Holste

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Holste (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Holste
Holste
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Holste hervorgehoben
53.3733333333338.857524Koordinaten: 53° 22′ N, 8° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osterholz
Samtgemeinde: Hambergen
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 35,34 km²
Einwohner: 1304 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27729
Vorwahl: 04748
Kfz-Kennzeichen: OHZ
Gemeindeschlüssel: 03 3 56 004
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bremer Str. 2
27729 Hambergen
Bürgermeister: Gerhard Müller (Freie Holster Liste FHL)
Lage der Gemeinde Holste im Landkreis Osterholz
Bremen Bremen Landkreis Cuxhaven Landkreis Oldenburg Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Verden Landkreis Wesermarsch Axstedt Grasberg Hambergen Holste Lilienthal Lübberstedt Osterholz-Scharmbeck Ritterhude Schwanewede Worpswede VollersodeKarte
Über dieses Bild

Holste ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Hambergen und liegt am Nordrand des Landkreises Osterholz in Niedersachsen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Holste liegt in der norddeutschen Tiefebene nördlich von Bremen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die vier Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Hellingst
  • Oldendorf
  • Paddewisch
  • Steden

Der Name Holste leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der Teilgemeinden Hellingst, Oldendorf und Steden ab.

Geschichte[Bearbeiten]

Waldheim Oldendorf[Bearbeiten]

In Oldendorf gab es ein Flüchtlingslager, in dem im Jahre 1945 200 Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten von der Osterholzer Kreisbehörde untergebracht wurden. Das Lager wurde 1968 geräumt. Heute gibt es keine sichtbare Spur mehr davon.

Die Quartiere waren 1938 vom Reichsarbeitsdienst errichtet worden und fungierten bis zum Kriegsende als Maidenlager[2]. "Es war kein tristes Elendslager", meint Siegfried Begatik, der die "Heimat der Schicksalsgemeinschaft" erforscht hat[3].

Neuere Geschichte[Bearbeiten]

Holste bildete im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1974 mit den Gemeinden Hambergen, Axstedt, Lübberstedt und Vollersode die Samtgemeinde Hambergen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Hellingst, Oldendorf und Steden eingegliedert.[4] Der Gemeindename setzt sich aus den drei Ortsnamen zusammen: H-ellingst-OL-dendorf-STE-den.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Holste besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister ist Eckehard Schütt (FHL).

Freizeit, Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Hellingst gibt es den Wochenendplatz Stedener Forst, wo an schönen Tagen gebadet werden kann. Jeden Sommer findet auch das sogenannte Strandfest statt. Das Wochenendgebiet ist auch überregional bekannt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrsmäßiger Anschluss besteht an die Zugverbindungen Bremen - Bremerhaven - Cuxhaven (Bahnhöfe Oldenbüttel und Lübberstedt) und an die Autobahn 27 (Walsrode - Cuxhaven). Die Hauptverkehrsachse bildet die Bundesstraße 74 Bremen - Stade.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Oldendorf wird seit 1983 eine biologisch-dynamische Gemüsegärtnerei betrieben. Die erst seit Januar 2012 hier lebenden Pächter wollen die jetzt bestehende Wirtschaftsweise (Direktvermarktung auf Märkten, Abokisten) in eine Solidarische Landwirtschaft umstrukturieren.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Holste – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Zu "Maidenlagern" steht hier (PDF; 8,4 MB) und hier etwas nachzulesen.
  3. Bernhard Komesker, Das fast vergessene Flüchtlingslager, Osterholzer Kreisblatt, 1. September 2012, S. 3, online-Version
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 244.
  5. Internetseite des Gärtnerhofes Oldendorf