Shaun Murphy (Snookerspieler)

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Shaun Murphy
Shaun Murphy
Geburtstag 10. August 1982
Geburtsort Northampton
Nationalität EnglandEngland England
Spitzname(n) Whiston Warrior, The Magician
Profi seit 1997
Preisgeld 1.806.545 £
91.450 €
56.000 $
35.000 A$[1]
Höchstes Break 147 (1×)[1]
Century Breaks 252[1]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften 1
Ranglistenturniersiege 4
Minor-Turniersiege 1
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 3 (07/0809/10)
Aktueller WRL-Platz 4 (Stand: 7. Mai 2013)

Shaun Murphy (* 10. August 1982 in Northampton) ist ein englischer Snookerspieler aus Rotherham bei Sheffield. Er wurde 2005 Weltmeister.

Inhaltsverzeichnis

Karriere [Bearbeiten]

Shaun Murphy (Spitzname „Whiston Warrior“, "The Magician") begann seine professionelle Karriere als Snookerspieler 1997.

Nach der Saison 2001/02 bekam Murphy die Auszeichnungen World Snooker Newcomer of the Year und YPD of the Year awards, nachdem er 2000 die Benson & Hedges Championship gewonnen hatte, was ihm die Teilnahme am Masters in London ermöglichte.

2005 gewann er überraschend die Snookerweltmeisterschaft in Sheffield. Er war nur auf Platz 48 der Snookerweltrangliste gelistet und musste sich zunächst in der Qualifikation den Platz in der WM-Endrunde erkämpfen. Murphy schlug im Finale Matthew Stevens mit 18:16 Frames. Er ist erst der zweite nach Terry Griffiths 1979, dem es als ungesetzter Spieler gelang, den Weltmeistertitel zu gewinnen. Durch diesen Sieg war Murphy nach Abschluss der Saison auf Platz 21 der offiziellen Weltrangliste vorgerückt.

Sein bestes Ergebnis in der Saison 2005/06 erreichte er bei den Welsh Open. Im Finale unterlag er dort Stephen Lee mit 4:9. Bei der Weltmeisterschaft 2006 konnte er seinen Titel nicht verteidigen. Im Viertelfinale verlor er gegen Peter Ebdon mit 7:13. In der Weltrangliste für die Saison 2006/07 rückte er dennoch auf Platz 5 vor.

Beim Malta Cup 2007 gewann Murphy das Finale am 4. Februar 2007 gegen Ryan Day mit 9:4. Während der Vorbereitung auf die WM 2007 nahm er 18 Kilogramm an Körpergewicht ab. Bei dieser WM schaffte er den Einzug ins Halbfinale und sammelte damit genug Punkte, um am Ende Platz 3 der Weltrangliste einzunehmen.

Beim Pot Black Cup der Saison 2007/2008 unterlag er im Finale dem Iren Ken Doherty, im Februar 2008 konnte er beim Malta Cup mit einem Sieg über denselben Gegner seinen Titel verteidigen. Beide Turniere waren jedoch keine Weltranglistenturniere. Durch seine konstante Leistung während der Saison mit mehreren Halbfinalteilnahmen und dem Erreichen des Finales der China Open, wo er knapp Stephen Maguire mit 9:10 Frames unterlag, konnte er dann aber genug Punkte sammeln, um als Führender in der provisorischen Rangliste in die abschließende Weltmeisterschaft zu gehen. Allerdings unterlag er dort bereits in der zweiten Runde dem späteren Finalisten Allister Carter, weshalb er am Ende in der offiziellen Weltrangliste erneut auf Platz 3 stand.

Nachdem er sehr schlecht in die Saison 2008/09 gestartet und bei mehreren Main-Tour-Turnieren in der ersten Runde ausgeschieden war, gelang ihm bei der UK Championship der Einzug ins Finale und schließlich ein umkämpfter 10:9-Finalsieg gegen Marco Fu. Er war damit der zehnte Spieler, der mit der Weltmeisterschaft und der UK Championship die beiden wichtigsten Snookerturniere gewinnen konnte. Trotz einer Erkältung, die ihm im Vorfeld Probleme bereitet hatte, erreichte Shaun Murphy im Jahr 2009 das Finale der Weltmeisterschaft. Mit 9:18 unterlag er jedoch dem Schotten John Higgins, der sich insbesondere in der zweiten Session einen großen Vorsprung erspielt hatte, sehr deutlich.

Neben der Main Tour nahm er in der Saison 2008/09 auch bei zwei Einzelturnieren sowie am Finalturnier in Portimão der neu gegründeten World Series of Snooker teil. Im Endspiel des Finalturniers konnte er sich mit 6:2 gegen John Higgins durchsetzen und damit für die Niederlage im WM-Finale revanchieren. In der Saison 2009/10 nahm er erneut an der World Series of Snooker teil und gewann das erste Turnier mit 5:1 im Finale gegen Jimmy White.

Die Saison 2010/11 begann für Murphy mit einem Sieg bei den Wuxi Classic. Weltranglistenpunkte sammelte er auf der Players Tour Championship, einer zu dieser Saison neu eingeführten Serie von Minor-Ranking-Turnieren. Bei den Brügge Open 2010 gewann er das Finale gegen Matthew Couch und auch bei den Ruhr Championship in Hamm kam er bis ins Finale, unterlag dort aber John Higgins. Er qualifizierte sich auch für das Finalturnier der Serie in Dublin im März 2011 und gewann die Grand Finals mit einem Endspielsieg über Martin Gould mit 4:0. Bei der Snookerweltmeisterschaft 2011 kam er mit seinem 10:1-Sieg über Marcus Campbell ins Achtelfinale, das er mit 10:13 gegen Ronnie O’Sullivan verlor.

In der Saison 2011/2012 gewann er am 18. September 2011 das Brazil Masters gegen Graeme Dott mit 5:0.

Anfang der Saison 2012/13 verlor er das Finale der 6-Red World Championship 2012 gegen Mark Davis mit 4:8.

Stärken und Schwächen [Bearbeiten]

Murphy verfügt über große Stärken im Lochspiel. Er versenkt extrem schwierige Bälle und ist dadurch auch in der Lage, eine "festgespielte" Situation zu retten, in der für viele andere Spieler nur eine Safety, also der kontrollierte Ausstieg, in Frage käme. Murphy nutzt nach der Eröffnung des Frames die kleinste Chance auf den ersten Punkt und ist nicht selten in der Lage, so lange am Tisch zu bleiben, bis der Frame zu seinen Gunsten entschieden ist.

Seine große Risikobereitschaft ist zugleich auch die Chance für den Gegner. Versenkt er den anvisierten langen Ball nicht, hinterlässt er manchmal einen offenen Tisch und damit dem Gegner alle Möglichkeiten. Auch seine Fähigkeiten im taktischen Spiel gehören keineswegs zu den besten der Szene. Nach seinem WM-Sieg hat er jedoch damit begonnen, diese Defizite aufzuarbeiten.

Erfolge [Bearbeiten]

Ranglistenturniere [Bearbeiten]

Minor-Ranking-Turniere [Bearbeiten]

Einladungsturniere [Bearbeiten]

Sonstige [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c Profil von Shaun Murphy bei CueTracker (Stand: 6. März 2013)

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Shaun Murphy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien