Pelzarten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ginsterkatzenfell)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pelzhändler 1890 in der kanadischen Provinz Alberta
„Alfölder Bauernhaus“ aus Pelz: Ausstellungsobjekt der Millenniumsausstellung in Budapest 1896 (Fa. Katzer, Budapest). Sockel aus Seehundfellen; Unterbau Suslik; Grundmauern und Fensterverschläge Maulwurf; Hauptwände und Pfosten Bisamwamme; auf den Pfosten Igel, die Fehschweifboas im Maul halten; Fenster und Türvorsprünge Fehwamme (russisches Eichhörnchen); Giebelwände aus Seehundfellen. An den vier Ecken verschiedene Fuchsarten; Dachziegel aus Opossumschweifen; Schornstein Grebesfelle (Haubentaucher) und darauf ein Storch, der seine Jungen füttert. Steinadler und Bär schmücken das Dach. Im Giebel der Schädel eines Elches.[1]

Als Pelz wird das Fell von Säugetieren mit dicht stehenden Haaren sowie das daraus gearbeitete Kleidungsstück bezeichnet. Rauchwaren, österreichisch auch Rauwaren, sind zugerichtete, das heißt zu Pelzen veredelte Tierfelle. Pelztiere sind Wildtiere, die ein für Bekleidung verwendbares Fell haben. Diese Auflistung behandelt die Felle und die daraus hergestellten Produkte, nicht den Pelz als tierisches Organ.

Soweit die Felle nicht aus anderen Gründen anfallen (z. B. bei der Fleischgewinnung), werden Pelztiere dafür gezüchtet oder gejagt. Entsprechend der Tierart werden die verschiedenen Fell- bzw. Pelzarten und die daraus gearbeiteten Kleidungsstücke bezeichnet (Nerzjacke, Bisammantel). Die Zucht geschieht in der Regel in Pelztierfarmen. Das Töten von Tieren für die Gewinnung von Pelzen, gewisse Haltungsbedingungen oder Fangmethoden von Pelztieren sowie mangelnde Verbraucherinformation darüber werden von Teilen der Bevölkerung und zahlreichen Tierschutz-Organisationen kritisiert und immer wieder in den Medien thematisiert.

Eine Auflistung der nach den in Deutschland geltenden Artenschutzregelungen geschützten Tierarten mit den Daten der Inschutzstellung nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen, den EG-Verordnungen, der Bundesartenschutzverordnung und dem Bundesnaturschutzgesetz findet sich auf der Artenschutzdatenbank „WISIA“ des Bundesamts für Naturschutz in Bonn.[2]

Otto Feistle schreibt 1931 in Rauchwarenmarkt und Rauchwarenhandel: „Bei der Mannigfaltigkeit der heute zur Verwendung gelangenden Fellsorten, es sind längst über 500, sind fast alle Länder der Erde, selbst Afrika, an der Pelzproduktion beteiligt.“

Im Folgenden werden die verschiedenen Pelztierarten unter dem Aspekt der Fellnutzung aufgelistet (Herkunft und Aussehen der Felle, Fellqualitäten, geschichtlicher Rückblick auf Jagd, Zucht und Handel usw.).

Inhaltsverzeichnis

Allgemein[Bearbeiten]

Bezeichnung der Fellteile

Eine Definition besagt, dass als Pelze Haardichten über 400 Haare pro cm² bezeichnet werden, als Felle 50 bis 400 Haare/cm², alle darunter liegenden Behaarungsdichten sind haararme Haut.[3] S.17

Soweit die jeweilige Gesetzgebung es zulässt, werden die anfallenden Felle entsprechend ihrer Eignung wirtschaftlich genutzt. Je nach Beschaffenheit der Behaarung, des Leders (Stärke und Zustand der Haut), der Größe der Fellfläche, teils auch nach dem Grad der Färbung werden sie verschiedenen Industrien als Rohprodukt zugeführt. Dies ist neben anderen Zwecken die Rauchwarenwirtschaft, die Haarschneide-Industrie, die Gerberei-Industrie und die Leimfabrikation. Bei entsprechender Eignung lässt sich der höchste Nutzen in der Regel bei der Zuführung für Pelzzwecke erzielen. Die bei der Haarverwertung nicht gebrauchten Häute lassen sich zusammen mit den nicht für Pelz geeigneten Fellen zu Leder gerben. Was sonst gar nicht zu gebrauchen ist, wird zu Leim verkocht. Soweit die Felle für Pelzwerk vorgesehen sind, werden sie noch einmal nach verschiedenen Gesichtspunkten sortiert, um einheitliche Sortimente für die Verarbeitung zu erhalten, gleichzeitig wird dadurch die Grundlage geschaffen, den Wert der einzelnen Qualitäten zu bestimmen.[4]

Die Qualität eines Felles hängt von vielen Faktoren ab. Mit Einschränkungen lässt sich verallgemeinern: Pelztierarten, die ganz oder zeitweilig im Wasser leben, haben ein besonders dichtes und strapazierfähiges Fell. Je kälter der Lebensraum, desto dichter und seidiger das Haar. Für den Winterpelz der gemäßigten und kalten Zone ist ein dichtes, weiches Unterhaar charakteristisch. Bei Tropentieren überwiegt im Allgemeinen das Grannenhaar gegenüber dem Wollhaar.[5] Marderartige haben zumeist ein besonders haltbares Fell. Winterfelle sind qualitativ besser als Sommerfelle, Übergangsfelle (aus der Zeit des Fellwechsels) neigen unter Umständen zum Haarausfall („Mildhaarigkeit“) und weisen störende Nachwuchsstellen auf. Diese Stellen sind häufig als dunkle Flecken auch auf der Lederseite zu erkennen. Felle von Kleinraubtieren haben ein zügigeres und damit stabileres Leder als die von Pflanzenfressern.

Unsymmetrische Fleckenzeichnungen kommen bei Pelztieren, bis auf ganz wenige Sorten von Haarseehunden, nur bei Haustieren vor, nicht in der freien Natur. Leopard, Tiger, Giraffe, Ozelot oder Perwitzky haben Flecken, die rechte Seite ist stets annähernd der linken Seite gleich oder zumindest ähnlich.[6]

Im Rauchwarenhandel und in der Kürschnerei weichen einige Begriffe von den zoologischen oder jägersprachlichen Bezeichnungen ab. Bei den meisten Fellarten wird der Bauch als Wamme bezeichnet, die Extremitäten komplett als Pfoten, außer beim Lamm (= Klauen, z. B. Persianerklauen). Jeder dicht behaarte Fellschwanz heißt in der Pelzbranche Schweif, das Lamm oder Schaf wieder ausgenommen. Der Fellrücken ist der Grotzen, der hintere Teil des Felles der Pumpf. Die dunkelsten, blaustichigen Winterfelle werden in der Fachsprache blau genannt, im Gegensatz zu rot, den eher helleren und deshalb meist weniger geschätzten Farbvarianten der gleichen Fellart. Ein Fell mit dichtem, nicht straff anliegendem Haar wird als rauch bezeichnet. - Das Gerben der Felle nennt sich Zurichtung.

1965 hieß es, dass zu der Zeit aus 168 Tierarten Pelze gewonnen wurden. Davon entfielen auf Europa 45 Arten, auf Asien 53, auf Nordamerika 35, auf Südamerika 16, auf Australien 10 und auf Afrika 9 Arten.[7] Zwanzig Jahre später wird im Zusammenhang mit der großen Mannigfaltigkeit und Unterschiedlichkeit von Rauchwaren erklärt: „Man unterscheidet beispielsweise zur Zeit etwa 48 verschiedene, für den Rauchwarenmarkt relevante Pelztierarten mit verschiedenen Provenienzen (allein bei Füchsen 130), und durch Mutationszucht wird die Sortenvielfalt noch weiter erhöht (zum Beispiel 20 bis 30 handelsübliche Farbschattierungen bei Nerzen). Zudem fallen bei den Sorten unterschiedliche Qualitäten in Bezug auf Durchschnittsgröße, Haarschlag und Beschädigungen an“.[8]

Insektenfresser[Bearbeiten]

Maulwurffelle (zusammengenäht) und Farbmusterkarte

Aus der Tierordnung der Insektenfresser sind für die Pelzverarbeitung nur zwei Arten aus der Familie der Maulwürfe, der Europäische Maulwurf (Talpa europaea) und der Russische Desman (Desmana moschata), von Interesse.

Felle der Amerikanisch-Asiatischen Maulwürfe wurden kaum gehandelt.

Das Fell der pyrenäischen Bisamspitzmaus, auch pyrenäische Rüsselmaus, das mit 10 bis 15 cm Länge noch kleiner ist als das des Desmans, wird 1937 erwähnt mit dem Kommentar „hat nur lokales Interesse“. Mayers Konversationslexikon von 1888 sagt unter dem Stichwort Bisamrüssler: „Sein feinwolliges Fell wird zur Verbrämung von Mützen und Hauskleidern benutzt.“[9]

Das Fell ist auf dem Rücken kastanienbraun, an den Seiten graubraun und auf der Wammenseite silbergrau gefärbt.[10]

Europäischer Maulwurf[Bearbeiten]

Maulwurfsjacke
(2004, historisches Modell)
 Commons: Maulwurffelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Maulwurffellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Die Fellfarbe ist variierend, dunkel bläulich-schwärzlich. Die Unterseite mit grünlich irisierendem, unscharfen Längsstreifen, der besonders bei alten Tieren stark ausgeprägt ist. Mitunter scheint das Fell fast schwarz zu sein, es gibt jedoch keine reinschwarzen Felle. Das Sommerfell ist grau und matter. Das Haarkleid ist äußerst kurz und dicht.

Neben den aus Russland kommenden Fellen wurden vor allem mitteleuropäische Sorten gehandelt, daneben auch englische (beste Distrikt Fenland)[11], schottische, die neben den holländischen als die besten gelten, italienische und solche aus Serbien/Montenegro.

Nach dem Zeitpunkt des Anfalls werden Sommer-, Herbst- und Winterfelle unterschieden. Das Winterfell ist sehr dicht und gleichmäßig voll entwickelt. Das Leder ist fleckenlos und wird als weißledrig bezeichnet, tatsächlich ist es jedoch grünlich-grau. Da der Maulwurf als Besonderheit im Sommer einen Haarwechsel zwischen den jahreszeitlichen Wechseln hat, fallen häufiger als bei anderen Pelzarten solche Felle an, erkennbar an den durch die Haarwurzeln verursachten dunklen Stellen auf der Lederseite, das Maulwurfsfell ist „schwarzledrig“ oder „schwarzfleckig“. Nahezu ausgereifte Felle werden auch als „rändrig“ bezeichnet. Dabei ist ein Teil der Lederfläche schon weiß, das heißt ausgereift, während an den Rändern grünliche bis schwarze Stellen (Streifen) vorhanden sind.[12]

Das Fell ist nicht sehr reibungsbeständig; an stärker beanspruchten Stellen verfilzt es schnell.

Haltbarkeitskoeffizient: 5 bis 10 %[13][Anmerkung 1]

Aristophanes schreibt im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, dass von den Händlern in Athen neben anderen Fellarten auch Maulwurf angeboten wurde. Der römische Autor Plinius der Ältere († 79 n. Chr.), erwähnt eine Maulwurfdecke, die er auf einer seiner Reisen nach Griechenland gesehen hat.[14] Eine sehr unerwartete Nutzung nennt ein Pelzfachbuch aus dem Jahr 1852, neben der Verwendung zu Besatz, Verbrämung auf verschiedenen Kleidungsstücke, z. B. auf Wintermützen und mitunter zu Innenfuttern für Herrenpelze: Wegen seiner Glätte benutzt man das Fell mit Vorteil zum Auslegen der Blasrohre.[15]

In der Moderne kam Maulwurf erst nach 1910 in Mode. Zum einen erschien es dem Handel nicht sehr strapazierfähig, hinzu kommt das durch die Wirbelbildung vom Haar aus sichtbare weiße Leder. Erst als es der Firma Rödiger & Quarch, Inhaber Märkle gelang, das Fell von der Lederseite durchdringend zu „blenden“ und in der Tönung des Naturfells noch einmal zu färben, erfreute sich das Fell, insbesondere in den Zwanziger/Dreißiger Jahren, einiger Beliebtheit.[16] Zu der Zeit war der Anfall jedoch offenbar so groß, dass der Preis bereits für die Saison 1925/26 noch unter den von Kanin gesunken war.[17] So plötzlich wie die Mode das Maulwurffell begünstigt hatte, so schlagartig hörte diese Mode in Mitteleuropa wieder auf.

Für 1968 heißt es in einem Bericht über die Pelztiere in der Mongolischen Volksrepublik: Im Bestreben, die Pelztierskala zu erweitern, wurden die Felle mongolischer Maulwürfe auf Brauchbarkeit untersucht und zu Mützen, Kragen und Kindermänteln verarbeitet (CHOTELCHU, 1968). Die Versuche sollen positiv ausgefallen sein. Mongolische Maulwürfe besitzen ein dichtes, elastisches Fell mit einer von grau bis schwarz variierenden Färbung.[18]

Die Felle kommen als Tafeln zusammengesetzt in den Handel. Bis 1988 wurden etwas vermehrt jährlich wieder etwa 500.000 Felle verarbeitet[19], inzwischen dürfte die Zahl erneut erheblich zurückgegangen sein. Maulwurffelle kommen nur noch sporadisch in kleinen Mengen auf den europäischen Markt, in Deutschland werden sie kaum verwendet (Stand 2012).

In Deutschland ist der Europäische Maulwurf seit 31. August 1980 nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) besonders geschützt.[20] Weltweit betrachtet ist diese Art weit verbreitet und gilt nicht als bedroht; die IUCN listet sie als nicht gefährdet (least concern).

Russischer Desman[Bearbeiten]

 Commons: Desmanfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Desman

Der Russische Desman, auch Wychuchol oder Vychuchol ist mit 20 bis 25 cm und einer Schwanzlänge von 16 bis 19 cm etwa hamstergroß und damit wesentlich kleiner als die Bisamratte. Sein Fell wird auch als Silberbisam bezeichnet.

Die kurze, feine bis seidige, sehr glänzende und dichte Behaarung ist bräunlich-rötlich, dunkelbraun bis kastanienbraun mit metallisch schimmernden dunkelvioletten Tönen, die nach den Seiten zu immer lichter werden um in der Wamme eine glänzende silberweiße Farbe zu zeigen.

Haltbarkeitskoeffizient: 40 bis 50 %[13][Anmerkung 1]

Die Wirkung der „Hochglanzwamme“ führte am Leipziger Rauchwarenmarkt zu der Bezeichnung Silberbisam. Wegen der wertvollen Wamme wurden die Felle (anders als abgebildet) unüblicherweise im Rücken aufgeschnitten.

Über den fast unbehaarten Schwanz heißt es 1841 in einem Lexikon: „Der Schwanz wird wegen seines Moschusgeruchs gegen die Motten zu Pelzwerk gelegt und schützt dieses bis zwei Jahre lang, weil er so lange seinen Geruch behält.“[21]

Die Felle wurden ehemals zu Pelzfuttern verarbeitet, selten auch zu Großkonfektion.

1984 stellte die Firma Marco eine neue, auch für Nutria geeignete Bisam-Biton-Veredlung vor, die sie mit „Desman-Effekt“ beschrieb. Hier wurde künstlich die Färbung des Desmans nachgeahmt, vom dunklen bis sehr dunklem Rücken zur hellen Wamme verlaufend. Der Rücken wurde nachgedunkelt, die Fellseiten aufgehellt.[22]

Der Russische Desman wird von der IUCN als gefährdet (vulnerable) gelistet und darf heute nicht mehr bejagt werden. 1973 wurden auf einer russischen Auktion 1.500 Felle versteigert, die aber wohl aus mehrjährigen Fängen stammten.[19]

Kleinbären[Bearbeiten]

Bassarisk oder Katzenfrett[Bearbeiten]

Bassariskfelle
Hauptartikel: Bassariskfell

Die beiden Arten, das Nordamerikanische und das Mittelamerikanische Katzenfrett, zur Familie der Kleinbären gehörend, werden auch American ringtail (cat), Bassarisk oder Raccoonfox, von der spanischsprechenden Bevölkerung Cacomixtle („Katzeneichhörnchen“) genannt. Bassariskfelle werden im Zwischenhandel als Ringtailcat gehandelt (nicht zu verwechseln mit dem Ringtail-Opossum bzw. Ringtail-Possum, siehe dazu Possumfell), der Pelz im deutschsprachigen Einzelhandel traditionell meist als Bassarisk.[19] In Mittelamerika wird auch das Fleisch genutzt.

Das Nordamerikanische Katzenfrett lebt in den Vereinigten Staaten über Niederkalifornien bis Veracruz und Oaxaca in Mexiko, im 20. Jahrhundert hat sich das Verbreitungsgebiet ausgedehnt, es reicht heute bis Kansas und Alabama. Die mittelamerikanische Spezies ist in Südmexiko bis hinab bis in das westliche Panama beheimatet.

Waschbär[Bearbeiten]

Nordamerikanische Waschbärfelle
Hauptartikel: Waschbärfell

Im Fellhandel hatte sich noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg die alte Bezeichnung für den Waschbären: Schupp, Plural Schuppen, erhalten. Als Fellbezeichnung kursiert daher gelegentlich noch Schuppenfell bzw. kurz Schuppen.

Das Waschbärfell ist als Besatzmaterial und besonders in Zeiten, in der die Pelzmode langhaarige Felle bevorzugt, ein wichtiger Artikel der Rauchwarenbranche. Es gehört es zu den dauerhaftesten Langhaarpelzen.

Die als „Finnraccoon“, „Russischer“, auch „Chinesischer Waschbär“ („Russian“ oder „Chinese Raccoon“) im Handel befindlichen Felle stammen nicht vom Waschbären. Es sind Felle vom Marderhund, die auch als „Tanuki“ oder, infolge der größeren Ähnlichkeit mit dem Fuchsfell, als „Seefuchs“ gehandelt werden. Die Verwendung des Zusatzes „Raccoon“ (engl. Waschbär) für eine völlig andere Fellart dürfte zu Verwechslungen führen, nur der Name Raccoon allein bezeichnet stets den Waschbären.[19]

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Waschbären ist der Westen und Süden Kanadas über die USA bis nach Mexiko. Mehrere kleinwüchsige Formen leben auf den Inseln vor Mexiko und Florida. In den 1920er Jahren wurde neben der Zucht anderer Pelztiere in Deutschland auch die Zucht des Waschbären aufgenommen. Sie erwies sich als unrentabel. Felle dieser freigelassenen oder entkommenen Tiere sind gegenüber denen aus Nordamerika von geringerer Haarqualität.[19]

Nasenbär[Bearbeiten]

Das Fell des in Südamerika beheimateten Nasenbären wurde in sehr geringer Menge für Pelzzwecke genutzt. Es ist etwa 70 cm lang, der Schweif 40 bis 50 cm. Das Unterhaar ist kurz und rau und zeigt eine blaugraue Nuance. Die Grannen sind lang und straff, sehr glänzend und graubraunrötlich geringelt. Der Schweif ist abwechselnd gelb und schwarzbraun geringelt.[23]

Von den Fellen heißt es 1939, dass sie sich zwar für Pelzwerk eignen, aber nur wenig im Handel vorgekommen sind, man bezeichnet sie dann wohl auch mit dem Ausdruck „Südamerikanische Schuppen“ (= Waschbären), obwohl sie selbstverständlich keine eigentlichen Schuppen darstellen.[24]

Großbären[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bärenfell

Mit Bärenfell oder Bärenhaut ist in der Regel das Fell der Großbären gemeint.

Bis vor dem Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) wurden noch viele Eisbärfelle über Dänemark in das Pelzgroßhandelszentrum Leipziger Brühl nach Deutschland eingeführt, ebenso wurden auf dem Brühl kanadische Braunbären weitergehandelt. Ein Zeitgenosse erinnert sich 1940 noch an die großen, tief herabfallenden Kragen für die herrschaftlichen Kutscher, aber auch an die Verwendung als Vorleger: „In dem Boudoir, vor dem Flügel oder in einer Ecke des Herrenzimmers liebte man diese Ungeheuer“, und zwar mit einem „großen, rachenaufreißenden Kopf.“

Seitdem wird von den Großbärenfellen für Bekleidungszwecke nur noch gelegentlich das Fell des Baribals genutzt. Das Bärenfell hat pelzwirtschaftlich und hinsichtlich der Verwendungsmöglichkeit nur geringe Bedeutung. Für heutige Bedürfnisse ist das Pelzwerk zu grob und zu stark im Haar, vielfach zu gekräuselt oder zottelig und überdies zu schwer. Allerdings ist der Anfall, schon infolge des Rückgangs der Bestände und der deshalb eingeleiteten Schutzmaßnahmen, inzwischen so gering, dass allein deshalb keine größere Verwendung zu erwarten wäre. Ansonsten werden Bärenfelle fast nur als Decken, Fuß- und Wandteppiche (teils naturalisiert, mit ausgearbeiteten Köpfen) gebraucht. Das Haar wird auch zu Pinseln verarbeitet (Pinselbären).

Fuchsmantel des britischen Sängers Elton John, aus gefärbten Fellen verschiedener Fuchsarten (Mitte 1980er)

Hunde (Familie)[Bearbeiten]

Füchse[Bearbeiten]

Verschiedene Edelfuchsarten als Musterstreifen (2009)
 Commons: Fuchsfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Fuchsfellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Die Füchse gehören zu den Tierarten mit den verschiedensten Haarvariationen, sowohl in Farbe, Haarlänge und Haarstruktur.

Der Rauchwarenhandel unterscheidet zwischen Edelfüchsen, den Silber-, Kreuz-, Blau- und Weißfüchsen, Platinfuchs (Mutationsfüchsen) und edelsten Sorten von Rotfüchsen. Und allen weiteren Arten von Rotfüchsen, soweit sie nicht unter ihrem Artnamen gehandelt werden (Kitfuchs, Grisfuchs, Korsak usw.).

Haltbarkeitskoeffizient für Edelfüchse: 40 bis 50 %[13][Anmerkung 1]

Für das Jahr 2007 betrug die Welt-Farmproduktion an Edelfüchsen 7.054.500 Felle (Quelle: Oslo Fur Auctions). Durch den Rückgang der Anlieferung aus China (2006: 8 Millionen, 2009: 1,7 Millionen Felle) ist seit 2009 wieder Finnland führend in der Fuchszucht (Anlieferung 1,7 Millionen, davon 1,2 Millionen Blaufuchsfelle). Die Angaben aus China werden in Ermangelung einer genauen Erfassung jedoch als sehr unzuverlässig eingeschätzt.[25] 2012 kamen aus Polen rund 350 Tausend Fuchsfelle.[26]

Polarfuchsfell

Weißfuchs oder Eisfuchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Polarfuchsfell

Der Polarfuchs oder Eisfuchs, auch Arktischer Fuchs und Steinfuchs genannt, spaltet sich zoologisch in zwei Farbschläge auf, den Blaufuchs und den Weißfuchs.

Der Weißfuchs, die Farbvarietät des Eis- oder Polarfuchses lebt in der gesamten nördlichen Polarzone. Der Einzelhandel differenziert selten zwischen dem Polarfuchsfell und der Weißlingsform des Blaufuchses, meist werden die ungleichen Fellarten als Weißfuchs angeboten, selbst ein skandinavisches Auktionshaus bezeichnet reinweiße Blaufüchse als Weißfuchs. Tatsächliche Polarfuchsfelle sind jedoch verhältnismäßig nur noch wenig im Handel.


Blaufuchs, dunkle Variante

Blaufuchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Blaufuchsfell

Der Polarfuchs spaltet sich zoologisch in zwei Farbschläge auf, den Blaufuchs und den Weißfuchs. Für das Fell des als Polarfuchs gehandelten Fuchses, auch Eisfuchs, Arktischer Fuchs oder Steinfuchs genannt, siehe → Polarfuchsfell.

Der Blaufuchs, ein Weißfuchs-Farbschlag, gilt als wertvoller als das verfilztere und kleinere Fell des Weißfuchses. Fast weiße Blaufüchse mit nur leicht angedeuteter dunklerer Fellmitte werden als Shadowfuchs gehandelt; reinweiße Felle gegenüber dem Endverbraucher meist, wie das des Polarfuchses, als Weißfuchs.

In der Fachsprache der Rauchwarenbranche werden die dunklen, blaustichigen Winterfelle aller Fellarten als blau bezeichnet, nicht nur die der „Blaufüchse“, im Gegensatz zu rot, den eher helleren und deshalb meist weniger geschätzten Farbvarianten der gleichen Fellart.

  • Die wildlebenden europäischen Populationen des Blau- und des Polarfuchses sind nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt.


Korsakfell

Korsak (-Fuchs)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Korsakfell

Die Heimat des Korsakfuchses (gelegentlich auch Korsuk), Steppenfuchses oder Sandfuchses, ehemals häufig auch Asiatisches oder Mongolisches Kitfuchsfuchsfell genannt, sind die Steppen Sibiriens, Zentralasiens vom Kaspischen Meer bis zur Mongolei, Mandschurei und Korea.

Schon in frühgeschichtlichen Epochen wurde der Steppenfuchs bejagt. In späterer Zeit gaben Nomadenvölker ihre an die Mongolen abzuliefernden Tribute in Form von Korsakfellen ab.

Rotfuchsfelle

Rotfuchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rotfuchsfell

Rotfüchse kommen auf allen Kontinenten vor, mit Ausnahme der Antarktis. Entsprechend groß ist die Vielfalt der Rassen und die Unterschiedlichkeit der Felle.

Kreuzfuchsfelle

Kreuzfuchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kreuzfuchsfell

Der Kreuzfuchs, auch Fleckfuchs genannt, ist eine Farbvarietät des Rotfuchses. Charakteristisches Kennzeichen des Kreuzfuchsfells ist die schwarze beziehungsweise dunkle kreuzähnliche Zeichnung über den Nacken und die Schultern, der Rücken und die Seiten sind blass- oder braungelb, rötlich oder dunkelbraun, oft stark gesilbert.

Der Pelzhandel zählt das Kreuzfuchsfell zu den so genannten Edelfuchsfellen, wie auch das Silberfuchsfell, das Blaufuchsfell und das Polarfuchsfell.

Verbreitet ist der Kreuzfuchs fast nur in Ländern, in denen es auch Silberfüchse gibt, in Alaska, Kanada, Ostsibirien und Kamtschatka, weitere Felle kommen heute aus der Zucht. Der Anfall von Wildfellen hatte, schon wegen des kleineren Vorkommens im Vergleich zu anderen Fuchsarten, immer einen geringen Umfang.

Silberfuchsfelle

Silberfuchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Silberfuchsfell

Der Silberfuchs, zoologisch auch Schwarzsilberfuchs, ist eigentlich eine Farbvariante des Rotfuchses (Schwärzling), er galt um 1900 als „König der Pelztiere“. Als die wertvollsten wurden damals rein schwarze Felle angesehen. Für ein besonders schönes Fell wurden 1910 auf einer Londoner Auktion 10.000 Goldmark bezahlt. Mit dem Silberfuchs begann in den 1890er Jahren die planmäßige Zucht von Pelztieren. Heute werden eher die sehr langhaarigen helleren Felle bevorzugt, die mehr Silber aufweisen. Beine, Schweif und Schnauze sollen möglichst schwarz sein und einen starken Kontrast zum übrigen Fell bilden.

Platinfuchs-Cape

Platinfuchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Platinfuchsfell

Der Platinfuchs ist eine der auffälligsten Farbmutationen des Silber und Rotfuchses. Er gehört in der Pelzbranche zu den als Edelfüchsen bezeichneten Sorten. Mit dieser ersten Farbmutation in der Pelztierzucht begann eine Entwicklung, die sich später auch in der Nerzzucht mit vielen Farben und Farbtönen in großem Umfang fortsetzte. Platinfüchse können alle Farben des Vulpes Vulpes Farbspektrums ausweisen, jedoch bezieht sich das Merkmal hier besonders auf die weißen Farbabzeichen die bei allen Platinfüchsen das gleiche Schema haben.

Golden Island Fuchskragen

Golden Island Fuchs[Bearbeiten]

Am 1. Februar 1982 wurden erstmals 51 Felle des Golden Island Fuchses „mit einem interessanten silberrötlich Effekt“ als neue Mutationsfarbe auf einer Kopenhagener Auktion angeboten.[27] Die Züchtung stammte von dem Finnen Eero Saarikettu.[28] Diese Fuchsrasse ist eine Kreuzung von zwei genetisch nicht identischen Arten. Hier werden die Fähen des Blaufuchses mit den männlichen Tieren des Rotfuchses verpaart. Das Zuchtergebnis ist ein Fuchs, dessen Gesicht dem des Blaufuchses gleicht. Die Ohren sind mittelgroß, die Schweifspitze weiß; das Rückenhaar ist dicht wie beim Blaufuchs und fast so lang und so silbrig wie beim Rot- und Silberfuchs. Auf der Auktion der Hudson’s Bay Company 1985/89 in London erzielten Farmfelle einen Spitzenpreis von 575 englischen Pfund pro Stück, Käufer der ersten Felle war Birger Christensen, Kopenhagen. Eine ähnliche Farbvariante ist der Arctic-Golden-Island-Fuchs, bei der ein Rüde eines Rotfuchses mit der Fähe eines Shadowfuchses verpaart wird.[29]

Bluefrost-Fuchs, gefärbt

Bluefrost-Fuchs[Bearbeiten]

Eine weitere Farbvariante mit der gleichen Genetik wie beim Golden Island Fuchs ist der Bluefrost Fuchs, der aus einem Blaufuchs und einem Silberfuchs herausgezüchtet wird. Auch hier ist ein Silberfuchs der Rüde und ein Blaufuchs die Fähe. Das Fell hat die gleiche mittlere Haarlänge, das Fell eine sehr blau anmutende Färbung mit einem leichten, gleichmäßigen Silbercharakter. Der Schweif hat eine weiße Spitze, die ähnlich dem Blaufuchs meist leicht abgerundet ist.

