Kleinsche Vierergruppe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

In der Algebra ist die Kleinsche Vierergruppe die kleinste nicht-zyklische Gruppe. Sie ist benannt nach Felix Klein (der sie in seinen „Vorlesungen über das Ikosaeder“ 1884 Vierergruppe nannte) und wird oft mit dem Buchstaben V bezeichnet.

[Bearbeiten] Verknüpfungstafel

Die vier Elemente 1,a,b,ab der kleinschen Vierergruppe werden gemäß der folgenden Verknüpfungstafel miteinander multipliziert:

\circ 1 a b ab
1 1 a b ab
a a 1 ab b
b b ab 1 a
ab ab b a 1

[Bearbeiten] