Jordaan

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Jordaan (Begriffsklärung) aufgeführt.
Luftbild des Stadtteils Jordaan
Lage von Jordaan (grün) innerhalb Amsterdams

Der Jordaan ist ein Stadtteil Amsterdams, ungefähr zwischen Nassaukade und Prinsengracht. Mit seinen kleinen Häusern war der Jordaan von altersher eine typische Arbeitergegend; aber am Ende des 20. Jahrhunderts wurde es „hip“, hier zu wohnen; die Preise schossen hoch, so dass die Mieten den ursprünglichen Bewohnern zu hoch wurden.

Der Ursprung des Namens ist unklar. Manchmal wird auf den gleichnamigen Fluss in Israel und Palästina verwiesen; aber angesichts der vielen Straßennamen mit Verweisen auf das Pflanzenreich (Lindengracht, Bloemgracht, Rosenstraat) ist es möglich, dass sich der Name auf eine Verballhornung des französischen Wortes für Garten, jardin, zurückführen lässt, denn in Amsterdam hatten sich viele geflüchtete Hugenotten niedergelassen.[1]

Bekannte Söhne und Töchter dieses Stadtteils sind die Pädagogen Theo Thijssen, dem auch ein kleines Museum gewidmet wurde, Jan Lighart sowie die Sänger Willy Alberti, Johnny Jordaan, Tante Leen und der Akkordeon-Spieler Johnny Meijer (die letzten drei mit bronzenem Standbild auf dem Johnny Jordaanplein).

In der Westerstraat im Jordaan befindet sich das Pianola Museum und bei der Elandsgracht das Hausbootmuseum. In der Prinsengracht das Amsterdam Tulip Museum (Tulpenmuseum), gegenüber das Anne-Frank-Haus.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jordaan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Johannes ter Gouw: Amsterdam: oorsprong en afleiding van de namen der grachten, eilanden, pleinen, straten, stegen, bruggen, sluizen en torens dezer stad : tweede stuk, Amsterdam 1865, S. 117. Online

52.3791666666674.8802777777778Koordinaten: 52° 23′ N, 4° 53′ O