Iljuschin Il-76
| Iljuschin Il-76 | ||
|---|---|---|
Iljuschin Il-76TD |
||
| Typ: | Transportflugzeug | |
| Entwurfsland: | ||
| Hersteller: | Iljuschin | |
| Erstflug: | 25. März 1971 | |
| Indienststellung: | Juni 1974 | |
| Produktionszeit: |
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| Stückzahl: | ca. 960 | |
Die Iljuschin Il-76 (NATO-Codename: „Candid“) ist ein schweres russisches Transportflugzeug, das bereits in der Sowjetunion entwickelt und gebaut wurde. Sie verfügt über vier Düsentriebwerke des Typs Solowjow D-30. Das Flugzeug ist in der Lage, schweres militärisches Gerät wie Panzer und Geschütze zu transportieren. Die militärische Variante der Il-76 ist mit einer rückwärtigen Geschützkuppel mit 23-mm-Kanonen ausgestattet. Die Besatzung besteht aus sechs bis sieben Mann. Leistungsmäßig ist die Il-76 zwischen der Lockheed C-141 Starlifter und der McDonnell Douglas C-17 anzusiedeln. Im Dezember 2011 wurde ein verbesserter Prototyp unter der Bezeichnung Il-476 im Aviastarwerk in Uljanowsk der Öffentlichkeit vorgestellt[1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Entwicklungsarbeiten für ein Nachfolgemodell der An-12 begannen Ende der 1960er Jahre unter Leitung des damaligen Chefkonstrukteurs von Iljuschin, Genrich Nowoshilow. Die Maschine sollte 40 t Nutzlast über eine Entfernung von 5000 km befördern können. Die Forderung wurde am 27. November 1967 vom Ministerrat an Iljuschin übergeben. Nach einer Entwurfsüberprüfung durch die staatlichen Stellen im Mai 1969 begann ab Anfang 1970 der Bau des ersten Prototypen im Werk Nr. 240 am Flughafen Chodinka. Der Erstflug des Prototypen (Kennung SSSR-86712) erfolgte am 25. März 1971 vom Flughafen Chodinka aus. Die staatliche Flugerprobung fand von Scheremetjewo aus statt. Im Mai 1971 wurde der Prototyp auf dem 29. Pariser Aerosalon der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Serienproduktion begann 1973 in Taschkent (am 8. Mai 1973 hob die erste Serienmaschine ab) und ab 1974 wurde die Maschine an die sowjetischen Transportfliegerkräften WTA (etwa 405 Stück) und ab Dezember 1976 an die Aeroflot (über 120) ausgeliefert. Offiziell wurde die Maschine im Frühjahr 1976 in Dienst gestellt.[2]
Im Juli 1975 wurden mit einer Serienmaschine 25 Weltrekorde aufgestellt. So wurde eine Nutzlast von 70 Tonnen in eine Höhe von 11.875 m befördert. Über eine Entfernung von 5000 Kilometern wurde mit einer Nutzlast von 40 Tonnen eine Geschwindigkeit von 816 km/h geflogen.
Außer in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten war oder ist die Il-76 auf Kuba, im Irak, Iran, Algerien, Indien, Libyen, Ungarn (Kennung HA-TCB, Standort Budapest), Südkorea und Syrien im Einsatz. Verhandlungen mit China über ein Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar für 38 Il-76 und Il-78s wurden erfolgreich abgeschlossen.
Offiziell lief die Fertigung für die Sowjetunion 1992 aus, die letzten neuen Maschinen verließen 1997 das Werk. Allerdings konnten nach dem Jahr 2000 wieder Bestellungen aus Indien für 6 Maschinen IL-78MKI und zusätzliche A-50EI gewonnen werden. Die Produktion findet derzeit in den Tschkalow-Werken (GAS-84) bei Taschkent in Usbekistan statt, soll aber verlagert werden und ab 2010 in Russland bei Iljuschin in Uljanowsk stattfinden.[3] In den letzten 30 Jahren wurden etwa 960 Exemplare der Il-76 gebaut, wovon etwa 100 in nicht-(ex)sowjetische Länder exportiert wurden.
Als Nachfolgerin bei der russischen Armee ist die Tupolew Tu-330 vorgesehen.
[Bearbeiten] Einsatz / Varianten
[Bearbeiten] Erprobungsvarianten
- Isdelije-176
Prototyp der Il-76PP
- Isdelije-576
Prototyp der Il-76 mit unbekannter Aufgabe
- Isdelije-676
Prototyp verwendet als Telemetrie- und Kommunikationsübertragungsflugzeuges. Es wurde zu Beginn der Erprobungen verwendet.
- Isdelije-776
Weiterer Prototyp, welcher als Telemetrie- und Kommunikationsübertragungsflugzeuges zu Beginn der Erprobungen verwendet wurde.
- Isdelije-976 „SKIP“
Die Abkürzung Skip steht für luftgestützte Messprüf- und Überwachungszentrale. Zur Unterstützung der Erprobung des Raduga Ch-55 Marschflugkörper sowie von neuen Flugzeugmustern wurden fünf Il-76M mit Radar-Rotodomen analog zur A-50 ausgerüstet.
- Isdelije-1076
Prototyp der Il-76 für Sondereinsätze unbekannter Art.
- Isdelije-1176
Prototyp einer EKF-Variante, ähnlich der Il-76-11.
- Il-76LL
Sie ist ein fliegender Triebwerkprüfstand mit drei ZTL-Triebwerken Typ Solowjow D-30KP (je 117,7 kN) plus ein Erprobungstriebwerk. Einzelne LL’s fungieren als fliegende Prüfstände für ein Laserlabor, elektronische Kampfführung oder ein Synthetic Aperture Radar.
- Il-76PS Seenot-Rettungsflugzeug
Diese Variante basiert auf der Il-76MD, weshalb sie manchmal auch Il-76MDPS genannt wird. Sie verfügt über ein mit zehn Fallschirmen ausgestattetes abwerfbares kleines Schiff. Es wurde lediglich ein Prototyp gebaut. Dessen Erstflug fand am 12. Dezember 1984 statt.
- Il-476
Diese Variante basiert auf der Il-76MD. Das Roll-out des ersten Prototypen erfolgte im Dezember bei Aviastar. Die Il-476 ist ausgestattet mit vier Perm PS90A-76s-Triebwerken, verstärkten Tragflächen, einem modernen digitalen Cockpit und einem überarbeiteten Rumpf. Die Nutzlast soll um 20% erhöht, der Kerosinverbrauch um 18% vermindert sein.[1]
[Bearbeiten] Militärische Einsatzvarianten
- Il-76D „Candid“
Basisvariante zum Transport von Fallschirmjägern.
- Il-76M „Candid-B“
Die verbesserte Variante mit einem verstärktem Flügel und zusätzlichem Tank in den Tragflächen hatte am 24. März 1978 ihren Erstflug.
- Il-76MD „Candid-B“
Sie besitzt eine weiter erhöhte Tankkapazität und eine größere Abflugmasse und ist mit etwas stärkeren Triebwerken ausgestattet. Sie hatte am 6. März 1981 ihren Erstflug.
- IL-76MT „Candid“
Zwei Maschinen wurden ab 1983 zu fliegenden Krankenhäusern umgerüstet.
- Il-76MF „Candid“
Die modernste Weiterentwicklung des Flugzeugs flog erstmals am 1. August 1995. Dieses Modell verfügt über einen um 6,6 Meter verlängerten Laderaum und über leistungsfähigere, dabei aber sparsamere Triebwerke des Typs PS-90A76. Dies ermöglicht ein erhöhtes Ladegewicht von bis zu 52 Tonnen und eine um bis zu 15 % vergrößerte Reichweite (bis 5800 Kilometer). Bisher existieren allerdings erst Prototypen. Es existieren Verträge, denen zufolge 2010 die ersten zehn Flugzeuge dieses Typs an die Russischen Luftstreitkräfte ausgeliefert werden sollen. Langfristig soll das russische Arsenal 100 dieser Maschinen umfassen.
- Il-76T „Candid-A“
Erste zivile wie militärische Variante der Il-76. Obwohl sie mit einem Heck-Kanonenturm ausgerüstet ist trug sie die zivile Registrierung und Markierung der sowjetischen Staats-Fluglinie Aeroflot.
