Frank Merriam

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Frank Finley Merriam (* 22. Dezember 1865 in Hopkinton, Delaware County, Iowa; † 25. April 1955 in Long Beach, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1934 bis 1939 der 28. Gouverneur von Kalifornien.

Frühe Jahre und politischer Aufstieg[Bearbeiten]

Frank Merriam verbrachte die ersten Jahrzehnte seines Lebens in Iowa und dem Mittleren Westen. 1896 wurde er als Abgeordneter in das Repräsentantenhaus von Iowa gewählt. Von 1898 bis 1903 war er State Auditor von Iowa.

Im Jahr 1910 wanderte der inzwischen 44-Jährige nach Kalifornien aus und wurde 1916 in die California State Assembly gewählt, wo er bis 1926 wirkte. 1922 wurde er Wahlkampfmanager von Friend Richardson bei dessen Kandidatur für das Amt des Gouverneurs. 1923 wurde er Speaker des Parlaments. 1926 war er bei den Republikanern als Kandidat für das Amt des Vizegouverneurs im Gespräch, wurde dann aber doch nicht aufgestellt. Nach einer zweijährigen politischen Auszeit wurde er 1928 in den Senat von Kalifornien gewählt und war dort knapp drei Jahre politisch aktiv. Für die Gouverneurswahlen des Jahres 1930 wurde er von der Republikanischen Partei zum Kandidaten für das Amt des Vizegouverneurs nominiert. Nach der erfolgreichen Wahl wurde er im Januar 1931 an der Seite des neuen Gouverneurs James Rolph in sein Amt eingeführt. Durch den Tod Rolphs am 2. Juni 1934 wurde Merriam entsprechend der Verfassung neuer Gouverneur von Kalifornien.

Gouverneur von Kalifornien[Bearbeiten]

Gouverneur Merriam übernahm sein neues Amt inmitten der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre. Sein größtes Problem war zunächst ein im Mai 1934 ausgebrochener Streik der Hafenarbeiter in San Francisco. Die Arbeiter forderten unter anderem einen Sechs-Stunden-Tag und das Recht, sich gewerkschaftlich frei organisieren zu dürfen. Der Streik legte zeitweise den ganzen Hafen lahm. Ein schnelles Ende schien nicht möglich und nun schlossen sich auch andere Arbeiter und viele Arbeitslose den Demonstrationen an. Bald begann die Situation zu eskalieren und in Gewalttätigkeiten auszuufern. Am 5. Juli 1934 erreichten die Spannungen ihren Höhepunkt. Es kam zu gewalttätigen Ausschreitungen, bei denen zwei Personen getötet wurden. Der Gouverneur entschied sich nun zum Einsatz der Nationalgarde und bat sogar die US Army um Hilfe. Schwerbewaffnete Truppen marschierten im Hafengebiet von San Francisco auf. Die streikenden Arbeiter riefen nun zu einem Generalstreik auf, der vier Tage lang die Stadt lahmlegte. Aber aufgrund der militärischen Präsenz kam es zu keinen weiteren Gewaltausbrüchen mehr. Radikale Anführer wurden verhaftet und nach vier Tagen lenkte die Streikführung ein; der Druck der Behörden war einfach zu groß geworden. Man wollte eine Schlichtung der Bundesregierung abwarten. Damit kehrten die Streikenden wieder an ihre Arbeit zurück. Die konservative Presse lobte den Gouverneur für sein militärisches Eingreifen in den Streik.

Die Republikanische Partei nominierte ihn für die Wiederwahl im Herbst 1934. Angeblich soll Merriam die Nominierung zur Bedingung für den Einsatz der Nationalgarde gemacht haben. Sein demokratischer Herausforderer bei der Wahl war der frühere Sozialist Upton Sinclair. Im Wahlkampf sammelten sich die konservativen Kräfte hinter Merriam. Auch die MGM-Studios und der Medienzar William Randolph Hearst unterstützten Merriam. Sinclair wurde als kommunistische Bedrohung bezeichnet. Schließlich gewann Merriam die Wahl mit elf Prozentpunkten Vorsprung vor Sinclair. Er bezeichnete das Ergebnis als Niederlage der Sozialisten und Kommunisten.

In seiner ersten regulären Amtszeit sah sich der Gouverneur einer wachsenden Staatsverschuldung gegenüber. Merriam sah die Lösung des Problems in Steuererhöhungen, was bei vielen seiner konservativen Wähler auf Unverständnis stieß. Vor allem die Hearst-Presse wandte sich nun massiv gegen die neuen Steuergesetze des Staates. Da er sich gleichzeitig auch noch für Sozialversicherungen starkmachte, verlor er bei den Konservativen viel von seinem früheren Rückhalt. Obwohl er 1938 noch einmal aufgestellt wurde, verlor er die folgende Wahl im November 1938 gegen Culbert Olson, der damit der erste kalifornische Gouverneur der Demokraten seit 1899 wurde. Merriams Amtszeit als Regierungschef des Westküstenstaates lief im Januar 1939 aus. Nach seiner Niederlage zog er sich aus der Politik zurück.

Weblinks[Bearbeiten]