Jördis Triebel

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Jördis Triebel (2014)
Jördis Triebel gemeinsam mit Florian Lukas auf der Berlinale 2013

Jördis Triebel (* 1977 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Jördis Triebel wuchs in Berlin-Prenzlauer Berg auf. Durch ihre Mutter, die vor der Wende Requisiteurin beim damaligen Theater der Freundschaft (heute Theater an der Parkaue) in Berlin-Lichtenberg war, kam sie frühzeitig mit dem Theater in Berührung und konnte bei Proben zuschauen. Von 1997 bis 2001 studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Nach ihrem Abschluss wurde die Schauspielerin 2001 Ensemblemitglied am Bremer Theater, dem sie bis 2004 angehörte. Dort wirkte sie unter anderem in den Inszenierungen von Henrik Ibsens Baumeister Solneß, William Shakespeares Romeo und Julia und Hamlet und Mark Ravenhills Gestochen scharfe Polaroids mit.

Nachdem sie 2004 aus dem Bremer Ensemble ausgeschieden war, hatte Jördis Triebel 2004/05 ein Gastspiel am Schauspielhaus Zürich, wo sie in Arthur Schnitzlers Das weite Land auftrat; 2005/06 verkörperte sie am Schauspiel Köln in Europa für Anfänger „Italien“.

Nach einer Gastrolle in der Fernsehserie Wolffs Revier 2005 übernahm sie mit der Figur der eigenwilligen Schweinezüchterin Emma in Sven Taddickens Emmas Glück ihre erste Hauptrolle in einem Film, für die sie mehrfach preisgekrönt wurde und eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis erhielt. Eine weitere Nominierung für den Deutschen Filmpreis erhielt sie für ihre Nebenrolle als Mutter in Sönke Wortmanns Die Päpstin (2009). Für die Hauptrolle in Christian Schwochows Spielfilm Westen wurde sie 2013 auf dem World Film Festival in Montreal als „Beste Darstellerin“ ausgezeichnet.

Triebel hat mit dem deutschen Schauspieler Matthias Weidenhöfer zwei Söhne.

Filmografie[Bearbeiten]

Audioproduktionen[Bearbeiten]

  • 2002: Crazy Gary’s Mobile Disco von Gary Owen, Regie: Gottfried von Einem, Radio Bremen
  • 2007: Die Patriotin von Thomas Martin nach einer Erzählung von Yukio Mishima, Regie: der Autor, Westdeutscher Rundfunk
  • 2008: Tochter der Träume von Thomas Martin, Regie: der Autor, Westdeutscher Rundfunk
  • 2011: Heute schon im Knast gewesen? – Über Straffälligenhilfe, Feature von Cordula Dickmeiß, Regie: die Autorin, Deutschlandradio Kultur
  • 2013: Bello e impossibile oder Die Dohmsche Verführung von Joy Markert, Regie: Alexander Schuhmacher, Deutschlandradio Kultur
  • 2013: Primetime von Oliver Bukowski, Regie: Alexander Schuhmacher, Deutschlandradio Kultur
  • 2014: Das Tangotier oder Reibung erzeugt Wärme von Andra Joeckle, Regie: Alexander Schuhmacher, Deutschlandradio Kultur

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jördis Triebel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien