Homeworld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anleitung: Neutraler Standpunkt Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite im Abschnitt „NPOV“. Weitere Informationen erhältst du hier.
Logo der Homeworld-Reihe

Homeworld (engl. für Heimatwelt) ist ein im Jahr 1999 erschienenes Echtzeit-Strategiespiel, entwickelt von Relic Entertainment, vertrieben von Sierra Entertainment. Es war eines der ersten Echtzeit-Weltraumstrategiespiele mit voller Bewegungsfreiheit in alle drei Raumdimensionen.[1] Das Spiel wurde zu einer Reihe mit drei Titeln.

Homeworld[Bearbeiten]

Homeworld
Homeworld-logo.svg
Logo (Handbuch-Version)
Studio Relic Entertainment
Publisher Sierra Entertainment
Erstveröffent-
lichung
28. September 1999
Plattform Windows
Genre Weltraum Echtzeit-Strategiespiel
Thematik Science-Fiction
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Maus, Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
CPU 200 MHz, 32 MB RAM, 150 MB Festplattenspeicher, 4-fach CD-ROM-Laufwerk, DirectX, 4 MB Grafikkarte mit 16-Bit Farben und DirectX-Unterstützung, 32-Bit-Internetanbindung mit 28,8-kb/s-Modem oder LAN für den Mehrspieler-Modus
Medium 1 CD-ROM
Sprache Deutsch
Aktuelle Version 1.05 (2001)
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben

Handlung[Bearbeiten]

Den Hintergrund bildet die Geschichte eines Volkes, das den Wüstenplaneten Kharak besiedelt und erste Schritte in der Raumfahrt unternimmt. Durch Zufall entdeckt dieses Volk unter dem Sand der Großen Wüste die Überreste eines 4000 Jahre alten Raumschiffes mit den Überresten eines Hyperraumantriebs, der von den Vorfahren der Kharakianer hier zurückgelassen wurde – warum ahnt noch niemand. Im Umfeld des Schiffes wird schließlich ein fundamentales Objekt des Spiels freigelegt, der sogenannte „Führungsstein“, ein schwarzer Stein mit Gravuren und Zahlen, die einen Punkt im äußeren westlichen Spiralarm der Galaxis zeigen (Kharak) und einen weiteren Punkt in der Nähe des galaktischen Kerns. Neben diesem steht ein einziges Wort, älter als die ältesten Clans Kharaks: „HIIGARA“ – Heimat.

Spätere Untersuchungen lassen darauf schließen, dass der Stein aus der Gegend des Zentrums der Galaxis stammt, vermutlich der Heimat der Kharakianer, als „Hiigara“ gekennzeichnet. Dies unterstützt die Theorie der Xenogenese, die besagt, dass die Kharakianer nicht von Kharak stammen. Bald blickt der ganze Planet nur noch einem Ziel entgegen: Den Ursprung ihres Steins zu erkunden. Alle restlichen und ohnehin schon knappen Ressourcen Kharaks werden daran gesetzt, im Orbit ein riesiges Kolonieschiff zu bauen, das eine Auswahl von 600.000 Personen zur Gründung einer Kolonie auf die alte Heimatwelt bringen soll. Dieses „Mutterschiff“ verfügt neben genügend Platz für die Kolonisten und dem antiken und kaum erforschten Hyperraumantrieb, der riesige Strecken in kürzester Zeit überwinden lässt, auch über eine vollausgestattete Werft, die vom einfachen Jäger bis zum Schweren Kreuzer mittels unterwegs zu sammelnder Rohstoffe eine komplette Raumflotte bauen kann. Aber mit der Zeit erscheint ein weitaus größeres Problem als die Konstruktion: Die Datenübertragung. Das Mutterschiff ist so komplex, dass selbst die größten und besten Superrechner Kharaks nicht imstande sind, die Menge an Informationen zu verarbeiten und gleichzeitig die einzelnen Sektionen zu verwalten. Das Problem wird ziemlich radikal von derselben Forscherin gelöst, welche es entdeckt hat: Karan S'jet, eine Neuroforscherin, die ihr eigenes Gehirn mit dem Mutterschiff verbindet, um den Datenstrom aufrechtzuerhalten. Das alles ist zwar sehr gefährlich, aber die einzige Lösung und immerhin geht es um die Vergangenheit und Zukunft des Volkes Kharaks. Karan Sjet ist ab diesem Zeitpunkt das Flottenkommando und eingebettet im Mutterschiff. Nach 60 Jahren Bauzeit wird das Mutterschiff fertiggestellt und unternimmt eine erste Erkundungsreise per Hyperraumantrieb in die Außenbereiche des Kharak-Systems, wo es das Hilfsschiff „Khar Selim“ treffen soll. Es sollen Verbesserungen am Antrieb und Analysen des Hypersprungkernes, dem Hauptbestandteil des Hypersprungantriebs, erfolgen.

Die „Khar Selim“ wird zerstört vorgefunden, und fremdartige feindliche Schiffe greifen das Mutterschiff an. Nach der Vernichtung der Angreifer kehrt das Mutterschiff nach Kharak zurück, um die erforderlichen Arbeiten zur Komplettierung durchzuführen. Aber es erwartet sie ein schwelender Trümmerhaufen um den alten Heimatplaneten, die bewohnbaren Polkappen sind vernichtet und von einer schwarzen Schicht aus Qualm und Trümmern gänzlich überdeckt. Nur die Kolonisten in ihren Kälteschlafkammern haben im Orbit überlebt und müssen gegen die Angreifer, Teile der Flotte eines riesigen interstellaren Reichs, welches die Kharakianer vor Jahrtausenden auf den Gefängnisplaneten Kharak verbannte, geschützt werden. Nachdem die Kolonisten in das Mutterschiff verbracht wurden, sammelt es die letzten verwertbaren Rohstoffe ein und flieht in den Hyperraum, bevor die Angreifer zurückkehren.

Nach der Vernichtung der Heimat gibt es kein Zurück mehr, es geht nur noch nach vorn – Hiigara ist die einzige mögliche Hoffnung der Kharakianer zu überleben. In einer epischen Odyssee durchquert das Mutterschiff mit einer ständig wachsenden Begleitflotte im Schlepptau die halbe Galaxis, jede Mission bringt neue Kämpfe und Herausforderungen, aber auch neue Freunde, die den Verbannten beistehen. Die Heimatlosen bekämpfen Piraten, seltsame Nebelbewohner und imperiale Flotten, suchen auf gewaltigen Raumschiffriedhöfen nach Verbündeten und gelangen langsam, aber sicher immer näher an den galaktischen Kern und erfahren Erstaunliches über das Imperium, durch welches die Kharakianer einst verbannt wurden. Innerhalb dieses Imperiums droht ein Bürgerkrieg auszubrechen und die Abtrünnigen stehen den Exilanten zur Seite. Dazu tauchen die mysteriösen und in Rätseln sprechenden Bentusi-Händler auf, ein uraltes und friedliches Volk, das die Kharakianer mit Technologie und Informationen im Austausch gegen einen geringen Anteil von Rohstoffen versorgen. Der Höhepunkt ist dann der Endkampf hoch über Hiigara gegen die imperiale Flotte und den Imperator selbst, welche die schon zum Greifen nahe Heimatwelt nun um jeden Preis unerbittlich verteidigen.

Gameplay[Bearbeiten]

Der Spieler übernimmt die Rolle des Flottenkommandos (bzw. Karan S'jet, welche ihr Gehirn mit den Systemen des Schiffes verbunden hat) und befehligt eine stetig wachsende Ansammlung von verschiedenen Kampfschiffen, mit denen die Missionsziele erfüllt werden müssen. In ihren Größen und Aufgaben sind die Schiffe sehr verschieden, ihre Stärken und Schwächen ergänzen sich gegenseitig. Die Größenklassen reichen von kleinen Jägern und Sonden über Korvetten, Fregatten, Zerstörer und Träger bis hin zum Schweren Kreuzer, daneben gibt es Reparatur- und Tankschiffe sowie Rohstoffsammelschiffe. Es existieren zwei gleichberechtigt spielbare Völker (Kushan und Taiidan), die in ihren Eigenschaften und Schiffen weitgehend identisch sind. Mit beiden kann der Weg von Kharak nach Hiigara zurückgelegt werden, Gegner ist dann die jeweils andere Rasse. Der Schwierigkeitsgrad ist von vornherein festgelegt und kann nur durch präzises Planen von Einsätzen und beste Strategien gemeistert werden. Zum Glück des unerprobten Admirals kann man jederzeit speichern und laden. Zu Beginn jeder Mission wird automatisch gespeichert.

Rezeption[Bearbeiten]

„Homeworld“ zeichnete sich zum Zeitpunkt seines Erscheinens durch den überzeugenden Einzelspieler-Teil aus, der neue Akzente in der Echtzeitstrategie mit einer epischen Geschichte über die Heimkehr der Vertriebenen verband.[2] Gelobt wurde weiterhin die musikalische Untermalung von Paul Ruskay, die Grafik[3] sowie ein durch die Steuerung der Einheiten im dreidimensionalen Raum innovatives, aber dennoch ausgereifter Spielmechanik mit liebevoll gestalteten Missionen und Zwischensequenzen. Dafür erhielt das Spiel zahlreiche Auszeichnungen:

  • E3 1999 – Game Critics Awards: Bestes Strategie Spiel
  • IGN 1999 – Spiel des Jahres[4]
  • PC Gamer 1999 – Spiel des Jahres
  • Well-Rounded Entertainment 1999 – Spiel des Jahres
  • PC Joker – „Spiel des Jahres 1999
  • MetacriticBest and Worst Computer Strategy Games , Top 10: Platz 3 (2010)[5]
  • PC Games – 89 % Spielspass[6]
  • GameStar – 84 % Spielspass, Wertung: „sehr gut“[7]

Artwork und Grafikdesign[Bearbeiten]

Die Raumschiffdesigns und Weltraumhintergründe des Spiels weisen starke Ähnlichkeiten zu den Science-Fiction-Illustrationen der Künstler Chris Foss und Peter Elson auf, die beide in der speziellen Dank geht an-Sektion im Nachspann erwähnt werden. Zudem beeinflussten die Werke des britischen Science-Fiction-Illustrators John Harris die Entwickler.

Soundtrack[Bearbeiten]

Es existiert ein Lied mit dem Titel Homeworld von der Rockgruppe Yes, das Bestandteil der Musik von „Homeworld“ (1999) ist. Es stammt von dem Album The Ladder, dem 16. Studioalbum der Gruppe (1999). Der größte Teil des Soundtracks wurde von Paul Ruskay komponiert, welcher dafür den Best Score Award der Eurogamer Onlinezeitschrift 2000 gewann.[8] Die Musik des Intros ist dagegen ein klassisches Stück: Adagio for Strings von Samuel Barber (1910-1981).

Homeworld SDL[Bearbeiten]

Am 26. September 2003 gab Relic Entertainment den Quelltext von Homeworld frei,[9] was mit Hilfe von SDL zur Portierungen auf bisher nicht unterstützte Plattformen, z.B. auf Linux, Mac OS (allerdings ohne Netzwerkspiel)[10], Pandora[11], Maemo/N900[12] und Android[13][14] führte. Das Spiel ist allerdings keine freie Software, da es unter einer restriktiven, nicht-standardisierten Softwarelizenz freigegeben wurde.[15] Die Lizenz-Limitierungen behindern eine Weiterentwicklung von Homeworld SDL signifikant,[16] weswegen es seit dem Übergang der Rechte an Gearbox 2013 Bemühungen der Community gibt eine Re-Lizenzierung zu erreichen.[17] Im September 2013 reagierte Gearbox offen für solche Re-Lizenzierungsideen.[18]

Homeworld: Cataclysm[Bearbeiten]

Homeworld: Cataclysm
Homeworld-cataclysm logo.svg
Logo (Handbuch-Version)
Studio Barking Dog Studios
Publisher Sierra Entertainment
Erstveröffent-
lichung
30. Juni 2000
Plattform Windows
Genre Echtzeit-Strategiespiel
Thematik Science-Fiction
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Maus, Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
CPU 266 MHz, 32 MB RAM, 250 MB Festplattenspeicher, 4-fach CD-ROM-Laufwerk, DirectX, 4 MB Grafikkarte mit 16-Bit-Farben und DirectX-Unterstützung, 32-Bit-Internetanbindung mit 28,8-kb/s-Modem oder LAN für den Mehrspieler-Modus
Medium 1 CD-ROM
Sprache Deutsch
Aktuelle Version 1.01
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben

Diese Fortsetzung der Homeworld-Saga in Form eines selbständig funktionierenden Add-ons hat nicht mehr das ganze Volk der Kushan als Storymittelpunkt, sondern einen der kleineren Kiithid (Clan): den Kiith Somtaaw, der sein Glück vornehmlich im interstellaren Asteroiden-Bergbau sucht, nachdem die früher vorherrschenden religiösen Aspekte des Clans durch die Rückkehr nach Hiigara und die Zerstörung Kharaks in den Hintergrund getreten sind.

Handlung[Bearbeiten]

Fünfzehn Jahre nach der Ankunft auf Hiigara ist diese Welt immer noch bedroht durch die Überreste des im Bürgerkrieg zerborstenen Taiidan-Imperiums sowie durch Übergriffe turanischer Freibeuter, die in Homeworld unter anderem die Khar-Selim zerstörten, außerdem erwies sich der Aufbau und die Versorgung der Kolonien als äußerst schwierig. Zu Beginn des Spiels hilft der Kiith Somtaaw mit seinem mächtigen Bergbauschiff „Kuun Lan“ bei der Verteidigung Hiigaras gegen einen imperialen Angriff als Vorbereitung auf die weiteren Schlachten. In der Folgezeit stößt das Bergbauschiff auf seiner Reise auf einen uralten biomechanischen Virus, der von seinen Entdeckern, den Somtaaw, wieder aufgescheucht wird und sich in Form von Infektionsstrahlen und Lenkraketen auf andere Schiffe überträgt. Dabei wird die Besatzung wiederum selbst zu Teilen der Seuche und die größeren Schiffe können andere Schiffe selbständig assimilieren. „Die Bestie“, so der Deckname für das Virus, kann selbstständig denken und handeln und sammelt mit jedem infizierten Schiff neue Informationen und Technologien und entwickelt neue Strategien gegen die Kushan, Bentusi und die Taiidan-Republik, die einstigen Rebellen. Die Lebensform verbreitet sich explosiv durch die Galaxis, und ihre Niederwerfung erfordert die Anstrengungen aller hiigaranischen und verbündeten Flotten, zumal sich die Bestie mit den Überresten des Taiidan-Imperiums und den turanischen Freibeutern zusammengetan hat, nachdem deren klägliche Versuche, die Bestie unter die eigene Kontrolle zu bringen, fehlgeschlagen sind. Die Anforderungen an die Kriegführung wachsen immer mehr, und entsprechend stellt der Kiith Somtaaw auch immer stärkere Kampfschiffe in Dienst. Erst nach der Vernichtung des Bestien-Mutterschiffes mit einer antiken Waffe und der Zerstörung der NAGGAROK, des Ursprungs der Seuche, mit Hilfe der Bentusi, kann die tödliche Infektion eingedämmt und schließlich gänzlich ausgelöscht werden.

Gameplay[Bearbeiten]

Wieder übernimmt der Spieler das Kommando über eine Flotte, diesmal die des Kiith Somtaaw. Statt des Mutterschiffes ist nun die KUUN LAN, ein interstellares Bergbau-Basisschiff, Zentrum der Flotte. Sie ist etwa drei- bis viermal so groß wie ein herkömmliches Trägerschiff und wird im Verlauf des Spiels vom recht einfachen zivilen Bergbauschiff zu einem waffenstarrenden Kampf- und Basisschiff umfunktioniert, das mit Hilfe stetiger Forschung und Übernahme fremder Technologien eine improvisierte Flotte schlagkräftiger Schiffe aufbaut. Diese Schiffe neigen zu deutlich mehr Multifunktionsfähigkeit als die des Basisspiels „Homeworld“, aus dem die Graphikengine und viele Elemente und Schiffstypen übernommen wurden. Taiidan und Kushan verwenden überdies in ihren Kampfflotten die Schiffe des ersten Teils, der aber für das Spielen von „Cataclysm“ nicht benötigt wird. Man kann „nur“ noch die Somtaaw zum Spielen verwenden, im Multiplayer darf man sich zwischen den Somtaaw und der Bestie entscheiden. Die beiden Flotten könnten verschiedener nicht sein, trotzdem ist das Balancing recht gut gehalten. Im Einzelspieler-Teil erfährt man ein Stückchen mehr über die Bentusi und die Galaxis an sich.