Eine weitere Sorte ist der Platinum-Bluefrost-Fuchs, ein Bluefrost-Fuchs, der wie der Platinfuchs weiße Farbabzeichen am Körper trägt. Hier werden die Silberfuchsrüden mit weiblichen Shadowfüchsen verpaart.

Weitere, in den letzten Jahren hinzugekommene Fuchs-Mutationsfarben[Bearbeiten]

Fawn Light, mit mittlerer Haarlänge; dunklem Rücken und sehr hellen Seiten.[30]
Verschiedene Arctic Marble Fuchsfelle
Arctic Marble, ein neuer Langhaartyp; weiß mit, besonders in der Rückenmitte, eingestreuten schwarzen Grannen.[31]
Arctic Marble Frost, eine meist von Saga gezüchtete Variante des Arctic Marble Fuchses mit mittlerer Haarlänge. Anders als der Arctic Marble Fuchs hat dieser sehr blau schimmernde Farbmarkierungen.
Arctic Marble Blue
Arctic Marble Cross
Sun Glo, eine Farbvariante des Marblefuchses. Weiß mit einer markanten rot-orangen Linie auf dem Rücken, an den Flanken eingestreute einzelne Haare, die den Marble-Effekt (marmoriert) verursachen.
Arctic Golden Island, eine neue Kreuzung aus Shadowfuchs und Rotfuchs herausgezüchtet mit mittlerer Haarlänge. An den Flanken weiß, auf dem Rücken ab Nacken bis über den Schweif liegt ein leicht orange anmutender, aber doch braungrau dominierender Schleier.
Red Amber, ein Silberfuchs dessen Pigmente im Haar nicht schwarz sondern creme-braun sind. Dadurch wirkt er wie ein hellbrauner Silberfuchs.
Amber Frost, eine braungraue Farbvariante des Frostfuchses. Hierfür werden männliche Amberfüchse mit Blaufuchsfähen verpaart. - Der Bluefrost Fuchs ist die bekanntere Farbvariante des Amber Frost Fuchses.
Red Platina, oder auch Red Platinum, ein Platinfuchs, der nicht grau-weiß ist, sondern orange-weiß.
Golden Island Shadow, eine Variante die, anders als der Golden Island Fuchs, deutliche weiße Zeichnungen im Gesicht und Nacken trägt. Die Beine und der Schweif sind sehr hell bis gänzlich weiß.
Golden Island Shadow Fuchsfell
Smokey

Im Laufe der Jahre haben die Fuchszüchter die Mutationsfarben in vier Gruppen aufgeteilt:[32]

  • Rezessiv mutante („nicht in Erscheinung tretende“ Mutation)
Silver, Pearl, Burgundy, Amber, Fawn Glow, Sapphire, Pearl Amber und eventuell Dawn Glow.
  • Dominant mutante
White face (weißgesichtig), Georgian White, Platinum und Arctic Marble (Rot ist ebenfalls eine dominante Farbe, aber keine Mutation)
  • Kombinationen rezessiv und dominant mutante (bei mischerbigem Vorkommen setzt sich der dominante Erbfaktor gegenüber dem rezessiven in der Merkmalsausprägung jeweils durch)
Smokey Red, Gold Fox, Dakota Gold, Autumn Gold, Platinum Red, Glacier, Red White Face, Sun Glow, Burgundy Marble und weitere
  • Fire-Typen, die durch eine Kombination von rezessiven Farben entstanden sind und ein rezessives Gen für Silber und ein rezessives Gen für Colicott-Braun haben
Wild Fire, Fire & Ice, Snow Glow, Moon Glow und weitere


Kit- bzw. Swiftfuchsfell

Kitfuchs und Swiftfuchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kitfuchsfell

Die traditionell in der Pelzbranche als Kitfuchs gehandelten Felle stammen von zwei nahe verwandten nordamerikanischen Arten, dem Swiftfuchs beziehungsweise Steppenfuchs und dem Kitfuchs (früher häufig auch Kittfuchs), auch Großohr-Kitfuchs (nicht zu verwechseln mit den afrikanischen Großohrfüchen). Kitfuchsfelle ähneln in vieler Hinsicht den Rotfüchsen, der Unterschied besteht hauptsächlich in der Größe und der Farbe.

Auch die in den Auktionskatalogen der Hudson’s Bay und Annings Ltd. angebotenen Mongolischen Kitfüchse sind keine Felle von Kitfüchsen, sondern Korsakfuchsfelle.

Die IUCN schätzt den Kitfuchs als nicht gefährdet (Least Concern), in Mexiko als gefährdet (Vulnerable) ein. Der Swiftfuchs gilt als nicht gefährdet.

Grisfuchsfelle

Grisfuchs oder Graufuchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Grisfuchsfell

Im Groß- und Einzelhandel wird das Fell des nordamerikanischen Graufuchses oder Grisfuchses meist als Grisfuchsfell angeboten, die Bezeichnung Graufuchs wurde in der Vergangenheit häufig für graufarbige Füchse anderer Provenienzen, insbesondere für südamerikanische Füchse, verwendet.

Für die Felle des südamerikanischen Kampfuchses siehe bei → Rotfuchsfell, für Felle des nordamerikanischen Kitfuchses und des Swiftfuchses siehe → Kitfuchsfell.

Tibetfuchs[Bearbeiten]

Das Fell des Tibetfuchses wird in geringem Umfang für Pelzzwecke genutzt. Es ist ockergelb mit einem weiß gesprenkelten Rücken, die Seiten sind blass rostgelb, der Schweif grau. Die Halsseiten sind eisengrau, mit weiß und schwarz gemischt. Die Schweifspitze ist weiß; die Ohren sind kurz.[33]

Aufgrund des großen Verbreitungsgebietes und der derzeit fehlenden ernsthaften Gefährdungen stuft die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) den Tibetfuchs als „nicht gefährdet“ (Least concern) ein.

Seefuchsfelle

Seefuchs, Tanuki, Marderhund oder Enok[Bearbeiten]

Hauptartikel: Seefuchsfell

Im Pelzhandel wird das Fell des Marderhunds schon immer unter vielen Namen gehandelt, nur nicht als Marderhundfell. Die gebräuchlichen Bezeichnungen sind eigentlich Seefuchs oder Tanuki. Nicht nur auf den Rauchwarenauktionen, sondern auch im Groß- und Einzelhandel, wird das Seefuchsfell wegen seines in Teilen waschbärähnlichen Aussehens weiterhin mit den irreführenden Namen Finnraccoon (aus Finnland), Russisch Raccoon oder Chinesisch Raccoon angeboten (raccoon = engl. Waschbär).[27] Diese Bezeichnungen beruhen mit darauf, dass der Marderhund auch Waschbärhund genannt wird.

Der ursprünglich nur im östlichen Sibirien, nordöstlichen China und Japan beheimatete Marderhund ist durch Ausbürgerung im Jahr 1934 in die Ukraine heute bis nach Finnland und auch nach Deutschland (1962 erster erlegter Marderhund in der Bundesrepublik) vorgedrungen. Durch die Ausbürgerungen hatte sich bis 1986 das Fellaufkommen um das vier- bis sechsfache erhöht.[3] Die IUCN schätzt entsprechend den Marderhund als nicht gefährdet ein (Least Concern).

Wildhund[Bearbeiten]

Australische Dingos können zwar für die Gewinnung von Pelzen genutzt werden, sie haben aber meist nur einen geringen Wert, in einigen Staaten sind Dingos geschützt. Die Färbung ist häufig gelbrot, dunkelbraun bis schwarz, teils gescheckt. Im eigentlichen Rauchwarenhandel kommen die Felle nicht vor.[19]

Asiatische Hundefelle (1978)

Haushund[Bearbeiten]

 Commons: Hundefelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Hundefellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

An den Weltmarkt kamen seit jeher fast ausschließlich asiatische Felle, meist aus China, der Mongolei und Korea. Schon Brass schreibt 1925: „Im großen Publikum wird mit einer gewissen Verächtlichkeit davon gesprochen, dass von den Kürschnern auch ‚Hundefelle‘ zu Pelzwerk verarbeitet würden. Das ist nun sehr übertrieben. Hauptsächlich werden im großen und ganzen nur die chinesischen Hundefelle verwendet und diese hauptsächlich zu Decken“. Brass schreibt dort auch: „Von armen Chinesen werden Hunde gegessen, und man sieht mitunter auch die Tiere auf chinesischen Märkten ausgeschlachtet hängen, aber vorzugsweise in Südchina. Dass sie aber eine chinesische Delikatesse seien und besonders gemästet werden, wie verschiedene Reiseschriftsteller behaupten, gehört in das Gebiet der Märchen, an denen die Literatur so reich ist“.[33] Trotzdem ist es noch immer ein Thema, siehe Hundefleisch.

Während auch das Hundefell meist gering geschätzt war, fertigten die alten Bewohner der Halbinsel Kamtschatka, die Itelmenen, jedoch daraus ihre Festkleider, es galt ihnen wertvoller als Zobel. Als besondere Demütigung galt die Nachfrage: „Wo warst denn du, als ich und meine Vorfahren bereits Hundepelze trugen? Was hattest du denn damals an?“ Die übrigen sibirischen Völker verwendeten Hundefelle jedoch nur als Besätze oder Verbrämungen.[34]

Brockhaus schrieb 1841, dass ungeachtet der großen Verbreitung der Haushunde die Felle kaum brauchbar seien: „Am meisten kommen noch Pudel- und Spitzfelle vor, erstere namentlich aus Dänemark. Am theuersten sind die vom sibirischen Spitz (var. sibiricus Gm.), vorzüglich die schwarzen; die Haare sind sehr lang.“[21] Eine spätere Erwähnung der Verarbeitung von Fellen europäischer Haushunderassen scheint nicht bekannt. 1852 bestätigt der Autor eines Pelzfachbuchs, dass Hundefelle in der Regel nicht zu Rauchwarenartikeln verarbeitet wurden. Nur gelegentlich käme es vor, dass sich der Besitzer eines Hundes aus dem Fell des getöteten Tieres eine Fußdecke oder ein Paar warme Winterstiefel anfertigen lässt. Ungleich häufiger wurde das besonders feste Hundeleder für Beutlerarbeiten verwendet. Es könnten Hosen, Hosenträger, geringwertigere Sorten von Handschuhen und Portemonnaies daraus gefertigt werden.[35]

1931 wird erwähnt, dass Hundefelle und hauptsächlich in den chinesischen Provinzen Newchang und Kalgan gefertigte Hundefelldecken meist nach Amerika exportiert wurden, im europäischen Handel war dafür wenig Interesse. Die besten Felle kamen aus Korea und der Mandschurei, die beste mandschurische Sorte war Ho-Lung-Kiang von der Amur-Grenze kommend. Nächste Sorten waren die Kirin, Fengtin, Tientsin und Honan, „die schön flach und spießig sind“. Koreanische Felle gingen meist nach Japan, wo sie zugerichtet wurden. Ein Teil wurde für den inländischen Bedarf als Handschuhbesatz gearbeitet, der Rest wurde hauptsächlich nach Amerika weiter exportiert. Als die beste chinesische Zurichtung für das Material galt die aus Chinchow.[36]

Als in den 1970er Jahren Langhaarpelze verstärkt in Mode waren, kamen Pelze aus asiatischen Hundefellen unter anderem unter der Bezeichnung Gaewolf oder Sobaki auch in der Bundesrepublik einige Jahre lang in den Handel.

Der Luftsack des böhmischen Dudelsacks wird traditionell auch aus Hundefell hergestellt. Die Stigmatisierung von Hundefell hat in den letzten Jahrzehnten vermehrt zu einer Hinwendung zu Ziegenfell geführt, dennoch werden weiterhin Instrumente mit Luftbehältern aus Hundefell gearbeitet. Es wird dazu angemerkt, dass dafür keine Zuchttiere geschlachtet werden, sondern die Felle ausnahmslos von verstorbenen Tieren mit dem Einverständnis der Besitzer verwendet werden.

Im Jahr 2002 haben die deutschen Pelzfachverbände für ihre Mitglieder mit Rücksicht auf die anhaltende Diskussion in den westlichen Ländern eine freiwillige Verzichtserklärung auf den Handel mit Hundefellen und von Hauskatzenfellen unterzeichnet (zusammen mit dem Welt-Pelzdachverband IFF – International Fur Federation (zu der Zeit „IFTF“)). Seit dem 31. Dezember 2008 dürfen Hundefelle sowie Produkte, die solche Felle enthalten, in der Europäischen Union weder in Verkehr gebracht noch in die Gemeinschaft ein- beziehungsweise aus ihr ausgeführt werden. Eine Ausnahme sind Einfuhren ohne kommerziellen Charakter.[37] In Deutschland regelt dies das Tiererzeugnisse-Handels-Verbotsgesetz.

Coyote (Kojote)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Coyotenfell

Der nordamerikanische Coyote (Kojote), auch bekannt als nordamerikanischer Präriewolf oder Steppenwolf, ist die hauptsächlich für Pelze verwendete Art aus den Wolfs- und Schakalartigen. Der Pelz wurde bis in die 70er Jahre im Einzelhandel meist nicht vom eigentlichen Wolf unterschieden, er wurde ebenfalls als Wolfspelz angeboten. Das mexikanische Wort Coyote, die im Pelzhandel gebräuchliche Schreibweise, bedeutet so viel wie Mischling. Er ist in großen Teilen Nordamerikas von Alaska bis Costa Rica beheimatet, die größte Populationsdichte befindet sich in den Süd-Zentral-Vereinigten Staaten, einschließlich Texas. Nach Inkrafttreten des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens mit seinen unterschiedlichen Schutzstufen wurde jedoch auch im Handel eine Differenzierung zwischen Coyoten und den eng verwandten Wölfen notwendig und wichtig (in der Bundesrepublik gültig seit 20. Juni 1976, Österreich 27. Januar 1982).

Schakal[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schakalfell

Zu den Schakalen gehören drei Wildhundarten, der Goldschakal, der Schabrackenschakal und der Streifenschakal. Schakalfelle werden wegen ihrer nicht ganz so ansprechenden Haarstruktur meist nur zu Decken verarbeitet, Felle aus Gebirgsgegenden gelegentlich auch zu Besätzen und Mützen. In der Regel kommen nur die Felle des Goldschakals in den Handel.

Wolf[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wolfsfell

Für die verschiedenen Sorten der Wolfsfelle sind im Rauchwarenhandel Begriffe gebräuchlich wie Grauwolf, Timberwolf und Weißer Wolf oder Polarwolf. Bis zur Einführung des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens mit seinen unterschiedlichen Schutzstufen wurde im Einzelhandel nicht zwischen Wolfsfellen und Fellen des eng verwandten, handelsmäßig wohl bedeutenderen Kojoten unterschieden (in der Bundesrepublik gültig seit 20. Juni 1976, Österreich 27. Januar 1982), Kleidung aus Coyotenfell wurde ebenfalls als Wolfspelz gehandelt. Zu der Zeit, als Wölfe in Mitteleuropa und auch sonst sehr häufig waren, wurden die Felle als Unterlagen in Betten und zum Ausfüttern von Kleidung verwendet. Jetzt werden sie für sportliche Kleidung genutzt, für Besätze auf Stoffjacken, aber auch für Jacken und Mäntel sowie für Felldecken beziehungsweise Teppiche. In den Nationaltrachten findet das Fell besonders bei den Inuit als Besatz Verwendung, viel als Kapuzenverbrämung.

Skunkfelle

Skunk (Stinktier)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Skunkfell

Das Fell des amerikanischen Stinktiers beziehungsweise des Skunks gehörte bis in die 1940er Jahre zu den wesentlichen Materialien der Pelzmode. In Deutschland ist das Skunkfell seit etwa um 1860 im Handel.

Der Handel unterscheidet zwischen Streifenskunks oder Kanadaskunks, den Fleckenskunks und den Zorrino oder Südamerikanischen Skunks, die zu den Ferkelskunks gehören. Die Skunks bewohnen den amerikanischen Kontinent vom Norden bis zum äußersten Süden in verschiedenen Arten.

Der Pelz wird in der Regel auch in der Einzahl als Skunks bezeichnet (der Skunks, gelegentlich deshalb auch das „Skunksfell“).

Marderartige[Bearbeiten]

Charsamarderfelle, das untere gefärbt

Charsa(marder)[Bearbeiten]

 Commons: Charsa(marder)felle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Der im östlichen Asien verbreitete Charsa oder Buntmarder hat ein besonders hübsches Fell. Der vordere Teil des Rückens ist hell goldgelb gefärbt, zum Schwanz hin wird die Färbung allmählich dunkler. Kopf, Beine, Genick und Schwanz sind schwarzbraun, die Halsunterseite ist weißlich mit goldgelbem Kehlfleck. Die Fellseiten sind gelblichbraun, Das Unterhaar ist wollig, die Behaarung mittellang, fein und glänzend, weich und dicht; südliche Qualitäten sind etwas flach. Die Felllänge beträgt 60 bis 70 cm, hinzu kommt der Schweif mit 45 cm.

Das Fell wurde immer schon nur in geringer Stückzahl gehandelt, 1925 betrug der Wert 10 bis 20 Mark.[38] In der Sowjetunion steht der Charsamarder unter Schutz, allerdings wurden dort 1987 einmal 200 Felle angeboten. Das Fell kommt in sehr geringer Stückzahl hauptsächlich aus China unter dem Begriff Huang yao in den Handel, genaue Zahlen waren 1988 nicht bekannt.

Dachs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Dachsfell

Als Dachsfelle werden die Felle von mehreren, zum Teil zoologisch nicht näher verwandten Arten bezeichnet. Die Felle des Silberdachses, auch Amerikanischer Dachs oder Präriedachs genannt, werden im Rauchwarenhandel vertrieben und von Kürschnern zu Pelzen verarbeitet. Das gilt kaum für den europäischen Dachs und die weiteren Herkommen, die wegen ihres gröberen und weniger dichten Haars für Pelzzwecke heute zumeist als ungeeignet angesehen werden. Felle des Honigdachses werden kaum angeboten.

Sonnendachs siehe unten


Fichtenmarder (amerikanischer „Zobel“)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fichtenmarderfell

Das Fichtenmarderfell wird im Rauchwarenhandel in der Regel als „Amerikanischer Zobel“ oder „Kanadischer Zobel“ gehandelt. Die Struktur des Fells ist dem Zobel zwar ähnlich, auch gehört der Fichtenmarder zur Gattung der Echten Marder, doch gleicht er in Gestalt, Färbung und Lebensweise eher dem europäischen Baummarder. Wegen seiner Ähnlichkeit mit dem wertgeschätzten russischen Zobel gehört der Pelz zu den begehrten Fellarten. Der Fichtenmarder lebt in bewaldeten Landstrichen von Neufundland, Kanada und Alaska, außerdem im Westen der USA südlich bis Neu-Mexiko und der Sierra Nevada.

Fischermarder, „Virginischer Iltis“ oder Pekan[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fischermarderfell

Der Fischermarder, auch Pekan genannt, ist eine nordamerikanische, waldbewohnende Raubtierart aus der Gattung der Echten Marder. Das Fischermarderfell war immer als Virginischer Iltis im Handel, obgleich es weder ein Iltis ist noch in Virginia vorkommt. Die inzwischen im deutschen Handel ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung Fisher für den Pelz stammt von den Indianern, die dem Tier nachsagten, es würde die Fischfallen berauben ohne selbst hineinzugeraten. Er ist ein typischer Waldbewohner, seine Heimat reicht vom nördlichen Raum der Cassiar Mountains bis zum Großen Sklavensee und dem Südufer der Hudson Bay, sowie von Labrador bis zur Anticosti-Halbinsel. Außerdem lebt er in den Rocky Mountains bis zum Großen Salzsee sowie in Süd- und Nord-Dakota, Indiana und Kentucky. Das Fell gehört zu den dauerhaften und hochwertigeren Pelzen, zeitweilig war es als Kragenbesatz auf Herrenmänteln besonders gefragt.

Grison[Bearbeiten]

Der Großgrison hat ein Kopfrumpflänge von 47,5 bis 55 Zentimeter, der Schweif ist etwa 16 Zentimeter lang. Seine Heimat reicht von Südmexiko bis Peru und Brasilien. Das Fell ist dunkel- bis hellgrau, der Rücken ist etwas heller. Kopf und Nacken haben eine gelbliche Zeichnung.

Der Kleingrison ist 40 bis 45 Zentimeter lang, dazu der Schweif 15 bis 19 Zentimeter. Der Körper ist schlank mit kurzen Beinen. Der Rücken ist gelblich-braun, der untere Teil des Gesichts unterhalb der Stirn, der untere Bereich des Halses und der Bauch sind schwarz gefärbt. Zwischen diesen beiden Bereichen läuft eine helle Linie am Kopf und Hals bis zu den Schultern. Die Färbung ist ähnlich dem Großgrison, im Rücken etwas mehr bräunlich. Er lebt von Mittelamerika bis Patagonien in über 1000 Meter Höhe.[19]

Das Fell des Kleingrison kam bis 1925 nicht im Pelzhandel vor, der Großgrison wird als Handelsartikel gar nicht erwähnt. Der Rauchwarenhändler Brass hatte anfangs des 20. Jahrhunderts einmal etwa 30 Kleingrisonfelle erhalten und fand, sie könnten ein ganz wertvolles Pelzwerk abgeben, der Wert würde zu seiner Zeit etwa 20 Mark das Stück betragen.[39] 1988 vermerkt ein Fachbuch, „Felle nur wenig im Handel“.[19]

Hermelin, Wiesel (Mauswiesel), Langschwanzwiesel[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hermelinfell und Wieselfell

Hermelinfell wurde seit dem frühesten Mittelalter als Bestandteil einer dem ritterlichen Stand und den Doktoren vorbehaltene Kleidung verwendet. Das auch im übertragenen Sinn „reine Weiß“ des Hermelin-Winterfells hat dazu geführt, dass es durch Jahrhunderte als Symbol der Reinheit und Makellosigkeit ein Kennzeichen fürstlicher oder richterlicher Gewalt war. Bis heute ist der weiße Pelz mit den charakteristischen schwarzen Schwanztupfen Bestandteil manchen Krönungsornats.[40]

In der Heraldik spielt das Hermelin eine wesentliche Rolle, siehe Hermelin (Heraldik).

Iltisse[Bearbeiten]

Hauptartikel: Iltisfell

Das Iltisfell wurde in früheren Zeiten angeblich nur vom „allergemeinsten“ Volk verwendet, alte Gemälde scheinen das jedoch zu widerlegen. Der Iltis, als Stinkmarder, „Stänker“, „Ratz“ bezeichnet, war oft mit einem unangenehmen Geruch behaftet, „Sie stinken gleich dem Iltis übel und stark“, heißt es in einem alten Jagdbuch. Der heutigen Zurichtung ist es gelungen, diesen Geruch aus dem Fell völlig verschwinden zu lassen.

Der Pelzhandel nutzt das Fell des Europäischen Iltis, des Steppeniltis und des Tigeriltis. Das Frettchen hat nur in der verwilderten Form Neuseelands eine gewisse Bedeutung, es ähnelt dem Europäischen Iltis. Daneben kennt der Handel das Virginische Iltisfell, den Pelz des hier nicht behandelten amerikanischen Fichtenmarders. Der skunksähnliche Zorilla oder Bandiltis ist eine in Afrika lebende Raubtierart aus der Familie der Marder. Der wohl schon immer recht seltene, nur noch in sehr geringer Zahl vorkommende, nordamerikanische Schwarzfußiltis ist völlig geschützt, Felle dieser Art wurden vom Handel auch früher nicht erfasst.

Europäischer Iltis[Bearbeiten]

Hauptartikel: Iltisfell

Der Schwarze Iltis, Europäische Iltis, Waldiltis oder Landiltis ist über ganz Europa verbreitet, mit Ausnahme Irlands, des nördlichen Skandinaviens und Russlands. In Neuseeland wurde die Art eingeführt. Die besten Landiltisfelle kommen oder kamen aus dem östlichen Europa, des Weiteren aus Norddeutschland, Bayern, Österreich (Steiermark), der Schweiz, Holland und Dänemark.

Der weiße oder Steppeniltis[Bearbeiten]

Hauptartikel: Iltisfell

Das Fell des Steppeniltis- oder Eversmann-Iltis ist als Russischer oder Weißer Iltis im Handel. Der Steppeniltis bewohnt große Teile Asiens. Die Heimat des Steppeniltisses reicht vom Nord-Ural durch Sibirien bis zum Amur, südlich durch die Mandschurei bis zum Oberlauf des Jangtsekiang und westwärts über dem Himalaja, Kaschmir und das Altai-Tal bis zum Kaspischen Meer. Die besten, seidigsten, fast weißen Felle kommen aus Sibirien.

Bandiltis oder Zorilla

Bandiltis oder Zorilla[Bearbeiten]

Der skunksähnliche Bandiltis oder Zorilla, mitunter auch Kapskunk oder Kapiltis genannt, ist eine in Afrika lebende Raubtierart ebenfalls aus der Familie der Marder. Wie der Skunk weist er eine Stinkdrüse auf. Das Fell ist langhaarig, glänzendschwarz mit bandartiger Streifenzeichnung wie beim Skunksfell. Anders als der nordamerikanische Skunk weist er vier (unklar, immer?) anstelle zwei durchgehende Längsstreifen im Rücken auf. Die Kopfrumpflänge beträgt 28,5 bis 38,5 Zentimeter, der überwiegend weiße, lange und buschige Schweif 20,5 bis 31 cm. Verbreitet ist er vom Senegal, dem Sudan und Abessinien bis Südafrika (Kapland).

Die Weltnaturschutzunion IUCN listet sie Roten Liste gefährdeter Arten als „nicht gefährdet“ (Least Concern).

Die wenigen anfallenden Felle werden meist zu Decken verarbeitet.[19]

Der Perwitzky (Fellbezeichnung) oder Tigeriltis[Bearbeiten]

Hauptartikel: Iltisfell

Die Verbreitung des Tigeriltisses erstreckt sich über Südosteuropa und Polen und die Länder an den Küsten des Kaspischen und Schwarzen Meeres bis zur Mongolei und nach Nordchina, das heißt über Kleinasien, Kasachstan, Iran, Afghanistan, Turkmenien und Tadschikistan. Als Perwitzky im Rauchwarenhandel, wäre er anstelle als Tigeriltis wegen seiner Fleckung treffender als „Fleckeniltis“ oder „Pantheriltis“ bezeichnet. Das Fell hat keine Tigerstreifen, sondern ist eher leopardenähnlich scheckig gefleckt.

Kolinsky oder Kolonok, Feuerwiesel und Altaiwiesel[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kolinskyfell

Als Kolinskyfell werden Felle des Kolinsky (Kolinski) oder Kolonok und des Solongoi oder Altaiwiesels bezeichnet. Seit dem 15. April 1967 sind nach den RAL-Bestimmungen im Handel, neben Kolinsky, nur noch die Namen Chinesisches Wiesel und Japanisches Wiesel zulässig.[19]

Links Baummarder-, rechts Steinmarderfell
(der Kehlfleck des Baummarders ist rötlicher als es das farbveränderte Foto zeigt)

Eigentliche Marder[Bearbeiten]

Hauptartikel: Marderfell

Der Pelzhandel meint mit Marderfell vornehmlich das Fell des Baummarders, auch als Edelmarder bezeichnet, sowie das des Steinmarders, zweier Tiere aus der Gattung der Echten Marder. Er folgt damit der Umgangssprache, tatsächlich werden beide Fellsorten unter ihren Gattungsnamen gehandelt. Das seidige Edelmarderfell wird, wie es der Name bereits aussagt, als besonders edel und wertvoll angesehen, das gröbere und weniger dichte Steinmarderfell wird geringer bewertet. Auch weitere, mehr oder weniger gebräuchliche Namen, wie Gold- beziehungsweise Gelbkehlchen oder Goldhals, im russischen Sprachgebrauch „weichseidiger Marder“, weisen auf die unterschiedliche Behaarung hin.

Wesentliche Unterscheidungsmerkmale der beiden Marder sind das seidigere, feinere Haar des Baummarders, seine dunklere, sattere Färbung, die unbehaarten Pfoten des Steinmarders und die in Form und Farbe unterschiedlichen Kehlflecke. Letztere sind jedoch kein absolut sicheres Kennzeichen der einen oder anderen Art, dazu variieren sie bei beiden Mardern zu sehr.

Das Vorkommen von Baum- und Steinmarder ist weitgehend gleich, der Baummarder lebt etwas weniger südlich, aber nördlicher als der Steinmarder. Der größte Teil der russischen Marderfelle kommt aus Nordrussland, gefolgt vom Kaukasus und dem Ural, während die Steinmarder wesentlich auf das Kaukasusgebiet entfallen und sonst in größerer Zahl noch in Mittelasien vorkommen.

Baum- oder Edelmarder[Bearbeiten]

Hauptartikel: Marderfell

Außer in Europa sind Baummarder als Waldbewohner vom Weißen Meer bis zum Kaukasus und östlich bis zum Ob und Irtysch verbreitet, ferner in Kleinasien und im Iran. Die Grenze ihres nördlichen Vorkommens ist etwa der 40. Grad nördlicher Breite.

Steinmarder[Bearbeiten]

Hauptartikel: Marderfell

Das Verbreitungsgebiet des Steinmarders entspricht weitgehend dem des Baummarders. Er kommt etwas weniger nördlich, aber südlicher als der Baummarder vor, vor allem in den wärmeren Ländern des Mittelmeerraumes und Kleinasiens. Es gibt ihn nicht in England und Irland, auch nicht in Skandinavien, auf den Balearen, Korsika, Sardinien und Sizilien. In Asien bewohnt er nur bestimmte Gebiete, unter anderem die Krim, das Altai-Gebirge und im Kaukasus vor allem den Don- und Wolga-Unterlauf, Nord-Indien, die Mongolei, Mandschurei und Tibet.

Skandinavische Zuchtnerz-Farben (2008)

Nerz, Mink[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nerzfell

Als Nerzfell wird im Rauchwarenhandel heute das Fell des Nachkommen des Amerikanischen Minks gehandelt, die Nachkommen des europäischen Nerzes sind durch die Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. Aus der Natur entnommene Tiere dürfen für den Handel nicht mehr eingeführt werden. In Deutschland gehandelte Wildnerzfelle kommen in der Regel weiterhin aus Nordamerika, obwohl der Mink, auch in Europa, insbesondere in Osteuropa, eingebürgert wurde.

Otter[Bearbeiten]

Hauptartikel: Otterfell

Otterfelle gelten als die haltbarsten unter den Pelzen, in den Haltbarkeitstabellen für Pelze stehen sie an oberster Stelle. Sie werden im Rauchwarenhandel nach ihrem Herkommen unterschieden. Der ursprünglich in der ganzen Welt zuhause gewesene Otter ist in den meisten Gebieten inzwischen selten geworden. Er fehlt, außer in den Polargebieten, nur in Australien und Polynesien. Der Handel ist fast ganz zum Erliegen gekommen, im Wesentlichen sind nur noch nordamerikanische Otterfelle im Handel, die meisten Herkommen unterliegen den Handelsbeschränkungen oder absoluten Handelsverboten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens.

Seeotterfell

Seeotter[Bearbeiten]

Hauptartikel: Otterfell

Neben den Ariranhas, den größten der Flussotter, stechen auch die Seeotter als Meeresbewohner und durch ihre ebenfalls besondere Größe aus den übrigen Sorten hervor. Das Seeotterfell gehörte einmal zu den kostbarsten Fellarten, es galt als fast unbegrenzt haltbar (was jedoch nur relativ zu sehen ist, nach einigen Jahrzehnten zerfallen die Felle durch natürliche Alterung im Leder, wie alle anderen Fellarten auch. Will man sie weiterhin erhalten, werden sie auf einen Textiluntergrund aufgebracht). Auf den Londoner Rauchwarenauktionen wurden früher auf Grund ihrer Seltenheit auch öfter bis zu 100 Jahre alte chinesische Seeotter-Röcke (Mandarinpelze) angeboten. Sie waren zwar im Haar noch gut, nur das Leder drohte beim Nasswerden zu zerfallen.

Pahmi oder Sonnendachs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pahmi

Pahmi ist der Handelsname für das Fell der Sonnendachse, gehandelt wird in der Regel nur das Fell des Chinesischen Sonnendachses.

Es werden vier bis fünf Sonnendachsarten unterschieden, siehe dazu den Hauptartikel Sonnendachse. Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom östlichen Indien und dem mittleren China über die Malaiische Halbinsel bis nach Borneo und Bali. Die Pahmis oder Sonnendachse sind schlanker als der Dachs, eher dem Marder ähnlich. Die Beine sind relativ kurz. Die Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 33 bis 43 Zentimeter, dazu kommt der buschige Schweif mit 15 bis 23 Zentimetern. Ein besonderes Merkmal ist die dem Dachs ähnliche Gesichtsmaske, die aus schwarzen und weißen oder gelblichen Mustern gebildet ist und durch helle Mittelstreifen über den braunen Rücken fortgesetzt wird.

Tayra oder Hyrare[Bearbeiten]

Die im Süden Mexikos bis nach Paraguay und das nördliche Argentinien lebende Raubtierart der Tayra oder Hyrare war kaum im Handel.[19] Tayras erinnern in ihrem Körperbau an Wiesel, werden aber deutlich größer. Der Rumpf ist langgestreckt und schlank, die Gliedmaßen sind relativ kurz. Das kurze und dichte Fell ist dunkelbraun; der Kopf ist etwas heller als der übrige Körper, und auf der Kehle befindet sich meistens ein gelber oder weißer Fleck. Daneben gibt es auch eine helle Morphe, bei dieser ist das Fell gräulich gefärbt und der Kopf ist dunkler. Der Schwanz ist lang und buschig. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 56 bis 68 Zentimeter, wozu noch 38 bis 47 Zentimeter Schweiflänge kommen.

  • Schutzstatus:
Eira barbara, geschützt gemäß dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen Anhang III; nach der EG-Verordnung 750/2013 Anhang C (Handel nur mit Exportgenehmigung oder Ursprungszeugnis).
Detaillierte Schutzdaten: Erstlistung seit dem 22. Oktober 1987.[41]
Links sibirischer Vielfraß, rechts aus Alaska

Vielfraß[Bearbeiten]

Hauptartikel: Vielfraßfell

Vielfraßfelle werden im Welt-Rauchwarenhandel vertrieben und von Kürschnern zu Pelzen verarbeitet. In der Bundesrepublik ist der Vielfraß nach der Bundesartenschutzverordnung geschützt, auch Felle anderer Herkommen dürfen für den Handel nicht eingeführt werden. Weil der Name „Vielfraß“ unpassend scheint, wurde das Tier oft auch mit seinem skandinavischen Namen Järv betitelt oder nach seiner bärenartigen Gestalt als „Bärenmarder“ bezeichnet. Im Englischen heißt das Tier Wolverine (irrtümlich eine Verwandtschaft zum Wolf andeutend) oder Glutton.[1] Der Haltbarkeitskoeffizient für Vielfraßpelz ist einer der höchsten unter den Pelzarten, er wird mit 90 bis 100 Prozent angegeben.[Anmerkung 1][2] Bei einer Einteilung der Pelzarten in die Haar-Feinheitsklassen seidig, fein, mittelfein, gröber und hart wird das Vielfraßhaar als gröber eingestuft

Bargusin-Zobel

Zobel[Bearbeiten]

Hauptartikel: Zobelfell

Seit über tausend Jahren wird das Zobelfell als Kostbarkeit gehandelt. Wie die Erschließung des amerikanischen Kontinents zum großen Teil wegen der Begehrlichkeit nach dem damals für die Hutfilzherstellung geschätzten Biberfells erfolgte, so wurde Sibirien durch die Jagd auf den Zobel und andere pelztragende Tiere für Bekleidungszwecke erobert. Besonders schöne Zobelfelle mussten von den Anwohnern als Tribut an die russische Krone abgeliefert werden. Diese Kronenzobel waren über Jahrhunderte ein beliebtes Geschenk der Zaren an ausländische Würdenträger. Noch heute ist der Zobel der am höchsten bewertete Pelz.

Katzenartige[Bearbeiten]

Katzenfelle lassen sich der Regel am kammartig abstehenden Grotzen (der Fellmitte) erkennen, indem man das Fell quer zur Haarrichtung knickt.

Hauskatze[Bearbeiten]

 Commons: Hauskatzenfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Hauskatzenfellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Zyperkatzen-Pelzfutter (oben ein Scheckenkatzenfell), 1931 in der Pelzkammer einer Berliner Pfandleihe

Bis in die Nachkriegszeit waren Pelze aus Hauskatzenfellen relativ häufig. 1970 heißt es: „Im Gegensatz zu den Hunden sind unsere Katzen, die Pussis und Peters und wie sie sonst heißen mögen, recht angesehene Pelztiere.“[42] Im Jahr 2002 haben die deutschen Pelzfachverbände für ihre Mitglieder mit Rücksicht auf die aufgekommene Diskussion in den westlichen Ländern eine freiwillige Verzichtserklärung auf den Handel mit Hundefellen und von Hauskatzenfellen unterzeichnet (zusammen mit dem Welt-Pelzdachverband IFTF – International Fur Trade Federation). Nach der Verordnung (EG) Nr. 1523/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2007 wurde ein Verbot des Inverkehrbringens sowie der Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundefellen sowie von Produkten, die solche Felle enthalten, in die bzw. aus der Gemeinschaft erlassen. Eine Ausnahme sind Einfuhren ohne kommerziellen Charakter. Die Verordnung trat am 31. Dezember 2008 in Kraft.[37]

Haltbarkeitskoeffizient: 50 bis 60 %[13][Anmerkung 1]

Nach Fellfarbe wurden die Felle wie folgt unterschieden (siehe auch Fellfarben der Katze)

  • Schwarze Katzen (Genottekatzen, früher auch Janotte).[43], einfarbig schwarzbraun bis fast schwarz (nicht mit den Genetten oder Genotten aus der Familie der Ginsterkatzen zu verwechseln).
  • Blaue Katze (Kartäuserkatze), sehr selten. Einfarbig dunkelblau.
  • Zyperkatze (auch Cyperkatze), häufig. Gelblichgrau bis blaugrau mit regelmäßigen schwarzbraunen bis schwarzen Querstreifen und Flecken.
  • Räder- oder Marmorkatze, wildgrau bis blaugrau mit regelmäßigen schwarzbraunen bis schwarzen Querstreifen und Flecken.
  • Feuerkatze, rotgelb mit Flecken und Streifen wie die Zyper- und Räderkatze.
  • Donner- und Blitzkatze, auf schwärzlichem Grund, rot, gelb, auch grau, rot und gelb gefleckt.
  • Scheckenkatze (Bunte Katze), die Grundfarbe ist weiß mit unregelmäßigen größeren schwarzen, roten, grauen Flecken, mitunter auch dreifarbige Flecken.
  • Müllerkatze, hellblauer Grund durchsetzt mit schwarzen Tupfen.
  • die übrigen Rassekatzen spielten für die Pelzverarbeitung keine nennenswerte Rolle, Langhaarrassen galten als nicht für Pelzzwecke verwendbar.

Bis zum Ersten Weltkrieg wurden Katzenfelle, neben der Verwendung bei Rheumaerkrankungen (siehe auch Leibwärmer), fast ausschließlich für Innenfutter in so genannten „Gehpelzen“ verarbeitet, erst später erfolgte die Verwendung zu Außenpelzen. Das Katzenfell diente zur Erzeugung von Reibungselektrizität für das Elektrophor, eine historische Influenzmaschine zur Trennung elektrischer Ladungen und zur Erzeugung hoher elektrischer Spannungen. Bis zum Einfuhrverbot von Katzenfellen zum Beginn des Jahres 2010 verwendete man die Felle zum Nachweis elektrischer Aufladung, von Kunststoffen und anderem, beispielsweise bei den Technischen Überwachungsvereinen und an Schulen. Eine weitere historische Nutzung ist, neben Kaninfell, das Auslegen der Weberschiffchen-Laufbahn in der Seidenweberei.[44]

Die Felle wurden immer nach der Farbe und Musterung und nicht nach Herkommen unterschieden. Die letzten Anlieferungen erfolgten, zu Platten vorkonfektioniert, aus China, wo sie auch heute noch verarbeitet werden (meist Zyperkatzen).

Kleinkatzen („Leopardkatze“), wildlebende[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wildkatzenfell

Da viele Arten der Kleinkatzen vom Aussterben bedroht sind, wurden alle Katzen in Anhang I oder II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens aufgenommen (außer der Hauskatze).

In der Pelzbranche werden die Kleinkatzen wegen der Fellzeichnung oft unter dem Begriff Leopardkatze zusammengefasst, was zoologisch nur der Bengalkatze zusteht. Auch der Begriff Tigerkatze ist von der Fellzeichnung her irreführend, weil die Felle meist keine tigerähnlichen Streifen sondern Flecken aufweisen.

Die Behaarung aller Arten ist gleichmäßig verteilt. Das Haar ist feiner bis gröber, teils hart, spröde, meist glänzend. Sie sind einfarbig und mehrfarbig bunt gescheckt.

Wildkatzen, Asien[Bearbeiten]

Bengalkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Bei dem erheblichen Wirrwarr, das in der Systematik der Kleinkatzen herrschte, sind manche geographische Rassen mit besonderen Namen belegt worden. Die Fellbezeichnung der Bengalkatze ist meist Leopardkatze, auch Chinesische Wildkatze. Weitere zoologische oder Fellnamen sind Schmuckkatze, Zwergtigerkatze, Chinakatze, Chinesische Tigerkatze, kleine gefleckte Wildkatze.

Vorkommen: Südöstliches Asien, im Amurgebiet, Korea und China bis Vorderindien und Hinterindien. Auf den Großen Sunda-Inseln, Hainan, Formosa (Taiwan) und auf den Philippinen.

Wegen des Vorkommens in unterschiedlichen Gebieten - es werden einige Unterarten unterschieden - variieren Färbung und Dichte des Haarkleids erheblich. Die Färbung reicht von blassgelb über graugelb mit roten und braunen bis schwarzen Flecken, die teils in Längsreihen angeordnet sind. Kinn und Kehle sind weißlich, an den Ohren befindet sich ein weißer Fleck. Die Vorderpfoten haben Schwimmhäute. Die Kopfrumpflänge weist erhebliche Größenunterschiede zwischen nördlichen und südlichen Unterarten auf, sie beträgt 36 bis 85 Zentimeter, die Schwanzlänge 15 bis 44 Zentimeter.

Borneo-Goldkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Vorkommen: Borneo. Die sehr seltene Borneo-Goldkatze, auch Borneokatze, ist eine verzwergte Inselform, sie ist eng verwandt mit der Temminckkatze.

Es gibt zwei Farbvarianten, eine häufigere rötlich-braune und eine dunkelgrau, teils fast schwarz. Es weist kein Muster auf, bis auf einen schwarzen Streifen auf der Wange. Die Bauchseite ist heller, ebenso die Unterseite des Schwanzes.[19] Borneo-Goldkatzen erreichen eine Kopfrumpflänge von 53 bis 70 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 32 bis 39 Zentimeter.

Fischkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Tüpfelkatze oder Hechtkatze.[19]

Vorkommen: Südlich des Himalaya von Nepal bis Assam, Hinterindien, unter anderem Tanintharyi-Division, Thailand, Ceylon, Sumatra, Jawa Barat (Westjava) und Mitteljava.[19]

Das Haarkleid der Fischkatze ist struppig und ohne Glanz, erdgrau, am Rücken bräunlich, die Wamme ist etwas heller. Der Rumpf ist übersät mit schwarzen, verschieden großen Tupfen, hat dunklere Streifen über den Schultern und im Nacken, die an den Seiten und Beinen in längliche Flecken übergehen. Der verhältnismäßig kurze Schwanz hat mehrere Ringe. Die Kopfrumpflänge reicht von von 57 bis 78 Zentimeter, damit ist sie etwa doppelt so groß wie bei der Hauskatze. Der Kopf ist lang und schmal. Die Fischkatze hat weniger ausgeprägte Schwimmhäute als die Bengalkatze. Ihr Schwanz ist mit 20 bis 30 Zentimeter relativ kurz.

Gobikatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Graukatze.

Vorkommen: Nordwestchinesisches Grenzland.

Die Gobikatze hat langes dichtes Haar, der Schweif ist ebenfalls dicht behaart mit vier oder fünf schwarzen Ringen und einer schwarzen Schweifspitze. Die Fellfarbe ist braungelb, die Bauchunterseite ist heller. Unter den Ohren findet sich eine blass-rotbraune Fellstelle. Der Körper ist sehr kompakt, die Beine sind relativ kurz. Die Pfotenunterseiten sind stark behaart. Der Rumpf ist etwa 80 Zentimeter lang, der Schwanz 35 Zentimeter.

Manulfell
Manul[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Manulkatze, Pallaskatze.

Vorkommen: Von Transkaukasien und dem nördlichen Iran über Afghanistan, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Nord-Pakistan, Ladakh, Tibet und Xinjiang bis nach Südsibirien und in die Mongolei (häufig), die östlichen Grenzen der Besiedlung sind nicht bekannt.

Der Manul hat eine von allen Katzen abweichende Färbung und Zeichnung, er gleicht keiner anderen Art. Die Haarfarbe braun bis gräulich, teils rötlich, die Unterseite ist heller. Es werden eine rötliche und eine graue Farbphase unterschieden. Die Wamme und die Pfoten sind orangefarben. Es weist einige schwarze Querstreifen auf, die im dichten Haar nicht immer leicht zu sehen sind. Der geringelte Schweif ist auf der Oberseite schwarz, unterseits braun. Die Kopfrumpflänge beträgt 50 bis 65 Zentimeter, die Schwanzlänge 21 bis 31 Zentimeter.

Marmorkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Marmelkatze.

Vorkommen: Gebirgswälder Hinterindiens von Sikkim, Bhutan, Assam, Burma, Thailand, Malakka bis Sumatra und Borneo.

Das Haarkleid der Marmorkatze ähnelt dem Nebelparderfell. Es variiert von lebhaft ockerbraun bis graubraun, die Bauchseite von hell- bis dunkelgrau. Die Fellzeichnung weist ozelotähnliche Tupfen auf, deren Innenfläche wie beim Ozelot heller ist. Die Ohren haben einen weißen Fleck. Die Marmorkatze ist wenig größer als die Hauskatze, die Kopfrumpflänge beträgt etwa 45 bis 62 Zentimeter, hinzu kommt ein 36 bis 55 Zentimeter langer, buschiger Schwanz.

Rostkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Vorkommen: Südindien und Vorderindien, Ceylon.

Die Färbung der Rostkatze ist schmutziggrau bis bräunlich, sie hat ihren Namen nach den rostbraunen Fellflecken. Sie sieht der Bengalkatze sehr ähnlich, ihre Flecken sind aber weniger deutlich und machen einen verwascheneren Eindruck. Die Tupfen sind auf den Flanken in Längsreihen angeordnet, teils auch über den ganzen Körper verteilt. Die Kopfrumpflänge beträgt 35 bis 48 Zentimeter, die Schwanzlänge 15 bis 30 Zentimeter, damit gehört sie zu den kleinsten Wildkatzen.

Asiatische Goldkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Temminckkatze, Indische Goldkatze.

Vorkommen: Tibet, Nepal, Sikkim, Assam, Hinterindien, Malaiische Halbinsel, Südchina, Sumatra.

Das Haarkleid der Asiatischen Goldkatze ist lang und dicht, teils rötlich oder schiefergrau, im Allgemeinen ohne Tupfen, nur gelegentlich mit kleinen schwarzen Tupfen im stets dunkleren Rücken. In manchen Regionen haben Asiatische Goldkatzen mehr oder weniger gut sichtbare Flecken oder Streifen. Auf den Wangen befinden sich zwei schwarze Streifen, die bis über die Augen reichen, begrenzt von je einem weißen Streifen. Die Ohren sind hinten schwarz mit einem zentralen grauen Fleck. Die Asiatische Goldkatze ist mehr als doppelt so groß wie die Hauskatze, ihre Kopfrumpflänge beträgt 66 bis 105 Zentimeter, der Schwanz ist etwa 40 bis 57 Zentimeter lang.

Indische Steppenkatze
Asiatische Wildkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Steppenkatze, Wüstenkatze.

Das Fell der Asiatischen Wildkatze ist gelegentlich auch als Luchskatze im Handel.

Vorkommen: Transkaspien (Turkestan, bis zur Gobi), Ostpersien, Afghanistan, nördliches Indien (Pandschab, Rajasthan bis Naypur). Vereinzelt auch westlich der unteren Wolga (südlich des Raumes Astrachan). Die genauen Grenzen sind unbekannt. Die Verbreitungsgrenze zwischen Europäischer Wildkatze und Asiatischer Wildkatze bildet der Kaukasus.

Das Haar der Asiatischen Wildkatze ist graugelblich bis braun, die Wamme ist hellgrau oder weiß. Von der ähnlichen Afrikanischen Wildkatze unterscheidet sie sich durch das eher gepunktete als gestreifte Fellmuster. Die verschieden großen, runden schwarzen Tupfen sind über den ganzen Körper sind verteilt. Der sehr lange Schwanz hat eine schwarze Spitze; die Unterseiten der Pfoten sind schwarz. Das Haar der Steppenkatze ist kürzer als das der Waldwildkatze, variiert aber je nach individuellem Alter und Jahreszeit. Das Grannenhaar ist im Sommer 51 Millimeter lang, die Wollhaare sind mit einer Länge von 35 Millimeter etwa 20 Millimeter kürzer als das der Waldwildkatze. Ähnlich dem Luchs hat sie einen, allerdings kleinen, feinen Pinsel an den Ohrspitzen.

Wildkatzen, Afrika[Bearbeiten]

Die als Afrikanische Tigerkatzen bezeichneten Felle waren nur wenig im Handel, sie wurden meist in den Ländern selbst verbraucht.

Afrikanische Goldkatzen
Afrikanische Goldkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Vorkommen: Guinea, Sierra Leone, Madingoland (= Kenia, vom Atlantischen Ozean bis zum Tschadsee) , Liberia, Goldküste, Kamerun, Kongo bis zum Ituri-Regenwald. Genaueres über das Wohnareal der im afrikanischen Regenwald beheimateten Afrikanischen Goldkatze ist nicht bekannt.

Die Grundfärbung des Felles ist sehr unterschiedlich, von kastanienbraun, fuchsrot, rehbraun, graubraun, silbergrau, tief schiefergrau bis schwarz, am häufigsten sind rotgoldene und silbergraue. Die Musterung ist etwas dunkler und verschwommen. Die Innenseite der Beine, der Bauch, die Wangen und das Kinn sind weiß, die Kehle und die Unterseite leicht angefärbt. Auf der Körperober- und -unterseite befinden sich dunkelbraune bis schwarze Flecken, der Schwanz ist oft deutlich geringelt. Die Wangen haben zwei schwärzliche Streifen, das Gesicht trägt schwarze Flecken oberhalb der Augen. Nicht selten kommen schwarze Exemplare vor. Im Vergleich zum Serval und Karakal ist der Schwanz verhältnismäßig lang, die Ohren kleiner und rund. Die Kopfrumpflänge beträgt 65 bis 90 Zentimeter, die Schwanzlänge 30 bis 45 Zentimeter, männliche Tiere sind größer als weibliche.

Das Haar ist entweder kurz, anliegend und fast rau oder ziemlich lang, lose und weich. Die Unterwolle ist dicht und fein, meist wird sie vom Oberhaar völlig abgedeckt. Die Basis der Grannen und der Unterwolle sind hell bis weiß, nur die Spitzen sind dunkel. Die Grannenhaare haben eine Länge von 16 bis 23 Millimeter, die Unterwolle von 10 bis 16 Millimeter.

Serval[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Afrikanische Buschkatze, Servalkatze, mitunter Abessinische Bergkatze. Fälschlicherweise wurden als Serval und Servalkatze auch die Felle der asiatischen Zibetkatze, der Ginsterkatze und der Fischkatze gehandelt. Auch kamen sie zu Unrecht als afrikanische Tigerkatze in den Handel. Die Serval-Ginsterkatze ist eine eigene Art aus der Familie der Schleichkatzen, die Felle sind hier mit abgebildet, sie werden hier jedoch nicht beschrieben.

Vorkommen: Steppengebiete in Westafrika, Südafrika und Ostafrika sowie in Algerien.

Die Grundfärbung des Servals ist sehr variabel. Felle aus trockenen Steppengebieten haben eine hellere Färbung mit großen Flecken, aus feuchteren Waldarealen eine dunkle Grundfarbe mit kleinen, punktförmigen Flecken, die stellenweise sogar stark reduziert sind (beispielsweise die Unterart liposticta). Auf dem Rücken laufen die braunen bis schwarzbraunen Flecken zu einem breiten Streifen zusammen. Es treten auch Schwärzlinge auf. Der Körper ist schlank. Die Kopfrumpflänge beträgt 70 bis 100 Zentimeter, die Schwanzlänge 35 bis 40 Zentimeter. Die Beine sind sehr lang, innerhalb der Katzenfamilie hat keine andere Art längere Beine. Der Kopf ist klein, die Ohren sind groß und rund.

Das Servalfell ist etwas rau und trocken. Es gilt als weniger wertvoll. Die Anzahl der überregional gehandelten Felle war gering, auch deshalb, weil sie in Ostafrika ein Attribut der Häuptlingswürde bilden.

Schwarzfußkatze
Schwarzfußkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Karrookatze.

Vorkommen: Nur aus der Kalahari, Betschuanaland und Karoo bekannt geworden.

Die kontrastreiche Färbung der Schwarzfußkatze variiert zwischen sandfarben, dunkelockergelb bis braunrot, im Winter blasser und grauer. Der Bauch ist hellgrau bis weiß. Die Zeichnung besteht aus blassen, braunen bis tiefschwarzen Flecken, die zu Längsreihen angeordnet sind. Der Name Schwarzfußkatze ist etwas irreführend, denn lediglich die Fußsohlen mit Haarpolster sind auf ganzer Länge schwarz. Der Schwanz ist dünn, spitz zulaufend mit Querringen und schwarzer Spitze. Die Schwarzfußkatze ist eine der kleinsten wildlebenden Katzenarten weltweit. Männliche Tiere werden von Kopf bis Rumpf etwa 37 bis 50 Zentimeter groß mit einem 15 bis 20 Zentimeter langen Schwanz; weibliche sind kleiner, ihre Kopfrumpflänge beträgt 34 bis 37 Zentimeter, der Schwanz 15 bis 20 Zentimeter.

Für die Pelzwirtschaft ist das Fell des sehr seltenen Tieres nicht nutzbar.

Wildkatzen, Mittel- und Südamerika[Bearbeiten]

Von allen Katzenarten am meisten gefragt waren südamerikanische Felle, vor allem die mit ozelotähnlicher Zeichnung. Wobei zwischen einer braunen Sorte mit mittlellangem Haar und einer blauen, flacheren, besonders gut gezeichneten Sorte unterschieden wurde.

Am Fellmarkt in Buenos Aires wurden in Bezug auf den argentinischen Fellmarkt folgende Herkommen differenziert:

a) Patagonien: sehr groß, die beste Sorte
b) Buenos Aires: gut in der Qualität
c) Provinz Mendoza: kleine Sorte
San Luis, San Juan, Cordoba, nördliche Territorien.
Chilenische Waldkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Kodkod oder Nachtkatze.

Vorkommen: Wälder Zentral- und Südchiles und der angrenzende Teil Argentiniens. Auch auf den Inseln vor der chilenischen Küste, beispielsweise Chiloé.

Die Färbung der Chilenischen Waldkatze ist grau bis beigefarben, mit kleinen schwarzen Punkten und Flecken. Die Rückseite der Ohren ist schwarz mit einem auffälligen weißen Fleck. Reine Schwärzlinge kommen bei dieser Art häufiger vor, in Chiloé und auf den Islas Guaitecas sind Schwärzlinge die Hauptform. Im Vergleich zur nahe verwandten Kleinfleckkatze hat sie ein deutlich schmaleres Gesicht. Die Chilenische Waldkatze ist - neben der afrikanischen Schwarzfußkatze - eine der kleinsten aller wildlebenden Katzenarten, sie hat eine Kopfrumpflänge von 40 bis 50 Zentimeter. Der Schwanz ist eher buschig und etwa 20 bis 25 Zentimeter lang.

Bergkatze, Andenkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Bergkatze.

Vorkommen: In den hohen Anden vom Süden Perus über den Südwesten Boliviens, im Nordosten Chiles und im Norden Argentiniens.

Das Fell der Bergkatze ist dicht und langhaarig, die Farbe silbergrau, auf dem Rücken aschgrau. Die Zeichnung zeigt unregelmäßig verteilte ockerbraune bis orangegelbe Flecken. Der Schweif ist sehr lang mit breiten Ringen. Die Andenkatze ist etwa so groß wie eine große Hauskatze, mit einer Kopfrumpflänge von 70 bis 75 Zentimeter und einer Schwanzlänge von etwa 43 Zentimeter. Sie ähnelt stark der in derselben Region lebenden Pampaskatze.

Kleinfleckkatzen, links Chaco, rechts Mendoza
Kleinfleckkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Buschkatze, Geoffroykatze (Geoffreykatze), Salzkatze, Chacokatze, Mendozakatze.

Vorkommen: In Südamerika im Nördlichen Chaco (Bolivien, Paraguay), Argentinien bis Feuerland.

Die Kopfrumpflänge der Kleinfleckkatze oder Salzkatze beträgt 45 bis 70 Zentimeter, die Schwanzlänge 26 bis 35 Zentimeter. Felle aus den südlichen, kälteren Gebieten sind größer als die aus dem Norden des Verbreitungsgebiets. Das Haarkleid ist unterschiedlich, ähnlich dem Ozelot und der Ozelotkatze: sehr lang und fein; silbergrau, übersät mit kleinen, unregelmäßig verteilten schwarzen Flecken und länglichen Streifen am Hals. Bei den nördlicheren Unterarten findet sich häufig eine Rosettenbildung im Schulterbereich. Auf dem Kopf verschmelzen schwarze Fleckenreihen zu Streifen. Der Grundton bei den nördlichen Formen ist ockerfarben, nach Süden wandelt er sich über grau zu silbergrau bei den Kleinfleckkatzen Patagoniens. Der Schwanz ist quergebändert. Es kommen Schwärzlinge vor. In der Größe entspricht die Kleinfleckkatze einer großen, männlichen Hauskatze. Die Kopfrumpflänge beträgt 60 Zentimeter, hinzu kommen 30 Zentimeter Schwanz.

Peludo, links Kolumbien, rechts Brasilien
Langschwanzkatze, Peludo[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Baumozelot, kleiner Ozelot, Margay, Tigerkatze (fälschlich). Die Felle der Langschwanzkatze waren als Peludos, auch als Bergozelot im Handel.

Vorkommen: Mexiko bis Rio Grande do Sul (Brasilien) sowie nördliches Paraguay, vorwiegend jedoch in Brasilien. Die genauen Grenzen des Vorkommens sind nicht bekannt.

Die Felle ähneln sehr dem größeren Ozelot, auch dem der kleineren Ozelotkatze. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal ist der eine Nackenwirbel im Gegensatz zum Ozelot mit zwei Wirbeln. In der Regel ist das Haar weniger straff anliegend als beim Ozelot.

Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 46 bis 79 Zentimeter, der Schwanz wird zwischen 33 und 51 Zentimeter lang. Die dunklen Vollflecken der Jungen bekommen erst später die für Alttiere charakteristischen hellen Innenhöfe. Die Grundfärbung ist hell- bis sandockerfarben, sehr leuchtend, bei nördlichen Formen mehr grau. Die Fellmitte zeigt in Längsrichtung schwärzliche bis schwarze Ringflecken, die Unterseite mit schwarzen Flecken in Quermusterung. Die Bauchseite, Kinn und Kehle und die Innenseite der Beine sind weiß. Die langgestreckten Flecken an den Körperseiten können zu Längsbändern verschmelzen.>

Die Fellqualität ist ähnlich der des Ozelots.

Ozelot[Bearbeiten]
Hauptartikel: Ozelotfell

Die Pelzmode interessierte sich erst recht spät für das Ozelotfell, nicht nur unter den Kleinkatzenarten einer der attraktivsten Pelze. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts fand es noch kaum Beachtung. Erfüllte es anfangs bloß als Wagendecke seinen Zweck, hieß es 1934 bereits, dass es allein wie auch in Kombination wie etwa Biber, Nutria oder Fuchs und Waschbär wirkt und jetzt die Sehnsucht der Frau als schönstes Bekleidungsstück bildet. Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war Ozelot dann für Damenbekleidung derart gefragt, dass die Gefahr der Ausrottung bestand. Der Ozelot ist heute streng geschützt.

Tigerkatzen, links Typ Mato Grosso, rechts Ceara
Ozelotkatze, Tigerkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Cearakatze, Tigrillo, Oncilla.

Vorkommen: Wälder von Costa Rica bis Peru und Südostbrasilien.

Die Grundfarbe der Ozelot- oder Tigerkatze ist hell- bis sattockerfarben, sehr leuchtend. Die Oberseite ist längs gemustert, bestehend aus schwärzlichen oder schwarzen Ringflecken. Die Unterseite ist heller mit schwarzen Flecken in Quermusterung. Schwarze Exemplare kommen öfter vor. Sie ist etwas größer als eine Hauskatze, aber eine der kleinsten südamerikanischen Katzen, die Kopfrumpflänge beträgt 40 bis 50 Zentimeter, der Schwanz ist 30 bis 40 Zentimeter lang.

Von den Fellen der Langschwanzkatze und des Ozelots lassen sie sich leicht dadurch unterscheiden, dass sie keinen Wirbel im Genick aufweisen.

Pampaskatze, Colocolo[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Der neue Name der Pampaskatze ist Colocolo. Andere Namen sind Strohkatze, Bergkatze, Bergozelot, Pajonalkatze.

Vorkommen: Peru, Bolivien, Chile, Argentinien (bis zur Magellanstraße). Überall im Rückgang begriffen.

Die Behaarung der Colocolo ist straff, ohne Glanz. Auf dem Rückgrat sind die Haare länger und bilden eine Mähne. Die Grundfärbung ist hellgrau (silbergrau), sie wechselt je nach Verbreitungsgebiet bis zu hellgelblich-weiß, teils dunkelbraun, graubraun oder graugelb. Der Schweif ist dick und buschig behaart mit rotbraunen Ringen. Teils weist das Fell eine über den ganzen Körper verteilte Tüpfelung auf, teils nur auf den Seiten oder der Unterseite. Die Pampaskatze hat eine Kopfrumpflänge von etwa 70 Zentimeter und eine Schwanzlänge von etwa 30 Zentimeter.

Jaguarundi[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Vorkommen: Texas bis Paraguay und Nordargentinien.

Das Fell des Jaguarundi bzw. der Wieselkatze ist kurzhaarig; die Färbung dunkelrot, dunkel- und graubraun (Jaguarundi) und fuchsrot (Eyra). Die mexikanische Art hat eine etwas hellere Farbe. Die Fleckenzeichnung anderer Katzen befindet sich beim Jaguarundi in jedem Haar, das in Ringzonen von wechselnden Farben aufgeteilt ist (gebändert). Die Jungtiere weisen bei der Geburt Flecken auf, die sich im Laufe der Zeit verlieren. Beide Farbphasen finden sich nebeneinander im gleichen Wurf. Das Tier ist schlank, die Kopfrumpflänge beträgt etwa 50 bis 60 Zentimeter, der Schwanz ist etwa 50 Zentimeter lang.

Es kamen nur wenige Felle in den Handel.

Wildkatzen, über mehrere Kontinente verbreitet[Bearbeiten]

Falbkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Afrikanische Wildkatze, Stiefelluchs.

Vorkommen: In Europa auf Sardinien, Sizilien, Kreta und auf den Balearen. In Afrika in Algerien bis zum Kap, außer in Vollwüsten und Regenwäldern.

Entsprechend dem großen Verbreitungsgebiet variiert die Grundfärbung sehr stark. Die der „Falb“katze namengebenden Farbtöne reichen von blass hellcreme- bis hellsandgelb. Die Bauchseite ist heller. Die Fleckung ist wie bei der Asiatischen Wildkatze, teils weist sie auch ein Streifenmuster auf, jedoch sehr verblasst, so dass bei den Fellen die Musterung manchmal nicht zu sehen ist. Die Rückenmittellinie ist deutlich dunkler. Die Länge von Kopf bis Schwanzansatz beträgt etwa 50 cm, die Schwanzlänge 25 cm. Im Unterschied zur Europäischen Wildkatze ist das Streifenmuster weniger deutlich.

Rohrkatzen, rechts mit Leopardendruck
Rohrkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Sumpfluchs, Sumpfkatze, Dschungelkatze, Chaus. War teils als „Samacha“ im Fellhandel.

Vorkommen: In Afrika am unteren Nil. In Asien in Vorderasien, Transkaukasien, Turkmenien bis Vorderindien, Burma, Siam, Ceylon.

Nach HALTENORTH unterscheidet sich die Rohrkatze äußerlich von den Wildkatzen im engeren Sinn durch bedeutendere Körpergröße, höhere Beine, einen relativ kürzeren Schwanz und etwa vier bis acht schwarze, an der Unterseite offene Ringe am Schwanz und eine schwarze Schwanzspitze. Das Haar der Rohr- bzw. Dschungelkatze ist gelblichbraun, teils gräulich. Außer auf den Beinen und den Ringen auf dem Schweif hat sie keine Fleckungen. Das hellbraune Kinderfell ähnelt eher den Wildkatzen, es ist mit schwarzen Streifen und Flecken kontrastreich gezeichnet, bis es dann soweit verblasst, dass die Zeichnung beim Alttier nur noch an den Extremitäten gut sichtbar ist. In Indien und Pakistan gibt es teils auch ganz schwarze Tiere. Am Ende der Ohren befinden sich schwarze Haarbüschel, die an einen Luchs erinnern, daher rührt die Bezeichnung Sumpfluchs. Die Körpergröße von Rohrkatzen im Westen und Osten ihres Verbreitungsgebietes variiert beachtlich.

Das Oberhaar ist lang, relativ hart und nicht sehr dicht. Die Unterwolle ist weich und dicht. Auf einem Quadratzentimeter Rückenfläche stehen im Winterfell etwa 4000 Haare, am Bauch nur 1700 Haare. Auf ein Grannenhaar kommen am Rücken 12, am Bauch 4 bis 5 Wollhaare. Das Grannenhaar am Rücken wird bis zu 60 Millimeter lang, am Bauch 50 Millimeter, die Wollhaare 30 beziehungsweise 20 Millimeter. Der Haarwechsel erfolgt zweimal im Jahr, in Transkaukasien zum Beispiel von Februar bis Mitte April und September bis Anfang November.

Sandkatze
Sandkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Saharakatze, Wüstenkatze.

Vorkommen: In Afrika in der Sahara. In Asien in der Arabischen Wüste.

Die Sandkatze hat entsprechend ihrem Namen sandgelbes Haar, mit grauem Schleier. Die gelb- bis graubraune Zeichnung ist sehr schwach ausgeprägt, fast verschwimmend, etwas kräftiger an Kopf, Beinen und Oberschenkeln. Kehle und Brust sind weiß. Die Unterseite des zwei- oder dreimal dunkelbraun bis schwarz beringten Schweifes ist heller, die Schweifspitze schwarz. Ein rötlich-orangefarbener Streifen verläuft von den Augen über die Wangen. Die Vorderbeine sind am Ansatz schwach dunkelbraun bis schwarz gebändert, die Pfoten sind mit dichten, drahtigen und verfilzten schwarzen Haarbüscheln besetzt. Das Körperhaar ist mittellang. Mit einer Kopfrumpflänge von 45 bis 55 Zentimeter ist die Sandkatze deutlich kleiner als die Falbkatze oder die Hauskatze. Die Schwanzlänge beträgt 30 bis 35 Zentimeter.

Wildkatze[Bearbeiten]
Hauptartikel: Wildkatzenfell

Auch Waldwildkatze. Das Fell der russischen Waldkatze war als Holzkatze im Handel.

Vorkommen:

In Europa: Atlantik bis Kaukasus, Schottland, Korsika, Deutschland, Russland.
In Asien: Im Übergang von Russland in Zentralasien bis Wüste Gobi, Iran, Afghanistan, Belutschistan, Westpakistan, Nordwest- bis Zentralindien, hier Übergang zur Steppenwildkatze.

Waldwildkatzen und Steppenwildkatzen lassen sich anhand der Färbung unterscheiden. Waldwildkatzen sind grau mit schwarzbrauner bis schwarzer Musterung. Die Bauchseite ist gelblich bis hellocker mit Flecken, die sich mitunter zu Querstreifen vereinigen. Charakteristisch für alle Formen der Wildkatze sind Streifenmuster auf der Kopfoberseite und die Querringelung des Schwanzes sowie eine hellere Körperunterseite. Auf dem Rücken befindet sich ein schmaler deutlicher Aalstrich. Vom Rücken und den Flanken gehen schwache dunkle Längsstreifen aus. Die abgerundete Spitze des Schweifes ist schwarz.

Das Kennzeichen der Steppenwildkatzen ist, dass sie statt der tigerähnlichen Zeichnung der Waldwildkatze unregelmäßig über den Körper verteilte dunkle Flecken aufweist. Die Grundfärbung der Waldwildkatzen ist an der Körperoberseite weißgrau, creme, sandfarben bis strohgelb, gelbrot oder graubraun. Die Unterseite ist heller mit Flecken in Querreihen. Entsprechend dem großen Verbreitungsgebiet variieren beide Unterarten erheblich. Teils ist die Musterung verschwommen, teils ist die Streifenbildung markanter. Schwarzfärbungen sind aus verschiedenen Gegenden des Verbreitungsgebiets bekannt.

Luchs[Bearbeiten]

Hauptartikel: Luchsfell

Luchsfelle werden meist nicht unter dem Artnamen gehandelt, sondern nur als Luchse, je nach Herkunft kanadische, nordamerikanische, russische oder mongolische Luchse sowie Bobcats (Rotluchse). Die wirtschaftliche Bedeutung der Felle für den Pelzhandel ist je nach Herkommen und damit Aussehen sehr unterschiedlich, die Felle der als am schönsten empfundenen Luchsarten rechnen seit jeher zu den wertvollsten Pelzarten. Die Flecken- und Streifenzeichnung variiert auch innerhalb der Populationen stark. Luchse gehören zu den wenigen Pelzen, bei denen das Bauchfell als wertvoller erachtet wird als das des Rückens. Kennzeichnend für das weichhaarige Luchsfell sind außerdem die langen Beine mit beeindruckend großen Pranken, der Stummelschwanz und die auffälligen, bis zu vier Zentimeter langen Haarpinsel über den großen Ohren sowie der, besonders bei den amerikanischen Arten, ausgeprägte Backenbart. Die Vorderbeine sind länger als die Hinterbeine, je nach Art unterschiedlich viel.

Die meisten Luchsarten unterliegen den Handelsbeschränkungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens Absatz II.

Polarluchs[Bearbeiten]
Hauptartikel: Luchsfell

Das Fell des Gemeinen Luchses ist etwa 1,00 bis 1,30 m lang, der Schwanz etwa 15 bis 24 cm. Die Färbung variiert entsprechend dem großen unterschiedlichen Vorkommen, die Grundfarbe ist meist ein weißlich durchsetztes rötlich grau. Die rot- und graubraune Tüpfelzeichnung wechselt stark. Die Fellseiten, die Innenseite der Beine und der Vorderhals sind weiß. Vom Schwanz ist fast die hintere Hälfte schwarz, nach der Wurzel zu mit schwarzen Binden. Die Grannenhaare sind häufiger weißgrau oder ganz dunkel, schwarz gespitzt. Die Sommerfelle sind rötlicher, die Winterfelle grauweißlicher. Neben stark gefleckten kommen auch an Rücken und Seiten fast ungemusterte Luchse vor.

Kanadische Luchskatzenfelle
Bobcat, Luchskatze oder Rotluchs[Bearbeiten]
Hauptartikel: Luchsfell

Die Größe des Rotluchses nimmt nach Süden zu erheblich ab, der in den Vereinigten Staaten (südlichstes Kanada bis gelegentlich Mexiko) lebende Rotluchs ist kleiner als der Nordluchs Kanadas. Das Fell ist 65 bis 95 Zentimeter lang, der Schwanz 13 bis 19 Zentimeter, männliche Tiere sind größer als weibliche. Die größten Felle sind so groß wie ein kleiner Luchs, das kleinste kaum größer als ein Wildkatzenfell. Die Fellbezeichnung im Handel ist meist Luchskatze oder Bobcat, auch wenn es Luchs„katzen“ im zoologischen System nicht gibt.

Pardelluchsfell
Pardelluchs[Bearbeiten]
Hauptartikel: Luchsfell

Der auf der Pyrenäen-Halbinsel bis nach Kleinasien, etwa bis zum Kaukasus, lebende Pardelluchs ist in fast allen Ländern geschützt. 1973 und 1974 wurde die Jagd auf Pardelluchse in Spanien und Portugal untersagt, inzwischen scheint sich die Art wieder leicht zu erholen. Der Fellanfall wurde 1988 als außerordentlich gering bezeichnet. 1925 hieß es: „In Spanien wird das Fell der erlegten Luchse, der ‚Lobo verval‘, meist lokal verbraucht, besonders von Stierfechtern, und Kutschern, Pferdeknechten, zur Verzierung der Kleider“; an anderer Stelle wurden auch die Zigeuner bei gleicher Verwendung erwähnt.

Karakalfell
Wüstenluchs oder Caracal (Karakal)[Bearbeiten]
Hauptartikel: Luchsfell

Der türkische Name Caracal, deutsch Schwarzohr, bezeichnet ein auffälliges Merkmal des auch als Wüstenluchs bezeichneten, wahrscheinlich eher mit der Goldkatze als mit den Luchsen verwandten Tieres. Als Steppenbewohner lebt er in weiten Gebieten Afrikas und großen Teilen Asiens. Das Fell ist etwa 65 bis 80 cm lang, die Schwanzlänge beträgt 25 cm, die Extremitäten sind länger als bei Luchsen. Die Rückenfarbe ist zimtrot bis blassgelb, die Unterseite rötlich weiß. Die Oberlippe kennzeichnet ein schwarzer Fleck sowie ein vom Nasenrand bis zum Auge reichender Backenstreifen; die Ohren und die Ohrbüschel sind schwarz; es sind auch ganz schwarze Exemplare bekannt. Das Jugendkleid ist erst gefleckt, später ohne Flecken.

Schleichkatzen[Bearbeiten]

Felle aus der Familie der Schleichkatzen sind kaum im Handel, teils wurden sie oder werden sie vielleicht noch örtlich genutzt, teils fanden sie sich in den Sortimenten anderer Fellarten.[19]

Links Afrika-Zivethkatze, rechts Indien-Zibetkatze
Zibetkatze[Bearbeiten]
 Commons: Zibetkatzenfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Die Zibetkatze wird im Pelzhandel fälschlicherweise auch als Serval oder Servalkatze bezeichnet. Von den zu den Schleichkatzen gehörenden weiteren Arten kommen nur noch die Felle der Ginsterkatzen für Pelzzwecke in den Handel. Gewerbliche Nutzung findet auch das Zibet aus den Drüsen der Katze als Grundstoff bei der Parfümherstellung.

Haltbarkeitskoeffizient: 60 bis 70 %[13][Anmerkung 1]

Für 1988 wird der Anfall als gering bezeichnet, durchschnittlich einige 10.000 Felle im Jahr.

Zur Verwendung heißt es: „meist zu Decken und Vorlegern verarbeitet, mitunter auch zu Kolliers. Teils auch zu Tafeln und Bodies, vor allem auch China, von dort gerupft.“[19] Es werden wohl keine Zibetkatzen mehr auf dem westeuropäischen Markt angeboten.

Ginsterkatze oder Genette[Bearbeiten]
 Commons: Genet fur-skins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Ginsterkatzen Liberias, 1907 (von links nach rechts):
   1 und 2: Liberia-Genette
   3: Westafrikanischer Linsang
   4: Königsgenette

Die Felle der unter anderem im Mittelmeerraum, im südwestlichen Asien und Teilen Afrikas vorkommenden Ginsterkatze waren als Genetten (Genotten) im Rauchwarenhandel (Genottekatze s. o. unter Hauskatze).

Im Jahr 732 erbeutete man bei dem Sieg von Karl Martell über die Sarazenen bei Tours eine Menge dieser mit diesem Fell gefütterter Kleider.[45] 1988 heißt es: „Fellanfall unbedeutend. Anlieferungen noch geringer als bei der Zibetkatze, genaue Zahlen waren nicht erhältlich.“[19]

Haltbarkeitskoeffizient: 20 bis 30 %[13][Anmerkung 1]

Verwendung in der Regel zu Konfektion.

Die Kleinfleck-Ginsterkatze ist als europäische Art nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt.

Palmenroller[Bearbeiten]

Felle des Palmenrollers kamen neu vor 1988 aus China unter dem Namen Hsiang Yao in den Handel.[19]

Palm Civet[Bearbeiten]

Felle des Palm Civet wurden neu vor 1988 aus China unter dem Namen Chin(g) Yao angeboten.[19]

Hyäne[Bearbeiten]

Die Felle der heute streng geschützten Hyänenarten, der Tüpfel- oder Fleckenhyäne und der Schabrackenhyäne (beide Afrika) wurden nur wenig genutzt, ebenso der Streifenhyäne (Vorder- und Mittelasien, Indien, Arabien und Nordafrika bis Kenia). Das Haarkleid ist straff und grob, farblich wenig ansprechend, teils in der Länge ungleichmäßig.[19]

301 n. Chr. erließ Diokletian das Höchstpreisedikt, dessen Überschreitung mit der Todesstrafe geahndet werden sollte. Es führt auch die Preise für Hyänenfelle auf. Rohe Felle durften bis zu XL Denare, zugerichtete bis LX Denare kosten (siehe Marderfell, Zahlen und Fakten).[46]

1930 wird erwähnt, dass nordafrikanische Musikanten, die eine eigene Kaste bildeten, sie in fast rohem Zustand am Haupte befestigen, um so ein abenteuerliches Aussehen zu erlangen.[47]

Großkatzen[Bearbeiten]
Präpariertes Tigerfell (um 1900)

Seit Inkrafttreten des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens werden Großkatzen nicht mehr für Pelzzwecke gehandelt, sie kommen noch als Jagdtrophäen aus freigegebenen Abschüssen zum persönlichen Gebrauch nach Europa.

Haltbarkeitskoeffizient für Tiger, Löwe, Jaguar, Leopard, Schneeleopard, Puma, Nebelparder und Gepard: 50 bis 60 %[13][Anmerkung 1]
Schneeleopard oder Irbis[Bearbeiten]
Schneeleopardfell
 Commons: Irbisfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Das Fell des Männchens dieser zentralasiatischen Großkatze hat eine Kopfrumpflänge von 110 bis 120 cm, eine Schwanzlänge von 90 bis 122 cm. Entsprechend dem kalten Klima ist das Fell sehr dicht, weich und langhaarig.

Die Färbung des Schneeleoparden ist zartgelblich oder rötlich grauweiß, auf dem Rücken dunkler, an den Seiten heller.

Schwarze Vollflecken verändern sich zu den Seiten bis zu den Schenkeln in schwarzgraue bis schwarze Ringflecken, die längs des Rückens vom Kopf bis zum Schwanz dichter stehen und reihenweise angeordnet sind. Die Zeichnung besteht aus einer über den Körper verteilten schwarzen Fleckung (Musterung) wechselnder Formen und Größen, unter anderem Tupfen, Bänder (Streifen); ringähnliche, halbringähnlichen Formen, Rosetten; Winkelungen. Besonders markant ist die Fleckung in einem Streifen, der sich in der Fellmitte vom Kopf über den Nacken und Rücken erstreckt und sich im Schwanz fortsetzt. Die Kehle, der Bauch und die Innenseite der Beine sind heller bis weiß. Der Schweif ist wollig und sehr dicht behaart und hat in regelmäßiger Musterung schwarze Querbinden in Form eines halben Ringes. Die Flecken variieren stark in Größe, Form und Anordnung. In den schwarzen Flecken sind die Grannenhaare völlig schwarz, sonst schwarz mit heller Binde.

Leutnant Gunji Shigetada mit Kragen aus Schneelopardfell (Japan, vor 1924)

Beim Sommerfell tritt auch die Fellzeichnung infolge des dann fehlenden Unterhaars deutlicher hervor, das Fell erscheint wesentlich dunkler. Im Sommer und bei Jungtieren können die Fleckenränder fast völlig schwarz sein, im dichten Winterfell erscheinen sie immer grauschwarz. Gegenüber dem Leopard wirkt die Fleckung, bedingt durch die dichtere und rauchere Behaarung verschwommener. Insgesamt sind Form, Größe und Verteilung der Fleckung nicht so gleichmäßig wie beim Leopard, teilweise stehen die Flecken weniger dicht zusammen.[48]

Auf der Grundlage der Fellfärbung dreier Einzelindividuen wurden bis zu drei Unterarten vorgeschlagen: Panthera uncia schneideri (Exemplar aus Sikkim), Panthera uncia uncoides (Fell aus Nepal) und Panthera uncia uncia (Fell unbekannter Herkunft). Diese Einteilung fand jedoch keine allgemeine Akzeptanz.

Häufig wurde das Fell des Schneeleoparden mit dem hellen Nordpersischen Leoparden, vor allem aber mit dem langhaarigen, großgefleckten Amurleoparden verwechselt.

1959 klassifizierte der russische Rauchwarenstandard nach

a) Größen a) über 4500 cm² b) bis 4500 cm²
b) Qualitäten: I, II, II, IV
c) Fehler: kleine, mittlere, große[48]

Der frühere russische Standard teilte die Felle nach der Herkunft in kaukasische und mittelasiatische Herkommen auf, obwohl der Schneeleopard im Kaukasus nicht beheimatet ist. Da es schwierig war, bei dem geringen Anfall passende Sortimente zusammen zu stellen, hat man die Aufteilung nach Provenienzen zum Schluss aufgegeben. Wahrscheinlich kamen in den Anlieferungen von Schneeleoparden auch ähnlich beschaffene, im russischen Raum angefallene Leopardfelle zum Angebot.[48]

Um 1959 schätzten russische Experten den jährlichen Anfall der Felle auf etwa 1000 Stück.[48]

Ursprünglich wurden die Felle nur zu Decken, Vorlegern und Wandbehängen verwendet, Anfang der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts arbeitete man auch sportliche Damenmäntel daraus. Bereits 1970 waren die Anlieferungen so gering, dass die meisten Kürschner diese Felle kaum noch in den Händen gehalten haben.[42] 1988 heißt es: „Fellanfall unbedeutend, genaue Zahlen sind nicht bekannt.“[19]

Nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen vom 3. März 1973 zählt der Schneeleopard zu den von der völligen Ausrottung bedrohten Tierarten und wird deshalb im Anhang I geführt.

Nebelparder oder Schildkrötleopard[Bearbeiten]
Taiwaner mit Schildkrötleopard, um 1900
 Commons: Nebelparderfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Nebelparderfellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Der Nebelparder, dessen Fell auch als Schildkrötleopard gehandelt wurde, ist eine seltene Großkatze aus dem südöstlichen Asien. Das Fell ist etwa 75 bis 105 cm lang mit einem beachtlichen Schweif von 70 bis 90 cm. Es ist aschfarbig grau in gelblich-bräunlicher, teils rötlicher Schattierung. Über den Nacken ziehen sich sechs Längslinien, die beiden äußeren sehr breit, die inneren sehr schmal. Charakteristisch sind die großen schildpattartigen schwarzgeränderten Flecken mit den verdunkelten „Höfen“, die dem Fell den Namen gaben. Die Fellzeichnung gleicht der ebenfalls in Südostasien beheimateten, wesentlich kleineren Marmorkatze.

Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen steht der Nebelparder in Liste 1 (absolutes Handelsverbot). Bereits vor Inkrafttreten des Abkommens waren Mäntel oder Jacken aus Nebelparder sehr selten, 1971 empfahl die International Fur Trade Federation auf die Verarbeitung ganz zu verzichten.

Leopard[Bearbeiten]
Hauptartikel: Leopardenfell

Der Leopard und das Leopardenfell haben in ihren Herkunftsländern bereits im frühesten Altertum eine große Rolle gespielt, siehe dazu den Artikel → Pantherfell. Als Kleidungsstück der Neuzeit war der Leopardenpelz um die Mitte des 20. Jahrhunderts, zusammen mit Fellen anderer auffällig gemusterter Katzenarten, besonders gefragt.

Beim Leopard oder Panther, früher auch Pardellöwe genannt, handelt es sich um dasselbe Tier, üblich ist die zweite Bezeichnung vor allem für den Schwarzen Panther, einen totalen Schwärzling (Melanismus).

Jaguar[Bearbeiten]
 Commons: Jaguarfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Jaguarfellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Der Jaguar ist mit einer Körperlänge von 1,12 bis 1,80 m die größte Raubkatze Südamerikas. Die kleinsten Felle kamen aus Honduras, die größten aus dem brasilianischen Mato Grosso.

Der Jaguar ist zwar noch nicht vom Aussterben bedroht, aber trotzdem einer ständig wachsenden Gefährdung ausgesetzt, so dass ein Rückgang der Bestände festzustellen ist. Seit dem 3. März 1973 steht er auf der Liste des Washingtoner Artenschutzübereinkommens in Anhang I.

Er ist größer und gedrungener als der Leopard, hat jedoch einen wesentlich kürzeren Schwanz. Die Ringflecke sind größer als beim Leoparden. Die Rosetten haben in der Mitte, im Gegensatz zum Leoparden, einen oder zwei schwarze Punkte (Füllflecken). Die Grundfarbe ist oft rötlicher.

Trotzdem unterschieden sich die Jaguarfelle teilweise kaum von denen der Leoparden. Da es von beiden Arten schwierig war, ausreichende Mantelsortimente zu erhalten, wurden sie manchmal zusammensortiert und gemeinsam als Leopardenfelle angeboten.

Der Anfall an Jaguarfellen war gering, die Felle waren durch Bissstellen zudem oft stark beschädigt. Der Rohfellanfall betrug 1968 = 13.560 Felle, 1969 = 9831 Felle. Spätere Angaben lagen 1988 nicht vor, doch schätzte man die Anlieferungen als „bedeutend zurückgegangen“ ein.[19]

Tiger[Bearbeiten]
Sumatra-Tigerfell
 Commons: Tigerfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Tigerfellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Der Tiger, in Teilen Asiens vorkommend, ist die größte aller lebenden Katzen. Er gehört ebenfalls zu den geschützten Arten.

Der allergrößte Vertreter der Gattung ist der Sibirische Tiger oder Armurtiger mit einer Felllänge von 1,40 bis 2,80 m, hinzu kommt der Schwanz mit 60 bis 95 cm. Das dichte Fell ist langhaarig, hellgelblich, das Winterfell fast ohne rote Tönung. Die Wamme ist weiß bis hoch in die Flanken.
Das Fell des Chinesischen Tigers ist kleiner, rötlich ocker, fast rostbraun.
Das Indochinesische Tigerfell ist heller als das des Chinesischen Tigers, aber dunkler als der Indische und hat zahlreiche, eng stehenden Streifen.
Der Indische Tiger, oft auch Bengal- oder Königstiger, ist zwar kleiner als der Sibirische aber besonders eindrucksvoll gezeichnet. Die stärkeren Streifen liegen enger beieinander als beim Chinesischen Tiger.
Das Sumatra-Tigerfell ist kleiner als das Indische, meist jedoch dichter gestreift.
Der Kaspische Tiger gilt als ausgestorben. Das Fell glich in der Färbung dem Königstiger. Die Streifen sind schmaler, an den Seiten bräunlich.

Die Felle dienen ausschließlich als Trophäen und werden zu Teppichen und Wandbehängen verarbeitet. Vor Inschutzstellung wurden vereinzelt auch Tigermäntel angefertigt.[19]

Gepard[Bearbeiten]
Gepardfell
 Commons: Gepardfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anfangs wurden Gepardfelle nur zu Decken, Vorlegern und Trophäen verarbeitet, später auch zu Pelzbekleidung. 1971 empfahl die International Fur Trade Federation ihren Mitgliedern auf den Handel zu verzichten, am 3. März 1973 wurde der Gepard in Anhang I der Washingtoner Artenschutzübereinkommens aufgenommen. Es dürfen nur einzelne Jagdtrophäen aus Namibia eingeführt werden, der Handel ist verboten.[19]

Löwe[Bearbeiten]
Der junge Haile Selassie, letzter Kaiser von Äthiopien, als Krieger mit Löwenmähnenpelz geschmückt (vor 1930)
 Commons: Löwenfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Löwenfellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Puma[Bearbeiten]
 Commons: Pumafelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

1988 wurde der Anfall von Pumafellen mit jährlich 200 bis 300 angegeben. Sie wurden meist als Vorleger oder für Decken verwendet, in geringem Umfang auch für Bekleidung (1915).[49] Bei einem früher größeren Anfall wurden die Fell geschoren und auf Leopard gefärbt. Inzwischen wurden mehrere Unterarten des Puma in Anhang I der Washingtoner Artenschutzübereinkommens aufgenommen, die übrigen Unterarten in Anhang II (Erstlistung 24. April 1977).[19]

Robben (Seehund, Blueback, Whitecoat, Lakoda, Sealskin)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Robbenfell

Die Rauchwarenbranche unterscheidet beim Robbenfell zwischen dem Sealfell, dem Sealskin von der Pelzrobbe (veraltet: Biber-Seehund), dem Seebären mit der feinen weichen Unterwolle und dem (Haar-)Seehund (veraltet: Kofferseehund) mit nur Granne ohne besonderem Unterhaar.

Diese werden dann wieder unter geographischen Begriffen unterschieden, wie Neufundländer, Isländer oder sind bzw. waren unter entwicklungsbedingten Namen wie Beater, Puller, Whitecoat oder Blueback im Handel.

Von der Pelzwirtschaft kaum genutzt wurden schon immer die Felle der Mönchsrobbe (geschützt), der Ross-Robbe, des Krabbenfressers, der Wedell-Robbe, des See-Leoparden, des Südlichen und Nördlichen See-Elefanten. Auch die Walrosse werden fellwirtschaftlich nicht verwendet, lediglich die Inuit jagen sie zum Lebensunterhalt.

Wiederkäuer[Bearbeiten]

Bison[Bearbeiten]

Indianerfrauen mit Büffelhäuten (ca. 1936)
Mandan-Häuptling Mató Tópe mit verziertem Büffelfellumhang (1833)

Die Felle des Bison werden in alten Darstellungen erkennbar hauptsächlich als nicht zugeschnittene Kleidungsstücke dargestellt. Beispielsweise in der südfranzösischen Drei-Brüder-Höhle sieht man eine Wandmalerei aus der Endzeit der letzten Eiszeit mit einem tanzenden Zauberer oder mit Fell getarntem Jäger, der ein Bisonfell mit Kopfteil trägt, dass als Maske und Mütze verwandt wurde.[50]

Büffelfell war im 18. und 19. Jahrhundert in Nordamerika als Material für Kutschen-, Bahn- und Schlittendecken sehr populär. Die Nachfrage war so groß, dass sie mit zur dramatischen Erschöpfung der vormals riesigen Bisonherden beitrug.[51]

Gazelle, Antilope, Gnu[Bearbeiten]

 Commons: Springbockfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Produkte aus Gnufellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Sessel mit Fell der Nyala-Antilope (2010)

Da das harte, steife und sehr kurze Röhrenhaar der Antilopenarten mangels Elastizität sehr leicht bricht hat das Fell für die Pelzverarbeitung nur eine untergeordnete Bedeutung.

Haltbarkeitskoeffizient: 5 bis 10 %[13][Anmerkung 1]

Die artenreiche Tierfamilie aus Afrika und dem südwestlichen Asien ist im Fellhandel fast ausnahmslos als Gazelle oder Antilope im Handel, beispielsweise auch die Felle des Springbocks.

Das Fell der Gazelle ist nicht ganz reh- bis damhirschgroß. Ein auffälliges Merkmal ist die beim lebenden Tier nur bei stärkerer Bewegung sichtbaren, von Hautfalten bedeckten 20 bis 25 cm langen schneeweißen Haare. Die lebhafte hübsche Färbung variiert ebenso wie Größe und Körperbau. Teils sind die Felle fast einfarbig, teils, bunt gestreift. Die Färbung ist lebhaft mit hübschen Zeichnungen, teils schwarz bis silbergrau gesprenkelt. Vorherrschende Farben sind dunkel- bis hellzimtbraun, rötlich grau bis gelblich grau, reh- oder perlhuhnähnlich. Die Fellseite sowie die Innenseite der Beine sind vielfach heller als der Körper: hellrötlich oder weiß bis weißgrau. Eine artenreiche Gattung der Antilopen bilden die Gazellen mit einer Felllänge von 0,85 bis 1,70 m und einer Schwanzlänge 15 bis 30 cm.[19][52]

Gnus erreichen eine Kopfrumpflänge von bis etwa 2 Metern. Die Fellfarbe ist je nach Art unterschiedlich (Streifengnu, Weißschwanzgnu und Unterarten). Aus den lang behaarten Schwänzen fertigte man Fliegenwedel.

Das Haarkleid des Streifengnus (Ost- und Südafrika) ist bräunlich oder bläulich schillernd dunkelgrau. Vom Hals bis zum Hinterteil befinden sich dunkle Querstreifen. Eine lange, schwarze Mähne bedeckt den Nacken bis zu den Schultern. An der Kehle wächst ein schwarzer Bart. Der schwarze Schweif erinnert an einen Pferdeschwanz. Bei der Geburt sind die Kälber hell rötlichbraun und haben ein dunkleres Gesicht.

Das Weißschwanzgnu (südliches Afrika) ist deutlich kleiner als das Streifengnu. Die Fellfarbe ist schwärzlich, der dem Pferdeschwanz ähnliche Schweif ist weißlich. Das Gesicht ist mit borstenartigen abstehenden Büscheln bedeckt, auch am Hals und zwischen den Vorderläufen wachsen lange Haare. Vom Nacken bis zu den Schultern reicht eine weiße Mähne mit schwarzen Spitzen.

Der Fellanfall aller Antilopenarten ist mehr oder weniger gering, Gnuhäute gehen meist in die Lederverarbeitung.

Verwendung der verschiedenen Antilopenarten meist zu Kleinteilen wie Taschen, Besätzen und Ähnlichem, wegen der geringen Haltbarkeit nur selten als Großkonfektion. 1930 bildete eine Fachzeitschrift die erstmalige Verarbeitung von Springböcken ab, und zwar zu einem Mantel, den der Leipziger Kürschner Paul Büttner auf besonderen Wunsch der Kundin gearbeitet hat. Bis dahin wären die Felle für die Verwendung zu Pelzwerk noch nicht gehandelt worden.[52]

Reh[Bearbeiten]

 Commons: Rehfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Rehfelle finden heute nur in verschwindend geringer Zahl Verwendung, meist nur für Dekorationszwecke.[19] Das war Mitte des 19. Jahrhunderts nicht sehr viel anders, man gebrauchte sie nicht für Bekleidung, sondern wie damals beschrieben „zur farbigen Ausschmückung von Verkaufslokalen, sowie zu allerhand Decken, z. B. zu Fußdecken vor Betten, Sofas etc, zu Schlitten- und Pferdedecken und anderem mehr: Die Haare, welche von den Gerbern abgestoßen werden, benutzt man zum Ausstopfen von Kissen und Polstern, indes werden sie meistens von den minder großen und von den schadhaften Rehfellen gewonnen, insofern man es vorzieht, die großen und tadelfreien für die Kürschnerei zu bestimmen, jene hingegen sämischgar zu gerben und an die Beutler zu verkaufen“. Zu der Zeit kamen aus dem englischen Nordamerika und Kanada jährlich 4000 als Rehfell bezeichnete Felle (Hirschfelle?) zum Londoner Rauchwarenhandelsplatz. Auch in den Seehäfen Russlands und Preußens waren Rehfelle ein bedeutender Handelsfaktor, hauptsächlich aber wohl für die Zubereitung zu Leder. In Deutschland lieferten Bayern und der Harz große Felle, kleinere kamen aus der sächsischen Gegend.[53]

Um 1900 schreibt ein Kürschnerfachbuch, dass das Reh „die bekannten, zu Vorlegern benutzten“ Felle liefert. Die schönsten Felle fallen im Winter an, doch gerade dann ist das ohnehin nicht strapazierfähige Haar besonders brüchig. Rehfelle mit gutem Haar wurden zu der Zeit auch in Krankenbetten gelegt, um das Wundliegen zu verhindern: „Man legt sie zu diesem Zweck unter das Bettuch verkehrt, so daß der Kopf nach den Beinen des Kranken liegt, der Rumpf unter den Achseln desselben. Der Kranke liegt auf diese Weise gegen den Strich und die starren Haare verhindern das Rutschen und damit das Aufliegen“. Auch die Sattler verwendeten „Rehstücke“ zum Besetzen des Geschirrs, um ein Wundwerden der Pferde zu verhindern. Herbstfelle sind deutlich haltbarer als Winterfelle, haben aber ein kürzeres Haar und dickeres Leder und sind deshalb weniger schön, sie wurden jedoch wegen des besseren Leders für Gerberzwecke besser bezahlt.[45]

Nur ein geringer Teil eignet sich zur Verwendung als Pelz, abgesehen von der geringen Bruchfestigkeit des Rehhaares und von zu dickledrigen Fellen, sind sehr viele wegen geeiterter Bremsenstiche, Narben von Ritzwunden und Schußlöchern nicht zu gebrauchen.

Elch[Bearbeiten]

Elchfell (Ångermanland, Schweden, etwa 1928)

Das harte Elchfell ist zwar zur Herstellung von Pelzen verwendbar, allerdings ist die Haltbarkeit wegen der hohen Brüchigkeit des Haars begrenzt. Die besten Felle fallen nach Abschluss des Haarwechsels im Oktober an, die Sommerdecken sind meist durch Dassellarven beschädigt.

Die Fellfarbe ist kräftig schwarzbraun bis fast schwarz, die Läufe sind etwa von der Hälfte des Unterschenkels beziehungsweise Oberarms an silbrig hellgrau. Der Rossspiegel fehlt. Zwischen der Färbung des Sommerfells zum Winterfell bestehen keine wesentlichen Unterschiede. Das Sommerhaar ist jedoch dunkler, fast schwarz. Da sich die Spitzen der nachschiebenden Grannenhaare später abnutzen, wird die Färbung zum Winter hin heller (trüb bräunlich).

Die Grannenhaare sind dick, grob und leicht gewellt; sie enthalten, insbesondere die Winterhaare, große, mit Luft gefüllte Hohlräume und sind deshalb brüchig. Die längsten Haare weist der Rumpf auf (etwa 10 cm, am Rückgrat noch länger und am Widerrist sogar 16 bis 20 cm) sowie im oberen Bereich des Halses (Mähnenbildung), die kürzesten an den Beinen. Die Beinhaare weisen eine Besonderheit auf, sie sind nur bogenförmig gekrümmt und viel elastischer und stabiler als das Körperhaar.

Aus den Elchdecken wurden früher Pelze mit nach außen gekehrtem Haar, Oberpelze mit Kapuzen (Haar nach innen gewendet), Mützen, Handschuhe, Unterlagen und Vorleger gearbeitet.[3]

Hirsch[Bearbeiten]

 Commons: Hirschfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Aufkäufer mit Hirschfellen, San Antonio, Texas (1973)

Einmal ein sehr beliebtes Fell, das bis zur Zeit der Kreuzzüge jedoch nur Fürsten tragen durften, spielt es heute keine Rolle mehr. Als Statussymbol wurde es vom Hermelin und vom Fehfell abgelöst.[54] Die heutige Nutzung ist wie die der Rehfelle.

Rentier (Nordamerika = „Karibu“) oder Pijiki[Bearbeiten]

Inuit-Frau in Amautiq aus Rentierfell, Iglulik (1999)
 Commons: Rentierfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Pijikifellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Der Rauchwarenhandel ist nur am leichtledrigen, weichen, glänzend braunen, mitunter moirierten Fell der europäisch-asiatischen Jungtiere interessiert, die als Pijiki im Handel sind. Eine Handelsbezeichnung für Felle von gerade erst geworfenen Rentierkälbern war „Renno“.[55] Die Felle ausgewachsener Rentiere, ein beliebtes Mitbringsel von Nordlandfahrten, werden gelegentlich als Dekorationsfelle gehandelt.

Frauenparka der Inuit aus Pijiki-Sommerfellen (Anfang 1900)

Das etwa 6 cm lange Deckhaar erwachsener Rene ist sehr dicht, grob, lufthaltig und fest verfilzt. Da das Haar jedoch leicht bricht, werden die Felle anderswo kaum zu Pelzen verarbeitet, sondern fast nur für den Eigenbedarf der Tierhalter (Nationaltrachten), mit dem Haar nach außen, getragen, wobei das weiße Bauchfell als Verzierung verwendet wird.

Haltbarkeitskoeffizient: 20 bis 30 %[13][Anmerkung 1]

Die Felle werden nach dem Alter unterschieden, die von Frühgeburten (flach im Haar, 1 cm), die glänzenden seidigen, vereinzelt moirierten Felle von Milchkälbern und die von Grasfressern. Eine Besonderheit ist auch die Sortierung nach Qualitäten, die sich nach der Anzahl der Löcher richtet, die die Larve der Bremsfliege hinterlassen hat: 1. Sorte bis zu 10 Löcher, 2. Sorte bis zu 20 und 3. Sorte bis zu 40 Larvenlöcher.[19]

Pijikifelle wurden in der Vergangenheit zu Besätzen, Mützen, Mänteln und Sportjacken verarbeitet. In den letzten Jahren ist der ohnehin nie sehr häufige Artikel noch seltener geworden, der genaue, vermutlich unerhebliche Anfall ist nicht bekannt.

Von Bewohnern des Nordens werden Rentierfelle immer noch zu traditioneller Kleidung verarbeitet, sie dienen außerdem als wärmende Schlittendecken und als Bodenunterlage in ihren Winterzelten.[56] Charakteristisch für die Frauen der Inuit war der, auch heute noch bei Festlichkeiten getragene, mit Intarsien geschmückte Karibu- oder Robbenfell-Armautiq mit der großen Kapuze, in der sie ihre Säuglinge trugen. Die Kapuze war mit einer wiederverwendbaren „Windel“ aus Karibufell oder Moos gefüttert.[57]

In der Gegend um Rankin Inlet, Kanada sind die Frauen- und Männerhandschuhe entsprechend ihrer Rolle im sozialen Bereich und bei der Arbeit entsprechend geschnitten. Frauenhandschuhe fertigt man, wegen des eleganten weißen Streifens, aus den Vorderbeinen der Karibus. Die Männerhandschuhe werden aus den wärmeren Hinterbeinen gearbeitet, an den Spitzen abgeschnitten, um den Bau von Iglos und das Jagen zu erleichtern. Für die Kinder benutzt man das weiche, kurzhaarige Fell der Karibukälber.[57]

Kalb und Rind[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rindshaut

Als Rindshaut werden die behaarten Häute der verschiedenen Hausrind- und Wildrindrassen, Kalbfelle die behaarten Häute der Jungtiere bezeichnet. Als Nebenprodukt der Fleischindustrie sind sie eine Handelsware des Rauchwarenhandels. Rindshäute werden vorzugsweise zu Taschen, Stiefeln und Wohnaccessoires, Kalbfelle bevorzugt zu Übergangskleidung verarbeitet. In weitaus überwiegender Menge werden die Häute zu unbehaartem Leder gegerbt (→ Hauptartikel Rindsleder).

Die Häute ausgewachsener Tiere sind grob und steif und werden schon deshalb kaum für Pelzzwecke genutzt. Einige Zeit lang wurden aus afrikanischen, in Spanien veredelte Stierhäuten Mäntel gearbeitet. Büffeldecken gehörten zur traditionellen Ausrüstung der nordamerikanischen Ureinwohner.

Für Pelzbekleidung werden hauptsächlich Kalbfelle verwendet, diese Nutzung in der Moderne begann jedoch erst in den 1920er Jahren. Der Häutehandel unterscheidet außerdem zwischen Zahmhäuten und Wildhäuten. Als Zahmhäute werden diejenigen Häute der europäischen Hausrinder verstanden, die beim Schlachten zur Fleischnutzung anfallen.

Lamm und Schaf[Bearbeiten]

Hauptartikel: Lammfell

Seit etwa 10.000 Jahren werden Hausschafe zur Lammfleisch-, Schafsmilch- und Fellgewinnung gehalten, damit sind sie wahrscheinlich die ältesten Nutztiere. Die Nutzung der Schafswolle begann vor etwa 3000 Jahren. Mit Millionen jährlich anfallender Felle sind sie die wichtigsten domestizierten Pelzlieferanten. Der Weltbestand an Schafen wird von der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen auf etwa 1,8 Milliarden geschätzt. Die meisten Felle werden jedoch nicht für Pelzzwecke genutzt, sondern gehen in die Lederindustrie. Die Felle von Wildschafen werden praktisch nicht verwendet.

Das Schaffell war immer vor allem die wärmende Bekleidung für die einfachen Bevölkerungsschichten. Bereits im frühen Mittelalter galt es, trotz oder vielleicht sogar wegen der großen Haltbarkeit des Haares, als weniger wertvoller Pelz „nur für die niedrige Geistlichkeit und den Bauernstand“. Überhaupt war der Lammpelz besonders bei der Landbevölkerung verbreitet. Wegen der großen Strapazierfähigkeit und den vielfältigen Möglichkeiten der Fellveredlung (scheren, färben, bedrucken, veloutieren, nappieren) gehören Lammfelle heute zu den begehrtesten Fellarten für Konfektion überhaupt.

Indisch Lamm und Pakistanisch Lamm[Bearbeiten]

Über das Pelzhandelszentrum Leipzig kamen die ersten Indischen und Pakistanischen Lammfelle, anfangs noch als Himalaja-Felle, später fachsprachlich einfach „Inder“ genannt, erst seit Mitte der 1920er Jahre in den Handel. Herkunftsgebiet sind das nordwestliche Indien und der Norden Pakistans.

Die Felle sind kleiner als Persianerfelle, so groß wie Schirasfelle und größer als Syrische oder Shantafoo-Lammfelle. Das persianerähnliche Fell ist moiriert oder rundlockig, teils wellig (geflammt). Gute Felle sind seidig glänzend, andere manchmal auch drahtig (strohig).

Die Geschlossenheit der Locke erreicht zwar nicht die des Karakuls, hat aber ihre eigene Qualität. Hervorzuheben ist das geringe Gewicht, selbst die gröberen, schwereren Sorten sind in der Regel leichter als Persianer. Die Felle stammen von ein bis drei Tage alten Lämmern, die Felle ausgewachsener Tiere sind wegen der bereits aufgelösten Locke nicht für Pelzzwecke geeignet.

Ostasiatische Lammfelle[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ostasiatische Lammfelle

Die Anlieferungen erfolgen hauptsächlich aus dem östlichen und nordöstlichen Teil Chinas sowie der Mongolei.

Chekianglamm, Kalgan-Lamm, Mongolin, Sinkiang-Lamm, Slink, Tibet-Lamm, Tientsin-Lamm (Silklamm) u. a.

Karakul oder Persianer[Bearbeiten]

Hauptartikel: Karakul oder Persianer

Heute kommen die auch als Karakul bezeichneten Felle nicht nur aus der wahrscheinlichen Urheimat Buchara beziehungsweise aus Arabien, sondern vor allem aus Namibia, dem Gebiet der ehemaligen UdSSR und Afghanistan. Namibia liefert hauptsächlich die flachen moirierten, breitschwanzähnlichen Felle, Russland die klassische, gelocktere Ware und Afghanistan die meist etwas geringer bewerteten, im Haarbild etwas offeneren Karakul.

Die Felle stammen von wenige Stunden bis zu einige Tagen alten Tieren, ehe die Locken sich auflösen und Strähnen bilden. Felle von Früh- oder Totgeburten werden als Breitschwanz oder genauer als Persianer-Breitschwanz oder Karakul-Breitschwanz bezeichnet, ein Breitschwanzfell mit noch sehr wenig ausgebildeter Zeichnung und dünnem Leder nennt man Galjak. Die flachen Felle normal geborener namibischer Karakuls werden entweder als Swakara gehandelt, manchmal auch noch mit der alten Bezeichnung Breitschwanz-Persianer.

Merinolamm und Schmaschen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Merinolamm und Schmaschen

Schmaschen sind die Felle ein bis zwei Tage alter, auch früh- oder totgeborener Lämmer. Sie sind klein bis mittelgroß; die Behaarung je nach Rasse unterschiedlich, doch meist kurz und flach, niederlockig und dünn. Felle einiger Tage alter Tiere haben eine den Caloyos ähnliche Zeichnung, sie werden als Forsche bezeichnet.

Merinos sind die Felle von bis zu einem Jahr alten Lämmern. Sie müssen nicht unbedingt von reinrassigen Merinoschafen stammen, teilweise werden auch Felle von Kreuzungen oder von anderen Wollschafen unter dem Namen gehandelt.

Biberlamm, Borrego, Borrequito, Bueno, Lincoln u. a.

Halbpersianer und Orientlammfelle[Bearbeiten]

Felle aus Kreuzungen von Karakulschafen mit einheimischen Schafen sind mehr oder weniger persianerähnlich, deshalb wurden Sie als Karakul-Metis und Halb-Karakul gehandelt.

Bagdad-Lamm, Bessaraber, Indisch Lamm, Iran-Lamm, Krimmer, Metis-Persianer, Salzfelle, Schiras u. a.

Astrachan (Lamm)[Bearbeiten]
Hauptartikel: Astrachan

Astrachan, ein Begriff aus der Pelzbranche, ist im deutschsprachigen Raum eine andere Bezeichnung für den →Persianer, das Fell des →Karakulschafes (französisch und spanisch ebenfalls neben karakul auch astrakan bzw. astracano) und für das Fell einer sogenannten Halbpersianer-Rasse. Daneben besteht noch der Begriff Astrachan-Kid für Felle chinesischer Zickel.

Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnete Astrachan zuletzt, jedoch selten gebraucht, häufig den Persianer.

Ostasiatische Lamm- und Schaffelle[Bearbeiten]

Hauptartikel: Lammfell

Die Anlieferungen erfolgen hauptsächlich aus dem östlichen und nordöstlichen Teil Chinas sowie der Mongolei.

Chekiang Lamm, Shantafoo-Lamm, Tsining-Moiré-Lamm, Peking-Moiré-Lammfell, Tientsin (Tianjin-)-Lamm (Silklamm), Shantung-Lamm, Kalgan-Lamm, Sinkiang-Lamm, Schwarzer Chinesischer Breitschwanz, Tibet-Lamm (die Felle des erwachsenen Chekiang-Lamms), Slink-Lammfell, Tseo-Ko (chinesisch) und Schaffell, Mongolin, Kalgan.

Zickel und Ziege[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ziegenfell

Für die Pelzverarbeitung werden vor allem die Felle junger Hausziegen verwendet, sie sind als Zickelfelle im Handel. Die Ziege wird hauptsächlich wegen des Ziegenfleischs gehalten, eine Nebennutzung sind das Fell oder Leder, die Ziegenmilch und das Haar (Angoraziege; Mohair). Die Felle von Wildziegen finden nur gelegentlich als Dekorationsfelle (Jagdtrophäen) Verwendung.

Unpaarhufer[Bearbeiten]

Fohlen und Ross (Pferd)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fohlenfelle und Rosshäute

Die schweren dickledrigen Felle ausgewachsener Pferde, sogenannte Rosshäute, wurden immer fast ausschließlich zu Leder verarbeitet. Für die Pelzverarbeitung werden vor allem die Felle junger Fohlen verwendet. Sie stammen überwiegend aus halbwilden Herden der ehemaligen Sowjetunion und Südamerikas.

Derzeit werden Fohlenfelle kaum noch für Pelzzwecke genutzt und nur noch in geringem Umfang gehandelt. Zum einen ist das auf einen Wandel innerhalb der Pelzmode zurückzuführen. Zum anderen ist vom mengenmäßigen Anfall her auch künftig nicht mit einer Rückkehr der Mode zu Fohlenpelzen zu rechnen, da die Felle ein Nebenprodukt der in der Vergangenheit ständig verringerten Fohlen-Fleischproduktion sind. Hinzu kommt eine seitdem veränderte gesellschaftliche Einstellung vom Pferd als landwirtschaftliches Nutztier hin zum Reittier für Großstädter (vergleiche Pferdefleisch, Katzenfell, Hundefell).

Alte, heute nicht mehr gebräuchliche und auch nicht mehr zulässige Handelsbezeichnungen sind Fohlon, Fohlette oder Gaulette.

Esel[Bearbeiten]

Man findet mehr Fuchsfelle als Eselshäute in einem Kürschner-Laden (Holländisches Sprichwort)

Die Enzyklopädie von Krünitz von 1794 lässt zwar die mangelnde Nutzung des Eselfells erkennen, sie nennt aber doch eine unerwartete Verwendung im Rauchwarenhandel: „Die Wald-Esel-Häute nimmt man bloß zum Schilde und Zeichen der großen Rauch-Kaufläden (Pelzhändler-Verkaufsstände) auf den Messen.“[58]

Zebra[Bearbeiten]

Teilansicht eines Zebrafells. Dekoration bei einem Frankfurter Pelzhändler (2012).
 Commons: Zebrafelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Als Zebra werden drei Arten aus der Gattung der Pferde bezeichnet: Grevyzebra, Bergzebra und das Steppenzebra.

Die Zebras sind durch ihr äußeres Erscheinungsbild, vor allem durch die charakteristischen Streifen, definiert.

Das größte der auch Tigerpferde genannten Tiere ist das Grevyzebra aus Südabessinien und Somaliland bis nach Nord-Kenia. Die Streifen des erwachsenen Tieres sind lackschwarz bis schwarzbraun und sehr schmal. Sie reichen schwanzwärts bis zum höchsten Punkt der Kruppe. Der hintere Teil der Kruppe zwischen Rumpf- und Keulenstreifung ist mit einer die Schwanzwurzel kreisrund umgebenden Zeichnung ganz schmaler Streifen, dem so genannten „Rost“, umgeben. Die Grundfarbe ist gelblich. Der Rossspiegel reicht nach vorn bis zum Widerrist und dehnt sich bis nahe zur Bauchkante und bis in die Oberschenkel aus, bei den Jungtieren mit Mähne bis über den ganzen Rücken.

Das Bergzebra aus Kapland und den Küstengebieten Südwestafrikas hat zwei Unterarten, die kleinere Art, das Kapzebra, ist bis auf geringe Reste in einem Schutzpark ausgestorben. An der Halsunterseite hat es eine deutliche Wamme. Die Streifen des erwachsenen Tieres sind schwarzbraun bis lackschwarz, auf der Vorderseite des Gesichts stets rotbraun. Die Streifen auf den Keulen sind sehr breit; die senkrechte Rückenstreifung setzt sich bis zur Schwanzwurzel fort. Die größere Form, das Hartmann-Bergzebra, lebt nur noch im Hochland Südwestafrikas. Es hat schmalere Streifen und die am geringsten ausgeprägten Spiegel.

