Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin
Logo
Gründung 1951
Trägerschaft staatlich
Ort Berlin
Bundesland Berlin
Staat Deutschland
Rektor Wolfgang Engler
Studenten 221 WS 2012/13[1]
Website www.hfs-berlin.de

Die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin (HFS) mit Sitz im Berliner Ortsteil Niederschöneweide wurde 1951 als Staatliche Schauspielschule Berlin im Range einer Fachschule gegründet. 1981 erhielt sie den Status einer Hochschule und wurde nach dem ein Jahr zuvor verstorbenen Sänger und Schauspieler Ernst Busch benannt.

Die Wurzeln[Bearbeiten]

Die Hochschule geht zurück auf die von Max Reinhardt 1905 eingerichtete Schauspielschule des Deutschen Theaters zu Berlin. Sie gehörte zu dem von ihm übernommenen Deutschen Theater und war – wie zu dieser Zeit üblich – privatrechtlich organisiert. Erste Ausbildungsstätte war das Erdgeschoss des Wesendonkschen Palais, (In den Zelten 21, in der Nähe des Reichstags), in dem Reinhardt wohnte.

Diktatur und Zusammenbruch[Bearbeiten]

Nachdem Reinhardt 1932 das Haus verlassen hatte, wurde Heinz Hilpert 1934 Intendant und führte das Haus durch die Zeit des Nationalsozialismus bis zur Schließung 1944. Hilpert konnte die Schule nicht nur vor der Schließung bewahren, sondern sie erhielt erstmals in ihrer Geschichte Subventionen. Seine segensreiche aber diskrete Tätigkeit ist mit dem noch heute diskutierten Wirken von Gustaf Gründgens in dieser Zeit verbunden. Nach dem Zusammenbruch 1945 gab es noch einen lebhaften kulturellen Austausch, und die Künstler konnten sich ihren Befreier aussuchen. Mit der Zeit wurden aber die ideologischen und territorialen Einflussgebiete abgesteckt, und die Künstler mussten sich für ihren Befreier entscheiden. Die großen Bühnen wurden Staatstheater, Boleslaw Barlog trug im Westteil Berlins zum Wiederaufbau der Theaterlandschaft bei, Gustav von Wangenheim, aus dem russischen Exil zurückgekehrt, wurde Intendant des Deutschen Theaters, kurz darauf für lange Jahre Wolfgang Langhoff. Ab Juli 1946 wurde ein vom Magistrat der Stadt Berlin subventionierter Lehrbetrieb wieder aufgenommen. Nach der Währungsreform 1948 gab die Schule die genutzten Räume des zerstörten Schillertheaters im Westen der Stadt auf.

Staatliche Schauspielschule[Bearbeiten]

Das DDR-Kulturministerium ließ die Schauspielschule im September 1951 formal neu entstehen. Konzeptionell wurde sie an einem Lehrplan ausgerichtet, der mit der 2. Parteikonferenz der SED an der Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit orientiert ist. Das Bekenntnis zu staatlicher Ausbildung ist keine sozialistische Erfindung, es ist in fast allen Gesellschaften herrschend. Ideologische Unterschiede sind eher an der Regelung des Zugangs zu den Bildungseinrichtungen und an den Lehrplänen zu erkennen. In bewusster Abkehr von der bisherigen Praxis wurde als Ausbildungsstätte das etwas abgelegene sogenannte Alte Bootshaus in Niederschöneweide gewählt. 1979 wurde mit dem Neubau begonnen, der 1981 abgeschlossen wurde. In dieser Zeit befand sich die Schule in einem Schulbau in Marzahn, in den kurzfristig Bühnen und eine große Probebühne eingebaut wurden. In den 1980er Jahren wurde die heutige Hochschule für Musik und Theater Rostock, damals „Staatliche Schauspielschule Rostock”, an die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin angegliedert.

Zwischen 1974 und 1989 wurde die Schauspielschule von dem Schauspieler Hans-Peter Minetti geleitet. Bedeutende Lehrer waren neben Rudolf Penka und Kurt Veth (beide zeitweilig auch Direktoren der Schule) Wolfgang Engel, Thomas Langhoff, Ursula Karusseit, Hans-Georg Simmgen, Jutta Hoffmann und andere im Fach Schauspiel, die Bewegungs- und Tanz-Dozentin Hilde Buchwald und für das Fach Diktion der Lyriker Karl Mickel.

Die Hochschule heute[Bearbeiten]

Für die Regieausbildung und als Spielstätte nutzt die Hochschule das Berliner Arbeiter-Theater. Jährlich werden etwa 15 Produktionen aufgeführt. Ungefähr 90 Studenten werden an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Schauspiel, Puppenspiel, Regie, Dramaturgie und Tanz (Bühnentanz und Choreografie) unterrichtet. In der DDR galt die Schule als Kaderschmiede. Nach der Wende wurde sie vor allem durch den Langzeit-Dokumentarfilm Die Spielwütigen von Andres Veiel (1997–2004) bekannt. 2004 wurde der Hochschule der Kunstpreis Berlin verliehen. Für politischen Wirbel sorgte im Juni 2005 die Berufung des Soziologen Wolfgang Engler zum Rektor der Hochschule. Er wurde Nachfolger von Klaus Völker, der die Schule seit 1993 geleitet hatte.

Die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin ist Mitgliedsinstitut der Ständigen Konferenz Schauspielausbildung (SKS). Die Schule wurde 2010 mit dem „Filmkulturpreis Mannheim-Heidelberg“ ausgezeichnet, den das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg an Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen vergibt, die sich über Jahre hinweg kontinuierlich verdient gemacht haben um die Filmkultur in Deutschland.

Absolventen der Schule[Bearbeiten]

Der folgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Reinhardt-Schüler bis 1933[Bearbeiten]

Absolventen zwischen 1933 und 1950[Bearbeiten]

Absolventen seit 1951[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

  • Die Spielwütigen. Dokumentation, Deutschland, 2004, 104 Min., Buch und Regie: Andres Veiel, Produktion: Journal Film. Porträt von vier Schülern der Schauspielhochschule Ernst Busch.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)

52.45361111111113.521944444444Koordinaten: 52° 27′ 13″ N, 13° 31′ 19″ O