Homeworld 2[Bearbeiten]

Hauptartikel: Homeworld 2

Der dritte Teil der Saga spielt 100 Jahre nach den Ereignissen von Homeworld. Hiigara und der Rest der Galaxis werden durch die Invasion eines galaktischen Nomadenvolkes, den Vaygr, bedroht, die aus den unbekannten Regionen des östlichen Spiralarms stammen. Ihr Anführer Makaan trachtet danach, die drei Hyperraumkerne in seinen Besitz zu bringen, die der Legende nach den großen Schöpfer Sajuuk erwachen lassen sollen. Wieder übernimmt Karan S'jet, der Anführer des Exodus, das Kommando der Flotte. Es gilt Sajuuk zu finden, bevor die Vaygr den Hiigaranern zuvorkommen, daher beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Eine wichtige Rolle spielt das Volk der Bentusi, dazu taucht eine aggressive neue Rasse auf, die anscheinend deutlich älter ist als alle anderen.

Der Spieler übernimmt erneut das Kommando über die Flotte der Hiigaraner, die mit völlig neuen Schiffstypen ausgestattet wurde. Ähnlich dem ersten Teil steigen die Fähigkeiten der Flotte mit dem Fortschreiten des Spieles, angefangen mit simplen Jägern können immer größere Schiffe bis hin zum Schlachtkreuzer und zur Schiffswerft gebaut werden. Technisch und grafisch wurde Homeworld 2 gegenüber dem Erstling verbessert und das Gameplay sowie die Bedienung streckenweise vereinfacht. Die Flottenstärke des Gegners wird außerdem nun immer an die Flottenstärke des Spielers zu Beginn einer Mission angepasst.

Homeworld Remastered Collection[Bearbeiten]

Gearbox Software gab im Juli 2013 bekannt, an einer Homeworld Remastered Collection zu arbeiten, hochauflösende und im Mehrspielermodus erweiterte Versionen von Homeworld und Homeworld 2. Die Remastered Collection wird ausschließlich in englischer Sprachausgabe mit mehrsprachigen Untertiteln und Menütexten erscheinen. Die Beta-Version der Remastered Collection wurde im Rahmen einer Pressekonferenz von Gearbox auf der PAX South 2015 (23.-25. Januar 2015) in San Antonio erstmals vorgestellt.

Am 25. Februar 2015 erschien die "Remastered Collection", trotz Ankündigung einer Veröffentlichung bei mehreren Digital Distributoren,[19] exklusiv auf der Internet-Vertriebsplattform Steam.[20] Auch die "Collector’s Edition", welche unter anderem zusätzlich ein Modell des Hiigaraner-Mutterschiffs aus Homeworld 2 beinhaltet, hat keine physischen Datenträger mit der Remastered Collection sondern nur einen einlösbaren Gutschein für den Digital Distributor Steam. Teil der Remastered Collection sind "HW1 Classic" und "HW2 Classic" genannte Spielversionen, überwiegend im Originalzustand belassene und nur mit minimalen Kompatibilitätsanpassungen für moderne Betriebssysteme versehene Neukompilate der jeweiligen Quelltexte. Die eigentlichen "Remastered" Versionen von HW1 und HW2 dagegen sind auf Basis einer stark erweiterten HW2-Engine erstellt worden. In den Remastered Versionen wurden höheraufgelöste Grafikmodelle und -effekte, Unterstützung für HD, UHD, 4K-Auflösungen, sowie überarbeitet Audio- und Videosequenzen des Originalmaterials hinzugefügt. Der Mehrspielermodus wurde vereinheitlicht, es ist möglich alle vier Fraktionen bzw. Rassen aus Teil 1 und 2 in allen Kombinationen zu spielen.[21] Neben den grafischen Updates gab es weitere Änderungen an den Spielen: beispielsweise fehlt in "HW1 Remastered" wie "HW1 Classic" der Abschlusssoundtrack der Band "Yes" wegen Lizenzproblemen,[22] und aus den "Classic" Versionen wurde der LAN Mehrspielermodus entfernt.[23] "HW1 Remastered" änderte die Spielmechanik signifikant da einige der HW1-Spielengine Fähigkeiten dem Transfer auf die HW2-Spielengine zum Opfer fielen: u.a. Treibstoff,[24] eine ballistische Projektilsimulation[25] und taktische Formationen fehlen oder sind dysfunktional.[26]

Lizenzgeschichte[Bearbeiten]

Die Rechte an der Homeworld-Serie fielen an THQ als Relic 2004 von diesen gekauft wurde.[27] Nach der Übernahme verließen einige der Relic-Gründer und ehemaligen Homeworld-Entwickler Relic Entertainment und gründeten 2007 Blackbird Interactive um ein eigenes Weltraum-RTS, aber ohne die Homeworld-Rechte, zu entwickeln.[28]

