Erongo

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Gebirge siehe Erongogebirge
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Details

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Details

Region

Erongo

Basisdaten
Regionshauptstadt Swakopmund
Größte Stadt Walvis Bay
Motto Industry, Cooperation, Integrity
(Industrie, Kooperation, Integrität)
ISO 3166-2 NA-ER
Webseite www.erc.com.na
Karte der Region in Namibia
Südafrika Simbabwe Angola Sambia Botswana Kavango-West Kavango-Ost Ohangwena Caprivi Oshana Omusati Oshikoto Kunene Erongo Omaheke Otjozondjupa Khomas Hardap KarasKarte Erongo in Namibia
Über dieses Bild
Einwohner und Geographie
Einwohnerzahl 150.809 (Stand: 2010)[1]
Einwohnerdichte 2,72 je km²
Sprachen Afrikaans, Deutsch, Englisch, Khoekhoegowab
Geographische Koordinaten 22° 35′ S, 15° 7′ O-22.58378115.117874Koordinaten: 22° 35′ S, 15° 7′ O
Fläche 63.719 km²
Höchster Punkt 2.573 m (Königstein)
Politik und Verwaltung
Regierende Partei SWAPO
Gouverneur/in Cleophas Mutjavikua
Sitzverteilung im Regionalrat SWAPO 7
Wahlkreise 7
Letzte Wahl 2010
Nächste Wahl 2015

Erongo ist eine der 14 Regionen von Namibia und bildet den bevölkerungsreichsten Küstenabschnitt Namibias am Atlantik mit Swakopmund als Regionalhauptstadt und Walvis Bay als größtem Überseehafen des Landes. Die Küstenabschnitte nördlich und südlich dieser Agglomeration sind im Wesentlichen nur Wüste. Richtung Landesinneres befinden sich in Erongo auch wichtige Minen. Der Name Erongo leitet sich ab vom Erongogebirge.

Geographie[Bearbeiten]

Siehe auch: Geographie Namibias

Swakopmund

Wesentlicher Teil von Erongo ist der Bereich an der Südatlantik-Küste, der als Skelettküste bekannt wurde, weil dort aufgrund vorgelagerter Untiefen viele Schiffe gestrandet sind und nicht mehr flott gemacht werden konnten. Der ganze Bereich dieser Skelettküste ist bis auf wenige, nur äußerst selten Wasser führenden kleinen Flussläufe völlig trocken. Ein Überleben dort ist für Besucher oder Schiffbrüchige somit nahezu unmöglich. Seit einigen Jahren führt küstenparallel eine breite Straße (Pad) bis kurz vor die Grenze Angolas, die ab dem Gate des Skelettküstenparks aber nur mit einer speziellen Erlaubnis (Permit), die bei der Ranger-Station in Swakopmund ausgestellt wird, befahren werden darf. Im Skelettküstenpark gibt es als einzige Station das Regierungscamp Terracebay. Langsam wieder zunehmende Populationen von aus dem Etoscha Nationalpark durch die Kowarib-Schlucht und über den Grootberg-Pass längs des Hoanib bis in die Küsten-Namib einwandernder Elefanten und seltener Raubtiere, z. B. der braunen Hyäne, auch Strandwolf oder Schabrackenhyäne genannt, bilden, neben der ungeheuren Weite und Ruhe, das Ziel eines speziellen Tourismus, abseits der bekannten Pfade. Eine Stichstraße in Richtung Etosha-Pfanne, vorbei am Versteinerten Wald, ist die einzige durch Menschenhand geschaffene Abwechslung.

Weiter südlich, kurz vor Swakopmund, gibt es noch das Robbenkap, wo große Robben-Populationen ganzjährig beobachtet werden, weil der hier vorbeiführende kalte Benguela-Strom Fische im Überfluss vorbeiziehen lässt. Auch nachts beobachtbare Trawler aus vielen Ländern, weit draußen jenseits der Sandbänke, deuten auf die noch ausreichend vorhandenen Fisch-Ressourcen hin.

Politik[Bearbeiten]

Seit 2004 stellt die SWAPO die absolute Mehrheit der sieben Erongo-Regionalratsmitglieder, die alle fünf Jahre in die Regionalhauptstadt Swakopmund gewählt werden.

Partei Sitze 1992 Sitze 1998 Sitze 2004 Sitze 2010
SWAPO 3 2 5 7
DTA 2 4 0 0
UDF 1 0 2 0
RP 1 1 0 0

Verwaltung[Bearbeiten]

Auf einer Fläche von 63.719 Quadratkilometern leben 150.809 Einwohner (Stand: 2010) in sieben Wahlkreisen.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Region Erongo gilt nach der Region Khomas als wirtschaftsstärkste Namibias. Hierfür sind vor allem der Hafen Walvis Bay und die zahlreiche Bergbaugebiete wie die Rössing- und Husab-Minen verantwortlich. Zudem befindet sich am Stadtrand von Walvis bay der größte steinverarbeitende Betrieb Afrikas.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erongo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Erongo – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b NAMIBIA STATISTICS AGENCY: 2011 POPULATION AND HOUSING CENSUS Erongo Regional Profile – Feb. 2014
  2. Gigantische Fabrik in der Namib vorgestellt. In: Allgemeine Zeitung, 14. Juli 2014, abgerufen am 16. November 2014