Hilfe, die Amis kommen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Hilfe, die Amis kommen
Originaltitel National Lampoon’s European Vacation
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Amy Heckerling
Drehbuch John Hughes,
Robert Klane
Produktion Matty Simmons
Musik Charles Fox
Kamera Robert Paynter
Schnitt Pembroke J. Herring
Besetzung

Hilfe, die Amis kommen (Originaltitel: National Lampoon’s European Vacation) ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Amy Heckerling aus dem Jahr 1985. Es handelt sich um eine Fortsetzung von Die schrillen Vier auf Achse aus dem Jahr 1983.

Handlung[Bearbeiten]

Die Chaos-Familie Griswold aus Chicago – bestehend aus „Übervater“ Clark, der naiven Mutter Ellen, dem frühreifen Sohn Rusty und der liebeskranken Tochter Audrey – gewinnen bei einer Gameshow eine Rundreise durch Europa. Die haarsträubende Reise nimmt ihren Anfang in London, wo die Familie in einer billigen Absteige, statt des versprochenen Luxushotels, landet. Während Ellen mit geschlossenen Augen in der Badewanne des Gemeinschaftsbads des Hotels irrtümlich einen anderen Gast zum gemeinsamen Baden animiert, landet Clark im Bett einer anderen Frau, weil es im Hotel keine Zimmernummern zu geben scheint. Audrey, die ihren Freund Jack in Chicago zurücklassen musste, führt stundenlange Telefongespräche nach Übersee. Rusty kann sich derweil nicht zwischen vier verschiedenen Fernsehprogrammen entscheiden, die alle dasselbe Thema haben: Die Herstellung von Käse.

Am nächsten Morgen unternehmen die Griswolds einen Ausflug im Mietwagen und scheitern erwartungsgemäß am englischen Linksverkehr. Trotz der Blechschäden bleiben die britischen Mitbürger übermäßig freundlich und entschuldigen sich ihrerseits für den Unfall, an dem eindeutig Clark schuld ist. Der Ausflug wird weiterhin verzögert, als Clark in einem englischen Kreisverkehr versucht, die richtige Ausfahrt zu erwischen. Der Tag endet schließlich mit einem halb wahnsinnigen Clark am Steuer, dem es auch nach mehreren Stunden nicht gelungen ist, dem Kreisverkehr zu entfliehen. Als die Familie am nächsten Morgen aus dem Hotel auschecken will, trifft Vater Clark fast der Schlag angesichts der hohen, durch Audrey verursachten Telefonrechnung. Die letzte Station in England ist Stonehenge – auch hier hinterlässt die Familie Griswold unwissentlich ihre Spuren. Sie bringen mit ihrem Mietwagen das seit Tausenden von Jahren bestehende Monument zum fallen.

In Paris haben die Griswolds mehr Glück mit ihrem Hotel, aber nicht mit den Franzosen, die sich über die amerikanischen Touristen auf französisch lustig machen. Die Griswolds sind jedoch von der vermeintlichen Freundlichkeit der Franzosen ganz hingerissen. Vor einem Brunnen in Paris bittet Clark einen französischen Passanten darum, sich und seine Familie zu filmen und übergibt ihm seine Videokamera. Der Franzose macht sich aber mit dieser aus dem Staub. Der Verlust wäre sicher zu verschmerzen gewesen, wenn Clark nicht vor der Abreise seine Frau Ellen bei einem Striptease gefilmt hätte. Er hatte ihr versprochen, das Band zu löschen, tat es jedoch nicht.

Der nächste Halt der Familie führt nach Deutschland. Hier wollen sie ihre Verwandten besuchen, die sie noch nie zuvor gesehen haben. Aus Versehen landen sie aber an der falschen Adresse und stoßen auf ein älteres Ehepaar. Da sich die beiden Parteien aufgrund der Sprachunterschiede nicht verständigen können, klärt sich das Missverständnis niemals auf. Auch in Deutschland schafft es Vater Clark daraufhin, sich wieder in Schwierigkeiten zu bringen. So verwandelt er ein harmloses bayrisches Volksfest in eine handfeste Schlägerei, die in einer wilden Verfolgungsjagd endet.

