SC Austria Lustenau

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Austria Lustenau
Logo
Voller Name SC Austria Lustenau
Gegründet Juni 1914
Vereinsfarben Grün-Weiß
Stadion Reichshofstadion
Plätze 8.800
Präsident Hubert Nagel
Trainer Helgi Kolviðsson
Homepage www.austria-lustenau.at
Liga Erste Liga
2012/13 3. Platz
Heim
Auswärts

Der SC Austria Lustenau ist ein österreichischer Fußballverein aus Lustenau in Vorarlberg. Er spielt in der Ersten Liga, war aber von 1997/98 bis 1999/00 in der österreichischen Bundesliga vertreten. Die ehemalige Eishockeysektion des Vereins spaltete sich 1970 als EHC Lustenau vom Stammverein ab und spielt derzeit in der INL.

Geschichte[Bearbeiten]

FA Turnerbund Lustenau (1914-1936)[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1914 als Fußballabteilung des Turnerbundes Lustenau gegründet und nannte sich dementsprechend FA Turnerbund Lustenau. Die Gründung kam auf Antrag des späteren Ehrenpräsidenten Albert Keckeis auf der Hauptversammlung im Juni 1914 im Gasthof „Freihof“ zustande. Erster Vorstand war Oskar Hämmerle, die Gründungsmannschaft setzte sich aus den Spielern Friedrich Fetz, Alois Nagel, Robert Vogel, Albert Keckeis, Hermann Riedmann, Oskar Hämmerle (Biklis), Anton Ziganek, Oskar Hämmerle (Schlossers), Johann Vogel, Gebhard Bösch, Max Hämmerle und Gebhard Sperger zusammen. Gespielt wurde in den Anfangsjahren auf dem sogenannten Löwenplatz im Rheinvorland bei der Oberfahrbrücke. Da es noch keinen Fußballverband in Vorarlberg gab, konnten damals nur Freundschaftsspiele ausgetragen werden. Während des Ersten Weltkriegs musste der Spielbetrieb für vier Jahre eingestellt werden. 1919 wurde der auf einer Hauptversammlung die Reaktivierung des Vereins beschlossen. Am 4. Juni 1920 wurde der Vorarlberger Fußballverband ins Leben gerufen, so dass nun ein geordneter Meisterschaftsbetrieb aufgenommen werden konnte. 1921 übersiedelte die FA Turnerbund Lustenau auf den neuen, Blumenauplatz genannten Sportplatz. 1930 erfolgte mit dem Titelgewinn als Westmeister der erste größere Erfolg. Mit der Teilnahme an den Spielen des Kreises Bodensee-Vorarlberg konnten die Lustenauer sich auch mit deutschen und Schweizer Vereinen aus der Nachbarschaft zu messen.

Die ersten Erfolge[Bearbeiten]

Als Landesmeister Vorarlbergs war die FA Turnerbund Lustenau im Spieljahr 1929/30 für die Amateurstaatsmeisterschaft startberechtigt. Die Lustenauer trafen in der ersten Runde auf den SK Austria Klagenfurt, den sie auswärts knapp mit 1:0 besiegten, nachdem sie das Heimspiel mit 1:2 verloren hatten. Dies machte ein weiteres Entscheidungsspiel nötig, das die Fußballer des Turnerbundes zu Hause mit 4:2 gewannen. In der zweiten Runde traf man auf den Innsbrucker AC. In Tirol erreichten die Lustenauer nur ein 2:2, doch beim Rückspiel in Lustenau wurde der IAC mit 4:1 abgefertigt. Damit stand Lustenau im Finale und konnte vom ersten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte träumen. Der Finalgegner, der Kremser SC, erwies sich in Lustenau jedoch als übermächtig und fertigte die Lustenauer mit 7:2 ab. Nach einer sensationellen Steigerung gewann die FA Turnerbund in Krems mit 3:1, verpasste aber den Meistertitel mit einem Gesamtscore von 5:8. Im Endspiel um den Vorarlberger Landespokal verloren die „Turner“ sowohl 1933 gegen den FC Dornbirn 1913 mit 1:5, als auch 1935 gegen den Ortskonkurrenten FC Lustenau 07 mit 2:4.

