FIFA-Exekutivkomitee
Das FIFA-Exekutivkomitee ist eine Institution der FIFA. Das 24-köpfige Gremium ist das höchste Entscheidungsorgan des internationalen Fußballs.
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Zusammensetzung und Aufgaben [Bearbeiten]
Das FIFA Exekutivkomitee besteht aus einem Präsidenten, der vom Kongress jeweils im Jahr nach der Fußball-Weltmeisterschaft gewählt wird, sowie acht Vizepräsidenten und 16 Mitgliedern.[1] Die Vizepräsidenten und die Mitglieder des Exekutivkomitees werden durch die einzelnen Konföderationen ernannt. Davon ausgenommen ist der Vizepräsident der britischen Verbände, der durch diese Verbände gewählt wird. Die Amtsdauer der Mitglieder des Exekutivkomitees beträgt vier Jahre. Sie beginnt nach der Einsetzung durch den Kongress. Ein eingesetztes Mitglied des Exekutivkomitees kann nur durch den FIFA-Kongress aus dem Amt entfernt werden.
Den Konföderationen stehen folgende Sitze zu (Art. 30 FIFA-Statuten[1]):
- CONMEBOL: Vizepräsident (1) Mitglieder (2)
- AFC: Vizepräsident (1) Mitglieder (3)
- UEFA: Vizepräsidenten (2) Mitglieder (5)
- CAF: Vizepräsident (1) Mitglieder (3)
- CONCACAF: Vizepräsident (1) Mitglieder (2)
- OFC Vizepräsident: (1) Mitglieder (–)
- Vier britische Verbände: Vizepräsident (1) Mitglieder (–)
Das Exekutivkomitee trifft sich mindestens zweimal im Jahr. Es bestimmt die Spielorte und -termine und legt die Formate der von der FIFA durchgeführten Wettbewerbe fest. Das Komitee beruft die Delegierten der FIFA und ernennt den Generalsekretär.[2]
Korruptionsvorwürfe [Bearbeiten]
Wegen Korruptionsvorwürfen wurden am 20. Oktober 2010 Reynald Temarii aus Tahiti und Amos Adamu aus Nigeria vorläufig suspendiert. Sunday Times berichtete, Adamu und Temarii hätten ihre Stimme bei der Entscheidung über die Austragungsländer der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zum Verkaufen angeboten. Dem Bericht zufolge hatte Temarii für seine Stimme drei Millionen neuseeländische Dollar (1,6 Millionen Euro) gefordert, die dem Bau einer Fußballakademie in Auckland zugutekommen sollten. Adamu wurde dabei gefilmt, wie er Geld forderte, das direkt an ihn gezahlt werden sollte.[3]
Mitglieder [Bearbeiten]
Die 24 männlichen Exekutivmitglieder waren 2010 durchschnittlich seit zehn Jahren im Amt.[4] Seit 2010 wurde ein Drittel der Mitglieder des Komitee ersetzt. Julio Grondona und Michel D'Hooghe sind die amtsältesten Mitglieder: Sie gehören dem Komitee seit 1988 an.
Im Mai 2012 wurde am 62. FIFA-Kongress Lydia Nsekera, Präsidentin des nationalen Fußballverbandes von Burundi, als erste Frau in das Exekutivkomitee gewählt.[5]
| Name | Nationalität | Konföderation | Amtsdauer |
|---|---|---|---|
| Präsident | |||
| Sepp Blatter | Ex officio | 1998 – 2015 | |
| Senior Vize-Präsident | |||
| Julio Grondona | 1988 – 2015 | ||
| Vize-Präsidenten | |||
| Issa Hayatou | 1990 – 2013 | ||
| Ángel María Villar | 1998 – 2015 | ||
| Michel Platini | 2002 – 2015 | ||
| David Chung | 2011 – 2015 | ||
| Ali bin al-Hussein | 2011 – 2015 | ||
| Jim Boyce | Vier Verbände | 2011 – 2015 | |
| Jeffrey Webb | 2012 – | ||
| Mitglieder | |||
| Michel D’Hooghe | 1988 – 2013 | ||
| Şenes Erzik | 1996 – 2013 | ||
| Worawi Makudi | 1997 – 2015 | ||
| Chuck Blazer | 1996 – 2013 | ||
| Marios Lefkaritis | 2007 – 2013 | ||
| Jacques Anouma | 2007 – 2015 | ||
| Rafael Salguero | 2007 – 2015 | ||
| Hany Abo Rida | 2009 – 2013 | ||
| Vitaly Mutko | 2008 – 2013 | ||
| Mohamed Raouraoua | 2011 – 2015 | ||
| Manilal Fernando | 2011 – 2015 | ||
| Theo Zwanziger | 2011 – 2015 | ||
| Zhang Jilong | 2011 – | ||
| Marco del Nero | 2012 – | ||
| Lydia Nsekera | 2012 – 2013 | ||
| Generalsekretär | |||
| Jérôme Valcke | 2007 – | ||
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Die FIFA-Statuten. FIFA, August 2010, abgerufen am 21. Februar 2011 (PDF; 357 kB).
- ↑ FIFA-Exekutivkomitee. Webseite der FIFA. Abgerufen am 21. Juni 2011
- ↑ Amos Adamu und Reynald Temarii. Webseite des Nachristenmagazin Focus. Artikel vom 20. Oktober 2010
- ↑ Jens Weinreich: Blut ist dicker als Wasser. NZZ Online, 20. Oktober 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010.
- ↑ Nsekera: Erstmals Frau im FIFA-Exekutivkomitee. Zeit Online, 25. Mai 2012, abgerufen am 3. Juni 2012.