Glaskräuter

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Glaskräuter
Ausgebreitetes Glaskraut (Parietaria judaica)

Ausgebreitetes Glaskraut (Parietaria judaica)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Brennnesselgewächse (Urticaceae)
Tribus: Parietarieae
Gattung: Glaskräuter
Wissenschaftlicher Name
Parietaria
L.

Die Glaskräuter (Parietaria) sind eine Pflanzen-Gattung aus der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae).

Merkmale[Bearbeiten]

Es handelt sich um einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, die aufrecht oder aufsteigend wachsen. In Regel erreichen sie Wuchshöhen zwischen 20 und 50 cm.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten der Familie stehen die Blätter wechselständig am Stängel und haben einen glatten Blattrand. Brennhaare fehlen bei den Glaskräutern. Ihre Blätter und Stängel sind lediglich mit kurzen Haaren besetzt. Nebenblätter haben sie nicht. Die Form der Blätter ist meist eiförmig oder rhombisch; ihre Größe ist aber von Art zu Art sehr unterschiedlich.

Die unscheinbaren grünen oder rötlich-grünen Blüten stehen in Knäueln oder kurzen Wickeln in den Blattachseln. Die Tragblätter innerhalb dieser Knäuel ähneln den Kelchblättern. Es gibt in der Gattung sowohl zwittrige als auch getrenntgeschlechtige Blüten. Die Staubfäden der männlichen Blüten sind in die Blüte hineingekrümmt, dadurch können die Staubbeutel aber plötzlich nach außen geschleudert werden.

Als Früchte werden eiförmige Achänen gebildet.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung kommt in den gemäßigten bis subtropischen Gebieten der Nordhemisphäre vor.

Die meisten Arten wachsen an mehr oder weniger frischen, gerne etwas schattigen Ruderalstellen. Mehrere Arten findet man häufig in alten Gemäuern.

Etymologie[Bearbeiten]

Der wissenschaftliche Name Parietaria stammt aus dem lateinischen "paries" (= Mauer), "parietarius" (= von der Mauer). Er bezieht sich auf den bevorzugten Wuchsort einiger europäischer Arten, insbesondere des Ausgebreiteten Glaskrauts (Parietaria judaica).

Der deutsche Name "Glaskraut" stammt daher, dass man die Asche dieser Pflanzen früher der Emaille beigemischt hat.

Arten[Bearbeiten]

In Mitteleuropa kommen drei Glaskraut-Arten wild vor:

Insgesamt besteht die Gattung aus 20 bis 30 Arten. Es gibt für einige Arten eine Reihe von Synonymen, die gleichermaßen in Gebrauch sind. In der folgenden Liste sind nicht alle Synonyme aufgelöst, weshalb sie einige Arten mehrfach enthält. (Liste der Arten nach [1])

)

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • David E. Boufford: Parietaria. In:  Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 1997, ISBN 0-19-511246-6, S. 406., online.
  • Chen Jiarui, Ib Friis, C. Melanie Wilmot-Dear: Parietaria. In:  Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 5: Ulmaceae through Basellaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2003, ISBN 1-930723-27-X, S. 189., online.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Plantamed
  2. a b c d e f g h i j k l m n o Pertti Uotila: Urticaceae. Parietaria In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glaskräuter – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien