Friedhof der Kuscheltiere II

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Filmdaten
Deutscher Titel Friedhof der Kuscheltiere II
Originaltitel Pet Sematary II
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge ca. 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 18 (indiziert)
Stab
Regie Mary Lambert
Drehbuch Richard Outten
Produktion Ralph S. Singleton
Musik Mark Governor
Kamera Russell Carpenter
Schnitt Tom Finan
Besetzung

Friedhof der Kuscheltiere II (dt. Untertitelung: Die Untoten kehren zurück) ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 1992. Es handelt sich um die Fortsetzung des Films Friedhof der Kuscheltiere, der 1989 erschien und auf Stephen Kings gleichnamigen Roman basiert. Regie führte – wie schon im ersten Teil – Mary Lambert.

Handlung[Bearbeiten]

Nach dem Unfalltod der Schauspielerin Renee Matthews ziehen deren Ehemann Chase, ein Tierarzt, und dessen Sohn Jeff von Los Angeles in Renees Heimatort nach Ludlow, wo sich ihr Sommerhaus befindet. Dort erfährt Jeff die Geschichten von einem Tierfriedhof und einem verfluchten indianischen Gräberfeld. Jeff freundet sich mit Drew, dem Stiefsohn des örtlichen Sheriffs Gus Gilbert an. Der Sheriff ist sehr streng und misshandelt Drew bei jedem kleinen Vergehen.

Drew hat einen Hund namens Zowie. Als eines nachts Zowie einen Hasen jagt, erschießt Gus Gilbert in seiner Wut den Hund. Daraufhin begraben Jeff und Drew den toten Zowie auf dem indianischen Friedhof. Zowie kehrt zurück, ist aber nicht mehr derselbe. Er verhält sich seltsam, knurrt heftig und seine Augen leuchten sogar bei Tageslicht gelb. Beim Anblick des scheinbar lebendigen Hundes glaubt Gus seinem Stiefsohn nicht, dass er den Hund begraben hat, und denkt, er habe die Schule geschwänzt, und schlägt ihn erneut. Dr. Chase, der Zowies Schussverletzung behandelt hatte, stellt aber fest, dass die Wunde des Hundes nicht abheilt und er außerdem keinen Herzschlag hat. Daraufhin sendet er eine Blutprobe an ein Labor und erfährt, dass die Zellen von Zowie zerfallen und nur von einem toten Hund stammen können.

An Halloween treffen sich nachts Jeff und Drew mit anderen Jungen auf dem Tierfriedhof, um sich Horrorgeschichten zu erzählen. Sheriff Gus erfährt von seiner Frau, wohin sein Stiefsohn gegangen ist. Voller Wut unterbricht er das nächtliche Halloweentreffen der Jungen und schlägt Drew. Zowie aber geht auf den Sheriff los und tötet ihn. Die Jungen begraben Gus auf dem Gräberfeld. Als Gus wieder zum Leben erwacht, bewegt er sich steif und ungelenkig, behandelt aber Drew ganz anders und ist in der Regel schweigsam. Dennoch verhält er sich roh und grausam, wie z. B. bei sexuellen Übergriffen an Drews Mutter oder wenn er brutal die Hauskaninchen zum Essen häutet. Auch Zowie wird immer gefährlicher, bricht aus der Tierklinik von Dr. Chase aus, tötet drei Katzen und attackiert Chase Matthews, sodass dieser am Arm verletzt wird.

Jeff wird in einen Kampf mit einem tyrannischen Schüler namens Clyde verwickelt. Als Jeff sich beinahe schwer verletzt, taucht der untote Gus auf und tötet Clyde, während Drew dabei zusieht. Dieser fährt mit dem Fahrrad nach Hause. Gus folgt ihm. Drew versucht vergeblich, Gus mit einem ungeladenen Gewehr zu erschießen. Daraufhin flüchtet Drew in das Auto seiner Mutter, die gerade bei dem Haus ankommt. Die beiden fliehen mit dem Auto. Gus verfolgt sie mit seinem Wagen und drängt sie in die Richtung eines entgegenkommenden LKWs, woraufhin beide sterben. Dann holt Gus die Leiche von Clyde und bringt sie zu dem Beerdigungsplatz der Indianer.

Währenddessen wird Jeffs Idee, seine verstorbene Mutter wieder zu beleben, immer obsessiver. Er befiehlt Gus, sie zu exhumieren, und trifft sich mit ihm auf der Begräbnisstätte. Dr. Chase erfährt, dass seine Frau von Gus aus ihrem Grab entfernt worden ist. Chase fährt zu Gus' Haus und tötet den Hund Zowie, der ihn attackiert. Schließlich erschießt er auch den untoten Gus, der versucht hat, ihn mit einer Bohrmaschine zu töten.

Jeffs Mutter ist inzwischen wieder von den Toten erwacht und tötet die Haushälterin der Matthews. Als Chase am Haus ankommt, findet er die tote Haushälterin, und sein Sohn liegt in den Armen seiner Mutter. Auch der untote Clyde kommt mit einer Axt bewaffnet in das Haus und geht auf Jeff los. Jeff kann ihn abwehren, jedoch wird Chase bewusstlos geschlagen. Jeff vernichtet Clyde, indem er ihm ein unter Strom stehendes Kabel in den Mund steckt. Währenddessen hat Renee alles in Brand gesteckt, doch Jeff gelingt es, sich und seinen Vater aus dem brennenden Haus zu retten. Am Ende ziehen Chase und Jeff aus Ludlow weg und beginnen erneut ein Leben in Los Angeles.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Film verwendet wie der erste Teil im Abspann einen Song von den Ramones, „Poison Heart“, welcher jedoch im Gegensatz zum Titelsong des ersten Teils nicht extra für den Film geschrieben wurde. Der weitgehend düster gehaltene Soundtrack enthält auch Lieder der Indie-Band Miranda Sex Garden oder von The Jesus and Mary Chain.
  • Die Originalfassung ist in Deutschland indiziert; im Free-TV dürfen daher nur gekürzte Versionen ausgestrahlt werden. Beispielsweise erhielt eine um rund 9 Minuten gekürzte Version von der FSK eine Altersfreigabe ab 16 Jahren.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

„Konfuse Neuauflage eines Stephen-King-Films; eine obskure Geschichte mit pseudo-mythischem Hintergrund und dem üblichen Maß an Grusel und Gewalt.“

Lexikon des internationalen Films

„War Teil 1 noch gruselig-tragisch, gibt's hier nur eine blutige Schlachtplatte..“

cinema.de

„Auch Clancy Brown [...], der aufgrund seiner eindrucksvollen Gestalt und seiner markanten Gesichtszüge vornehmlich auf die Rolle des knallharten Mistkerls abonniert ist und 1994 [...] als brutaler Aufseher Byron Hadley in Die Verurteilten brillierte, schafft es nicht, der Figur des bösen Sheriffs einen Hauch von Glaubwürdigkeit zu verleihen. Das liegt jedoch in erster Linie an Richard Outtens hanebüchenem Drehbuch und Mary Lamberts einfallsloser Inszenierung. Sie billigen Brown, einem bemerkenswerten Theaterschauspieler [...], lediglich zu, als hirnlos herumbrüllende Zombieparodie über die Leinwand zu stapfen.“

Andreas Kasprzak in „Stephen King und seine Filme“ (Seite 198 f.) über Browns Auftritt in Friedhof der Kuscheltiere 2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=3110216

Weblinks[Bearbeiten]