Erasmus-Universität Rotterdam
| Erasmus Universiteit Rotterdam Erasmus-Universität Rotterdam |
|
|---|---|
| Motto | De universiteit voor denkers en doeners |
| Gründung | 1913 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Rotterdam, Niederlande |
| Rector magnificus (Rektor) | Henk Schmidt (2011)[1] |
| Studenten | 20.941 (2011)[2] |
| Mitarbeiter | 2.662 (2011)[2] |
| davon Professoren | 473 (2011)[2] |
| Jahresetat | 542 Mio € (2011)[2] |
| Website | www.eur.nl |
Die Erasmus-Universität Rotterdam (niederländisch: Erasmus Universiteit Rotterdam) (EUR) ist eine niederländische Universität in Rotterdam, benannt nach dem Philosophen Erasmus von Rotterdam. Die Universität besitzt sieben Fakultäten sowie zwei Institute und konzentriert sich auf vier Fachgebiete:
Gesundheit - Faculty of Medicine and Health Sciences/Erasmus MC und institute of Health Policy & Management (iBMG)
Vermögen - Erasmus School of Economics (ESE) und Rotterdam School of Management (RSM)
Staatsführung - Erasmus School of Law und International Institute of Social Sciences
Kultur - Erasmus School of History, Culture and Communication, Faculty of Social Sciences und Faculty of Philosophy
Erasmus MC ist das größte und eines der wichtigsten akademischen Medizinzentren in den Niederlanden, wohingegen die volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Fakultäten der EUR, die Erasmus School of Economics und die Rotterdam School of Management, führend in Europa und der Welt sind. Die Erasmus School of Law ist eine der größten Rechtsschulen in den Niederlanden.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Ursprünge der Erasmus-Universität Rotterdam gehen auf die Netherlands School of Commerce (Nederlandse Handels-Hoogeschool; NHH) zurück, welche 1913 auf eine private Initiative der kaufmännischen Gemeinschaft Rotterdams hin gegründet wurde. Die amtliche Anerkennung von Handelsgewerbe und Ökonomie als akademische Disziplinen führte 1939 zu einer Namensänderung: die NHH wurde zur Netherlands School of Economics (Nederlandse Economische Hogeschool; NEH). Die zunehmende Komplexität der niederländischen Gesellschaft hatte in den 1960er Jahren die Ankunft neuer Fakultäten - Jura und Gesellschaftswissenschaften - zum Ergebnis, denen in den 1970er und 1980er Jahren weitere Fakultäten für Philosophie, Geschichte und Kunst sowie Betriebswirtschaftslehre folgten.
Gleichzeitig versuchte die Foundation for Higher Clinical Education seit 1950 einen vollwertigen Medizinstudiengang in Rotterdam zu etablieren. Diese Bestrebungen ergaben, dass 1966 die Regierung die Medizinische Fakultät Rotterdam gründete und im Dijkzigt Hospital ansiedelte. Zusammen mit dem Sophia-Kinderhospital und der Daniel den Hoed-Klinik formte diese das Universitätskrankenhaus Rotterdam, welches seit dem 1. Januar 2003 den Namen Erasmus MC trägt.
In 1973 fusionierten die Medizinische Fakultät Rotterdam und die Netherlands School of Economics zur Erasmus-Universität Rotterdam, benannt nach dem niederländischen Humanisten und Theologen Desiderius Erasmus, der im 15. Jahrhundert in Rotterdam lebte. Schließlich wurde 2009 das International Institute of Social Sciences, ein im Bereich der Entwicklungsforschung und internationalen Zusammenarbeit international renommiertes Institut, Teil der Erasmus-Universität.
Erasmus School of Economics [Bearbeiten]
Die Erasmus School of Economics (ESE) ist die volkswirtschaftliche Fakultät der Erasmus-Universität Rotterdam und erwarb sich ihren exzellenten Ruf dank der weltweit anerkannten Arbeit des dort angestellten Ökonomen und Nobelpreisträgers Jan Tinbergen. Sie wird durch einen Dekan - derzeit Professor Philip Hans Franses - geleitet und besteht aus dem Department of Economics, dem Department of Business Economics, dem Department of Econometrics und dem Department of Applied Economics, einer Forschungsabteilung, einer Bildungsabteilung und einer fakultätseigenen Verwaltung. Zur Forschungsabteilung gehören das zusammen mit den volkswirtschaftlichen Fakultäten der Universität von Amsterdam und der Freien Universität Amsterdam betriebene renommierte Tinbergen-Institut.[3] sowie das Erasmus Research Institute of Management (ERIM).