Nach der Insolvenz und anschließenden Zerschlagung THQs im Frühjahr 2013 wurden die Rechte an den Spieletiteln, darunter auch Homeworld, versteigert. Eine Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung des Lizenzkaufs durch das unabhängige Entwicklungsstudio Team-Pixel erzielte insgesamt ca. 70.000 $, wurde jedoch bei der Versteigerung am 15. April 2013 überboten.[29][30] Am 22. April wurde bekannt, dass die Rechte an für 1,35 Millionen US-Dollar an Gearbox Software gegangen waren.[31]

Gearbox Software gab auf der PAX Australia im Juli 2013 eine baldige Veröffentlichung von Homeworld-HD- und Homeworld-2-HD-Remakes zusammen mit den Originalversionen der Spiele über Online-Vertriebsplattformen wie Steam und gog.com bekannt.[32] Die Entwicklung der Homeworld Remastered Collection zog sich bis 2015 und erschien am 25. Februar 2015.

Im September 2013 wurde eine Kooperation von Gearbox mit Blackbird Interactive auf der PAX Seattle bekannt gegeben, welche Blackbird Interactive die Verwendung des Homeworld-Franchises erlaubt als auch finanzielle Unterstützung umfasst.[33] Blackbird wird das bereits in der Entwicklung befindliche Spiel Hardware: Shipbreakers als Homeworld: Shipbreakers weiterentwickeln, ein Prequel zu Homeworld.[34]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. TDA: The History of Real Time Strategy, Part 3.2: Polygons and Pixels, continued (en) gamereplays.org. 6. Juni 2008. Abgerufen am 23. März 2011: „Homeworld was the first fully three-dimensional RTS game to be released.
  2. John Bedford: Retrospective: Homeworld (englisch) Eurogamer.net. 12. September 2010. Abgerufen am 21. Januar 2011.
  3. Luke Plunkett: total recall: The End of the World Never Looked (Or Sounded) So Beautiful (englisch) kotaku.com. 23. Juni 2011. Abgerufen am 15. Dezember 2011.
  4. Vincent Lopez: Homeworld - Welcome to the best game of the year.. ign.com. 1. Oktober 1999. Abgerufen am 6. Januar 2011.
  5. Jason Dietz: Ranked: Best and Worst Computer Strategy Games (englisch) metacritics.com. 26. Juli 2010. Archiviert vom Original am 28. Juli 2010. Abgerufen am 24. April 2013: „Top 10, Position 3: Homeworld (1999)
  6. Homeworld-Wertung von PC Games
  7. Homeworld-Wertung der GameStar
  8. Gaming Globes 2000 results (englisch) eurogamer.net. 5. April 2000. Abgerufen am 11. Januar 2011: „Best Original Score: Paul Ruskay and Roger Savoie for Homeworld
  9. Andy Largent: Homeworld Source Code Released. insidemacgames.com. 8. Oktober 2003. Abgerufen am 10. Januar 2011.
  10. Macintosh Homeworld
  11. may88: Game of the Week #3 – Homeworld SDL (englisch) pandorapress.net. 23. Juni 2011. Archiviert vom Original am 30. August 2011. Abgerufen am 8. Mai 2012: „[…] released port of HomeworldSDL. Forum member Edglex enables your Pandora to experience the excellent work done by the guys at HomeworldSDL.
  12. (Announce) Homeworld (updated 2012/12/03) (englisch)
  13. Homeworld (from 1999) on Android. auf youtube (8. Juni 2014)
  14. Homeworld to Android auf beloko.com (2014)
  15. Homeworld SDL: Internetseite des Projekts bzw. homeworldsdl.org als neuere Seite mit Forum – (letzter Zugriff 21. Januar 2011)
  16. Homeworld source code licence auf homesource.nekomimicon.net (englisch, 2012)
  17. BugsMenot: Congratulations on the purchase of Homeworld IP! Re-licensing of code requested. (englisch) oldforums.gearboxsoftware.com. 1. April 2013. Abgerufen am 11. August 2014: „it was deemed pretty much impossible to continue to do anything with the released source code that was made available.[…]We just ask that the already released source code be made available under a GPL V2.0 or higher license and hosted on Github.
  18. BurlesonGBX: Re: HW source now? (englisch) gearboxsoftware.com. 5. September 2013. Abgerufen am 11. August 2014: „The license agreement for the original release of the source still stands.[…] If someone is interested in doing something under a different license using the old opensource code, there is always room to talk.
  19. Jenna Pitcher: Gearbox releasing remakes of Homeworld and Homeworld 2 for Windows PC (englisch) polygon. 20. Juli 2013. Abgerufen am 4. März 2015: „The company said that preserving the Homeworld games is Martel's highest priority and intends on making "them accessible on today's leading digital platforms."
  20. Griffin McElroy: Homeworld Remastered Collection launching Feb. 25 with original games, multiplayer beta. In: Polygon. 26. Januar 2015. Abgerufen am 26. Januar 2015.
  21. Wesley Yin-Poole: Gearbox's Homeworld HD is now Homeworld Remastered. In: Eurogamer. Gamer Network. 4. März 2014. Abgerufen am 4. März 2014.
  22. Will the end credits still feature YES?
  23. Where is lan in the classic homeworld?
  24. Michael Graf: FAQ zu Homeworld Remastered - Preis, Technik, spielerische Änderungen - Was ändert sich spielerisch?. gamestar.de. 12. Februar 2015. Abgerufen am 3. März 2015: „"Spürbarer sind die Veränderungen beim ersten Homeworld, das Gearbox für die Remastered-Edition in die Engine von Homeworld 2 portiert hat. Dabei fällt sofort auf, dass der Treibstoff entfällt"“
  25. Formations, Tactics, Fuel, and Ballistics "Now onto the ballistics model. HW1 used an ahead-of-its-time physics-based model for weapons. [...] In HW2, and thus in HW:R as a whole, this model was replaced by an RNG (random number generation) model that you might expect to see in a cheaply made traditional RTS game."
  26. Stew Shearer: Homeworld Remastered - Beautiful. Majestic. Flawed. (englisch) Escapist. 28. Februar 2015. Abgerufen am 5. März 2015: „Most notably, the remastered Homeworld throws away the original game's tactics system in favor of the less nuanced one from Homeworld 2. [...]Formations, for instance, are now essentially useless. In the 1999 version, formations were huge. You could order your units to take an aggressive stance and they'd hold a formation come hell or high-water. In the remaster, they abandon their formation the second you give a movement order, regardless of their current tactic assignment.
  27. Curt Feldman: THQ discloses Relic purchase price (en) GameSpot. 11. August 2004. Abgerufen am 23. Januar 2013.
  28. David Valjalo: Interview: Homeworld Dev Tells About New RTS, Hardware. Rock, Paper, Shotgun. 17. Januar 2013. Abgerufen am 27. April 2013: „ But when he says that Blackbird Interactive’s bold step into the genre is being worked on not only by him, but a couple of other fellow ex-Relic folk and Homeworld composer Paul Ruskay, you can’t help the feeling that an old, faithful dream team is reassembling to boldly go once again and reinvigorate, maybe even reinvent, real-time strategy in the stars…
  29. Peter Steinlechner: Team Pixel scheitert mit Kauf von Homeworld-Rechten. golem.de. 19. April 2013. Abgerufen am 25. April 2013.
  30. Jenna Pitcher: teamPixel outbid on Homeworld IP by mysterious buyer, refunding Kickstarter donations. polygon.com. 19. April 2013. Abgerufen am 27. April 2013.
  31. Alexander Sliwinski: THQ auction results: Nordic Games takes Darksiders, Red Faction; 505 Games is Drawn to Life (englisch) In: Joystiq. AOL. 22. April 2013. Abgerufen am 24. April 2013.
  32. Gearbox Announces Homeworld, Homeworld 2 HD Remakes on IGN.com
  33. Andrew Goldfarb: PAX: Homeworld: Shipbreakers Announced - Blackbird Interactive's spiritual successor will become part of the franchise instead. (englisch) ign.com. 2. September 2013. Abgerufen am 7. September 2013: „Blackbird was previously developing the game as a spiritual successor to Homeworld with the title Hardware: Shipbreakers, but Gearbox confirmed today that it will now be released as part of the franchise instead, and Gearbox will provide financial support to make sure the game can be completed and achieve Blackbird's vision.
  34. Mike Williams: Gearbox had "no clear path" for Homeworld IP (englisch) www.gamesindustry.biz. 2. September 2013. Abgerufen am 7. September 2013.