
  • Die Siedler – Meine Stadt (2010, Adobe Flash)
  • Die Siedler Online (2011, Adobe Flash)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die Siedler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Krawall.de: Vorschau zu Die Siedler 7; Zurück in der Familie
  2. Umsetzung Siedler 1 auf PC (deutsch) massive.de. 17. August 2002. Archiviert vom Original am 17. August 2002. Abgerufen am 16. Januar 2011.
  3. Freeserf, Quelltext
  4. Return To The Roots
  5. Verpackung des Spiels
  6. 4Players-Test zu Die Siedler DS:Test: Die Siedler DS
  7. NZone Webseite, Forum, Meinungen & Anregungen zum Heft/Leserverarsche – Der Test zu Die Siedler DS
  8. Spieletester.com Testbericht: Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs (Version vom 12. Januar 2008 im Internet Archive)
  9. DemoNews.de Testbericht: Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs
  10. PCGames.de Testbericht: Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs
  11. Abschaltung der Multiplayerserver
  12. Online-Services-Plattform – Fragen und Antworten: Häufig gestellte Fragen zu Ubisofts Online-Services-Plattform für PC., Abgerufen am 6. Februar 2010
  13. Blue Byte Pressemitteilung: UBISOFT UND BLUE BYTE KÜNDIGEN DIE SIEDLER 7 AN!
  14. Die Siedler 7 Gold Edition
  15. Die Siedler Online: Liste gewonnener Preise, abgerufen am 22. März 2013