Landesbank Hessen-Thüringen

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  Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale
Helaba-Logo
Staat Deutschland
Sitz Frankfurt am Main und Erfurt
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 500 500 00[1]
BIC HELA DEFF XXX[1]
Gründung 1. Juni 1953
Website www.helaba.de
Geschäftsdaten Vorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Daten veraltetVorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Jahr fehlt
Bilanzsumme 176,5 Mrd. EUR [2]
Mitarbeiter 6.500[3]
Leitung
Verwaltungsrat Gerhard Grandke (Vorsitzender)
Vorstand Hans-Dieter Brenner (Vorsitzender)
Der Main Tower – Sitz der Helaba in Frankfurt am Main

Die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba) ist eine Geschäftsbank mit Stammregionen in Hessen und Thüringen sowie Ausrichtung auf das Großkundengeschäft. Sie ist außerdem Landesbank für die beiden Bundesländer, Kommunalbank für deren Kommunen und Verbundbank für die dortigen Sparkassen. Zum Juli 2012 hat sie das Verbundbankgeschäft der ehemaligen WestLB für die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen sowie in Brandenburg übernommen.[4]

Mit etwa 6000 Mitarbeitern gehört der Helaba-Konzern zu den größeren deutschen Landesbanken. Die Helaba ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Ihre beiden Hauptsitze sind Frankfurt am Main und Erfurt. Die Bank hat Niederlassungen in Kassel (Landeskreditkasse zu Kassel), Offenbach, seit Juli 2012 in Düsseldorf sowie in New York, London, Paris und Dublin. Mit weiteren Standorten ist sie in Madrid, Moskau und Shanghai vertreten. Zum Konzern gehören die Frankfurter Sparkasse, die Tochtergesellschaften, Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft, die Frankfurter Bankgesellschaft und die OFB-Gruppe, die in der Immobilienprojektentwicklung tätig ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Juni 1953 entstand die Hessische Landesbank Girozentrale aus dem Zusammenschluss der Hessischen Landesbank Darmstadt Girozentrale (gegründet 1940), der Nassauischen Landesbank Wiesbaden (gegründet 1840) und der Landeskreditkasse zu Kassel (gegründet 1832). In den 1970er Jahren brachte der Helaba-Skandal die Hessische Landesbank in erhebliche Bedrängnis. Am 1. Juli 1992 wurde durch einen Staatsvertrag über eine gemeinsame Sparkassenorganisation zwischen Hessen und Thüringen die gemeinsame Landesbank geschaffen. Sie war damit die erste über Ländergrenzen hinaus bestehende Landesbank. Im Jahr 2005 erwarb die Helaba die Frankfurter Sparkasse und stieg damit wieder verstärkt ins Privatkundengeschäft ein, das sie bereits bis 2003 über ihre Niederlassung Darmstadt sowie am Standort Kassel durch die Landeskreditkasse zu Kassel betrieben hatte.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2012 übernahm die Helaba die von der WestLB herausgelöste Verbundbank (NRW-Sparkassen, mittelständischen Firmenkunden und Kommunen), sowie risikogewichtete Aktiva in Höhe von 8,3 Mrd. Euro. Die Verbundbank wurde mit einem Unternehmenswert von null Euro und einer Barkapitalerhöhung von 1 Mrd. Euro in die Helaba eingegliedert. Mit der Verbundbank wechselten 451 Mitarbeiter von der WestLB zur Helaba und arbeiten seit September 2013 in früheren Büroräumen der IKB Deutsche Industriebank am Standort Düsseldorf-Golzheim. Zukünftig betreut die Helaba in ihrer Funktion als Verbundbank 167 Sparkassen in Hessen (34), Thüringen (16), Nordrhein-Westfalen (106) und Brandenburg (11).[5][6]

Die Helaba entschädigt die rund 180.000 Tarifbeschäftigten des Landes Nordrhein-Westfalen aufgrund eines Buchungsfehlers. Die Mai-Gehälter des Jahres 2014 wurden vier Tage verspätet ausbezahlt. Die Helaba entschuldigte sich in einem Brief an die Beschäftigten und kündigte an, den Betroffenen einen Pauschalbetrag in Höhe von fünf Euro zu überweisen – insgesamt rund 900.000 Euro.[7]

