Amsterdam Oud-West

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Stadtteil Oud-West

Oud-West ist ein Stadtteil der Gemeinde Amsterdam im Stadtbezirk Amsterdam West und gehört zur niederländischen Provinz Nord-Holland. Die Grundfläche des Stadtteiles betrug (Juli 2009) 1,75 km²; im Jahr 2003 hatte Oud-West eine Bevölkerungsanzahl von 13.905[1] Personen und 177 verschiedene Nationalitäten in 2007.

Bedeutung[Bearbeiten]

Im weitesten Sinne war Oud-West die Bezeichnung für alle älteren Stadtviertel vor dem Zweiten Weltkrieg in Amsterdam-West, darunter auch die Stadtteile De Baarsjes, Westerpark und Viertel von Bos en Lommer.

Geschichte[Bearbeiten]

Mit dem Entstehen eines Fußgängerweges von Amsterdam nach Sloten, den späteren Straßen Heiligenweg und Overtoom, beginnt die Geschichte von Oud-West[2]. Um 1661 wurde in diesem Stadtteil der Kanal Kwakerspoel angelegt wo heute der Bellamyplein liegt. Es war ein ländliches Gebiet mit Holzsäge-Windmühlen und um 1890 wurde die Gracht trockengelegt. Als die letzte Windmühle abgebaut war entstand aus dem ehemaligen Kanal eine Straße, die Kwakerstraat. Nach 1636 kamen in diesem Gebiet die ersten städtischen Gebäude, Herbergen und Druckereien sowie bereits 1784 die Kirche De Liefde. Außerdem entstanden mehr Betriebsgebäude, Wohnhäuser und somit ein gemischtes Amsterdamer Stadtviertel. Für die erste elektrische Straßenbahn kam ein großer Hallenkomplex[3] der als Endstation und Reparaturgebäude für Straßenbahnen und Busse diente. Seit April 2002 stehen De Hallen unter Denkmalschutz und es sollen ein Theater, eine Sportschule, Kino und eine Bibliothek errichtet werden[4]. Im April 2009 standen im Stadtviertel Oud-West 230 Gebäude unter Denkmalschutz[5]. Der Stadtteilvorsitzende Bouwe Olij eröffnete im Dezember 2008 das neue Stadtviertel-Museum Bellamy-Buurtmuseum, in dem Ausstellungen über die Geschichte von Oud-West stattfinden.

Wohnviertel[Bearbeiten]

Das Stadtviertel Oud-West ist offiziell eingeteilt in die Wohnviertel (Stand Juli 2009):

  • Bellamybuurt: zwischen Kinkerstraat, Bilderdijkkade und Tweede Kostverlorenkade.
  • Borgerbuurt: zwischen Kinkerstraat, Bilderdijkgracht, Jacob van Lennep-Kanaal und Kostverlorenvaart.
  • Cremerbuurt: zwischen Overtoom, Kostverlorenvaart, Jacob van Lennepkanaal und Nicolaas Beetsstraat.
  • De Costabuurt: zwischen Hugo de Groot-Gracht, Singelgracht, J. v. Lennepkanaal und Bilderdijkgracht.
  • Helmersbuurt: zwischen Singelgracht, Overtoom, Nicolaas Beetsstraat und J. v. Lennepkanaal.
  • Vondelparkbuurt: zwischen Amstelveenseweg, Overtoom, Vondelpark und Stadhouderskade.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ton Heijdra, De Victorie begint in Oud-West. Verlag Rene de Milliano, Alkmar 2001, ISBN 90-72810-34-1.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anzahl Einwohner im Amsterdam Oud-West. Niederländisch, abgerufen am 16. Januar 2013
  2. Vgl. hierzu: Ton Heijdra, De Victorie begint in Oud-West
  3. Projekt De Hallen. Niederländisch, abgerufen am 11. August 2012
  4. In De Hallen sollen öffentliche Einrichtungen entstehen. Niederländisch, abgerufen am 15. August 2009
  5. Im April 2009 hatte Oud-West 230 Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Niederländisch, abgerufen am 15. August 2009

52.3666666666674.8666666666667Koordinaten: 52° 22′ N, 4° 52′ O