FC Union Innsbruck

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FC Union Innsbruck
FC Union Innsbruck Logo 2010.svg
Voller Name Fußballclub Union Innsbruck
Gegründet 1965
Stadion Sportplatz Fennerkaserne
Plätze n.b.
Präsident Herbert Lener (Obmann)
Trainer Matthias Zimmerling
Homepage www.union-ibk.at
Liga Tiroler Landesliga
2011/12 14. Platz (Regionalliga West)
Heim
Auswärts

Der FC Union Innsbruck ist ein österreichischer Fußballverein aus Tirol. Er spielte ab 2010/11 in der drittklassigen Regionalliga West und stieg 2012 freiwillig in die Tiroler Landesliga ab. Die Vereinsfarbe ist blau. Ihre Heimspiele trägt die Mannschaft am Sportplatz Fennerkaserne im Innsbrucker Stadtzentrum aus.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1965 in der Pfarre des Stadtteils Saggen vom dortigen Seelsorger und zwei Gruppenführern der katholischen Jugend als Union katholischer Jugend gegründet und stieg in der untersten Klasse des Tiroler Fußballverbands in den Spielbetrieb ein. 1973 gelang erstmals der Aufstieg in die 1. Klasse, die man von 1974 bis 1975 in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Natters bestritt.

Nach einigen eigenständigen Jahren und der Umbenennung in Union Innsbruck folgte 1980 der Zusammenschluss mit der MK Innsbruck, dem Jugendzentrum der Jesuiten, was sich als äußerst erfolgreich erwies: In den neun Jahren als Union MK Innsbruck entwickelte sich der Nachwuchsbetrieb nach Vereinsaussage „zu einem der größten in ganz Tirol“ und veranstaltete Sommerlager in aller Welt. Zudem feierte die Kampfmannschaft von 1984 bis 1986 drei Meistertitel in Folge und stieß so über Gebietsliga West (1984/85) und Landesliga West (1985/86) bis in die Tiroler Liga, die vierthöchste Österreichische Spielstufe, vor. Dort konnte man sich allerdings nicht halten und stieg nach nur einer Saison wieder in die Landesliga West ab.[1] Im folgenden Jahrzehnt bewegte sich die Union Innsbruck meist im Mittelfeld dieser Liga. 1995 trennten die Mannschaft jedoch nur zwei Punkte vom Abstieg und die folgenden beiden Saisonen sollten noch schlechter verlaufen: Trotz des letzten Platzes 1995/96 durfte man die Klasse halten, ein Jahr später bedeutete der erneute letzte Platz hingegen den Abstieg in die sechstklassige Gebietsliga West.

Nach einer Saison im Mittelfeld 1997/98 folgten zunächst die Plätze drei und zwei, und 2000/01 schließlich der überlegene Meistertitel und Wiederaufstieg. Die Saison 2001/02 beendete die Union noch auf Platz 10, bereits 2002/03 landete sie nur fünf Punkte hinter dem FC Zirl auf Rang zwei und stieg statt des Meisters in die viertklassige telesystem Tirol Liga auf. Dort ereilte den Verein allerdings das gleiche Schicksal wie schon 1987 - der postwendende Wiederabstieg. Die Saisonen 2004/05 und 2005/06 beendete die Mannschaft als Fünfter und Vierter im vorderen Feld der Landesliga West.[2]

SVG Reichenau / Union Innsbruck[Bearbeiten]

Historisches Logo der Spielvereinigung

Von der Saison 2006/07 bis zur Saison 2009/10 bildete der FC Union Innsbruck eine Spielvereinigung mit der SVG Reichenau. Die erste Mannschaft der SVG Reichenau / Union Innsbruck, die in diesen Jahren in der drittklassigen Regionalliga West spielte, trat in den rot-weiß-schwarzen Dressen der SVG Reichenau an und nannte den dortigen Sportplatz ihr Zuhause. Die zweite Mannschaft, die 2006/07 in der fünftklassigen Landesliga West startete, trug die blauen Vereinsfarben des FC Union und bestritt seine Heimspiele am Sportplatz Fennerkaserne.[3]

Ähnlich wie in den 1980er-Jahren brachte die Zeit der Spielgemeinschaft auch diesmal große Erfolge für die Union. Bereits im ersten Jahr schaffte man durch ein Herzschlagfinale den neuerlichen Aufstieg in die telesystem Tirol Liga: Nachdem die Mannschaft einen 11-Punkte-Rückstand aus dem Herbst aufgeholt hatte, kam es am letzten Spieltag zum direkten Duell mit dem punktegleichen Aufstiegsaspiranten SV Raika Längenfeld. Aufgrund des um acht Tore besseren Torverhältnisses hätte Längenfeld bereits ein Unentschieden gereicht, die Innsbrucker entschieden jedoch vor eigenem Publikum das Spiel mit 3:0 für sich. In den folgenden beiden Saisonen belegte die SPG Reichenau / Union Innsbruck 1b die Plätze 8 und 4, bevor sie sich am allerletzten Spieltag 2009/10 erstmals zum Meister der mittlerweile in UPC Tirol Liga umbenannten Liga krönte.[2] Der ersten Mannschaft glückte in diesem Jahr zudem der Einzug ins Finale des Tiroler Cups. Dort konnten die Innsbrucker am 9. Juni 2010 gegen den FC Kufstein in einem dramatischen Finish ein 0:2 noch ausgleichen, unterlagen jedoch letztendlich im Elfmeterschießen.[4]

