Lastage

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Lastage

Lastage ist eines der ältesten Wohnviertel in der Gemeinde Amsterdam (Provinz Nordholland), Hauptstadt der Niederlande. Im Jahre 2010 hatte das Viertel 8830 Einwohner. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Lastage, heute unter dem Namen Nieuwmarktbuurt („Neumarktviertel“, ein Wohnviertel) bekannt, war im 16. Jahrhundert ein bedeutendes Industrie- und Hafengebiet in Amsterdam. Die Lastage lag außerhalb der Amsterdamer Stadtmauern, östlich der Geldersekade (am Nieuwmarkt), wurde jedoch durch die Montelbaanstoren („Montelbaansturm“) vor eventuellen Angreifern geschützt [2]

Die Lastage um 1543: links die Oude Schans, rechts die Geldersekade, oben Mitte das Stadttor Sint Anthoniespoort (ab 1617-1618 Waaggebouw auf dem Nieuwmarkt).
Recht Boomssloot (vor der Abzweigung Krom Boomssloot)
Krom Boomssloot (mit Blick auf die Brücke Korte Koningsstraat – Koningsstraat)

Um 1530 wurden der Recht Boomssloot (Gerader Boomsgraben) und der Krom Boomssloot (Krummer Boomsgraben) angelegt. Die damaligen Gräben erhielten ihre Namen von dem Bürgermeister Cornelis Pietersz. Boom (?–1579), der die Gräben zu Kanälen (niederländisch: Grachten) ausbauen ließ. Hiermit stellte er eine Verbindung für seine Schiffswerft auf der Lastage zum Amsterdamer IJ her. Im Jahre 1585, als eine neue Festungsmauer gebaut wurde, kam die Lastage innerhalb der Stadt zu liegen. Wegen des schnellen Wachstums der Gemeinde wurde das Stadtgebiet von Amsterdam 1591/1593 erneut erweitert. Die Inseln (Eilanden) Uilenburg, Rapenburg, Marken (später Valkenburg) sowie die Lastage dienten als Lagerstätten für Holz, als Standort für Schiffswerften und Schmiedebetriebe. [3] Ende des 16. Jahrhunderts wurden die ersten Häuser errichtet.

Die Bauzeit von Lastage betrug etwa 25 Jahre, und dauerte von 1589 bis 1614. Die Verteidigungsanlage (Stadttor) Sint Anthoniespoort verlor 1600 ihre Funktion. An der Stelle dieser Anlage wurde eine Stadtwaage (De Waag) errichtet, der Platz vor dieser Stadtwaage wurde ein Markt.[4]

Das heutige Neumarktviertel (früher „Lastage“), liegt ganz in der Nähe (circa drei Minuten Fußweg) des Rotlichtviertels De Wallen und der Amsterdamer Chinatown, und ist als Ausgehviertel und touristisches Highlight bekannt.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Buch:

  • Dick van der Horst, Martin Pruijs: In en om de Lastage. Uitgeverij Appelboek, Hoorn 1993.

Zeitschrift:

  • Jeroen van der Vliet, Tussen wal en schip. De Amsterdamse Lastage in de zestiende eeuw. In: „Tijdschrift voor Zeegeschiedenis“, Nr. 25, 2006. Uitgeverij: Verloren, Hilversum. (ISSN 01679988ha)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistische Daten Lastage und Nieuwmarkt (ndl.). Abgerufen am 31. Juli 2014.
  2. Die Entstehung Amsterdams (ndl.). Abgerufen am 31. Juli 2014.
  3. Architektur Amsterdam (ndl.). Abgerufen am 31. Juli 2014.
  4. Die Geschichte des Nieuwmarkts (ndl.). Abgerufen am 31. Juli 2014.

52.37364.9056Koordinaten: 52° 22′ N, 4° 54′ O