Ernest Ansermet

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Ernest Ansermet (* 11. November 1883 in Vevey, Schweiz; † 20. Februar 1969 in Genf) war ein Schweizer Dirigent.

Ansermet war zuerst Mathematiklehrer in Lausanne, studierte aber auch Komposition, u.a. bei André Gedalge in Paris, später bei Ernst Bloch in Genf. Sein Interesse galt bald mehr dem Dirigieren, dessen Handwerk er in München bei Felix Mottl und in Berlin bei Arthur Nikisch und Felix Weingartner verfeinerte.

1912 wurde er Konzertleiter des Kursaals Montreux. In diesem Jahr lernte er ebenfalls Igor Strawinski kennen, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebte. Es entwickelte sich eine tiefgreifende Künstlerfreundschaft, der beispielsweise die Uraufführungen der Strawinski-Werke Histoire du soldat, Le Chant du Rossignol, Pulcinella, Noces oder Capriccio für Klavier und Orchester durch Ansermet geschuldet war. 1917 brachte er in Zusammenarbeit mit Pablo Picasso, Jean Cocteau und Leonide Massine "Parade" von Erik Satie zur Uraufführung. 1918 gründete er das Orchestre de la Suisse Romande in Genf, das er bis 1967 leitete. Parallel leitete Ansermet das argentinische Nationalorchester in Buenos Aires. Er dirigierte häufig in europäischen Großstädten wie London und Paris, aber auch in den USA und der UdSSR.

Ansermet wurde bekannt für seine Interpretationen der Musik von Strawinski und anderer russischer Komponisten. Ebenso setzte er sich stark für die seinerzeit zeitgenössischen Schweizer Komponisten Arthur Honegger und Frank Martin ein. Die erste Stereo-Aufnahme des Plattenlabels Decca Records wurde im Juni 1954 von Ernest Ansermet dirigiert.

Ernest Ansermet war beteiligt an der Entstehung der Luzerner Festspiele.

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Literatur

  • Jean Mohr, Bernhard Gavoty, Arnold H. Eichmann: Ernest Ansermet. Kister 1961

[Bearbeiten] Weblinks

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