Jaén

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Jaén in Spanien. Weitere Bedeutungen unter Jaen.
Jaén
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Jaén
Jaén (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Jaén
Comarca: Metropolitana de Jaén
Koordinaten 37° 46′ N, 3° 47′ W37.765-3.7888888888889574Koordinaten: 37° 46′ N, 3° 47′ W
Höhe: 574 msnm
Fläche: 424,3 km²
Einwohner: 116.176 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 273,81 Einw./km²
Postleitzahl: 23001 – 23009
Gemeindenummer (INE): 23050 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch
Bürgermeister: José Enrique Fernández de Moya Romero (PP)
Website: www.aytojaen.es

Jaén [xaˈen] (von arabisch ‏ جيان‎ Dschayyan, DMG Ǧayyān) ist die Hauptstadt der Provinz Jaén im Nordosten der spanischen Region Andalusien.

Die Stadt hat 116.176 Einwohner und liegt im weiten Tal des Guadalquivir zwischen den mit Olivenbäumen bewachsenen Bergen La Pandera und Jabalcuz in einer Höhe von 574 msnm.

Geschichte[Bearbeiten]

In Zeiten der römischen Herrschaft über die Iberische Halbinsel wurde in der Gegend um Jaén nach Silber geschürft. Nach dem Ende des Kalifats von Córdoba wurde Jaén 1145 für kurze Zeit Hauptstadt eines kleinen Taifa-Emirats, als sich zuerst Ibn Yuzai dort zum Alleinherrscher aufschwang und schon wenige Monate später von Abu Dja'far Ahmad Zafadola verdrängt wurde, der im gleichen Jahr auch in Córdoba und Granada die Macht ergriffen hatte. Noch im selben Jahr wurde Jaén jedoch von den Almohaden erobert und ihrem Grossreich einverleibt. 1159 gelang es Mohammed ibn Sa’d ibn Mardanisch, dem „Wolfskönig“ (Rey Lobo) von Murcia, die Almohaden noch einmal aus Jaén zu vertreiben und es bis 1168 seinem eigenen Herrschaftsbereich einzuverleiben. Dann fiel es für wenige Monate an den Hamuskiden Ibrahim, der sich auch Arjona gesichert hatte, aber schon im selben Jahr 1168 wieder den Almohaden weichen musste. Als das Reich der Almohaden zerbrach, wurde Jaén zunächst von dem Nasriden Muhammad I. ibn Nasr (1232–1272) aus Arjona erobert, fiel aber schon 1246 im Zuge der christlichen Reconquista (Rückeroberung) in die Hände der Kastilier. Jaén wurde so zu einem strategisch wichtigen Punkt in der Reconquista der Katholischen Könige und erhielt 1466 den Titel „Sehr noble, berühmte und treue Stadt Jaén, Wächter und Verteidiger der Könige von Kastilien.“ 1491 wurde die Eroberung Granadas von Jaén aus begonnen.

1508 wurde mit der Puente del Obispo über dem Río Guadalquivir die Verbindung zur Stadt Baeza geschaffen.

Im spanischen Bürgerkrieges blieb die Stadt loyal gegenüber der Zweiten Spanischen Republik und wurde deshalb von einer Flugstaffel der Legion Condor am 1. April 1937 bombardiert. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass bei der Bombardierung 159 Bewohner getötet und mehrere hundert Bewohner verletzt wurden. Die Einnahme der Stadt durch Francos Truppen wird mit Ende März 1939 angenommen.

Parador im Castillo de Santa Catalina

Wirtschaft und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jaén lebt sowohl von Landwirtschaft als auch von Industrie. Seit 1993 ist Jaén Sitz einer Universität. Touristische Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale aus der Renaissance (16. bzw. 18. Jahrhundert), die Kirchen San Bartolomé, die im Mudejar-Stil errichtet wurde, und San Andrés, einer ehemaligen Synagoge, die gut erhaltenen Arabischen Bäder, die mauernbewehrte Altstadt mit der darüber befindlichen Burg Castillo de Santa Catalina, in der ein Parador-Hotel betrieben wird.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jaén – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).