Iljuschin Il-10
| Iljuschin Il-10 | ||
|---|---|---|
Lizenzmuster B-33 im Luftfahrtmuseum Krakau |
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| Typ: | Schlachtflugzeug | |
| Entwurfsland: | ||
| Hersteller: | Iljuschin | |
| Erstflug: | 19. Mai 1944 | |
| Indienststellung: | 1944 | |
| Produktionszeit: | 1944 bis 1954 | |
| Stückzahl: | 6.166 (4.966 Il-10 + 1.200 B-33) | |
Die Iljuschin Il-10 (russisch Ильюшин Ил-10, NATO-Codename: „Beast“) war ein einmotoriges gepanzertes sowjetisches Schlachtflugzeug. Die Entwicklung und der erste Einsatz erfolgten während des Zweiten Weltkriegs als Nachfolgemodell der Il-2 Schturmowik. Im Koreakrieg fand sie ebenfalls Verwendung, erlitt dort aber aufgrund der veralteten Konstruktion schwere Verluste. Der tschechoslowakische Hersteller Avia fertigte unter Lizenz insgesamt 1.200 Il-10 unter der Bezeichnung Avia B-33.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das Konstruktionsbüro Iljuschin entwickelte im Jahre 1944 auf Basis der Il-2 einen einsitzigen Jäger/Jagdbomber zur Bekämpfung der deutschen Bomberverbände bis zu einer Einsatzhöhe von 4.000 Metern. Dazu wurde das Cockpit umkonstruiert und erhielt eine modernisierte Ausrüstung. Das Fahrwerk konnte nun komplett eingefahren werden, wobei die Haupträder um 45° geschwenkt wurden. Das Flugzeug erhielt ein stärkeres Triebwerk und eine aerodynamisch günstigere Anordnung des Wasser- und Ölkühlers im Rumpfinneren. Statt der bisher bevorzugten Holz-Metall-Gemischtbauweise setzte man nun auf eine Konstruktion aus Ganzmetall.
Am 19. Mai 1944 absolvierte der Prototyp mit Testpilot W. K. Kokkinaki unter der Bezeichnung Il-1 seinen Erstflug. Dieses Modell wurde nicht in die Massenproduktion übernommen, stattdessen konstruierte man eine baugleiche zweisitzige Ausführung und fertigte sie als Il-10 ab Herbst 1944 in Serie.
Der erste Kampfeinsatz erfolgte am 2. Februar 1945 im Raum Sprottau, bis Kriegsende wurden etwa 100 Flugzeuge gebaut. Die Produktion lief bis in die 1950er-Jahre hinein und umfasste 4.966 Il-10, die mit Doppelsteuer ausgerüstete Schulversion Il-10U eingeschlossen. Sie diente in den Luftstreitkräften Bulgariens, Chinas, Ungarns, Polens und Jugoslawiens. In der Tschechoslowakei wurden 1.200 Maschinen als Avia B-33 und CB-33 in Lizenz gebaut.
Als das Schlachtflugzeug Il-20 für die Serienfertigung abgelehnt wurde, entstand 1951 die modernisierte Il-10M, äußerlich erkennbar an den eckigen Tragflächenenden und dem verlängertem Rumpf. Von der schon 1944 entstandenen Variante Il-6 wurden nur 53 Exemplare gebaut.
Besichtigen kann man eine Il-10 im Museum der sowjetischen Luftstreitkräfte in Monino bei Moskau, im Polnischen Luftfahrtmuseum in Krakau (Foto) und mehrere Maschinen in unterschiedlichen Zuständen im China Aviation Museum bei Peking.
[Bearbeiten] Technische Beschreibung
Die Iljuschin Il-10 wurde in Ganzmetall-Halbschalenbauweise gefertigt. Wie schon bei der Il-2 hatte man auch bei ihr Wert auf eine starke Panzerung der wichtigen Teile wie Triebwerk und Cockpit gelegt. Gut geschützt waren auch die in den Tragflächen befindlichen Kraftstofftanks. Das Tragwerk war in Tiefdeckerausführung konzipiert und ebenso wie das Normalleitwerk freitragend.
[Bearbeiten] Technische Daten
| Kenngröße | Il-1 | Il-10 |
|---|---|---|
| Spannweite | 13,40 m | 13,40 m |
| Länge | 11,12 m | 11,12 m |
| Höhe | 4,10 m | 4,18 m |
| Flügelfläche | 30,0 m² | 30,0 m² |
| Leermasse | 4.285 kg | 4.650 kg |
| Startmasse | 5.320 kg | normal 6.300 kg maximal 6.535 kg |
| Antrieb | ein 12-Zylinder-V-Motor Mikulin AM-42 (1.470 kW/2.000 PS) |
ein 12-Zylinder-V-Motor Mikulin AM-42 (1.470 kW/2.000 PS) |
| Höchstgeschwindigkeit | 580 km/h in 3.260 m Höhe | 550 km/h in 2.300 m Höhe |
| Steigzeit | auf 1.000 m Höhe 1,6 min |
- |
| Gipfelhöhe | 8.600 m | praktisch 7.250 m |
| Reichweite | - | maximal 800 km |
| Bewaffnung | zwei 23-mm-MK | zwei-vier 23-mm-MK WJa-23 oder NS-23 eine 20-mm-MK UB 500–600 kg Bomben vier RS-82- oder RS-132-Raketen |
| Besatzung | 1 Pilot | 2 (Pilot / Bordschütze) |
Siehe auch: Liste der Flugzeuge Iljuschins
[Bearbeiten] Weblinks
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