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

  • Die Unternehmenssparte „Großkundengeschäft“ beinhaltet Finanzdienstleistungen für Unternehmen, Banken sowie institutionellen Investoren.
  • Zur Unternehmenssparte „Privatkunden und Mittelstandsgeschäft“ zählen neben der Verbundbank die Landesbausparkasse Hessen-Thüringen, die Frankfurter Sparkasse mit der 1822direkt sowie die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG.
  • Im „Öffentlichen Förder- und Infrastrukturgeschäft“ als dritter Unternehmenssparte nimmt die Helaba über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) im Auftrag des Landes Hessen öffentliche Förderaufgaben wahr, insbesondere in den Bereichen Wohnungs- und Städtebau, Infrastruktur, Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt.

Beteiligungs- und Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Die Helaba ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Die Organe der Bank sind die Trägerversammlung, der Verwaltungsrat und der Vorstand.

Eigentümer und Träger[Bearbeiten]

Nach der Übernahme des Verbundgeschäfts der WestLB (1. Juli 2012)[Bearbeiten]

Vor der Übernahme des Verbundgeschäfts der WestLB[Bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten]

  • Hans-Dieter Brenner (Vorsitzender des Vorstandes)
  • Jürgen Fenk
  • Thomas Groß
  • Detlef Hosemann
  • Rainer Krick
  • Norbert Schraad

Frühere Vorstandsvorsitzende[Bearbeiten]

Hauptgebäude[Bearbeiten]

Die Grundsteinlegung des Main Towers in Frankfurt fand im Oktober 1996 statt, drei Jahre später zog die Helaba ein. Mit einer Höhe von 200 Metern ist er der vierthöchste Wolkenkratzer in Deutschland. Zuvor hatte die Bank ihren Sitz im angrenzenden Garden Tower.

Zweiter Sitz der Landesbank ist ein aus mehreren Gebäuden bestehender Bürokomplex aus den 1990er-Jahren im Südwesten der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt (Stadtteil Brühlervorstadt) auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnereien von Ernst Benary.

EU-Banken-Stresstests[Bearbeiten]

Im Juli 2011 teilte die Helaba bereits vor Präsentation der Ergebnisse des EU-Banken-Stresstests mit, dass sie aufgrund von kurzfristig geänderten Regularien der CEBS durch den Stresstest gefallen sei. Die EU-Bankenaufsicht hat die Kapitaleinlage des Landes Hessen in Höhe von 1,92 Mrd. Euro nicht als „hartes Kernkapital“ gewertet. Dadurch entstand bei der Helaba eine Unterdeckung von 1,497 Mrd. Euro (geforderte Mindestquote neun Prozent), aus diesem Grund ist die Helaba in formeller Hinsicht durchgefallen. Aufgrund dieser Ereignisse untersagte die Helaba im Vorfeld eine Veröffentlichung der Ergebnisse.[8] Durch diese Schritte wollte die Helaba in der Öffentlichkeit einen zu großen Image-Schaden und den Eindruck eines möglichen Kapitalengpasses vermeiden.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Helaba: Finanzdaten 1. Quartal 2014, abgerufen am 9. Juni 2014
  3. Helaba: Über uns, abgerufen am 9. Juni 2014
  4. Übernahme des Verbundbankgeschäfts der WestLB. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  5. [1] Pressemitteilung der Helaba zur Integration der Verbundbank, aufgerufen am 10. August 2012
  6. [2] Strukturschaubild des SGVHT, aufgerufen am 10. August 2012
  7. Buchungsfehler (Die Welt)
  8. https://www.helaba.de/de/Presse/PresseInformationen/2011/20111207-Stresstest.html/ Pressemitteilung der Helaba zum Stresstest, abgerufen am 11.August 2012
  9. "German bank Helaba 'to pull out of stress tests'", The BBC, 14. Juli 2011.

50.1122222222228.6719444444444Koordinaten: 50° 6′ 44″ N, 8° 40′ 19″ O