- Il-76WKP
Andere Bezeichnung für die Il-82.
- Il-78 „Midas“
Als Tankflugzeug wird das Flugzeug mit zwei 18'000-Liter-Tanks (28 t Treibstoff), drei Luftbetankungsbehältern (zwei Swesda UPAS-1A Sachalin oder UPAS-1M bei Il-78M und ein PAS-1) und einem Bedienstand im Heck ausgerüstet und ist in der Lage, drei Jagdbomber Suchoi Su-24 gleichzeitig im Flug zu betanken. Bei größeren Flugzeugen wie der Tupolew Tu-22M oder Tupolew Tu-95 wird der dritte Betankungscontainer, der normalerweise unter dem Flügel mitgeführt wird, am linken Rumpfheck befestigt. Die Flügelstationen können etwa 2340 l/min, die Heckstation 4000 l/min übergeben. Diese Tankversion kann jederzeit auf die normale Frachtversion zurückgerüstet werden. Der Erstflug erfolgte am 26. Juni 1983. Die Serienproduktion begann 1984 im staatlichen Flugzeugwerk Nr.84 in Taschkent. Es wurden bis zum Ende der Produktion 1992 über 40 Stück gebaut, wovon zur Zeit wahrscheinlich aber nur etwa zehn einsatzfähig sind. Grund ist unter anderem, dass 23 Stück 1991 in der Ukraine verblieben und zu Frachtflugzeugen zurückgerüstet wurden. Ein einzelnes Exportexemplar für Libyen erhielt die Bezeichnung Il-76E. Eine reine Tankerversion ohne Laderampe und mit verstärkten Flügelwurzeln ist die Il-78M. Ihr Erstflug erfolgte am 7. März 1987. Eine Version des Tankers für Indien erhielt die Bezeichnung Il-76MKI.[4]
Die DRLO-Frühwarnversion wurde in den späten 1970er Jahren unter der Bezeichnung A-50 bei Berijew in Taganrog unter Leitung von Alexei Konstantinow entwickelt. Dabei nahm das OKB Berijew strukturelle Verstärkungen der Zelle vor. Auf dem Rumpfrücken befindet sich das Radom des Radargerätes WEGA-M Schmel (Hummel). Damit können bis zu 50 Ziele von der Größe einer MiG-21 auf eine Entfernung von 200 Kilometern erfasst und verfolgt werden. Der Prototyp flog erstmals am 19. Dezember 1978, die Produktion begann 1981.[5] Die Antennen zur Kommunikation über Satellit befinden sich unter einer Verkleidung auf dem Rumpf vor den Flügeln. Etwa 30 Flugzeuge wurden solchermaßen umgerüstet.
- Bagdad-1/2 oder Adnan
Der Irak schuf Ende der 1980er Jahre durch Einbau eines französischen Tigre-G-Radars anstelle der Heckklappe das Frühwarnflugzeug , ein zweites bekam ein Radom auf dem Rumpfrücken und die Bezeichnung Adnan-2 (oder Bagdad-2). Beide Flugzeuge wurden an den Iran abgegeben. Die dort als „Simorgh“ bezeichnete Bagdad-2 stürzte am 22. September 2009 während einer Luftparade bei Teheran ab.[6] Sie war vermutlich auf ein Radarsystem iranischer Fertigung umgerüstet worden. Bagdad-1 ist in Mehrabad stationiert und wird zur Zeit (Dezember 2009) noch nicht eingesetzt.[7]
- Il-82
Zur Leitung für die russische Atom-U-Boot-Flotte wurden zwei Il-76 mit einer ausfahrbaren 5-km-Antenne zu fliegenden Kommandoständen ausgestattet.
[Bearbeiten] Zivile Einsatzvarianten
- Il-76MD-90
Eine serienreife Variante welche für den Einsatz mit Luftlandetruppen optimiert ist und mit Perm PS-90A76 Triebwerken ausgerüstet ist. Sie kann entweder drei Luftlandepanzer oder 128 Fallschirmjäger aufnehmen, in der zweistöckigen Variante 225 Soldaten mit persönlicher Ausrüstung und Waffen. Es wurden zwei Prototypen gebaut. Der Erstflug erfolgte am 5. August 2005.
- Il-76MDK
Die auch als IL-76K bezeichnete Variante dient als Parabelflugzeug zur Simulation von Schwerelosigkeit bei der Ausbildung von Kosmonauten. Sie besitzt eine verstärkte Rumpfstruktur und einen verkleideten Frachtraum. Der Erstflug erfolgte am 2. August 1981. Es wurden drei dieser speziell verstärkten Version gebaut. Sie sind von Swjosdny Gorodok (Sternenstädtchen) nahe Moskau aus im Einsatz. Sie werden hauptsächlich für das Kosmonautentraining verwendet. Anwärter müssen unter Beweis stellen dass sie mit der Schwerelosigkeit umgehen können.[8]
- Il-76P Feuerlöschflugzeug
Die Feuerlöschvariante verfügt über einen WAP-2 Rüstsatz, der 44.000 kg Löschmittel aufnehmen kann, die durch die geöffnete Heckklappe abgegeben werden.
- Il-76T „Candid-A“
Erste zivile wie militärische Variante der Il-76.
- Il-76TD
Zivile Variante der Il-76MD. ihr Erstflug erfolgte am 5. Mai 1982.
- Il-76TF
Zivile Variante der Il-76MF.
- Il-76TD-90WD
Die zivile Variante der Il-76MD-90 ist bei Volga-Dnepr Airlines im Einsatz.
[Bearbeiten] Technische Beschreibung
Die Il-76 ist ein Schulterdecker mit T-Leitwerk. Die Triebwerke befinden sich an Pylonen unter den Flügeln. Der untere Teil der Flugzeugnase verfügt als Arbeitsplatz des Navigators über Sichtfenster. Der freitragende dreiholmige Flügel ist um 25° gepfeilt und hat eine negative V-Stellung von 4°. In ihm befinden sich drei Kraftstoffbehälter mit einem Gesamtvolumen von 81.830 Litern. An der gesamten Flügelvorderkante befinden sich Vorflügel. Für möglichst geringe Landegeschwindigkeiten befinden sich Dreifachspaltklappen an der Hinterseite des Flügels. Zur Verkürzung der Rollstrecke nach der Landung sind auf den Tragflächen achtteilige Spoiler angebracht. Die Ruder der Il-76 werden mit Kraftverstärkern angetrieben, sind aber auch auf manuelle Betätigung umschaltbar.
Das Flugzeug ist für Einsätze bei einem Temperaturbereich von -70 bis +45 Grad Celsius ausgelegt, kann also sowohl in den Polarregionen als auch im wärmeren Klima der südlichen Regionen Russlands betrieben werden. Dazu werden die Frontscheiben und Nasenkanten elektrisch enteist. Die Triebwerkseinläufe werden mittels heißer Zapfluft enteist. Der druckbelüftete Frachtraum ist 20 Meter lang (Grundversion), besitzt ein Raumvolumen von 235,28 m³ und einen Querschnitt von 3,4 × 3,4 Metern. Er verfügt als Ladehilfe über zwei 3-t-Winden und vier Deckenlaufkatzen mit einer Tragfähigkeit von 10 Tonnen. Die Heckladerampe besteht aus einer hydraulisch absenkbaren Laderampe und zwei hydraulisch angetriebenen Torschalen. Zur Stabilisierung des Flugzeugs bei Beladungen sind ausfahrbare Stützen vor der Laderampe am Heck angeordnet. Der Kabinenboden ist mit Titanfeldern, Zurrbeschlägen und Rollkugelmatten ausgestattet.
Das Fahrwerk ist für den Einsatz auf unbefestigten Landebahnen konstruiert und kann durch Veränderung des Reifendrucks von 2,5 bis 5 kg/cm² während des Fluges an den Untergrund optimal angepasst werden. Das Hauptfahrwerk verfügt über 16 Räder (acht pro Seite, je vier auf zwei Achsen hintereinander angeordnet) und wird beim Einziehen um 90° geschwenkt. Am Hauptfahrwerk werden Reifen der Dimension 1300 x 480 mm verwendet. Das nach vorn einziehende Bugfahrwerk besteht aus 4 Rädern auf einer Achse und 1100-x-300-mm-Reifen. Alle 20 Räder haben hydraulische Bremsen und Anti-Blockier-Systeme.
[Bearbeiten] Bewaffnung
- 2 × 23-mm-Maschinenkanone Grjasew-Schipunow GSch-23 in Zwillingslafette mit 150 Schuss Munition im Heckstand, die über eine optisches Zielvisier manuell vom Heckschützen bedient wird. Der Einbau erfolgte nur in Militärvarianten und umfasste eine separate Druckkabine des Typs „UKU-9K-502-1“ und ist gleich aufgebaut wie in der Tu-22M. Zur Steuerung wird das oberhalb der Kanzel eingebaute Feuerleitradar PRS-4 „Krypton“ verwendet.[9]
- 2 × FAB-500 (500-kg-Eisenbomben) an zusätzlichen Aufhängepunkten.
[Bearbeiten] Selbstverteidigungssysteme
- 6 × Radarwarnsensor ab Il-76M
- 1 × IFF-Antenne auf Nase vor Cockpit
- 2 × Täuschkörperwerfer Artem ASO-2I (32 x 50 mm IR-Täsuchkörper)[10]
[Bearbeiten] Technische Daten
| Kenngröße | Daten der Iljuschin Il-76M | Daten der Iljuschin Il-76TD | Daten der Iljuschin Il-76MF |
|---|---|---|---|
| Länge: | 46,59 m | 46,59 m | 53,19 m |
| Flügelspannweite: | 50,50 m | 50,50 m | 50,50 m |
| Tragflügelfläche: | ca. 300 m² | ca. 300 m² | ca. 300 m² |
| Flügelstreckung: | 8,5 | 8,5 | 8,5 |
| Tragflächenbelastung: |
|
|
|
| Höhe: | 14,76 m | 14,76 m | 14,45 m |
| Leergewicht: | 92.000 kg | 92.000 kg | 104.000 kg |
| Maximales Startgewicht: | 170.000 kg | 190.000 kg | 210.000 kg |
| Maximale Nutzlast: | 40.000 kg | 48.000 kg | 52.000 kg |
| Maximaler Rumpfdurchmesser: | 4,80 m | 4,80 m | 4,80 m |
| Frachtraumbreite: | 3,46 m | 3,46 m | 3,46 m |
| Frachtraumhöhe: | 3,40 m | 3,40 m | 3,40 m |
| Frachtraumlänge: | 20 m | 20 m | 25,75 m |
| Triebwerkstypen: | Vier Solowjow D-30KP mit je 118 kN Schub | Vier Solowjow D-30KP Serie 2 mit je 122 kN Schub | Vier PS-90A-76 mit je 142 kN Schub |
| Höchstgeschwindigkeit: | 850 km/h | 850 km/h | 850 km/h |
| Reisegeschwindigkeit: | 750 km/h | 750 km/h | 800 km/h |
| Anfluggeschwindigkeit: | 220 km/h | 220 km/h | 240 km/h |
| Dienstgipfelhöhe: | 15.500 m | 15.500 m | 15.500 m |
| Reiseflughöhe: | 9.000 | 12.000 m | 13.000 m |
| Flugreichweite: |
|
|
|
| Startrollstrecke: | 850 m | 1.700 m | 1.800 m |
| Landerollstrecke: | 450 m | 1.000 m | 990 m |
| Erstflug: | 24. März 1978 | 5. Mai 1982 | 1. August 1995 |
| Stückzahl: | 242, davon noch 164 im Dienst, 46 stillgelegt und vier ohne Eigentümer |
k. A. | k. A. |
[Bearbeiten] Unglücke (Auswahl)
- Am 12. November 1996 kollidiert in der Luft eine in Delhi gestartete Boeing 747 der Saudi Arabian Airlines und eine Il-76TD der Kazakhstan Airlines, die ihre zugewiesene Flughöhe verlassen hatte. Alle 349 Personen in beiden Flugzeugen starben (siehe Flugzeugkollision von Charkhi Dadri).
- Am 27. November 1997 verunglückte eine Il-76MD der russischen Luftwaffe kurz nach dem Start auf dem Flughafen Abakan. Bei dem Unfall kamen alle 23 Insassen ums Leben.[11]
- Am 19. Februar 2003 prallte eine iranische IL-76MD mit 257 Soldaten der iranischen Revolutionsgarde und 18 Besatzungsmitgliedern an Bord gegen einen Berg und alle Personen kamen dabei ums Leben. Die Maschine war auf dem Flug von Zahedan nach Kerman.
- Am 9. März 2009 stürzt eine Il-76T mit Hilfsgütern für die African Union Mission to Somalia nach dem Start auf dem Flughafen Entebbe in den Victoriasee. Dabei kamen 11 Besatzungsmitglieder ums Leben.
- Am 1. November 2009 stürzte eine unbeladene Il-76 kurz nach dem Start aus etwa 20 Metern Höhe nahe der russischen Stadt Jakutsk ab. Zum Zeitpunkt des Unglück herrschten etwa -24° Grad. Insgesamt starben elf Menschen, nachdem die Maschine kurz nach dem Start gegen einen Schutthügel prallte und dann auf unbewohntem Gebiet abstürzte. Die Maschine sollte Einsatzkräfte aus dem Nordkaukasus holen. Die Unglücksursache ist noch ungeklärt.[12]
- Am 28. November 2010 stürzte die Il-76 mit dem Kennzeichen 4L-GNI der russischen Sun Way kurz nach dem Start in ein Wohngebiet von Karatschi, Pakistan. An Bord starben acht Menschen, am Boden weitere zwei. Ersten Berichten zufolge wollte der Pilot nach einem Triebwerksbrand zum Flughafen Karatschi zurückkehren.[13]
- Am 6. Juli 2011 zerschellte die Il-76 mit dem Kennzeichen 4K-AZ55 der aserbaidschanischen Silk Way Airlines im Landeanflug eines Fluges von Baku, Aserbaidschan zur Bagram Air Base, Afghanistan in den Bergen in der Nähe von Kabul. An Bord starben neun Menschen.[14][15]
[Bearbeiten] Siehe auch
- Iljuschin A-50 Mainstay (AWACS-Variante der Il-76 zur Radar-Aufklärung)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Il-476 Prototype Revealed in Air International (engl. Printausgabe), Febr. 2012, S. 5; Modernized Il-476 Transport Assembled (engl.) bei aviationweek.com, technische Informationen (engl.) bei globalsecurity.org (beide abgerufen am 2. Januar 2012)
- ↑ FlugRevue Juli 2008, S.51-54, Iljuschin Il-76
- ↑ Russland holt Il-76 heim (englisch)
- ↑ FliegerRevue Januar 2009, S. 21-23, Russlands Tanker-Flotte in der Krise
- ↑ Dieter Stammer: Russlands fliegende Radarschirme. In: Flieger Revue Extra Nr. 35. Möller 2011. ISSN 0941/889X. S. 50
- ↑ Youtube:Absturzvideo
- ↑ Tom Cooper, Liam F. Devlin: Die Wächter des iranischen Luftraums, Fliegerrevue Extra Nr. 27, S. 23–24
- ↑ Schwerelosigkeitsflüge in der Il-76K in Swjosdny Gorodok
- ↑ http://www.vectorsite.net/avil76.html
- ↑ http://www.artem.ua/index.php?article=zaschita-aso&lang=en&PHPSESSID=e75c34b0b4920d05280e07e5819faf18
- ↑ Aviation Safety Network
- ↑ Polizei-Flugzeug in Sibirien abgestürzt - elf Tote. RIA Novosti (1. November 2009). Abgerufen am 1. November 2009.
- ↑ AV Herald Bericht
- ↑ www.avherald.com (englisch)
- ↑ Aserbaidschanisches Transportflugzeug von Taliban abgeschossen, rianovosti 9. Juli 2011
[Bearbeiten] Weblinks
Zivile Baureihen: Il-12 | Il-14 | Il-18 (1946) | Il-18 | Il-62 | Il-86 | Il-96 | Il-103 | Il-114
Militärische Baureihen: A-50 | DB-3 | DB-4 | Il-2 | Il-4 | Il-6 | Il-8 | Il-10 | Il-20 (1948) | Il-20 | Il-22 | Il-24 | Il-28 | Il-30 | Il-32 | Il-38 | Il-40 | Il-46 | Il-54 | Il-76 | Il-102 | Il-108 | Il-214