In Rom setzt sich der Griswold’sche Wahnsinn fort. Als sich die Familie ein Auto mieten will, geraten sie unwissentlich an einen Ganoven, der ihnen den Schlüssel zu einem Wagen gibt. Er verschweigt allerdings, dass sich im Kofferraums des Wagens das Entführungsopfer der Gauner befindet, und gibt vor, der Kofferraumschlüssel sei verloren gegangen. Da die Familie bei ihrer Verfolgungsjagd den Großteil ihres Gepäcks verloren hat, gehen sie in Rom einkaufen. Auf dem Weg durch die ewige Stadt entdeckt Ellen ein riesiges Werbeplakat von sich für einen pornografischen Film – und ihr wird klar, dass Clark das Videoband nicht wie versprochen gelöscht hat. Sie beschimpft ihn wütend und begibt sich daraufhin zurück ins Hotel. Dort trifft sie erneut auf den Ganoven und schüttet ihm ihr Herz aus. Der hat aber nichts anderes im Sinn, als den Wagen mit dem entführten Mann wiederzubekommen. Er versucht durch Annäherungsversuche aus Ellens Handtasche die Schlüssel zu stehlen, aber Ellen wird dabei klar, dass sie Clark immer noch liebt, und stößt den Dieb schließlich von sich. Als dann auch noch die Polizei im Hotel erscheint, bekommt der Ganove Panik und kidnappt Ellen. Letztlich aber schafft es Clark, seine Frau zu retten, und die beiden liegen sich glücklich in den Armen. Der chaotische Urlaub ist nun zu Ende, aber selbst auf dem Rückflug in die USA schafft es Clark, Chaos zu verbreiten, und bringt die Maschine fast zum Absturz, weil er die Toilettenkabine mit dem Cockpit verwechselt.

Anmerkungen[Bearbeiten]

In Cameo-Rollen sind unter anderem Mel Smith als Hotel-Manager, Robbie Coltrane als Mann im Badezimmer, Eric Idle als Radfahrer, Willy Millowitsch als Fritz Spritz, Erika Wackernagel als Helga Spritz und Claudia Neidig als Claudia zu sehen, sowie Moon Unit Zappa, die Tochter von Frank Zappa.

Die Szenen des Films, die in Deutschland spielen, wurden in Brixen, Südtirol, gedreht.

Die Komödie spielte in den US-Kinos 49,4 Millionen Dollar ein.

Musik[Bearbeiten]

Der Titelsong des Films Holiday Road, der am Anfang zu hören ist, stammt von Lindsey Buckingham, ehemaliges Mitglied der Band Fleetwood Mac. Beverly D’Angelo singt in der Striptease-Szene den Song Big Spender. Der Song Some Like It Hot, der in Rustys Disco-Traum gespielt wird, stammt von Power Station. Als die Familie den Louvre im Schnelldurchlauf besucht, erklingt Plastic Bertrand mit Ca plane pour moi.

Weitere Lieder (u.a.):

  • A Town Called MaliceThe Jam
  • New LooksDr. John
  • Back in America – Network

Kritiken[Bearbeiten]

Janet Maslin schrieb in der New York Times vom 27. Juli 1985, dass der Film seine Gags auf den klischeehaften Vorstellungen über die Ausländer aufbaue.

Das Lexikon des Internationalen Films beschreibt den Film als „fröhliche[n] Klamauk ohne geistige und formale Ansprüche“, der jedoch „recht flott und einfallsreich inszeniert“ sei. Weiterhin heißt es, dass das, was „für Amerikaner eine Satire über die Klischees ihres Europa-Bildes sein mag, […] für Europäer freilich nur bedingt amüsant“ sei.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jason Lively wurde 1986 für den Young Artist Award nominiert.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hilfe, die Amis kommen im Lexikon des Internationalen Films