Jimmy White

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Jimmy White
Jimmy White
Geburtstag 2. Mai 1962
Geburtsort London
Nationalität EnglandEngland England
Spitzname(n) The Whirlwind
Profi seit 1980
Preisgeld 4.664.958 £[1]
Höchstes Break 147 (1×)[1]
Century Breaks 328[1]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege 10
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 2 (87/8888/89)
Aktueller WRL-Platz 64 (Stand: 24. November 2014)

James Warren („Jimmy“) White (MBE; * 2. Mai 1962 in London) ist ein englischer Snookerspieler. Er zählt zu den populärsten Vertretern dieses Sports.

Karriere[Bearbeiten]

White begann im Alter von neun Jahren mit dem Snooker. Zusammen mit Tony Meo soll er, um üben zu können, die Schule geschwänzt haben. Es heißt sogar, der Direktor seiner Schule hätte ihm im Teenageralter erlaubt, dafür den Nachmittagsunterricht ausfallen zu lassen, solange er nur vormittags den Unterricht besuchen würde.

Zunächst wurde er von einem Taxifahrer unterstützt und auch zu lokalen Preisgeldturnieren gefahren. Das erste Mal machte Jimmy White auf sich aufmerksam, als er die National Under 16 Championship gewann. Er galt in dieser Altersklasse als der beste Snookerspieler aller Zeiten. Mit 16 Jahren und 11 Monaten gewann er die Englischen Amateurmeisterschaften und qualifizierte sich damit für die IBSF-Amateurweltmeisterschaft, wo er bis heute (Stand: Februar 2014)der jüngste Sieger ist (er war damals 18 Jahre und 191 Tage alt).

1980 wechselte er ins Profilager. Gleich im ersten Jahr qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft im Crucible Theatre in Sheffield. Er unterlag allerdings schon in Runde 1 dem späteren Weltmeister Steve Davis.

1981 gewann er die Northern Ireland Classic. Im Frühjahr 1982 kam er bei der Weltmeisterschaft bis ins Halbfinale, das er gegen Alex Higgins nach einer 15:14-Führung und einem vermeintlich sicheren Vorsprung im 30. Frame nach einem legendären Break von Higgins noch mit 15:16 verlor. Dieses Spiel zählt zu den besten, die je bei einer Weltmeisterschaft gespielt wurden. Nach anderthalb Jahren als Profi belegte White Platz 10 der Weltrangliste.

1984 erreichte er zum ersten Mal das Finale der Weltmeisterschaft, das er mit 16:18 gegen Steve Davis verlor. Zwei Jahre später gewann er sein erstes Weltranglistenturnier, die Mercantile Credit Classic. 1987 belegte er Position 2 der Weltrangliste, die beste Platzierung in seiner Karriere.

Zwischen 1990 und 1994 erreichte er fünf Mal in Folge das Finale der Weltmeisterschaft, er konnte es aber nie gewinnen. Zum Teil verlor er die Partien in der mittlerweile für ihn so typischen, dramatischen Weise: 1992 führte er gegen Stephen Hendry mit 14:8 und unterlag noch mit 14:18, 1994 verschoss er (wieder gegen Hendry) beim Stande von 17:17 eine „einfache“ schwarze Kugel vom Spot – Hendry räumte ab und White hatte erneut den WM-Titel verpasst.

2005 verkündete Jimmy White, dass er auch Poolbillard mit Ronnie O’Sullivan auf der International Pool Tour spielen würde.

Erfolge[Bearbeiten]

als Amateur[Bearbeiten]

bei Ranglistenturnieren[Bearbeiten]

bei Einladungsturnieren[Bearbeiten]

bei der World Series[Bearbeiten]

  • Turnier in Prag 2009

Pool[Bearbeiten]

  • Mosconi Cup 1995 (als Mitglied des europäischen Teams)

Poker[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Sein Spitzname „Whirlwind of London Town“ bezieht sich auf sein schnelles Spiel. Der „Wirbelwind“ zählt zu den beliebtesten Snookerspielern. Neben seinem Spielstil ist er auch für seine außergewöhnliche Fairness bekannt.

Er ist Träger des MBE. Gegen drei der fünf anderen Snookerspieler, denen die gleiche Ehre zuteilwurde, hat Jimmy White jeweils ein WM-Finale verloren: John Parrott, Steve Davis und Stephen Hendry (die beiden anderen Spieler sind Mark Williams und John Higgins).

In dem 1990 erschienenen Kung-Fu- und Billard-Film Legend of the Dragon von Stephen Chow hatte White einen Cameo-Auftritt als er selbst.

2004 wurde er wegen Drogenbesitzes (Kokain) festgenommen, er kam aber mit einer polizeilichen Verwarnung davon.

Vom 15. November bis zum 4. Dezember 2009 nahm er an der britischen Ausgabe der Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil und wurde Dritter.[2]

Jimmy White ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c Profil von Jimmy White bei CueTracker (Stand: 7. August 2014)
  2. Jimmy White Dritter bei I’m a celebrity

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jimmy White – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Jimmy White: Behind the White Ball: My Autobiography. Hutchinson, London 1998, ISBN 0-09-180126-5. (englisch)
  • Aubrey Malone: Whirlwind: The Incredible Story of Jimmy White. Know the Score Books, 2009, ISBN 1-84818-742-4. (englisch)