Die unterschiedlichsten Varianten hat das Steppenzebra aus Teilen Südost- und Ostafrikas. Je nach örtlicher Rasse ändert sich die Streifenfarbe von lackschwarz bis dunkelrotbraun, die Grundfarbe von weiß bis rötlichbraun. Häufig befinden sich zwischen den breiten dunklen Streifen schmalere, weniger kräftig gefärbte Zwischen- und Schattenstreifen.

Das dunkle Fell des erwachsenen Chapmann-Zebras hat meist kräftige Schattenstreifen. Die Grundfarbe des Böhm- oder Grantzebras ist reinweiß, ohne Schattenstreifen.

Ursprünglich wurden die Felle ausschließlich für Wanddekorationen, Vorleger und Ähnliches genutzt. Als es gelang, das Leder weich und leicht zuzurichten, arbeitete man daraus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in kleinerem Umfang auch Sportmäntel, Jacken und anderes.

Die Felle erfordern vom Kürschner große Reparaturarbeiten, sie sind völlig von durch Insektenstiche entstandene Löcher übersät. Störend bei der Fellverarbeitung ist auch der ausgedehnte Rossspiegel oberhalb der Hinterbeine, er ist noch größer als beim Pferd.

Die Felle werden offen angeliefert. 1988 war über die Anzahl der anfallenden Felle nichts bekannt, die Zahl wurde eingeschätzt auf „kaum über einige hundert hinausgehend und damit pelzwirtschaftlich ohne Bedeutung“.[19]

Paarhufer[Bearbeiten]

Wildschwein[Bearbeiten]

Tasche aus Wildschweinfell

Die vom Jäger Schwarte genannte, eher dünn behaarte Haut des Wildschweins wird zumindest in der Neuzeit nicht zu Bekleidung verarbeitet. Im Winter ist das Fell dunkelgrau bis braun-schwarz mit langen borstigen Deckhaaren und kurzen feinen Wollhaaren. Frisch geborene Wildschweine haben ein hellgelbbraunes Fell, das in der Regel vier bis fünf gelbliche, von den Schulterblättern bis zu den Hinterbeinen reichende Längsstreifen aufweist. Auf der Schulterpartie sowie auf den Hinterbeinen sind die Tiere gefleckt.

Das dicke, feste Leder hat vermutlich auch in früherer Zeit eine weitergehende Bearbeitung verhindert. Als Jagdtrophäe werden die Schwarten vereinzelt als Vorleger oder Wandschmuck verwendet.

Moschustier, Moschushirsch[Bearbeiten]

Eine Art des Moschustiers lebt im Himalaya, die anderen in verschiedenen Gebirgen und Höhenzügen Koreas, Chinas, Sibiriens, Kasachstans und der Mongolei (z. B. im Altaigebirge). Das Tier aus der Familie der Moschushirsche wurde auch als Bisamtier bezeichnet, hat aber mit der Bisamratte aus Nordamerika und ihrem stark genutzten Bisamfell nichts zu tun.

Die Fellfarbe ist überwiegend dunkelbraun, variiert aber auch innerhalb der Arten. Das Fell weist am Kinn, seitlich der Kehle und an der Innenseite der Läufe weiße Flecken auf. Das Fell der Jungtiere ist gefleckt. Die Ohren sind im Verhältnis zur Körper- und Kopfgröße lang. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 70 bis 100 Zentimeter, der Schwanz ist zwischen 1,8 und sechs Zentimeter lang.[59] Die Hinterläufe sind bei allen Arten stark ausgebildet.

1852 wird eine gewisse Nutzung des Fells erwähnt. Dunkel gefärbt wurde es „zur Darstellung wohlfeiler Pelzwarenartikel“ verwendet. „Angriff, Rauchheit und Glanz lassen zu wünschen übrig“.[60]

Schwielensohler[Bearbeiten]

Guanako oder Guanaquito[Bearbeiten]

Hauptartikel: Guanakofell
 Commons: Guanakofelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Decken und Bekleidung aus Guanakofellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Das zu den höckerlosen Kamelen zählende Guanako lebt ausschließlich in den Anden Südamerikas bis zu einer Höhe von 4000 m (zu 95 % in Argentinien). Es werden fast nur die Felle der Jungtiere gehandelt, im Heimatland und gelegentlich noch im internationalen Rauchwarenhandel unter dem Namen Guanaquitos. Neben dem Fell wird auch das Fleisch genutzt, sowie von Tieren, die sich Lama- oder Alpakaherden zugesellen, die Wolle.

Von den beiden anderen Lamaarten Alpaka und Vikunja schreibt Emil Brass 1911, dass das Vicunjafell zu sehr hochwertigen Decken verarbeitet wird, aber nur verhältnismäßig selten in den Rauchwarenhandel kommt. Vom Alpaka werde nur die Wolle verwertet.

Das Guanako steht im Anhang II des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens, das Fell darf nur mit der Exportgenehmigung des Ursprungslands gehandelt werden.

Alpaka[Bearbeiten]

 Commons: Alpaca fur-skins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Alpaca (clothing) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Das Alpaka (Vicugna pacos), auch Pako, ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform, die vorwiegend ihrer Wolle wegen gezüchtet wurde. In Europa wird Alpakawolle bisher eher wenig genutzt. Aufgrund des Haus- und Begleittiercharakters der ruhigen und friedlichen Alpakas werden diese in Deutschland in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Es gibt zwei Alpakatypen, das Huacaya und das Suri. Sie unterscheiden sich in der Struktur ihrer Faser: Das Huacaya-Alpaka hat eine feine, gleichmäßig gekräuselte Faser (Crimp) und einige Grannenhaare (Deckhaare), die möglichst fein sein sollten. Das Suri-Alpaka hingegen hat keine Kräuselung (Crimp) in der Faser, das Haar bildet gelockte, gerade Strähnen, die am Tier herabhängen. Dadurch wirken Suris oft schmaler als Huacayas.

Vikunja[Bearbeiten]

Das Vikunja (Vicugna vicugna) ist die einzige Art der Gattung Vicugna und gehört zur Familie der Kamele. Es ähnelt dem Guanako, ist aber kleiner und schlanker. Das Fell ist wesentlich feiner als das verwandter Arten und so dicht, dass es wie eine Isolierschicht gegen die Kälte wirkt.

Die tanzenden und singenden Kessler-Zwillinge (* 20. August 1936), Alice und Ellen, meinten vor 1973: „Unser schönster Pelz ist gar kein Kleidungsstück, sondern eine Decke - vier Quadratmeter groß und trotzdem nur 2000 Gramm schwer (in der zitierten Quelle steht 200 Gramm, entweder haben sich die Zwillinge oder die Autoren vertan). Sie ist aus Vikunjafellen, Verwandten der Lamas aus Südamerika.“[61]

Nagetiere[Bearbeiten]

Biber[Bearbeiten]

Hauptartikel: Biberfell

Ehemals galt der Biber wegen seines Fells im Handel als der „König der Pelztiere“. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde das Biberfell in Nordamerika sogar als Zahlungsmittel benutzt, alle Güter orientierten sich im Handel mit den Indianern am Wert eines Biberfells. Der Biber war dort das Hauptobjekt des Pelzhandels. Den hohen Wert machte viele Jahre lang nur das weiche Unterhaar des Bibers aus, aus dem die hohen breitrandigen, so genannten Kastorhüte gefertigt wurden, und weniger das Fell insgesamt. Abgesehen von der verschiedentlichen Nutzung durch die eingeborene Bevölkerung werden die Felle etwa seit 1830 für Bekleidungszwecke verwendet, wo sie Eingang in die europäische Pelzwirtschaft fanden. Aus den Drüsensäcken des Tiers wird das Bibergeil gewonnen, noch um 1850 ein häufiges und teuer bezahltes Arzneimittel, heute vor allem ein Bestandteil einiger Parfüms.

Bilch, Siebenschläfer[Bearbeiten]

Das Fell des Siebenschläfers aus der Familie der Bilche wird nicht mehr genutzt.[19]

1762 hieß es: Bilchmäuse bekömmt man von Hamburg und von den Seeküsten her. Man füttert die Kleider [...] damit. Sie haben die Grösse und die Farbe mit den gemeinen Hausratten gemein. Weil die Bälge aber ihren häslichen Geruch nicht verlieren, so sind sie merenteils aus der Nachfrage gekommen.[62]

Um 1840 kamen die Felle fast ausschließlich aus Krain im heutigen Slowenien.[21] Bereits um 1900 hieß es, dass „die Felle meist in den Produktionsländern verbraucht werden“ und nur „selten und dann in kleinen Quantitäten in den Handel“ kommen.[63] Zwölf Jahre später bestätigt ein Fachbuch, dass die Felle in der Kürschnerei keine allgemeine Anwendung finden, obwohl sie ein gutes Pelzwerk ergäben. Sie gingen viel nach Ungarn und in die Türkei und kamen als Tafeln zu 20 oder 30 Stück zusammengenäht in den Handel.[64]

Petschanik (Gelb- oder Fahlziesel)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Zieselfell

Der Gelb- oder Fahlziesel, auch Falbziesel, gelbes Ziesel, gelbe Zieselmaus oder Sandziesel genannt, ist der wichtigste Pelzlieferant dieser Nagetiergruppe. Diese, aus Zentralasien stammenden Felle, sind mit 25 bis 38 cm die größten ihrer Gattung. Das kurze Haar ist mittellang und fein; manchmal seidigweich. Das Oberhaar ist meist schwächer, dagegen die Unterwolle stärker ausgeprägt. In England und Deutschland werden die Felle im Handel als Petschaniki bezeichnet, gelegentlich auch als Peschaniki oder Pechaniki.

Suslik (Ziesel)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Zieselfell

Die Felle der restlichen aus Asien stammenden Zieselarten sind als Susliki im Handel. Neben weiteren Arten sind dies:

Perlziesel, Langschwanzziesel-Felle haben die größte pelzwirtschaftliche Bedeutung nach den Gelbzieseln, Rotgelber Ziesel, Zwergziesel, Tienschan-Ziesel, Parry-Ziesel, Franklinziesel, Dreizehnstreifenziesel oder Leopardenziesel, Goldmantelziesel. Über einen Fellanfall des nach der Bundesartenschutz-Verordnung geschützten europäischen Ziesels ist nichts bekannt.

Burunduk (Streifenhörnchen)[Bearbeiten]

 Commons: Burundukifelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Von links: Östlicher Chipmunk, Indisches Palmenhörnchen, Burunduk
Burundukimuff und Kleid mit Burundukfell (nach einem Original aus der Zeit um 1900)

Das asiatische Streifenhörnchen, der Burunduk, Plural Burunduki, gehört zu den kleinsten verarbeiteten Pelztieren. Das Fell ist etwa 8 bis 16 cm lang, hinzu kommt der Schweif mit 6 bis 14 cm. Die Fellmitte ist grau mit vier schmalen, schwarzbraunen und drei dazwischenlaufenden hellen gelblichweißen Streifen, wobei der mittelste auf der Mittellinie des Rückens liegt. Die Wamme ist weißgrau bis gelblichweiß. Das kurze, dichte Haar ist sehr fein.

Haltbarkeitskoeffizient: 20 bis 30 %[13][Anmerkung 1]

Wie Brass in seiner ersten Auflage schreibt, wurden die Felle bis zum Ersten Weltkrieg nicht beachtet, „obgleich sie sehr schöne Futter abgeben würden“. 1925 berichtet er jedoch bereits, „inzwischen hat man dies aber auch in den Kreisen der Pelzindustrie erkannt und Burunduki bilden jetzt einen nicht unbedeutenden Handelsartikel“.[33] Um 1970 wurden aus der Mongolei jährlich, bei steigender Tendenz, 10.000 Felle angeboten, 1987 waren es auf russischen Auktionen 23.000 Stück.[65][19] Zusammen mit einer allgemeinen Verringerung der angebotenen bzw. nachgefragten Fellarten sind sie jedoch wieder fast ganz vom Markt verschwunden.

Verwendung zu Innenfuttern.

Das noch farbenfreudigere Fell des amerikanischen Streifenhörnchens, der Chipmunk oder Hackee, wurde von Indianerinnen als Kleiderschmuck benutzt, im Fellhandel spielte es kaum eine Rolle.

Atlashörnchen[Bearbeiten]

Ch. H. Schmitz schreibt 1843 über die türkische Maus oder das Livree-Eichhörnchen (sciurus getulus), dieses edle Pelzwerk kommt aus der Barbarei in nicht großer Menge (Barbarei = die Gebiete zw Marokko und Libyen, bewohnt von Völkerschaften der Berber (Kabylen), Araber u. a.)[66][67] Das Atlashörnchen, Nordafrikanische Borstenhörnchen oder Berberhörnchen[68] (Atlantoxerus getulus) ist eine in Marokko und Algerien verbreitete Art der Borstenhörnchen. Es ähnelt den Afrikanischen Borstenhörnchen, hat aber nicht ganz so borstiges Fell. Die Kopfrumpflänge beträgt 20 Zentimeter, hinzu kommen 20 Zentimeter Schwanz. Das Fell ist gelbbraun; an jeder Flanke verläuft ein deutlich sichtbarer weißer Streifen. Schlecht sichtbar und meistens ganz fehlend ist ein weiterer heller Streifen, der den Rücken entlang läuft. Sie ähneln den Streifenhörnchen, gehören aber zu einer anderen Gattung.

Chinchilla[Bearbeiten]

Hauptartikel: Chinchillafell

Das Chinchillafell mit dem vermeintlich feinsten Haar aller Pelztiere gilt seit seiner ersten überregionalen Nutzung neben dem Zobel als einer der wertvollsten Pelze im Rauchwarenhandel. Diese Feinheit des Haares macht das Fell auch vergleichsweise empfindlich und deshalb neben der Verwendung als Besatzmaterial vor allem für Luxuspelze geeignet.

Diese außergewöhnlich große Wertschätzung des Felles des nur in einem relativ kleinen Gebiet, den Anden, vorkommenden Mitglieds aus der zoologischen Familie der Meerschweinchenverwandten führte sehr schnell fast zu seinem Aussterben, so dass nach seiner absoluten Inschutzstellung seit langem nur noch die Felle gezüchteter Tiere gehandelt werden.

Es werden die Felle der Langschwanz-Chinchillas und der Kurzschwanz-Chinchillas verarbeitet, beide gehören zur Gattung der Eigentlichen Chinchillas.

Die Rauchwarenbranche meint mit Chinchilla immer die Eigentlichen Chinchillas. Die Felle der zwei weiteren Chinchillagattungen Viscacha und Bergviscacha werden in einem eigenen Hauptartikel → Viscachafell behandelt.

Feh (asiatisches Eichhörnchen)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Feh

Feh bezeichnet das graue Winterfell mit weißer Bauchseite der östlichen (sibirischen) Unterart des Eichhörnchens.

Für einen einfachen Fehmantel werden, je nach Modell und Mode, ca. 80 Fehfelle benötigt, meist werden jedoch das Rückenfell und das Bauchfell getrennt verarbeitet. Kleidung aus Feh diente in früherer Zeit als Statussymbol, im Mittelalter war es zeitweilig nur dem Adel und hohen Würdenträgern gestattet, Feh zu tragen.

Grauhörnchen[Bearbeiten]

Die Heimat Grauhörnchens sind Teile der USA und in Kanada südlich von Ottawa. In England (1889), Schottland, Irland und Italien wurde es eingebürgert.

Das Fell ist an der Oberseite grau, im Sommer gelbbraun getönt, die Bauchseite ist weiß. Der Schweif ist im Sommer weiß gerändert. Es unterscheidet sich vom rötlichen Eichhörnchen unter anderem dadurch, dass die Ohren nicht die für das Eichhörnchen typischen Pinselhaare aufweisen. In einigen Teilen seines Verbreitungsgebiets sind melanistische Formen ziemlich häufig.

Das Fell gilt als weniger wertvoll als das des Eichhörnchens.[3]

Hamster[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hamsterfell

Hamsterfelle des Europäischen Feldhamsters werden hauptsächlich zum Ausfüttern von textilen Mänteln oder Jacken benutzt. Der Feldhamster zählt zu den buntesten europäischen Pelztieren. Wildlebende Populationen sind mit Ausnahme des ungarischen Hamsters durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union seit dem 31. März 1980 streng geschützt, diese Felle dürfen nicht gehandelt werden. Zur Einfuhr aus Drittstaaten bedarf es einer Befreiung vom Besitz- und Vermarktungsverbot.

Murmel(tier)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Murmelfell

Als Murmelfell wird das Fell der Murmeltiere bezeichnet. Murmeltiere sind über Europa, Nordamerika und Asien verbreitet, sie unterscheiden sich in typischen Merkmalen je nach Lebensraum. Die in den Handel kommenden Felle stammen zum allergrößten Teil vom Steppenmurmel. Außer dem Fell wurde vor allem in der Vergangenheit auch das Fett und das Fleisch genutzt.

Das Himalaya-Murmeltier sowie das Langschwanzmurmeltier sind nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen Anhang III und EG Verordnung 1332/05 Anhang C geschützt, Erstlistung seit dem 13. Oktober 1977.

Nutria oder Sumpfbiber[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nutriafell

Das Fell des Sumpfbibers, auch Biberratte bzw. Nutria wird in der Rauchwarenbranche immer als Nutria gehandelt. Die Urheimat des Sumpfbibers ist Südamerika, über Freikommen aus Zuchten und durch bewusste Auswilderung zur Pelzgewinnung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist er heute auch in Deutschland und weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas heimisch. Im Spanischen bezeichnet „nutria“ das Fell des Fischotters.

In der Regel werden Nutriafelle gerupft oder/und geschoren verarbeitet (ohne das borstige Grannenhaar).

Trugratten[Bearbeiten]

Die Trugratten sind eine in Südamerika lebende Nagetierfamilie aus der Unterordnung der Stachelschweinverwandten. Zeitweilig etwas größere Bedeutung in der Pelzbranche hatte das Viscacha.

Viscacha[Bearbeiten]

Hauptartikel: Viscachafell

Viscacha und Bergviscacha, im Handel wurden beide Arten zuletzt als Viscacha angeboten. In welchem Umfang sie heute noch gehandelt werden ist unklar.

Otterspitzmäuse[Bearbeiten]

Wohl um 1900 herum waren Felle der Otterspitzmäuse (Potamogale velox) als „Babyotter“ im Handel. Ihre Heimat ist in Westafrika, der Kongoraum und Angola. Die Otterspitzmäuse sind eine Unterfamilie der Tenreks. Als einzige Vertreter der Tenreks kommen sie nicht auf Madagaskar, sondern auf dem afrikanischen Festland vor. Die Gruppe umfasst drei Arten in zwei Gattungen, die Große Otterspitzmaus und die zwei Arten der Kleinen Otterspitzmäuse, die Zwerg- und die Ruwenzori-Otterspitzmaus.

Otterspitzmäuse haben, wie der Name andeutet, eine entfernte Ähnlichkeit mit Ottern. Ihr Körper ist stromlinienförmig, die Schnauze breit und abgeflacht. Der Körper wird von einem dichten Unterfell bedeckt, das von rauen Überhaaren überlagert wird. Das Fell ist an der Oberseite dunkelbraun und an der Unterseite weißlich gefärbt. Der Schwanz ist abgeflacht. Die Beine sind kurz und haben, außer bei der Ruwenzori-Otterspitzmaus, keine Schwimmhäute. Große Otterspitzmäuse erreichen eine Kopfrumpflänge von 29 bis 35 Zentimeter, der Schwanz wird 24 bis 29 Zentimeter lang. Kleine Otterspitzmäuse erreichen mit einer Gesamtlänge von 22 bis 35 Zentimetern nur die Hälfte der Größe.

Da das Vorkommen sehr begrenzt ist, war der Anfall gering. 1960 hieß es, dass dem Weltmarkt schon lange keine Felle mehr zugeleitet wurden.[69]

Meerschweinchen[Bearbeiten]

Meerschweinchen[Bearbeiten]

Eine Untersuchung des Handels mit Pelzrohfellen in der DDR erwähnt 1967 das Meerschweinchen als Pelzlieferanten.[70]

Pampashase oder Mara[Bearbeiten]

Das dichte und glänzende, braungraue Fell des patagonischen Pampashasen aus der Familie der Meerschweinchen wurde „zu Satteldecken und Teppichen verwendet“, kam aber schon um 1900 „noch wenig in den Handel“.[63]

Hasenartige[Bearbeiten]

Europäischer Feldhase, Schneeschuh-Hase (Polarhase), Schneehase[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hasenfell

Felle aus der Familie der Pfeifhasen werden nicht für Pelzzwecke genutzt. Das farblich recht ansprechende Fell des südamerikanischen Pampashasen (Mara) hat eine sehr geringe Haltbarkeit, es wird fast nur von den Einwohnern zu Decken verarbeitet.

Im Rauchwarenhandel waren Hasenfelle bzw. Hasenbälge schon immer weniger gefragt als die ähnlichen Felle der verwandten Gattung der Kaninchen, speziell der Hauskaninchen. Sicherlich spielt dabei die geringe Haltbarkeit eine wesentliche Rolle, das Hasenfell neigt vergleichbar stark zum Haaren wie das des Wildkaninchens.

Neben der Verwertung des Fells war die Nutzung der Haare (Scherware) bedeutender. Aus Hasen- oder Kaninhaaren wurden u. a. feine Hutfilze und Garne hergestellt. Zusammen mit Baumwolle oder Seide versponnen ergaben sie Fäden hauptsächlich für Samtgewebe und für die Strumpfwirker. Aus den dabei abfallenden Häuten wurde Leim gekocht.

Kanin (Hauskaninchen, Wildkaninchen)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kaninfell

Kaninchen gehören nicht zu einer systematischen zoologischen Gruppe (Taxon), denn es werden neben dem Wild- und Hauskaninchen noch einige andere nicht nahe verwandte Arten innerhalb der Familie der Hasen als Kaninchen bezeichnet.

Der in der Pelzbranche noch gebräuchliche, mittelniederdeutsche Name Kanin ist die ursprüngliche Bezeichnung für das Kaninchen. Er stammt vom altfranzösischen conin aus dem lateinischen Wort cuniculus und ist letztlich vermutlich iberischen Ursprungs.[71]

Kaninfelle gehören als preiswerter Pelz zusammen mit den Schaffellen zu den meist verarbeiteten Rohstoffen der Kürschnerei.

Beuteltiere[Bearbeiten]

Fast alle Felle von australischen Beuteltieren werden unter Namen gehandelt, die in nichts an die Namen ihrer einstigen Träger erinnern. Das Fell des Ringelschwanzbeutlers ist als Ringtail oder Ringtail-Opossum, das des Tüpfelbeutelmarders als Native Cat im Fellhandel. Beide siehe nachfolgend unter „Opossum“, australisch, tasmanisch und neuseeländisch. Die Felle der kleinen Känguruarten und die der eigentlichen Wallabys kommen ausschließlich als Wallaby in den Handel.[19]

Wallaby (Känguru)[Bearbeiten]

 Commons: Wallabyfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Wallabyfellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Moondyne Joe (1830–1900) im Wallabycape
Älterer Mantel aus Kängurufell, australische Arbeit (Foto 2013)

Als Wallaby werden mehrere Arten aus der Familie der Kängurus bezeichnet. Der Begriff Wallaby ist allerdings nicht eindeutig. Im engeren Sinn zählen nur acht kleinere Arten der Gattung Macropus dazu, die in der Untergattung Notamacropus zusammengefasst werden. In einem weiteren Sinn (wie auch im Englischen) werden alle kleineren Gattungen der Kängurus (wie Hasenkängurus, Nagelkängurus, Buschkängurus, Filander und Felskängurus) dazugerechnet.

Kängurus sind in zahlreichen Arten über Australien, Tasmanien, Neuguinea, Aru- und Kai-Inseln und Teile des Bismarck-Archipels verbreitet. In Neuseeland wurden sie ca. 1947 eingebürgert.

Die Felle der Großkängurus wurden ausschließlich der Lederverarbeitung zugeführt, für die sie aber heute auch keine Rolle mehr spielen, teilweise unterliegen sie Exportverboten. Für die Pelzverarbeitung kommen unter anderem folgende Arten, die alle als Wallaby gehandelt werden, in Frage:

    • Peitschenschwanz-Wallaby, (Whiptail wallaby): Unter dieser Bezeichnung wurde das Hübschgesichtwallaby aus dem Osten Australiens eingeführt. Auffälligstes Kennzeichen sind die weißen Wangenstreifen, die sich von der Schnauze bis unter die Augen erstrecken.
    • Busch-Wallaby: das Rotnackenwallaby. Kopf-Rumpflänge 70 bis 90 cm, Schwanz 65 bis 90 cm.
    • Sumpfwallaby, Swamp Wallaby: Kopf-Rumpf-Länge 70 bis 90 cm, Schwanz 65 bis 90 cm.
  • Rockwallabys: Hierzu zählen das
  • Grey-Wallabys, Felle mitunter ebenfalls als Rockwallabys gehandelt: die Felskängurus. Hierzu gehören das
  • Blaues Känguru, hier wurden nur die Felle weiblicher Tiere für Pelzzwecke genutzt. Sie sind meist hell, bläulichgrau; das Haar ist sehr weich und dicht mit bläulicher, reicher Unterwolle, auch langhaariger als andere Arten, die Unterseite ist weiß. Das Leder ist dünn und weich.[72]
  • Bergkänguru, die Felle männlicher Tiere sind dunkelbraun, nach Brass sind die der Weibchen hellbraun. Das zottelige Haar ist kurz und grob und daher wenig für Pelzzwecke geeignet.
  • Die als Silvery Lightside bezeichneten Felle stammen vom Bürstenkänguru, Felllänge 70 bis 90 ,cm, Schwanzlänge 28 bis 31 cm; und die
  • Silvery Darkside vom Rotnackenwallaby, Felllänge 70 bis 90 cm, Schwanzlänge 65 bis 75 cm.

Die Felle aller Wallabys sind meist rötlich braun, auch bläulich mit hellen Spitzen. Das Haar ist lang, etwa wie bei Waschbären, doch etwas flattrig, die Unterseite ist grauweiß. Gutfarbige Felle wurden meist naturell verarbeitet, schlechtfarbige auf andere Fellfarben, beispielsweise Nerz, eingefärbt.

Haltbarkeitskoeffizient: [13][Anmerkung 1]
Wallaby 30 bis 40 %
Riesenkänguru 20 bis 30 %

Im Jahr 1890 kamen jährlich etwa 400.000 Kängurufelle zum Rauchwarenumschlagplatz London; vor 1911 ging dann der größte Teil nach Nordamerika oder wurde in Australien selbst verarbeitet, die Gesamtzahl der jährlich gehandelten Kängurufelle betrug 20.000; die der nach Europa exportierten Wallaby etwa 300.000.[72]

Um 1926 wurden Kängurufelle oder die Wallabysorten, neben anderen, bisher wenig gebrauchten Fellarten, in Deutschland zu einem begehrten Mantelmaterial, nachdem man begonnen hatte, die nicht gutfarbigen Felle zu färben.[73]

1961 meint eine deutsche Pelzfachzeitschrift, dass in Sydney erstmals als Neuheit Mäntel aus Kängurufellen zu außerordentlich günstigen Preisen vorgeführt wurden. Die Mäntel sollten außerordentlich leicht sein mit strapazierfähigem Leder. Meist wurden sie weiß gebleicht oder braun gefärbt, naturfarbene Felle wurden bis dahin nicht verarbeitet.[74]

Für 1988 heißt es: „Der Anfall an Wallabyfellen soll in den vergangenen Jahren bis zu 1 Million Stück betragen haben, doch liegen genauere Zahlen nicht vor“.[19] Seitdem scheint das Fell zumindest vom europäischen Markt fast ganz verschwunden zu sein. Einige Känguruarten sind in das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (Anhang I bzw. II) aufgenommen worden.

Die Verarbeitung erfolgt meist zu Jacken oder Mänteln, flachere Felle zu Innenfuttern.

Amerikanisch Opossum, Besatzfelle

Opossum, amerikanisch[Bearbeiten]

Hauptartikel: Opossumfell

In der Rauchwaren- beziehungsweise Pelzbranche werden weitere Fellarten aus der Familie der Beuteltiere als Opossum gehandelt: das Fell des australischen Fuchskusus beziehungsweise Possums, je nach Herkunft und Farbe als Australisches, Tasmanisches und Neuseeländisches Opossum (Possum). Umgekehrt wird im allgemeinen Sprachgebrauch in seiner Heimat das Amerikanische Opossum auch als Possum bezeichnet. Das Amerikanische Opossumfell war in Zeiten der Langhaarpelzmode das für Pelzzwecke meist genutzte Beuteltier und ein Hauptartikel der Pelzbranche, es ist in großer Anzahl vorhanden und lässt sich gut in Nachahmungen wertvollerer Fellarten veredeln.