Bereits zuvor hatte sich zu Beginn der Frühjahrsmeisterschaft im März 2010 die paradoxe Situation ergeben, dass das zweite Team der Spielgemeinschaft (die Union) vor dem Aufstieg in die Regionalliga West stand, während das erste Team (die Reichenau) vom Abstieg aus ebendieser Liga bedroht war.[5] Aus diesem Grund beschlossen die Verantwortlichen die Auflösung der Spielgemeinschaft per Saisonende 2009/10.[6]

Union Innsbruck nach 2010[Bearbeiten]

Da die erste Mannschaft den Klassenerhalt und die zweite Mannschaft den Aufstieg fixierte, gingen die beiden Mannschaften als gleichwertige Konkurrenten in die Regionalliga-Saison 2010/11.[7] Dort konnte sich allerdings nur die vormalige zweite Mannschaft, die Union, als 13. halten, während die Reichenau als Vorletzter abstieg. In der Folgesaison 2011/12 belegte die Union Innsbruck den 14. Platz und sicherte sich aus sportlicher Sicht erneut den Klassenerhalt, jedoch hatte die Vereinsführung aus wirtschaftlichen Erwägungen den freiwilligen Rückzug aus der Regionalliga beschlossen. Da gleichzeitig die SVG Reichenau trotz Landesliga-Titel, auf den neuerlichen Aufstieg in die Regionalliga verzichtete, standen sich die beiden Vereine zwei Jahre später eine Liga tiefer erneut als Gegner gegenüber.[8] Abseits des Meisterschaftsbetriebs stieß der FC Union Innsbruck 2010/11 ins Viertelfinale des Kerschdorfer Tirol Cups vor[9] und schaffte 2011/12 durch Siege gegen Regionalliga-Konkurrenten SC Rheindorf Altach II sowie Landesligist SV Grieskirchen den Einzug in die zweite Runde des ÖFB-Cups, unterlag dort jedoch Vorjahresfinalist SC Austria Lustenau mit 0:7.

Stadion[Bearbeiten]

Der FC Union Innsbruck bestreitet seine Heimspiele am Sportplatz Fennerkaserne im Innsbrucker Stadtzentrum. Aufgrund des sich abzeichnenden Aufstiegs wurde es im Frühjahr 2010 zu einem regionalligatauglichen "kleine[n] Schmuckkästchen" (so Obmann Hermann Lener) ausgebaut.[10] Da sich Stadt Innsbruck und Land Tirol im Februar 2012 zu einem Neubau des angrenzenden Management Center Innsbruck entschieden, soll der Sportplatz in Richtung Norden verschoben und um 90 Grad gedreht werden. Zudem ist statt der Container des "Schmuckkästchens" eine fixe Tribüne samt Kabinen und Kantine geplant, wodurch sich der Verein "endlich einmal auch eine 'richtige' Heimstätte" erwartet.[11]

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

  • 1 x Meister der 2. Klasse Mitte (8): 1973
  • 1 x Meister der 1. Klasse Mitte (7): 1984
  • 2 x Meister der Gebietsliga West (6): 1985, 2002
  • 2 x Meister der Landesliga West (5): 1986, 2007
  • 1 x Meister der Tiroler Liga (4): 2010

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Historie, auf: union-ibk.at, Zugriff am 29. Juni 2010
  2. a b vgl. entsprechende Jahre in Rund ums Spiel, auf: tfv.at, Zugriff am 18. Juni 2010
  3. Sebastian Kollemann: Ein Portrait der Tiroler Liga Teil 1, auf: tivoli12.at, 22. Juli 2008, Zugriff am 29. Juni 2010
  4. Kerschdorfer Cup 2009/10, auf: tfv.at, Zugriff am 18. Juni 2010
  5. Alex Gruber: Pulverfass Spielgemeinschaft, auf: tt.com, 29. März 2010, Zugriff am 18. Juni 2010
  6. Union Innsbruck steigt in die RLW auf!, auf: rlw.at, 18. Juni 2010, Zugriff am 16. März 2013
  7. Union Innsbruck steigt in die RLW auf!, auf: rlw.at, 18. Juni 2010, Zugriff am 16. März 2013
  8. Kein Aufsteiger aus Tirol, auf: rlw.at, 11. Mai 2012, Zugriff am 16. März 2013
  9. Kerschdorfer Cup 2010/11, auf: tfv.at, Zugriff am 16. März 2013
  10. Alex Gruber: Nach dem Teambuilding soll Union zum Meister reifen, auf: tt.com, 24. März 2010, Zugriff am 18. Juni 2010
  11. Fenner Neu. Stadt und Land sind sich einig, auf: union-ibk.at, 26. Februar 2013, Zugriff am 16. März 2013