Gegenmoderne

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Der Ausdruck Gegenmoderne ist ein kritisches Schlagwort, das eine Gegenbewegung zur aufklärerischen Funktion der Moderne kennzeichnen soll.

[Bearbeiten] Merkmale

Als Merkmale der Moderne werden u. a. kritisch-intellektuelle Reflexion, technischer Fortschritt, Menschenrechte und Streben nach Selbstbestimmung angesehen. Vertreter der Gegenmoderne wollen sich der Kritik zufolge nicht mit Fragen beschäftigen, die die Moderne aufwirft. Merkmale der Gegenmoderne seien: Opposition gegen Fortschritt und Rationalisierung, religiöser Fanatismus, totalitäre Ideologien und Zukunftspessimismus beziehungsweise Kulturpessimismus. Komplizierten Fragen würden „natürliche“ Kategorien wie Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe etc. gegenübergestellt. Dies solle die Komplexität der Moderne reduzieren und sie zurückweisen.

„Die Gegenmoderne absorbiert, verteufelt, fegt die Fragen vom Tisch, die die Moderne aufwirft, auftischt und auffrischt. […] Sie erlaubt, sichert, stellt Fraglosigkeit im Horizont der Bewußtheit her.“

Ulrich Beck: Die Erfindung des Politischen, S. 149 f.)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Karl-Heinz Hillmann: Wörterbuch der Soziologie, 4. überarbeitete und ergänzte Auflage, Stuttgart 1994.
  • Ulrich Beck: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne, Frankfurt am Main 1986.
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