Die Erasmus School of Economics beherbergt über 4.500 Studenten, hat Austauschabkommen mit 70 Partneruniversitäten im Ausland, bietet vier Bachelor-Studiengänge, zwölf Master-Studiengänge an und verwaltet ein Budget von ca. 32 Millionen Euro.[4]
Rotterdam School of Management [Bearbeiten]
Siehe auch Rotterdam School of Management
Die Rotterdam School of Management (RSM) ist die betriebswirtschaftliche Fakultät der Erasmus-Universität Rotterdam und geht auf eine gemeinsame Gründungsinitiative der EUR sowie der Technischen Universität Delft in 1969 zurück. Die RSM wird durch einen Dekan - gegenwärtig Steef van de Welde - geleitet und ist in acht akademische Abteilungen untergliedert:
- Department of Decision and Information Sciences;
- Department of Management of Technology and Innovation;
- Department of Organisation and Personnel Management;
- Department of Marketing Management;
- Department of Strategic Management and Entrepreneurship;
- Department of Accounting & Control;
- Department of Finance;
- Department of Business-Society Management.
In der Forschung kooperiert die RSM mit der Erasmus School of Economics im Rahmen des Erasmus Research Institute of Management (ERIM). Auf der Ebene der Bildung bietet sie eine Vielzahl von Bachelor-, MBA- und allgemeine Masterprogramme an, ebenso wie Programme für Doktoranden und Berufstätige.
Rankings [Bearbeiten]
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Berühmte Alumni [Bearbeiten]
- Stefan Aartsen
- Peter Bakker
- Eduard Bomhoff
- Edith Bos
- Elbert Dijkgraaf
- Wim Dik
- Joost Eerdmans
- Pim Fortuyn
- Hans Galjaard
- Aart Jan de Geus
- Pieter van de Griend
- Frank Grosveld
- Mohammad Hatta
- Herman Heinsbroek
- Cor Herkströter
- Jan Hoeijmakers
- Bianca Hoogendijk
- Jan Kees de Jager
- Johan Friso van Oranje-Nassau van Amsberg
- Neelie Kroes
- Ruud Lubbers
- Doede Nauta
- Annette Nijs
- Sergio Orlandini
- Ab Osterhaus
- Gerrit Abraham van Poelje
- Heinz Hermann Polzer
- Jan Pronk
- Alexander Rinnooy Kan
- Jo Ritzen
- Onno Ruding
- Luc Sala
- Melanie Schultz van Haegen
- Marianne Thieme
- Jan Tinbergen
- João Varela
- Cees Veerman
- Frans Weisglas
- Nout Wellink
- Inez Weski
- Hans Wijers
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Voorwoord rector. Erasmus-Universität, 2011, abgerufen am 17. März 2011 (niederländisch).
- ↑ a b c d EUR Feiten en Cijfers 2012 (PDF; 1,7 MB)
- ↑ Tinbergen Institute: About Tinbergen Institute (Englisch) Zugriff: 24. Dezember 2012
- ↑ Erasmus School of Economics: Key Figures (Englisch)
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der EUR (niederländisch; englisch)
- Website der RSM (englisch)
- Website des Erasmus MC (niederländisch)
51.9176844.526196Koordinaten: 51° 55′ 3,7″ N, 4° 31′ 34,3″ O
staatliche Universitäten: Amsterdam | VU Amsterdam | TU Delft | TU Eindhoven | Fernuniversität | Groningen | Leiden | Maastricht | Nijmegen | Rotterdam | Tilburg | Twente | Utrecht | Wageningen
private Universitäten: Katholische Theologische Universität | Wirtschaftsuniversität Nyenrode | Theologische Universität Apeldoorn | Haager Akademie für Völkerrecht | Theologische Universität Kampen | Universität für Humanistik | Universität Nimbas