Umwandlung in einen eigenständigen Sportclub[Bearbeiten]

Nachdem bereits nach dem Ersten Weltkrieg die Trennung der Fußballabteilung vom Turnerverband angestrebt worden war, wurde dies 1936 Wirklichkeit. Die Fußballabteilung löste sich vom Stammverein ab und wandelte sich als SC Austria Lustenau in einen eigenständigen Sportclub mit mehreren Sektionen. Die Vereinsfarben wurden mit Grün und Weiß bestimmt. 1936 feierte die Austria mit einem 6:2-Erfolg gegen die Garnisons-SpVgg Bregenz den ersten Gewinn des Vorarlberger Landespokals. Nach dem „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich verfiel der SC Austria Lustenau der behördlichen Auflösung. Nach Kriegsende wurde der Verein mit einem Spiel gegen eine französische Besatzungsauswahl wieder reaktiviert. Die Austria spielte in der Vorarlberger Landesliga, der Arlbergliga, und später in der Regionalliga West. In den Jahren 1949 und 1951 gegen den FC Dornbirn 1913 (3:0) bzw. den FC Blau-Weiß Feldkirch (3:2) waren die Lustenauer zum zweiten und dritten Mal im Vorarlberger Pokalbewerb erfolgreich. Nachdem das Finale von 1952 gegen den FC Dornbirn 1913 verloren gegangen war (0:2), holte sich die Austria den bislang letzten Pokalgewinn 1958 mit einem 1:0-Erfolg über die Dornbirner. Das letzte Finalspiel 1959 ging mit 4:1 wieder an den FC Dornbirn 1913. Austria Lustenau feierte in insgesamt acht Endspielen viermal den Gewinn des Landespokals. Im August 1965 gründete der SC Austria Lustenau mit dem FC Dornbirn 1913 die Spielgemeinschaft SVg Lustenau/Dornbirn. Diese hielt nur eine Saison und spielte 1965/66 in der Regionalliga.

Aufstieg und Profifußball seit 1994[Bearbeiten]

In der Saison 1993/94 feierte Austria Lustenau mit dem Meistertitel der Regionalliga West und dem damit verbundenen Aufstieg in die 2. Division der Bundesliga den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft aus Vorarlberg konnte sich auf Anhieb in der zweiten Liga behaupten und holte in der Saison 1996/97 den Meistertitel. Damit war Austria Lustenau, als vierter Verein aus Vorarlberg, erstmals in der Vereinsgeschichte erstklassig. Austria Lustenau beendete die erste wie auch die zweite Saison in der damaligen Bundesliga an vorletzten Stelle. In der Saison 1999/2000 stieg die Austria mit nur 19 Punkten aus 36 Spielen wieder aus der Bundesliga ab.

Aufgrund einer neuen Ausländerregelung in der Ersten Liga musste dann die Mannschaft komplett umgebaut werden und belegte 2000/01 nur den fünften Rang. In der Saison 2001/02 verpasste der SC Austria Lustenau durch eine 1:2-Niederlage im letzten Saisonspiel gegen den SC Untersiebenbrunn den Aufstieg in die Bundesliga nur um zwei Punkte und belegte hinter dem SV Pasching den zweiten Rang.

Auch in den folgenden Spielzeiten konnte sich die Austria im vorderen Tabellendrittel behaupten, wobei sie unter Trainer Andreas Heraf mit einer Serie von 42 Heimspielen ohne Niederlage einen Rekord in der Ersten Liga aufstellte.

Im Frühjahr 2009 übernahm Edmund Stöhr in seiner dritten Ära die Mannschaft auf dem 12. Tabellenplatz. In den letzten zehn Saisonspielen und einer Serie von sieben Siegen und drei Unentschieden steigerte sich die Austria auf den vierten Schlussrang. In der Saison 2009/10 belegte der SC Austria Lustenau den fünften, das Jahr darauf den dritten und in der Saison 2011/12 den vierten Endrang in der Ersten Liga.

