Forchtenstein

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Forchtenstein
Wappen von Forchtenstein
Forchtenstein (Österreich)
Forchtenstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Mattersburg
Kfz-Kennzeichen: MA
Fläche: 16,57 km²
Koordinaten: 47° 43′ N, 16° 20′ O47.71138888888916.341388888889343Koordinaten: 47° 42′ 41″ N, 16° 20′ 29″ O
Höhe: 343 m ü. A.
Einwohner: 2.799 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 169 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7212
Gemeindekennziffer: 1 06 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Forchtenstein
7212 Forchtenstein
Website: www.gemeindeforchtenstein.at
Politik
Bürgermeisterin: Friederike Reismüller (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(23 Mitglieder)
12
8
2
1
12 
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Forchtenstein im Bezirk Mattersburg
Antau Bad Sauerbrunn Baumgarten Draßburg Forchtenstein Hirm Krensdorf Loipersbach Marz Mattersburg Neudörfl Pöttelsdorf Pöttsching Rohrbach bei Mattersburg Schattendorf Sieggraben Sigleß Wiesen Zemendorf-Stöttera BurgenlandLage der Gemeinde Forchtenstein im Bezirk Mattersburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Forchtenstein (ungarisch: Fraknó, kroatisch: Fortnava) ist eine Gemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland (Österreich), dem früheren Deutsch-Westungarn mit 2799 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Forchtenstein ist vor allem durch die dominante Burg bekannt.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Forchtenstein ist eine Gemeinde, die aus dem Zusammenschluss der früher selbständigen Gemeinden und nunmehrigen Katastralgemeinden Forchtenau und Neustift an der Rosalia entstanden ist.

Die Burg Forchtenstein, die historisch von großer Bedeutung ist, beherrscht den landschaftlichen Umkreis der Gemeinde und markiert durch ihren felsigen Untergrund einen geologischen Übergang zum Rosaliengebirge. Hier liegt auch das Quellgebiet der Wulka, die nach Nordosten zum Neusiedlersee fließt.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Forchtenstein dann in der Provinz Pannonia.

Historische Landkarten:

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 mussten auch die einheimischen Deutschen und Kroaten aufgrund der Magyarisierungspolitik der Budapester Regierung den ungarischen Ortsnamen Fraknó verwenden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs - als die Monarchie Österreich-Ungarn zerfiel, wurde Deutsch-Westungarn 1919 nach zähen Verhandlungen aufgrund der Verträge von St. Germain und Trianon Österreich zugesprochen. Der Ort gehört zu dem 1921 neu gegründeten Bundesland „Burgenland“ (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1971 wurden die beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Forchtenau und Neustift an der Rosalia zusammengelegt. Bis 1972 hieß die Gemeinde Forchtenstein noch Forchtenau (vermutlich nach der Au am Fuße des Burgberges).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt: 1347 geweiht, im 18. Jahrhundert Errichtung des Zubaus der „Heiligen Stiege“ – ein Nachbau der Scala Santa in Rom; sie wurde in den letzten Jahren renoviert
    Luftaufnahme der Burg Forchtenstein
  • Burg Forchtenstein: zu Beginn des 13. Jahrhunderts unter den Grafen von Mattersdorf-Forchtenstein als ungarische Grenzburg errichtet, diente sie in den Türkenkriegen als wichtiges Bollwerk. Seit dem frühen 17. Jahrhundert in Besitz der Esterházy. Kern der gewaltigen Burganlage ist das Hochschloss, das im 17. Jahrhundert seine heutige Form erhielt, unter anderem mit barocker Burgküche (Wallfahrtskirche hl. Rosalia). Die Burg beherbergt mehrere Dauerausstellungen, die – neben den Ausstellungen im Schloss Esterházy in Eisenstadt – die Geschichte und Schätze des alten Adelsgeschlechtes Esterházy zeigen – deshalb trägt die Burg auch die Bezeichnung „Tresor der Esterházy“.
    • Esterházy-Schatzkammer: einzig komplett erhaltene barocke Kunst- und Wunderkammer in Europa mit Objekten aus Gold, Elfenbein und wertvollen Steinen, Automaten und exotischen Tierpräparaten
    • Esterházy-Ahnengalerie: in den Repräsentationsräumen der Burg befindet sich die größte barocke Ahnenbilder-Galerie Mitteleuropas und die in Europa einzige erhaltene Sammlung von Silbermöbeln aus dem Barock
    • Zeughaus und Waffensammlung: ehemaliges fürstliches Zeughaus, heute die größte private Waffensammlung Österreichs
  • Rosalienkapelle
  • Reptilienzoo Forchtenstein
  • Naturpark Rosalia-Kogelberg

Weitere Denkmale unter Denkmalschutz[2]:

  • Servitenkloster, ehem. Kloster des Ordens Sevitorum Mariae bei der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt
  • Unterer Edelhof, Hauptstraße 75
  • Bildstock, Hauptstraße 89
  • Flur-/Wegkapelle, mit Figur hl. Johannes Nepomuk, Neustiftgasse 1
  • Pest-/Dreifaltigkeitssäule, Gnadenstuhl, Neustiftgasse 1
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Forchtenstein

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nicht zu verwechseln mit Schloss Forchtenstein in der Marktgemeinde Neumarkt im Bundesland Steiermark in Österreich
  2. Bundesdenkmalamt: Burgenland - unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (Stand: 30. Mai 2011)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Forchtenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien