Gemlik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Gemlik
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Gemlik (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Bursa
Koordinaten: 40° 26′ N, 29° 9′ O40.43166666666729.156111111111Koordinaten: 40° 25′ 54″ N, 29° 9′ 22″ O
Einwohner: 92.765[1] (2010)
Telefonvorwahl: (+90) 224
Postleitzahl: 16 xxx
Kfz-Kennzeichen: 16
Struktur und Verwaltung (Stand: 2011)
Bürgermeister: Fatih Mehmet Güler (CHP)
Webpräsenz:
Landkreis Gemlik
Einwohner: 100.927[1] (2010)
Fläche: 376 km²
Bevölkerungsdichte: 268 Einwohner je km²
Kaymakam: Bilal Çelik
Webpräsenz (Kaymakam):

Gemlik (früher griechisch Kίος Kios) ist eine Hafenstadt und ein Landkreis unweit von Bursa am Marmarameer in der Türkei, bekannt durch eine schwarze Olivensorte, mit ca. 90.000 Einwohnern.

Die Stadt ist seit Jahrhunderten ständig durch den Erdbebenspalt, der vom Izniksee entlang des antiken Ascanius-Flusses in das Marmarameer reicht, bedroht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Stadt beginnt 630 v. Chr. Der Name Kios (griechisch Kίος oder Kείος Keios, lateinisch Cius) wird schon in der Argonautensage und von Strabon erwähnt. Herakles strandete dort, Aristoteles hat die Gesetze von Kios gelobt (Kionion Politeia). In römischer Zeit hieß die Stadt Prusias ad Mare. In Zeiten der Seidenstraße war Kios eine der reichsten Städte am Mittelmeer, da unweit des heutigen modernen Freihafens Gemlik das Ende der Handelsroute nach China lag. Im Zuge des Bevölkerungsaustausches zwischen Griechenland und der Türkei nach dem Griechisch-Türkischen Krieg 1922 musste die griechische Bevölkerung die Stadt verlassen. Ein Großteil zog in die Peloponnes und gründete in der Argolis die Stadt Nea Kios (Neu-Kios).

Antike Stadt[Bearbeiten]

Der ehemalige antike Hafen von Gemlik ist heute durch die Neustadt überbaut. Von der antiken Stadt sind nur noch einige Zyklopenmauern und ein paar Mauerbruchstücke bei der Stadtverwaltung zu sehen. An der Stelle der alten Akropolis steht eine Militäranlage.

Moderne Stadt[Bearbeiten]

Von den ehemaligen griechischen Ansiedlungen sind nur noch verfallene Häuser und eine zur Moschee umgewandelte orthodoxe Kirche erhalten. Die Neustadt besteht aus kleinen Hochhäusern. Die ganze Breite der Uferpassage wurde gepflastert und ist begehbar.

Gemlik Port[Bearbeiten]

Gemlik hat einen großen industriellen Containerhafen, genannt Gemlik Port, mit einer Handelsfreizone BUSEB. Die in Bursa und Adapazarı produzierten Autos werden von hier aus verschifft.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • In Gemlik und der Umgebung gibt es nur lokalen Tourismus aus Bursa (etwa 25 Kilometer entfernt), Istanbul (etwa 90 Kilometer) und Eskişehir (etwa 140 Kilometer).
  • Das Hinterland der Halbinsel ist ein fast unerschlossenes Waldgebiet, das von Armutlu bis Yalova reicht. Es gibt einige Thermalquellen und Wasserfälle.
  • Auf einem Hügel nahe Gemlik liegt das Dorf Umurbey, bekannt durch alte Dorfhäuser, ein Denkmal und das Museum des ehemaligen türkischen Präsidenten Celal Bayar.

Produkte[Bearbeiten]

  • Gemlik-Olive - Schwarze eingelegte Olivenart
  • Gemlik Prasino - Grüner Granit/Tuff

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 10. August 2011