ÖFB-Cup 2010/2011 – als erster Club aus Vorarlberg im Finale[Bearbeiten]

Nach einem 4:0-Auswärtssieg beim FK Austria Wien im Viertelfinale und einem 2:1-Auswärtssieg beim Bundesligisten Kapfenberger SV gelang dem SC Austria Lustenau unter Trainer Edmund Stöhr der Einzug ins ÖFB-Cup-Finale 2010/2011. Austria Lustenau erreichte damit als erster Verein aus Vorarlberg das Cup-Finale. Das Endspiel gegen die SV Ried ging dann mit 0:2 verloren.

Fans[Bearbeiten]

Fans von Austria Lustenau beim Cupfinale 2011

Mit dem Aufstieg in den Profifußball entstand eine neue, sehr aktive Fanszene in Lustenau. 1997 wurde der erste offizielle Fanclub „Wir Vorarlberger“ gegründet. Im Jahr 1998 kam die Fangruppe „Commando Fanatics 98“ dazu. 2002 entstand die Gruppe „BEST of WEST“, die sich 2005 in „Grün Weisse Garde '05“ umbenannte. 2004 entstand eine weitere Fangruppe mit dem Namen „Green Nation Lustenau 04“. Seit der Saison 2006/07 sind die drei jüngeren Fanclubs - „Fanatics“, „Grün Weiße Garde“ und „Green Nation“ - unter dem Namen „UNION NORD '06“ vereint. Die Austria-Fanclubs „Wir Vorarlberger“, „UNION NORD '06“ ANTI HEROS und „LUSTENAU DEVILS 06“ sowie „NORDFRONT“ unterstützen ihren Verein mit zahlreichen Aktionen, Fanstammtischen, Fanfahrten, „Pyro“ und „Choreographien“.

Stadion[Bearbeiten]

Die Heimstätte der Austria Lustenau, das Reichshofstadion, wurde 1951 offiziell eröffnet und 1952/53 mit der ersten Sitzplatztribüne erweitert. Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga 1997 wurde das Reichshofstadion saniert und erweitert, im Jahr 2000 kam eine Rasenheizung hinzu. Das Stadion bietet 10.500 Zuschauern Platz, wobei 2.300 überdachte Stehplätze und 2.200 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Auf dem Stadiongelände befindet sich auch das „Austria-Dorf“, das den Marketingpreis der österreichischen Fußball-Bundesliga erhielt. Seit längerem geplant ist ein weiterer Sitzplatz-Bereich auf der Ostseite des Stadions, der aber voraussichtlich erst nach einem Wiederaufstieg in die Bundesliga realisiert wird.

Besonderes[Bearbeiten]

Verlosung des Hauptsponsors[Bearbeiten]

Da nach der Saison 2008/2009 der damalige Hauptsponsor (ein Internet-Wettanbieter) sein Engagement beim SC Austria Lustenau einstellte, musste sich der Verein nach neuen Geldgebern umsehen, was sich insbesondere aufgrund der Wirtschaftskrise schwierig gestaltete. Daher entschloss sich der Verein, neue Wege zu gehen. Am 12. Juni 2009 wurde bekannt gegeben, dass insgesamt 555 Werbegutscheine zu je 1000 Euro aufgelegt werden. Aus diesen Gutscheinen, die dem Käufer ein beliebiges Sponsoring im Gegenwert von 1000 Euro garantieren, wird ein Gewinner gezogen, der während der Saison als offizieller Hauptsponsor des SC Austria Lustenau geführt wird. Damit verbunden ist die Platzierung seines Logos auf dem Trikot, auf der Interviewwand und auf Werbeflächen im Stadion. Diese Aktion wurde 2010 und 2011 wiederholt. Bei der Ermittlung des Hauptsponsors gingen bisher als Gewinner hervor: Tischler Rohstoff, Hohenems und Holzbau Stephan Muxel, Au. Aktueller Hauptsponsor der Austria ist die Mohrenbrauerei August Huber in Dornbirn.

Die Aktion fand im gesamten deutschen Sprachraum Beachtung in den Medien. Neben den österreichischen Print- und Onlinemedien sowie dem ORF berichteten unter anderem deutsche Webportale wie Spiegel Online und Bild.de über die Verlosung.

