Forchtenstein
| Forchtenstein | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Burgenland | |
| Politischer Bezirk: | Mattersburg | |
| Kfz-Kennzeichen: | MA | |
| Fläche: | 16,57 km² | |
| Koordinaten: | 47° 43′ N, 16° 20′ O47.71138888888916.341388888889343Koordinaten: 47° 42′ 41″ N, 16° 20′ 29″ O | |
| Höhe: | 343 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.806 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 169 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 7212 | |
| Gemeindekennziffer: | 1 06 02 | |
| NUTS-Region | AT112 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gemeinde Forchtenstein 7212 Forchtenstein |
|
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeisterin: | Friederike Reismüller (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2012) (23 Mitglieder) |
||
| Lage der Gemeinde Forchtenstein im Bezirk Mattersburg | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Forchtenstein (ungarisch: Fraknó, kroatisch: Fortnava) ist eine Gemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland (Österreich), dem früheren Deutsch-Westungarn mit 2806 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).
Forchtenstein ist vor allem durch die dominante Burg bekannt.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Forchtenstein ist eine Gemeinde, die aus dem Zusammenschluss der früher selbständigen Gemeinden und nunmehrigen Katastralgemeinden Forchtenau und Neustift an der Rosalia entstanden ist.
Die Burg Forchtenstein, die historisch von großer Bedeutung ist, beherrscht den landschaftlichen Umkreis der Gemeinde und markiert durch ihren felsigen Untergrund einen geologischen Übergang zum Rosaliengebirge. Hier liegt auch das Quellgebiet der Wulka, die nach Nordosten zum Neusiedlersee fließt.
Geschichte [Bearbeiten]
Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.
Später unter den Römern lag das heutige Forchtenstein dann in der Provinz Pannonia.
Historische Landkarten:
- Forchtenau/Forchtenstein und Umgebung um 1870-80 (Aufnahmeblätter der Landesaufnahme)
-
Forchtenstein (oben rechts) und westliche Umgebung mit Hochwolkersdorf im Rosaliengebirge und dem Pittental
-
Der Ort Forchtenau und östliche Umgebung mit Mattersburg (links mitte)
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 mussten auch die einheimischen Deutschen und Kroaten aufgrund der Magyarisierungspolitik der Budapester Regierung den ungarischen Ortsnamen Fraknó verwenden.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs - als die Monarchie Österreich-Ungarn zerfiel, wurde Deutsch-Westungarn 1919 nach zähen Verhandlungen aufgrund der Verträge von St. Germain und Trianon Österreich zugesprochen. Der Ort gehört zu dem 1921 neu gegründeten Bundesland „Burgenland“ (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
1971 wurden die beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Forchtenau und Neustift an der Rosalia zusammengelegt. Bis 1972 hieß die Gemeinde Forchtenstein noch Forchtenau (vermutlich nach der Au am Fuße des Burgberges).
Bevölkerung [Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

Politik [Bearbeiten]
- Bürgermeisterin ist Friederike Reismüller von der SPÖ.
- Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist: SPÖ 12, ÖVP 8, FPÖ 2 und Grüne 1 Mandat.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt: 1347 geweiht, im 18. Jahrhundert Errichtung des Zubaus der „Heiligen Stiege“ – ein Nachbau der Scala Santa in Rom; sie wurde in den letzten Jahren renoviert
- Burg Forchtenstein: zu Beginn des 13. Jahrhunderts unter den Grafen von Mattersdorf-Forchtenstein als ungarische Grenzburg errichtet, diente sie in den Türkenkriegen als wichtiges Bollwerk. Seit dem frühen 17. Jahrhundert in Besitz der Esterházy. Kern der gewaltigen Burganlage ist das Hochschloss, das im 17. Jahrhundert seine heutige Form erhielt, unter anderem mit barocker Burgküche (Wallfahrtskirche hl. Rosalia). Die Burg beherbergt mehrere Dauerausstellungen, die – neben den Ausstellungen im Schloss Esterházy in Eisenstadt – die Geschichte und Schätze des alten Adelsgeschlechtes Esterházy zeigen – deshalb trägt die Burg auch die Bezeichnung „Tresor der Esterházy“.
- Esterházy-Schatzkammer: einzig komplett erhaltene barocke Kunst- und Wunderkammer in Europa mit Objekten aus Gold, Elfenbein und wertvollen Steinen, Automaten und exotischen Tierpräparaten
- Esterházy-Ahnengalerie: in den Repräsentationsräumen der Burg befindet sich die größte barocke Ahnenbilder-Galerie Mitteleuropas und die in Europa einzige erhaltene Sammlung von Silbermöbeln aus dem Barock
- Zeughaus und Waffensammlung: ehemaliges fürstliches Zeughaus, heute die größte private Waffensammlung Österreichs
- Rosalienkapelle
- Reptilienzoo Forchtenstein
- Naturpark Rosalia-Kogelberg
Weitere Denkmale unter Denkmalschutz[2]:
- Servitenkloster, ehem. Kloster des Ordens Sevitorum Mariae bei der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt
- Unterer Edelhof, Hauptstraße 75
- Bildstock, Hauptstraße 89
- Flur-/Wegkapelle, mit Figur hl. Johannes Nepomuk, Neustiftgasse 1
- Pest-/Dreifaltigkeitssäule, Gnadenstuhl, Neustiftgasse 1
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter
- Michael I. Esterházy de Galantha (1671–1721), ungarischer Staatsmann in habsburgischen Diensten
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Nicht zu verwechseln mit Schloss Forchtenstein in der Marktgemeinde Neumarkt im Bundesland Steiermark in Österreich
- ↑ Bundesdenkmalamt: Burgenland - unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (Stand: 30. Mai 2011)
Weblinks [Bearbeiten]
- Seite der Gemeinde
- Burg Forchtenstein, Sammlungen der Fürsten Esterházy
- Gemeindedaten von Forchtenstein. In: Statistik Austria.
Antau | Bad Sauerbrunn | Baumgarten | Draßburg | Forchtenstein | Hirm | Krensdorf | Loipersbach im Burgenland | Marz | Mattersburg | Neudörfl | Pöttelsdorf | Pöttsching | Rohrbach bei Mattersburg | Schattendorf | Sieggraben | Sigleß | Wiesen | Zemendorf-Stöttera