Vom Amerikanischen Opossum kommen zwei Pelzarten infrage:

  • das nordamerikanische Opossum (USA, vom Süden Kanadas bis zu den Staaten des Ostens und der Mitte; Anfang des 20. Jahrhunderts ausgesetzt in Kalifornien, Oregon und Washington; dann verbreitet bis zur Pazifikküste Kaliforniens bis zum Gebirgsrand und der kanadischen Grenze im Norden). Außerdem bewohnt es Mittelamerika bis Costa-Rica.
  • das südamerikanische Opossum lebt von Mexiko bis zum Rio Negro in Argentinien.

Weitere Namen des Nordopossums waren Virginisches Opossum und Russian marten, des Südopossums Paraguayanisches Opossum und Casaca.

Possum (zoologisch Fuchskusu), Handelsbezeichnungen auch Australisch, Tasmanisch und Neuseeländisch Opossum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Possumfell

Das für die Pelzwirtschaft wichtigste und wertvollste Beuteltier Australiens und Neuseelands ist ein Baumtier, der etwa mardergroße Fuchskusu, auch Possum genannt. Das Fell des Possums wird zu Bekleidung und Pelzdecken verarbeitet, außerdem wird das Haar seit Anfang dieses Jahrtausends kommerziell zu Wolle versponnen.

Das gelbgraue Possumfell war als Australisch Opossum im Handel, die braune Sorte als Tasmanisch Opossum. Dem jetzigen Hauptaufkommen und der heutigen zoologischen Benennung entsprechend wird es nur noch nach dem Ursprungsland (unabhängig von der Färbung) als Neuseeländisches Opossum, besser noch Neuseeländisch Possum, bezeichnet, da für das Tier inzwischen der englische Name Possum anstelle Opossum gebräuchlich ist. Damit kann es sprachlich nicht mehr mit dem erheblich anders aussehenden Opossum Amerikas verwechselt werden.

Das als Ringtail oder Ringtail-Opossum bezeichnete Fell (die größten wurden anfangs als „rock-Opossums“ gehandelt) des Ringelschwanz-Kletterbeutlers war nur wenig im Handel, das Tier ist inzwischen geschützt.

Kuskus[Bearbeiten]

Die Kuskus (Phalanger), auf einigen der großen Sunda-Inseln lebend, haben eine Körperlänge von 27 bis 65 cm, hinzu kommt der Schwanz mit 24 bis 60 cm. Das sehr dichte, wollige Fell ist auffallend bunt. Die zahllosen Farbabweichungen sind weiß, gelb, rotbraun, teils schwarz in den verschiedensten Mustern gefleckt. Das Fleisch wird von den Papua gegessen, das Fell von ihnen zu Mützen und Umhängen verarbeitet; es ist, im Gegensatz zum Possumfell (zoologisch Fuchskusu), Australisch, Tasmanisch und Neuseeländisch, der mit ihm häufig verwechselt wird, jedoch nicht im Handel.[19]

Ringtail, Ringtail-Opossum, zoologisch: Ringelschwanzbeutler[Bearbeiten]

Der den Opossums nahestehende Ringelschwanzbeutler darf nicht mit dem Ringtail-Katzenfrett, im Fellhandel Bassarisk, verwechselt werden.

Der Greifschwanz ist nicht behaart, die verschiedenen, in Australien lebenden Arten sind geschützt. Das Fell ist 19 bis 45 cm lang. Die Behaarung ist kurz, fein und dicht. Die Färbung ist hellgrau, dunkelgrau oder schwarzbraun, oft haben sie einen dunklen Aalstrich, selten drei dunkle Längsstreifen. Die Wamme ist weißgraugelblich. Die besten Qualitäten sind intensiv blau. Hellblaue Felle wurden als „Sydneys“ gehandelt. Die Fellanlieferungen waren unbedeutend, meist wurden sie in die Opossumpartien einsortiert.[19]

Native Cat, zoologisch: Beutelmarder[Bearbeiten]

Preußengeneral Ziethen mit Native Cat verbrämter Pelisse (um 1870)

Das weiche und dichte, ehemals als Native Cat gehandelte Fell des in Tasmanien und ehemals in Südaustralien lebenden Tüpfelbeutelmarders ist 40 bis 65 cm lang, der buschig behaarte Schwanz 20 bis 30 cm. Bei einer der beiden vorkommenden Farbvarianten ist der Fellrücken gelbbraun bis hellolivgrau, bei der zweiten dunkelschwarzbraun. Auf dem Rücken und daran angrenzend befinden sich ähnlich dem Lyraskunk bei beiden Varianten zahlreiche kleinere und größere rundliche weiße Flecken, jedoch Tupfen anstatt Streifen. Die äußeren Fellseiten, die Beine und die Schwanzspitze sind weißgrau. Die Grannen sind braun mit schwärzlichen Spitzen. Die dicht stehenden Haare sind etwa 18 mm lang.[3]

Haltbarkeitskoeffizient: 30 bis 40 %[3][Anmerkung 1]

Aus den Fellen wurden hauptsächlich Innenfutter gearbeitet, die unter der Bezeichnung „Chickerickfutter “ verkauft wurden. Heute ist der Tüpfelbeutelmarder geschützt.

Vom ebenfalls als Native Cat bezeichneten Fell des Langschwanzigen Beutelmarders meint das Pelz-Lexikon von 1949, kämen damals jährlich 20.000 Stück in den Handel, ihr Wert war gering.[75]

Riesenbeutelmarder oder Fleckschwanzbeutelmarder[Bearbeiten]

Fleckschwanzbeutelmarder leben mit zwei Unterarten im Osten und Südosten Australiens (Queensland, Ost-Neusüdwales, Victoria) und auf Tasmanien. Die Kopfrumpflänge des beträgt 35 bis 75 Zentimeter, die Schwanzlänge 25 bis 35 Zentimeter, männliche Tiere sind kleiner als weibliche.

Die Felloberseite ist gelbbraun bis schwarzbraun mit zahlreichen Flecken, die sich auch auf den Schwanz mit verteilen. Die Unterseite und die Spitze des buschig behaarten Schwanzes sind weißlich. Als größte ihrer Gattung unterscheidet sich außerdem von anderen Arten der Gattung durch den geflecktem Schwanz. Einzelheiten über den Haarwechsel sind wohl nicht bekannt.

Die Fellqualität ist im Vergleich zum Tüpfelbeutelmarder weniger fein und weich.

Durch starke Nachstellungen durch den Menschen ist der früher einmal häufige Fleckschwanzbeutelmarder selten geworden.[3]

Koala[Bearbeiten]

Das dichtwollige Fell des Koalas ist weich und dauerhaft, der Haltbarkeitskoeffizient beträgt 30 bis 40 %.[3][Anmerkung 1] Die Oberseite ist hell bis dunkelgrau, auf der Kruppe befindet sich manchmal ein heller Fleck, die Fellseiten sind weißlich. Die zahlreichen Leit- und Grannenhaare sind hellspitzig.

Früher war der Koala so häufig, dass er in großer Zahl für Pelzzwecke gejagt wurde. 1924 exportierte Ostaustralien über 2 Millionen Felle.

Der Koala ist heute völlig geschützt.

Wombat[Bearbeiten]

Auch die Felle der Wombats spielten einmal eine bedeutende Rolle im Rauchwarenhandel. Während das Fell des Nacktnasenwombats von geringer Qualität ist und für Pelzzwecke daher schlecht geeignet, ist das filzig wirkende Fell des Haarnasenwombats für Besätze und Jackenfutter verwendet worden.[3] Der Haltbarkeitskoeffizient beträgt 30 bis 40 %.[3][Anmerkung 1]

Das Haar ist lang und weich, die Unterwolle dicht. Die Farben variieren je nach Unterart zwischen grau und braun, wobei die Unterseiten der Gliedmaßen, Kehle und Brust fast weiß sein können. Der Schwanz ist unbehaart.

1906 wurden noch mehr als 250.000 Felle jährlich exportiert.[33] Heute zählt das Haarnasenwombat zu den bedrohten Tierarten.

Großer Kaninchennasenbeutler, Ohrenbeutler, Kaninchenbandicut, englisch: Bilby[Bearbeiten]

Die Felllänge beträgt 20 bis 44 Zentimeter, der Schwanz ist 12 bis 22 Zentimeter lang. Die känguruartigen Hinterbeine sind lang. Das Haar ist lang, seidig und weich, die Unterwolle schwach. Die Färbung ist hellsilbergrau, blaugrau-bräunlich, die Unterseite ist weiß. Die vordere Hälfte des Schwanzes ist schwarz und die hintere Hälfte, mit einer weißen Quaste am Ende, ist weiß gefärbt. Die Ohren sind besonders lang, ähnlich dem Kaninchen, im Verhältnis zur Körpergröße jedoch noch länger.

Laut Brass wurden um 1900 jährlich 30.000 bis 40.000 Felle nach Europa geliefert, 20 Jahre zuvor war das Fell im Handel noch nicht bekannt. Der Wert betrug 50 Pfennig bis 1 Mark das Fell. 1925 war die Handelsmenge sowie der Wert höher.[76] Der Pinselschwanz diente den australischen Ureinwohnern als Schmuck.

Sonstige Pelztiere[Bearbeiten]

Nachfolgend noch einige Pelztiere mit geringer Bedeutung für den Rauchwarenhandel.

Affen und Halbaffen[Bearbeiten]

 Commons: Affenfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Affenfellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Als Pelzlieferant haben nur die Scheitelaffen, auch Guerezas genannt, eine wesentliche Rolle gespielt, Felle anderer Affenarten wurden nur in sehr geringem Umfang genutzt.

Guereza oder Scheitelaffe[Bearbeiten]

Abessinische Guereza[Bearbeiten]

Die Heimat der Guereza, Scheitelaffen beziehungsweise Seidenaffen ist Zentralafrika. Eine ihrer schönsten Arten ist der nördliche oder abessinische Guereza mit feinem weichem, tiefschwarzem Haar. Das Rückenhaar erreicht eine Länge von 10 Zentimeter. Vom Hals an befindet sich beiderseits der Flanken je eine Mähne von etwa 20 Zentimeter langen Haaren, die etwa in Hüfthöhe zusammenlaufen. Ebenfalls weiß sind eine Stirnbinde, Wangen und Kehle sowie eine Franse langer Haare am Ende des kurzhaarigen Schwanzes.[19]

Weißschwanzguereza[Bearbeiten]

Noch eindrucksvoller ist das Fell des Weißschwanz-Guerezas. Die weiße Mähne ist noch stärker ausgeprägt und der Schwanz erinnert an einen Pferdeschweif. Die Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 50 bis 80 Zentimeter, der Schweif kann bis zu 70 Zentimeter lang sein.

Kleinere Scheitelaffenarten werden nur 30 bis 50 Zentimeter groß. Sie leben in den Waldgebieten der afrikanischen Westküste. Das schwarze Haar ist seidig glänzend ist etwa 7 bis 15 Zentimeter lang und scheitelt sich längs der Rückenlinie, der Handelsname der Felle war deshalb meist Scheitelaffe, im Gegensatz zu den Guerezas, die unter diesem Namen oder als Seidenaffen gehandelt wurden. Das Unterhaar ist nur wenig entwickelt. Die Wamme und die Innenseite der Extremitäten sind grauweiß, Wangen und Brustfleck teils weiß, teils grauweiß. Der Schweif ist 50 Zentimeter lang und dünn behaart.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden etwa zwei Millionen Guerezafelle aus Afrika exportiert. Hauptsächlich wurden sie zu Capes und Wandteppichen verarbeitet. Bis in die 1990er Jahre gelangten zum Schluss nur noch sehr kleine Mengen in den Handel.[19]

Dschelada[Bearbeiten]

Dscheladas bewohnen ausschließlich das Hochland von Äthiopien. Die Kopfrumpflänge beträgt 50 bis 75 Zentimetern, der Schwanz ist ebenso lang wie der Körper und endet in einer Quaste. Männchen sind um einiges größer als Weibchen, bei ihnen endet der Schwanz in einer eindrucksvollen Quaste. Dscheladas haben ein braunes Fell, das an der Unterseite heller gefärbt ist.

Früher wurden die Männchen erlegt, um aus den Mähnen Kopfschmuck herzustellen.

Lemuren[Bearbeiten]

Die unter dem Begriff Lemuren zusammengefassten Halbaffen kommen nur auf Madagaskar vor. Sie unterscheiden sich wesentlich in der Größe (ratten- bis katzengroß), im Körperbau, in der Behaarung, der Färbung und der Schweiflänge. Sie sind meist dicht und rauch behaart, manchmal sehr seidig.

Es kamen nur wenige Felle in den Handel. Zum einen waren einige Arten bereits stark reduziert, zum anderen waren sie als Nachttiere schwer zu erbeuten. Auch werden sie von den Einwohnern verehrt und wurden deshalb kaum bejagt.[19]

Meerkatzen[Bearbeiten]

Aus der Familie der Meerkatzenartigen wurden zeitweise größere Mengen angeliefert. Sie sind vor allem im westlichen Afrika beheimatet, aber auch in den Waldgebieten Ostafrikas. Die Behaarung ist oft seidig und nicht sehr dicht, sie unterscheidet sich in Bezug auf Farbe und Zeichnung sehr stark zwischen den Arten. Die meist schwarz-weiß geringelten Haare mit heller Spitze erzeugen einen perlgrauen Eindruck, so dass die Felle oft als „Perlaffe“ bezeichnet wurden. Es waren dies vor allem die Felle der Diana-Meerkatze.

Die eingeborenen Männer des Distrikts Moka der Insel Bioko waren früher nur mit einem Lendenschurz bekleidet. Normalerweise bestand er aus Bast oder später aus Stoff, zu besonderen Festtagen war es jedoch ein Schurz aus Lamm- oder aus Meerkatzenfell, der als „besserer Anzug“ betrachtet wurde.[77]

Satansaffen und Brüllaffen[Bearbeiten]

Für Südamerika sind in Zusammenhang mit der Geschichte des Fellhandels die Satansaffen und die roten Brüllaffen erwähnenswert, von denen aber auch nur selten Felle angeliefert wurden.[19]

Für die Satansaffen aus dem nordöstlichen Brasilien sind der lange Bart und der Haarschopf charakteristisch. Das Fell ist kurz und sehr dunkel, es ist überwiegend schwarz, nur an den Schultern und am Rücken kann es dunkelbraun sein. Der Schwanz ist lang und sehr buschig.

Die Brüllaffen aus Mittel- und Südamerika gehören nach den Spinnenaffen zu den größten Neuweltaffen. Die roten Brüllaffen leben im nordwestlichen Südamerika. Die Fellfärbung variiert von rot bis orangefarben, die Geschlechter sind gleich gefärbt, die Männchen sind etwas größer. Die Kopfrumpflänge variiert zwischen 46 und 57 Zentimeter, der Schwanz wird rund 65 Zentimeter lang. Das Gesicht ist bis auf einen Bart unbehaart.

Gleit- oder Flughörnchen, Fellbezeichnung „Fliegender Hund“[Bearbeiten]

Die Felle der Gleithörnchen beziehungsweise Flughörnchen wurden als Fliegende Hunde oder Molenda gehandelt, was zu einiger Verwirrung im Rauchwarenhandel führte. Denn diese sind Fledermäuse und tragen keinen Pelz, sie dürfen nicht gehandelt werden. Felle der australischen Gleitbeutler sind ebenfalls nicht im Handel.[19]

Die Behaarung aller Arten ist flattrig. Die Haare sind zwar recht lang, jedoch ist die Unterwolle schütter. Zumeist wurden nur die Felle der Bantori fellwirtschaftlich genutzt, doch fast nur als Besatz, da das Leder sehr dünn ist.

Die Neuweltlichen Gleithörnchen, der Assapan oder Nordamerikanisches Zwerggleithörnchen mit einer Körperlänge von 13 bis 15 cm und einer Schwanzlänge von 8 bis 11 cm und das Nördliche Gleithörnchen mit einer Körperlänge von etwa 15 cm und gleich langem Schwanz wurden pelzwirtschaftlich kaum genutzt.[19]

Rauchwarenhändler Emil Brass schreibt 1911 über das im östlichen Sibirien bis zum Ochotskyschen Meere und auch auf Sachalin lebende, graugelbe Flugeichhorn: „Ich erinnere mich nicht, Felle dieser Art gesehen zu haben, dagegen häufig die verwandten in China vorkommenden Arten [...] Die Chinesen verwenden es zu Verbrämungen. Es kommen jährlich in Hankow, Shanghai und Tientsin kaum 1000 Stück an den Markt, doch sollen in der letzten Zeit größere Mengen geliefert werden, die auch in den Welthandel gelangen.“ Zu der Zeit waren Garnierungen mit Fellschwänzen große Mode, und so schreibt Brass weiter: „In der letzten Zeit sind grössere Mengen von Schweifen unter dem Namen ‚fliegende Hundeschweife‘ in den Handel gekommen und zu gedrehten Schweifen verarbeitet worden. Auf regelmäßige Zufuhren ist aber nicht zu rechnen.“[33]

Für das Jahr 1926 wird das Kaninfell als Imitation für den Fliegenden Hund erwähnt. Das Fell des Fliegenden Hundes in durchschnittlicher Qualität kostete 22 Mark, die Kaninnachahmung 6 Mark.[78]

Javanisches Gleithörnchen[Bearbeiten]

Das Javanische Gleithörnchen erreicht eine Größe von 40 bis 45 cm mit einem gleich langen Schwanz. Die schiefergrauen, silbern überzogenen Felle werden in größerem Maße in Java selbst wirtschaftlich genutzt, Doch sind sie wegen ihrer flattrigen Haare und des dünnen Leders sehr empfindlich, so daß sie meist nur als Verbrämungen verwendet werden.[19]

Taguan[Bearbeiten]

Der größte Vertreter seiner Art ist der in den Waldgebieten Indiens, Burmas und Ceylons lebende Taguan. Er wird 60 cm groß, der Schwanz ist ebenfalls so lang. Die Oberseite ist grauschwarz, Kopf und Halsseiten sind kastanienbraun, die Unterseite schmutziggrau.[19]

Gewöhnliches Gleithörnchen oder Ljutaga[Bearbeiten]

Das Vorkommen des Gewöhnlichen Gleithörnchens ist Nord- und Osteuropa, Sibirien und das nördliche Ostasien. Die Körperlänge beträgt 14 bis 20 cm, der Schwanz ist 9 bis 14 cm lang. Die Behaarung ist seidenweich, der Rücken silbergrau.

Klippschliefer oder Klippdachs[Bearbeiten]

 Commons: Schlieferfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Das Vorkommen der Klippschliefer beschränkt sich auf Afrika.

Kap-Klippschliefer, Johnston-Klippschliefer, Abessinischer Klippschliefer, Sudan- oder Sahara-Klippschliefer[Bearbeiten]

Das Fell dieser vier Klippschlieferarten ist langhaarig, dicht und weich und variiert je nach Vorkommen zwischen dunkelnussbraun, hellbraun oder bräunlichgrau mit hellen Grannenspitzen. Die Felllänge beträgt etwa 40 bis 55 cm. Die Felle haben zwei Kennzeichen, sie haben kein Unterhaar und die einzelnen Haare sind in 15er Gruppen angeordnet. Ein zusätzliches Merkmal ist ein Fleck auf dem Rücken nahe am Lendenwirbel. Er besteht, je nach Herkommen, aus weißlichen, hellgelben oder schwarzen Haaren. Die etwa 30 mm lange kahle Stelle in der Mitte des Flecks stammt von einer Drüse, aus der die Tiere während der Paarungszeit eine stark riechende Flüssigkeit absondern.

Erst um 1900 kam das Klippschlieferfell mit etwa 10.000 Stück jährlich in den Handel, wo es zu Pelzfuttern verarbeitet wurde.[33]

1988 wurden die Anlieferungen als unbedeutend eingeschätzt, Zahlen waren nicht zu ermitteln.[19]

Felle der Baum- oder Waldschliefer, Felllänge etwa 45 bis 55 cm, werden noch weniger als das der Klippschliefer gehandelt.[19] Über die Fellnutzung der übrigen Schlieferarten ist offenbar nichts bekannt.

(So genannte) Pelzratten[Bearbeiten]

(verschiedenen zoologischen Gruppen zugehörig)

Chinchillaratten[Bearbeiten]

Mit dem Ausdruck Chinchillaratten bezeichnet die Pelzwirtschaft zusammenfassend die kleinen Felle mehrerer Arten der so genannten Pelzratten, die im Naturzustand chinchillaähnlich aussehen, ihr Wert ist aber ungleich geringer. Sie gehören fast alle zu den Gattungen der Kammratten und der Seidenmäuse. Am bekanntesten unter ihnen sind die patagonische Kammratte und die Kleine Seidenmaus.[79] Nicht für alle als Pelz genutzten „Ratten“felle ist über die zoologische Herkunft Näheres bekannt.[19]

Patagonische Kammratte, der Tukotuko[Bearbeiten]

Das Herkommen der Patagonischen Kammratte ist Südbrasilien bis zur Magellanstraße. Das Tier ähnelt dem halbwüchsigen Hamster; die Felllänge beträgt 15 bis 20 cm; die Ohren sind im Fell versteckt. Die Unterwolle ist kurz, dünn, hellblaugrau bis aschgrau; die Grannen bräunlichgrau bis blaugrau mit verteilten einzelnen Leithaare mit schwarzen Spitzen. Die Seiten und die Wamme sind weißlichgrau bis weiß. Der Schweif ist mit kurzem, dichtem hellgrauen Haar bedeckt. Die Färbung ähnelt der Chinchilla, jedoch mit fettigem Glanz. Das Fell hat, im Gegensatz zur Chinchilla, nur geringen Wert.[79]

Die Felle werden zu Tafeln zusammengesetzt gehandelt und wurden meist nerzfarbig oder chinchillaähnlich blau gefärbt, oder aber geblendet (vom Haar her nachgefärbt), zu Damenmänteln, -jacken, Capes und Schals verarbeitet.[79]

Laternenratte oder Lampenratte, Yapok[Bearbeiten]

Yapokfell
 Commons: Yapokfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Die unter den Namen Yapok, Laternen- oder Lampenratte im Handel befindlichen Felle werden trotz der hübschen Zeichnung nur wenig angeboten, sie stammen von einem südamerikanischen Schwimmbeutler.

Das Fell ist etwa 40 bis 45 cm lang. Das Haar ist sehr weich, die Behaarung dicht-wollig, kurz; hellbräunlich, weiß durchsetzt. Kennzeichnend sind die vier dunkelbraunen runden Rückenflecken, die am Hals und am Rumpf mehr oval sind und das Braun bis in die Pfoten fortsetzen, im Grotzen sind sie durch eine schmale braune Linie miteinander verbunden.[19]

Lemming[Bearbeiten]

Im Pelzhandel spielten die Felle der Lemminge trotz des sprichwörtlichen, zeitweise massenhaften Vorkommens keine Rolle, das Pelzlexikon schreibt 1950, „jedenfalls derzeit nicht“.[80]

Wasserratte[Bearbeiten]

Das Fell der eurasischen Wasserratten war einmal ein billiges Mantelmaterial, das schwarz und braun gefärbt verarbeitet wurde. 1960 hieß es, dass „der Artikel nicht mehr – jedenfalls nicht mehr regelmäßig – auf der Exportliste zu sehen“ ist. Gleichzeitig heißt es: In der Sowjetunion wird eine Landratte zu Pelzzwecken genützt, die Scheunenratte, „die aber mehr im Inland verbraucht wird und für den Export von geringer Bedeutung ist“.[81]

Die Gelbe Wasserratte wird 1988 erwähnt: „In Argentinien wurde vor einigen Jahrzehnten ein kleines kurzhaariges Fell unter obigem Namen gehandelt.“ Südamerikanische Rauchwarenhändler berichteten dazu, die Felle stammen von einer in größerer Zahl vorkommenden Nagetierart, die in ihrer Heimat als Schädling eingestuft wird. Verarbeitet wurden die Felle zu Mänteln und Umhängen. 1920 soll schon einmal eine Sendung nach Leipzig gekommen sein, letztmals waren sie in Argentinien etwa 1928/1929 am Markt.[19]

Maus[Bearbeiten]

Hausmaus- und Weißfußmaus-Felle im Naturkundemuseum

Das Fell der Hausmaus und der daraus hervorgegangenen Farbvarianten der Farbmäuse ist, trotz des zeitweise großen Anfalls in Tierversuchsanstalten, wohl nur selten genutzt worden. 1938 berichtet eine Zeitschrift der Pelztierzüchter von einer englischen Mäusezüchterin, die als Anregung von einem Londoner Kürschner ein Cape aus Mäusefellen arbeiten ließ, das in der Londoner Gesellschaft Beachtung fand und mit Gewinn verkauft wurde.[82]

Eierleger[Bearbeiten]

Schnabeltier[Bearbeiten]

Bereits seit 1905 steht das Schnabeltier unter völligem Naturschutz.

Das Fell wurde davor von australischen Kürschnern für Mützen und Decken verwendet, die Ausfuhr betrug um 1900 höchsten 100 Stück jährlich, zu einem sehr geringen Preis.[72] In Europa wurden über England um 1840 „einige Schnabeltierfelle“ nur von Naturalienhändlern gehandelt.[21]

Haltbarkeitskoeffizient: 50 bis 60 %[3][Anmerkung 1]

Vögel[Bearbeiten]

Pelerine aus Kormoranfellen (ca. 1900)
 Commons: Vogelbälge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bekleidung aus Vogelbälgen (Vogel„fellen“) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bis etwa Anfang des 19. Jahrhunderts wurden noch Felle (Bälge) einiger Vogelarten in verhältnismäßig geringer Zahl verarbeitet, zumeist für Garnituren und Verbrämungen. Ihr Fell bildete „ein wenig dauerhaftes Pelzwerk“. Verwendet wurden vor allem Eiderenten, Grebes, Gänse, Möwen und Schwäne.[63] 1762 sagt zwar eine Beschreibung der verschiedenen Berufe noch: Die Materialien des Kirschners kommen aus dem so weitleuftigen Thierreiche her, mit der Einschränkung, dass er allein die haarigen vierfüssigen Thiere daraus gebraucht, nennt jedoch, sich selbst widersprechend, einige Seiten später als vornehmste Felle die Schwanenfelle, aus denen man Frauensmuffen macht. Auch weitere Vogelarten werden dort noch erwähnt.[83]

Im Gegensatz zu fast allen behaarten Fellarten wurden die befederten Bälge im Rücken aufgeschnitten um die bessere Bauchseite zu schonen.[63]

Hier eine Beschreibung der Zurichtung der Vogelfelle am Beispiel für Grebes aus dem Jahr 1895:

Die Zurichtung der Grebes ist ziemlich einfach. Dieselben werden eingeweicht wie Lammfelle, dann gewaschen, gut gespült und gefleischt, letzteres immer von der Mitte nach der Seite zu; hierauf kommen sie noch naß in die völlig reine Läutertonne, deren vierten Teil man mit sehr trockenen, reinen Sägespänen von weichem Holz anfüllt und nun die Grebes so lange drin gehen läßt, bis die ganze Feuchtigkeit aus den Fellen in die Späne übergegangen ist: sind die Späne feucht und nehmen von den Fellen keine Nässe mehr auf, so müssen dieselben erneuert werden. Man kann alsdann auf die Federn noch nassen Puder auftragen und nach dem Trocknen desselben die Grebes nochmals in trocknen Spänen von 'hartem' Holz warm läutern.[84]

Die Inuit Grönlands und Alaskas trugen Hemden aus Vogelbälgen, mit der Federseite nach innen. Von den Samojeden im westlichen Sibirien heißt es 1776:

Die Winterkleider sind gewöhnlich von Renthierfellen, Fuchs oder anderem Pelzwerk, meistens mit weißem, langhaarigem Pelzwerk von Hunden oder Wolfsbäuchen verbremet, theils auch von den Bäuchen der Taucher und anderen Wasservögel, immer übereinandergeschlagen, die Haare oder Federn nach außen und mit einem Gürtel um den Leib befestigt. Die Federkleider sowie die Pelzkleider einiger oft nach jakutischer Weise mit gefärbten langen Haaren befranget und auf Nähten besetzt.[85]

Vogelfellmützen wurden unter anderem auf der Québec-Labrador-Halbinsel getragen, wo Inuit und Innu (Naskapi- und Montagnais-Indianer) zusammenleben.[57]

Eiderente[Bearbeiten]

Männerparka aus ungerupfter Eiderente, Qikirtamiut, Belcher Islands, Hudson Bay (ca. 1914)

Eiderenten wurde wegen ihrer Federn so stark nachgestellt, dass um 1900 Island und Skandinavien bereits Schutzgesetze erlassen hatten. Außer den Federn wurden zu der Zeit auch vereinzelt die von den Oberfedern befreiten Bälge genutzt, um Pelerinen und Kragen daraus zu machen. Durch „sorgfältiges Gegenüberstellen der dunklen Flügelpartien“ suchte man „eine gefällige Zeichnung zu erreichen“.[63]

Prachteiderente[Bearbeiten]

1950 schreibt das Pelzlexikon, dass die Federn vom Balg der in den skandinavischen Ländern heimischen Königs- oder Prachteiderente vor dem Gerben ausgerupft werden, es wird nur das dichte, hellgraue Daunenhaar belassen. Die Felle werden von norwegischen und schwedischen Kürschnern „in hoher Meisterschaft“ zu Decken verarbeitet, die mit den hellgrünen Halspartien gesäumt werden und „einen sehr hübschen Eindruck machen“. „Aber auch die Eskimofrauen stellen ganz hervorragende Decken daraus her, für die gute Preise bezahlt werden.“[86]

Eisvogel[Bearbeiten]

„Gröbis“ war die kürschnerische Bezeichnung für den Eisvogel, dessen Balg für Kinder- und Mädchengarnituren verwendet wurde.[45]

Gans (Hausgans)[Bearbeiten]

Das Fell der Gans wurde in der Regel von den Oberfedern befreit, es bildet dann eine ziemlich gleichmäßige, weißflaumige Fläche. Es wurde meist zu Kragen verarbeitet und kam als „Schwanenbesatz“ in den Handel. Die besten, weil am dünnsten und egalsten im Leder und am dichtesten und rauchsten, kamen aus Holland, wo sie auch extra für Pelzzwecke gezüchtet wurden.[63] Weniger fein und dicht und nicht so gut im Leder waren die Felle aus Frankreich, noch dünner die der deutschen Landgänse.[45]

1914 bemerkt ein Fachbuch: Ganz neuerdings dienen prachtvoll aussehende „Schwanen“decken aus holländischem Ganspelz zum schicken Requisit einer Reise im Zeppelin – wohl der sinnigste Gebrauch, gerade für den Pelz eines Vogels, der selber nicht fliegen kann.[87]

Geier[Bearbeiten]

1844 wird der Geier als ein geschätztes Pelzwerk mit grauem, überaus weichem Pelz und warmen Flaum bezeichnet.[88] In einem weiteren Kürschnerlehrbuch heißt es 67 Jahre später, dass das Fell zwar selten zu sehen sei, es aber Liebhaber für die egal graue aber auch grau- und weißgefleckte, langflaumige Haut gebe.[45]

Grebes (Lappentaucher)[Bearbeiten]

Verarbeitung eines Grebesfells, für einen Muff oder Ähnliches (ca. 1900)
„Sax“, ein Parka der Aleuten, aus Grebes (Federn nach innen?) mit Seeotter verbrämt (Anchorage Museum of History and Art)

Die am häufigsten verwendeten Grebesarten waren das Kleine Grebes und das kleine russische Grebes mit weißem, dichtem, seidigglänzendem Bauch und rotbraunem Rücken. Der Balg ist 20 bis 22 cm groß und wurde, wie alle Vogelarten, wegen der schöneren Bauchseite im Rücken aufgeschnitten, der dann eine rote Seite bildet. Damit man, beispielsweise bei einem Muff, einen gleichmäßigen Abschluss bekam, setzte man an diese Seiten gewöhnlich einen kurzhaarigen, farblich harmonisierenden Pelz.[63]

Die großen Grebes (Haubentaucher) wurden jedoch, nicht nur wegen ihrer Größe sondern auch wegen ihrer, je nach Art, schönen blaugrauen, stahlgrauen bis schwärzlichgrauen Rückenfärbung, bevorzugt.

