Lastage

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Lastage

Lastage ist eines der ältesten Wohnviertel in Amsterdam (Provinz Nordholland) und hatte 2009 rund 8810 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Lastage, heute unter dem Namen Nieuwmarktbuurt („Neumarktviertel“, ein Wohnviertel) bekannt, war im 16. Jahrhundert ein bedeutendes Industrie– und Hafengebiet in Amsterdam. Lastage lag außerhalb der Amsterdamer Stadtmauern, östlich der Geldersekade (am Nieuwmarkt), wurde jedoch durch die Montelbaanstoren („Montelbaansturm“) vor eventuellen Angreifern geschützt.[2] Um 1530 wurde der Rechtboomsloot (Rechtboomgraben) angelegt.

Kromboomssloot (Lastage)

Der damalige Graben erhielt seinen Namen von dem Bürgermeister Cornelis Pietersz Boom, der den Graben zu einem Kanal (niederländisch: Gracht) ausbauen ließ. Hiermit konnte er seine Schiffswerft auf der Lastage mit dem Amsterdamer IJ verbinden. Ab 1585 kam Lastage innerhalb der Stadt zu liegen, als eine neue Festungsmauer gebaut wurde. Wegen das schnellen Wachstums von Amsterdam wurde die Stadt 1591/1593 erneut ausgebreitet und die Inseln (Eilanden) Uilenburg, Rapenburg, Marken (später Valkenburg) und Lastage dienten als Lagerstätte für Holz, als Schiffswerften und Schmiedebetriebe.[3] Ende des 16. Jahrhunderts wurden die ersten Häuser angelegt.

Die Bauzeit von Lastage dauerte rund 25 Jahre, von 1589 bis 1614. Die Verteidigungsanlage Sint Anthoniespoort verlor 1600 ihre Funktion. An der Stelle dieser Anlage wurde eine Stadtwaage (De Waag) errichtet, der Platz vor dieser Stadtwaage wurde ein Markt.[4]

Das heutige Neumarktviertel (früher „Lastage“), liegt ganz in der Nähe (circa drei Minuten Laufabstand) von dem Rotlichtviertel De Wallen und dem Amsterdamer Chinatown entfernt und ist als Ausgangszentrum und Touristenattraktion bekannt.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Buch:

  • Dick van der Horst, Martin Pruijs: In en om de Lastage. Uitgeverij Appelboek, Hoorn 1993.

Zeitschrift:

  • Jeroen van der Vliet, Tussen wal en schip. De Amsterdamse Lastage in de zestiende eeuw. In: „Tijdschrift voor Zeegeschiedenis“, Nr. 25, 2006. Uitgeverij: Verloren, Hilversum. (ISSN 01679988ha)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anzahl Einwohner von Lastage und Nieuwmarkt. Niederländisch, abgerufen am 19. Januar 2013
  2. Het ontstaan van Amsterdam. Niederländisch, abgerufen am 13. Mai 2011
  3. Architektur Amsterdam. Niederländisch, abgerufen am 13. Mai 2011
  4. Informationen über die Geschichte vom Nieuwmarkt. Niederländisch, abgerufen am 13. Mai 2011

52.37364.9056Koordinaten: 52° 22′ N, 4° 54′ O