Eduard von Bonin

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Eduard von Bonin.

Eduard Wilhelm Ludwig von Bonin (* 12. März 1793 in Stolp; † 13. März 1865 in Koblenz) war preußischer General der Infanterie und Kriegsminister.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Er trat 1806 in das Regiment des Herzogs von Braunschweig-Öls und wohnte dem Feldzug in Sachsen und dem Rückzug Blüchers nach Lübeck bei, wo er gefangen genommen wurde. Auf Ehrenwort entlassen, kehrte er in seinen Garnisonsort Prenzlau zurück und besuchte dort das Gymnasium.

Im August 1809 trat er als Fähnrich in das 1. Garderegiment ein, wurde 1810 Leutnant, machte als Adjutant bei der Gardebrigade die Schlachten 1813/14 mit und erhielt vor Paris das Eiserne Kreuz I. Klasse. 1817 wurde er Hauptmann, 1829 Major im Alexanderregiment, 1842 Oberst desselben und 1848 Kommandeur der 16. Infanterie-Brigade.

Im Schleswig-Holsteinischen Feldzug übernahm er am 26. März 1848 das Kommando der preußischen Linienbrigade, wirkte an deren Spitze mit Auszeichnung in den Gefechten bei Schleswig und Düppel mit. Nach Abschluss des Malmöer Waffenstillstands wurde Bonin zum Oberbefehlshaber des Schleswig-Holsteinischen Heeres ernannt, das er im Winter 1848/49 reorganisierte und ansehnlich verstärkte.

An der Spitze desselben kämpfte er am 20. und 22. April 1849 siegreich bei Kolding, konnte aber Fredericia nicht einnehmen und wurde am 6. Juli zurückgeschlagen. Nach dem zweiten Waffenstillstand zwischen Preußen und Dänemark legte er im April 1850 sein Kommando nieder und ging in die Preußische Armee zurück. Er wurde Kommandant von Berlin, erhielt den Oberbefehl über die 16. Division in Trier und wurde im März 1852 zum Generalleutnant und Kriegsminister ernannt. Als solcher bemühte er sich um Einführung größerer taktischer Beweglichkeit bei der Infanterie, betrieb eine innigere Verschmelzung der Landwehr mit der Linie durch Errichtung der gemischten Linien- und Landwehrbrigaden, gab der Landwehrreiterei eine vorteilhaftere Organisation und setzte die verbesserte Bewaffnung der Infanterie durch.

1854 trat er zurück, weil er während des Krimkriegs die preußische Politik von russischem Einfluss zu befreien gesucht hatte, erhielt das Kommando der 12. Division in Neisse und wurde 20. März 1856 Vizegouverneur der Festung Mainz. 1858 wurde er vom Prinzregenten wieder mit dem Kriegsministerium betraut, aber im Dezember 1859 wegen Meinungsverschiedenheiten bei der Reorganisation der Armee wieder entlassen und zum Kommandierenden General des VIII. Armee-Korps in Koblenz ernannt, wo er am 13. März 1865 starb.

Werke[Bearbeiten]

  • Grundzüge für das zerstreute Gefecht. Verlag Mittler, Berlin 1839

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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