Die kleinen rotseitigen Sorten sind im Norden Europas beheimatet und kamen zumindest zu der Zeit bis hinunter nach Brandenburg vor, sowie in Russland und Sibirien. Die großen oder blauseitigen Grebes leben in der Türkei, Kleinasien und auf dem Balkan, aber auch in Kalifornien.

Ein Kürschnerfachbuch von 1844 erwähnt als Herkunft für Grebenhäute nur die in der Schweiz am Genfer See und am Neuchâtellersee lebenden Haubentaucher, außerdem die aus der Normandie kommenden, die schwächer in der Qualität sind als die aus der Schweiz.[88]

Der Handel unterschied eigentlich nur in blau- und rotseitige Sorten, sowie große und kleine Bälge, die besonders für Besätze und Kindergarnituren verwendet wurden. Das Pelzlexikon von 1949 berichtet immerhin noch von „einigen Hunderttausend Stück jährlich“;[89] es ist zu vermuten, dass es zu der Zeit tatsächlich bereits bedeutend weniger waren.

Kormoran[Bearbeiten]

Nach Aussage von Emil Brass waren die einzigen Länder, in der die Felle des als Fischräuber stark verfolgten Kormorans genutzt worden waren, Norwegen und Schweden. Anfang des 20. Jahrhunderts fertigten die dortigen Kürschner in gleicher Weise wie aus Fellen der Eiderente aus Kormoranfellen Muffe, Capes, Stolen usw. an. Die Farbe ist wohl immer dunkler und graubraun und das Daunenfell viel lockerer als das der Eiderente.[72]

Pelikan[Bearbeiten]

1930 wird erwähnt, dass das Fell des Pelikans sich immer größerer Beliebtheit erfreute. Allerdings wird eingeschränkt, dass es nur für einige Länder infrage käme, wie zum Beispiel für gewisse Gebiete Asiens und zuweilen besonders das südliche Russland. Als Exportware war es durch die Frachtspesen so teuer, dass der Preis in Mitteleuropa in keinem Verhältnis zum eigentlichen Wert stand.[90]

Möwe[Bearbeiten]

Um 1900 wird für die Verwendung und Verarbeitung von Bälgen der Möwe in der Kürschnerei angegeben: Damenhüte, Muffen, Kragen und Kindergarnituren. Vielfach werden auch dabei die Köpfe naturalisirt und Flügel und Schweif mit in Anwendung gebracht. Wie bei den Grebes, werden bei den Arbeiten aus Möven, gewöhnlich zur größeren Haltbarkeit und besserem Abschluss die Seiten auf flaches Pelzwerk, wie weisses oder blaues Kanin, aufgesetzt. Auf der Weltausstellung in Wien im Jahr 1873 konnte man die Verwendung der mannigfaltigsten Vogelarten feststellen, die uns heute merkwürdig erscheinen. Erwähnt wird unter anderem ein Teppich zusammengestellt aus den Flügeln von Seemöwen und ein Fußteppich verfertigt aus einem Pelikan von der New Yorker Firma M. Mahler, aber auch ein Damenmuff und Kragen aus Seemöwen von der Firma M. E. Heinrich aus der russischen Stadt Archangel.[91] Von den verschiedenen Arten der Möwenbälge wurden besonders die blauen oder graufarbenen verwendet.[63]

Pinguin[Bearbeiten]

Das Pinguinfell wird 1895 in einem Kürschnerhandbuch mit erwähnt.[84] Brass schreibt jedoch 1911, dass die verschiedenen Versuche, die Felle zu verwenden, vergeblich waren. Trotz des schönen Aussehens und der Größe waren sie nicht zu gebrauchen, da die Federn, auch die Bauchfedern, viel zu steif und hart sind.[72]

Schwan[Bearbeiten]

Kleid mit Schwanenverbrämung (Redfern, London 1913)

Die zu Pelzwerk verarbeiteten Schwanenfelle stammten von drei Arten, dem Höckerschwan, dem Wilden- oder auch Singschwan und dem schwarzen Trauerschwan.[63] Die Schwanenbälge kamen vor allem aus Holland, wo sie auch gezüchtet wurden,[63] und Frankreich. Sie sind sehr leicht und 70 bis 80 cm lang. Die Daunen sind sehr fein, weich und dicht; meist schneeweiß, manche mit einem leichten grauen Ton.[92]

Die starken Oberfedern wurden ausgerupft, so dass nur der weiche Flaum stehen blieb. Schwanenbälge wurden fast nur als Besatz für Ball- oder Theatertoiletten oder für Kinderartikel verwendet.[63]

Etwa 1800 heißt es in einem Bilderbuch für Kinder: „Die ganze abgezogene Haut mit den feinen Pflaumen-Federn gaar gemacht, giebt ein zartes, sehr warmes Pelzwerk.“[93] Philipp der III. von Rieneck besaß ein mit Schwanenfell gefüttertes Brusttuch. In verschiedenen Märchen wird von Schwanenpelz berichtet, mit dem sich beispielsweise durch Überstreifen desselben verzauberte Jungfrauen wieder in Schwäne verwandeln konnten.[94]

Strauß und andere Großvögel[Bearbeiten]

Tasche aus Nandufell des südamerikanischen Volkstammes der Pilagá

Gelegentlich wurden auch Felle größerer Vogelarten für den Pelzhandel nutzbar gemacht. Aus Australien kamen Felle des „Emus“ in den Handel, meist für Fußteppiche (bis zu jährlich „einige hundert“). Auf der Weltausstellung in Wien zeigte die Firma H. Kohn aus Victoria in Australien 1873 einen Muff und Halskragen, verfertigt aus victorianischem Emupelz.[95]

Südamerikanische Strauße“ wurden in Deckenform und als Felle exportiert und als „Teppiche, Diwandecken usw.“ genutzt. Einen großen Handelsartikel bildeten sie ebenfalls nicht.[33]

Whappernocker[Bearbeiten]

Unter dem Volksnamen Whappernocker wird erstmals im 18. Jahrhundert ein womöglich gar nicht existentes Tier genannt, mit einem schönen Fell aus den nördlichen amerikanischen Freistaaten, für Connecticut wird es gesondert erwähnt. Gottfried Christian Bohns Waarenlager von 1806 bemerkt, dass es ein vortreffliches Pelzwerk abgibt, das Tier aber zu der Zeit noch gar nicht gehörig beschrieben sei. Das Fell hat eine schöne, glänzende rötlichbraune Farbe und dichtes weiches Haar. Bei Samuel Peters ist er etwas größer, bei Brockhaus nicht ganz so groß wie ein Wiesel. Man macht daraus Muffen für Frauenzimmer, die 30 bis 40 Guineen gelten, und also einen stolzen kostbaren Pelz ausmachen.[96][21][97][88]

Georgie D. Runyan schreibt im Jahr 1892 über den Whappernocker in ironischer, zweifelnder Weise, dass es durchaus fraglich sein könnte, dass der Beweis für seine Existenz je angetreten wurde.[98] Womöglich handelt es sich hier, trotz der Beschreibungen in den Nachschlagewerken, nur um ein Fantasiegeschöpf ähnlich dem Wolpertinger.

Anmerkung[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Die angegebenen vergleichenden Werte (Koeffizienten) sind das Ergebnis vergleichender Prüfung durch Kürschner und Rauchwarenhändler in Bezug auf den Grad der offenbaren Abnutzung. Die Zahlen sind nicht eindeutig, zu den subjektiven Beobachtungen der Haltbarkeit in der Praxis kommen in jedem Einzelfall Beeinflussungen durch Gerbung und Veredlung sowie zahlreiche weitere Faktoren hinzu. Eine genauere Angabe könnte nur auf wissenschaftlicher Grundlage ermittelt werden. Die Einteilung erfolgte in Stufen von jeweils 10 %, nur die schwächsten Arten bekamen die Wertklasse von 5 % bis 10 %. Die nach praktischer Erfahrung haltbarsten Fellarten wurden auf 100 % gesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Commons: Pelzfelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Weltkarte der geographischen Verbreitung der Pelztiere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Pelzbekleidung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul Larisch/Josef Schmid: Das Kürschner-Handwerk. 1. Jahrg., No. 12, 3. Teil, S. 72, Kapitel Mosaik, Paris Juni 1903
  2. Wissenschaftliches Informationssystem zum Internationalen Artenschutz www.wisia.de
  3. a b c d e f g h i j k Prof. Dr. sc. nat. Dr. med vet. h. c. Heinrich Dathe, Berlin; Dr. rer. pol. Paul Schöps, Leipzig unter Mitarbeit von 11 Fachwissenschaftlern: Pelztieratlas, VEB Gustav Fischer Verlag, Jena 1986
  4. Paul Schöps, in Zusammenarbeit mit Leopold Hermsdorf und Richard König: Das Sortiment von Rauchwaren. Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Leipzig, Berlin 1949, S. 3-6. Buchdeckel.
  5. Ernst Tänzer: Haar- und Fellkunde. Verlag Der Rauchwarenmarkt, Leipzig 1932, S. 11.
  6. Ohne Autorenangabe: Wissen Sie schon.... In: „Die Pelzwirtschaft“, Verlag „Die Pelzwirtschaft“, Frankfurt am Main und Berlin Oktober 1949
  7. F. F. Aljew, Baku: Der Schutz der Pelztiere in der UdSSR. In: Das Pelzgewerbe, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin/Frankfurt am Main/Leipzig/Wien, Jahrgang XIX, 1968 Nr. 3, S. 28 (Primärquelle: S. Lebenglatz 1956)
  8. Henning Zeumer: Die internationale Stellung der deutschen Rauchwaren-Wirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des Standortes Frankfurt/Main. Diplomarbeit Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie Universität Mannheim, 1985, S. 5-6.
  9. Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885–1892; 14. Band, Seite 45 im Internet seit 2005; Text geprüft am 23. September 2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 25. Januar 2012 mit url: http://www.peter-hug.ch/lexikon/bisamspitzmaus
  10. Pelztier- und Rauchwarenkunde. In Die Kürschnerfibel, Verlag Alexander Duncker, Leipzig 21. August 1937, S. 91
  11. Abraham Gottlieb: Fur Truth. Harper & Brothers Publishers, New York, London 1927, S. 36 (engl.)
  12. Christian Franke/Johanna Kroll: Jury Fränkel’s Rauchwaren-Handbuch 1988/89. 10. überarbeitete und ergänzte Neuauflage, Rifra-Verlag Murrhardt, S. 353
  13. a b c d e f g h i j k Dr. Paul Schöps; Dr. H. Brauckhoff, Stuttgart; K. Häse, Leipzig, Richard König, Frankfurt/Main; W. Straube-Daiber, Stuttgart: Die Haltbarkeitskoeffizienten der Pelzfelle in Das Pelzgewerbe, Jahrgang XV, Neue Folge, 1964, Nr. 2, Hermelin Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin, Frankfurt/Main, Leipzig, Wien, S. 56–58
  14. Francis Weiss: From Adam to Madam. Aus dem Originalmanuskript Teil 1 (von 2), hier S. 29-30, 41
  15. Alexander Lachmann: Die Pelzthiere. Ein Handbuch für Kürschner und Rauchwaarenhändler. Baumgärtner's Buchhandlung, Leipzig 1852, S. 293.
  16. Franz Rudolf Märkle: Erinnerungen aus meiner 50jährigen Tätigkeit im Rauchwarenhandel. Selbstverlag, Fürth 1960, S. 19–20
  17. Ohne Autorenangabe: Was bringt Paris nach Weihnachten? In: „Die Pelzkonfektion“ 2. Jg. Nr. 1, Berlin Januar 1926, S. 58
  18. N. Dawaa, M. Nicht, G. Schünzel: Über die Pelztiere der Mongolischen Volksrepublik (MVR). In: Das Pelzgewerbe 1971 Jg. XXI Neue Folge Bd. 1, S. 4–6
  19. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av Christian Franke/Johanna Kroll: Jury Fränkel’s Rauchwaren-Handbuch 1988/89, 10. überarbeitete und ergänzte Neuauflage. Rifra-Verlag Murrhardt
  20. Bundesamt für Naturschutz – Wisia-Online, WISIA Wissenschaftliches Informationssystem für den internationalen Artenschutz
  21. a b c d e F. A. Brockhaus: Allgemeine Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste. Herausgegeben von J. S. Ersch und I. G. Gruber, Leipzig 1841. Dritte Section O-Z, Stichwort „Pelze“
  22. A. Ginzel: Desman - ein Beitrag zur Bisamveredlung. In: Die Pelzwirtschaft Heft 2, Februar 1984, CB-Verlag Carl Boldt, Berlin, S. 30.
  23. Alexander Tuma: Pelz-Lexikon. XX. Band der Pelz- und Rauhwarenkunde, Verlag Alexander Tuma, Wien 1980, Stichwort „Nasenbär“
  24. Pelztier und Rauchwarenkunde. In: Die Kürschnerfibel. Verlag Alexander Duncker, Leipzig 21. März 1939, Nr. 3, 7. Jahrgang, S. 33–35
  25. In Pelzmarkt, Deutscher Pelzverband, Frankfurt am Main, Dezember 2009, S. 4–5 und Januar 2010, S. 5–6
  26. Ohne Autorenangabe: Steigende Weltproduktion von Pelzfellen. In: Pelzmarkt Newsletter 03/13 März 2013, Deutscher Pelzverband, Frankfurt am Main, S. 5 (Primärquelle EFBA, Januar 2013)
  27. a b Winckelmann Sales Report, Nr. 139, Copenhagen, 30. Januar 1982, Winckelmann Verlag, Frankfurt/Main
  28. Ohne Autorenangabe: Kopenhagen: Neue finnische Fuchs-Mutation brachte Höchstpreis von 6300 Dkr. (ø: 5318 Dkr.) In: Die Pelzwirtschaft Nr. 2, 28. Februar 1982, S. 8. (
  29. Pelzreport Kurt Lindemann, Oberursel, 15. Januar 1985. Käufer war Frank Zilberkzweit.
  30. Saga Furs, „Fawn Light Fuchs“ (zuletzt abgerufen 31. Juli 2009)
  31. Saga Furs, Arctic Marble Frost Fuchs (zuletzt abgerufen 31. Juli 2009)
  32. Fur Commission USA: Fur Farming Special Features No. 1 abgerufen 5. April 2012
  33. a b c d e f g Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze, 1925, Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung“, Berlin
  34. Hans Damm: Die Pelze der Eskimos und sibirischen Völker. In Das Pelzgewerbe, XX. Jahrgang, Heft 9–10, Hermelin Verlag Paul Schöps, Leipzig und Berlin, 1950. S. 19.
  35. Alexander Lachmann: Die Pelzthiere. Ein Handbuch für Kürschner und Rauchwarenhändler. Baumgärtner's Buchhandlung, Leipzig 1852, S. 160-161.
  36. Aladar Kölner (Rauchwarenhändler): Chinesische, mandschurische und japanische Pelzfelle. In: Rauchwarenkunde – Elf Vorträge aus der Warenkunde des Pelzhandels. Verlag Der Rauchwarenmarkt, Leipzig 1931, S. 91–123
  37. a b Verordnung (EG) Nr. 1523/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2007 über ein Verbot des Inverkehrbringens sowie der Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundefellen sowie von Produkten, die solche Felle enthalten, in die bzw. aus der Gemeinschaft
  38. Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze. 2. verbesserte Auflage, Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung“, Berlin 1925, S. 577.
  39. Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze. 2. verbesserte Auflage, Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung“, Berlin 1925, S. 578.
  40. Paul Larisch: Hermelin: Reinheit und Gerechtigkeit in Die Kürschner und ihre Zeichen, 1928. Selbstverlag, Berlin
  41. Wisia-online Bundesamt für Naturschutz. Zuletzt abgerufen 12. November 2014.
  42. a b Fritz Schmidt: Das Buch von den Pelztieren und Pelzen. F. C. Mayer Verlag, München 1970
  43. Johann Christian Schedel, überarbeitet von D. Johann Heinrich Moritz Proppe: Waaren-Lexikon. 4. Auflage, Offenbach/Main 1814. Suchwort „Katze“
  44. Paul Schöps, in Zusammenarbeit mit Leopold Hermsdorf und Richard König: Das Sortiment von Rauchwaren. Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Leipzig, Berlin 1949, S. 12
  45. a b c d e Paul Cubaeus: Das Ganze der Kürschnerei. 2. neu bearbeitete Ausgabe, A. Hartleben Verlag, Wien und Leipzig, ca. 1911
  46. Alexander Tuma: Geschichte der Kürschnerei. Verlag Alexander Tuma, Wien 1967, S. 47.
  47. Ohne Autorenangabe: Der Pelzhandel in Nordamerika. In: „Die Pelzkonfektion“ Nr. 2 Februar 1930 6. Jg., Leipzig, S. 24
  48. a b c d Dr. Paul Schöps, Auktionsgesellschaft Sojuspuschnina u. a.: Schneeleopard und Nebelparder. In: Das Pelzgewerbe Jg. X / Neue Folge 1959 Nr. 3, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u. a., S. 103–107
  49. A. R. Harding: Fur Buyer's Guide. A. R. Harding, Columbus, Ohio 1915 (engl.)
  50. B. Brentjes: Pelz und Felltrachten des Altertums. In: Das Pelzgewerbe, Jg. XIX Neue Folge, Nr. 2, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u. a. 1968, S. 31–34
  51. R. Turner Wilcox: The Mode in Furs, Charles Scribner's Sons, New York, London, 1951, S. 123 (engl.)
  52. a b Pelzmantel von Springböcken. In: Kürschner-Zeitung, Verlag Alexander Duncker, Leipzig September 1930
  53. Alexander Lachmann: Die Pelzthiere. Ein Handbuch für Kürschner und Rauchwaarenhändler. Baumgärtner's Buchhandlung, Leipzig 1852, S. 328-329.
  54. Max Meßner, bearbeitet von E. Unger: Materialienkunde für Leder- und Pelzarbeiter. Alfred Hahns Verlag, Leipzig, 1910, S. 23, 25, 29
  55. Alexander Tuma: Pelz-Lexikon. Pelz- und Rauhwarenkunde. XXI. Band. Verlag Alexander Tuma, Wien 1951. Stichwort „Renno“
  56. Jonquil Graves, Anne Gunn: Die Fauna des Nordens. In: Wolfgang R. Weber: Kanada nördlich des 60. Breitengrades. Alouette Verlag, Oststeinbek 1991, S. 95. ISBN 3-924324-06-9.
  57. a b c Valeria Alia: Kunst und Kunsthandwerk in der Arktis. In: Wolfgang R. Weber: Kanada nördlich des 60. Breitengrades. Alouette Verlag, Oststeinbek 1991, S. 101-102. ISBN 3-924324-06-9.
  58. J. G. Krünitz: Oekonomische Encyklopädie, Band Band 57: Kürschner - Kyrn, Brünn 1794, Stichwort Kürschner
  59. Leonard Lee Rue III: The Encyclopedia of Deer. Voyageur Press, Stillwater 2003, ISBN 0-89658-590-5.
  60. Alexander Lachmann: Die Pelzthiere. Ein Handbuch für Kürschner und Rauchwaarenhändler. Baumgärtner's Buchhandlung, Leipzig 1852, S. 320.
  61. Marie Louise Steinbauer, Rudolf Kinzel: Marie Louise Pelze. Steinbock Verlag, Hannover 1973, S. 200.
  62. Der Kirschner. In: J. S. Halle: Werkstätten der heutigen Künste, Berlin 1762, siehe S. 321
  63. a b c d e f g h i j k Paul Larisch, Paris: Das Kürschner-Handwerk (Larisch u. Schmid) , III. Teil, Zweite verbesserte Auflage, Selbstverlag, Berlin. Ohne Jahreszahl (Erstauflage 1903)
  64. Alexander Lachmann: Die Pelzthiere. Ein Handbuch für Kürschner und Rauchwaarenhändler. Baumgärtner's Buchhandlung, Leipzig 1852, S. 280.
  65. N. Dawaa, M. Nicht, G. Schünzel: Über die Pelztiere der Mongolischen Volksrepublik (MVR). In: Das Pelzgewerbe 1971 Jg. XXI Neue Folge Bd. 1, S. 6
  66. Christian Heinrich Schmidt: Die Kürschnerkunst, Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke Bd. 130, Weimar 1844, S. 12
  67. Goethe-Wörterbuch: Barbarei bis bärbeißig (Bd. 2, Sp. 58 bis 60) [1]
  68. W. Puschmann: Zootierhaltung Säugetiere, S. 292, Verlag Harri Deutsch, 4. Auflage 2007
  69. Paul Schöps, Kurt Häse, Richard König, Fritz Schmidt: Der Fischotter. In: Das Pelzgewerbe Jg. XI / Neue Folge, 1960 Nr. 1, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin, Frankfurt/Main, Leipzig, Wien, S. 12
  70. Horst Keil: Der Handel mit Pelzrohfellen der DDR. Zentrale Leitstelle für Information und Dokumentation des Instituts für Erfassung und Aufkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Berlin (Hsgbr.) 1967, S. 11 (gekürzte und überarbeitete Fassung einer Dissertation über das Thema: Die Organisation und Leitung des Beschaffungshandels mit Pelzrohfellen in der DDR)
  71. Duden. Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 3-411-20907-0.
  72. a b c d e Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze, Band 1 und 2. Verlag Neue Pelzwaren-Zeitung, Berlin 1911
  73. Philipp Manes: Die deutsche Pelzindustrie und ihre Verbände 1900-1940, Versuch einer Geschichte. Berlin 1941 Band 1. Durchschrift des Originalmanuskripts, S. 145 (Kollektion G. & C. Franke).
  74. Ohne Autorenangabe: Pelzmäntel aus Känguruhfellen. In Hermelin, 1961 Nr. 4, Hermelinverlag Dr. Paul Schöps, Berlin u. a., S. 34
  75. Alexander Tuma: Pelz-Lexikon, XVII. Band, Beutelmarder, Verlag Alexander Tuma, Wien, 1949, S. 80
  76. Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze. 2. Auflage, Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung“, Berlin 1925, S. 778-779.
  77. Günter Tessmann: Die Bubi auf Fernando Poo. Folkwang-Verlag, Hagen und Darmstadt 1923
  78. Otto Feistle: Rauchwarenmarkt und Rauchwarenhandel. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1931, S. 28. Inhaltsverzeichnis.
  79. a b c Friedrich Lorenz: Rauchwarenkunde, 4. Auflage. Verlag Volk und Wissen, Berlin 1958, S. 46
  80. Alexander Tuma: Pelzlexikon XIX. Band, Verlag Alexander Tuma, Wien, 1950, Stichwort „Lemming“
  81. Jury Fränkel: Rauchwarenhandbuch, Rifra-Verlag Murrhardt, 2. Auflage, 1965
  82. In: Der deutsche Pelztierzüchter: Mausfelle als Pelzwerk?, 13. Jahrgang, Heft 11, München, 1. Juni 1938, S. 300
  83. Der Kirschner, in: J. S. Halle: Werkstätten der heutigen Künste, Berlin 1762, siehe S. 313, S. 308, S. 321
  84. a b Heinrich Hanicke: Handbuch für Kürschner, Verlag von Alexander Duncker, Leipzig, 1895
  85. Dr. Eva Nienholdt: Männerpelze in den Volkstrachten. In: Das Pelzgewerbe Jg. XVII / Neue Folge 1966 Nr. 3, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u. a., S. 131–133. Primärquelle für die Pelze der Samojeden: Beschreibung aller Nationen des russischen Reiches, 1776.
  86. Alexander Tuma: Pelzlexikon. XIX. Band der Pelz- und Rauchwarenkunde, Kaninhaar – Mittelbetrieb, Verlag Alexander Tuma, Wien 1950, Königseiderente S. 60
  87. H. Werner: Die Kürschnerkunst, Verlag Bernh. Friedr. Voigt, Leipzig 1914
  88. a b c Christian Heinrich Schmidt: Die Kürschnerkunst. Verlag B. F. Voigt, Weimar 1844, S. 17
  89. Alexander Tuma: Pelzlexikon. XVIII. Band der Pelz- und Rauchwarenkunde, Fachliteratur – Kaninfell, Verlag Alexander Tuma, Wien 1949, Grebes S. 76
  90. Hermann Deutsch: Die moderne Kürschnerei. Handbuch für den Kürschner, Färber, Bleicher, Zuschneider und Konfektionär. A. Hartleben’s Verlag, Wien und Leipzig 1930, S. 149
  91. Das Kürschner-Handwerk. 1. Jahrgang, Nr. 3–4, Verlag von Larisch und Schmid, Wien Dezember 1902, S. 27
  92. Friedrich Lorenz: Rauchwarenkunde, Verlag Volk und Wissen VEB, Berlin, 1958, S. 139
  93. Friedrich Justin Bertuch (Verleger): Bilderbuch für Kinder, Weimar um 1800
  94. Theodor Ruf: Die Schöne aus dem Glassarg: Schneewittchens märchenhaftes und wirkliches Leben. Königshausen & Neumann, 1995, S. 109, ISBN 3-88479-967-3
  95. Paul Larisch, Josef Schmid: Das Kürschner-Handwerk. 1. Jahrgang, Nr. 3–4, Verlag von Larisch und Schmid, Wien Dezember 1902, S. 27
  96. G. P. H. Norrmann: Gottfried Christian Bohns Waarenlager oder Wörterbuch der Produkten- und Waarenkunde. 2. Bd. M-Z, Ernst Bohn, Hamburg 1806, S. 1166
  97. Samuel Peters: A General History of Connecticut. London 1781, S. 249. Primärquelle 2: S. Ebelings: Amerika, Bd. II, S. 206 (engl.)
  98. Georgie D. Runyan: 400 Years of America. 1892. Neuauflage von 2010, Cosimo Inc. (engl.) ISBN 1-61640-272-5. Zitat: ... or with the story of the alarming incursions of the windham frogs, or the description of the remarkable quadrupeds, the whappernocker and the cuba; or with the conviction and punishment of the Episcopal clergyman in 1750 „for breaking the Sabbath day by walking too fast from church, combing a lock of his whig on Sunday.“