Kampfmannschaft[Bearbeiten]

Sportliche Leitung[Bearbeiten]

Stand: 8. August 2013[1][2]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Trainer Helgi Kolviðsson 13.09.1971 IslandIsland 06/2011 SC Pfullendorf
Co-Trainer Hakan Karaosman 01.10.1972 TurkeiTürkei 06/2011 SC Pfullendorf II
Tormann-Trainer Andreas Morscher 23.07.1980 OsterreichÖsterreich 07/2013 AKA Vorarlberg

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Stand: 8. August 2013[3][4]

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Torhüter
01 Christopher Knett 01.08.1990 OsterreichÖsterreich 07/2013 SG Sonnenhof Großaspach
15 Nicolas Mohr 01.05.1996 OsterreichÖsterreich 07/2013 FC Lustenau
30 Lukas Hefel 14.09.1994 OsterreichÖsterreich 07/2012 AKA Vorarlberg
Abwehr
02 Wal Fall 08.09.1992 DeutschlandDeutschland SenegalSenegal 07/2013 Waldhof Mannheim
03 Jürgen Patocka 30.07.1977 OsterreichÖsterreich 07/2012 SK Rapid Wien
04 Dominic Pürcher 24.06.1988 OsterreichÖsterreich 07/2013 Kapfenberger SV
05 Christoph Stückler 27.05.1980 OsterreichÖsterreich 07/2009 SC Rheindorf Altach
11 Galvão 22.06.1991 BrasilienBrasilien 07/2013 SER Caxias do Sul
16 Robert Schellander 31.01.1983 OsterreichÖsterreich 07/2012 LASK Linz
31 Christoph Kobleder 03.03.1990 OsterreichÖsterreich 07/2013 LASK Linz
66 Emanuel Sakic 25.01.1991 OsterreichÖsterreich 07/2013 FAC Team für Wien
Mittelfeld
06 Pius Grabher 11.08.1993 OsterreichÖsterreich 07/2009 eigener Nachwuchs
09 Lukas Kragl 12.01.1990 OsterreichÖsterreich 08/2012 LASK Linz
10 Patrick Salomon 10.06.1988 OsterreichÖsterreich 07/2012 FK Austria Wien
22 Raphael Mathis 25.01.1996 OsterreichÖsterreich 07/2013 FC Lustenau
24 Mario Bolter 01.07.1984 OsterreichÖsterreich 07/2013 FC Lustenau
29 Mehmet Bulut 21.07.1994 OsterreichÖsterreich TurkeiTürkei 07/2012 FC Hard
Angriff
07 Jailson 11.10.1984 BrasilienBrasilien 07/2013 SC-ESV Parndorf 1919
12 Thiago 01.11.1983 OsterreichÖsterreich BrasilienBrasilien 01/2012 FC Dornbirn
13 Marcel Schreter 29.09.1981 OsterreichÖsterreich 07/2013 FC Wacker Innsbruck
19 Abu Bakarr Kargbo 21.12.1992 DeutschlandDeutschland Sierra LeoneSierra Leone 07/2013 Bayer 04 Leverkusen II
21 Simon Kühne 30.04.1994 LiechtensteinLiechtenstein OsterreichÖsterreich 07/2012 AKA Vorarlberg
25 Matthias Flatz 09.04.1996 OsterreichÖsterreich 07/2013 FC Lustenau
70 Yusuf Özüyer 08.09.1995 OsterreichÖsterreich 07/2013 SC Austria Lustenau II

Transfers[Bearbeiten]

Ex-Kapitän Harald Dürr wechselte nach 16 Jahren zum FC Alberschwende

Stand: 3. September 2013[5]

Zugänge: Abgänge:
Sommer 2013

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Frühere Trainer[Bearbeiten]

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Transfermarkt.at: SC Autria Lustenau – Mitarbeiter (abgerufen am 8. August 2013)
  2. SC Austria Lustenau: Kader - SC Austria Lustenau (abgerufen am 8. August 2013)
  3. Transfermarkt.at: Kaderliste SC Austria Lustenau 2013/14 (abgerufen am 8. August 2013)
  4. SC Austria Lustenau: Kader - SC Austria Lustenau (abgerufen am 8. August 2013)
  5. Transfermarkt.at: Transfers SC Austria Lustenau 2013/14 (abgerufen am 3. September 2013)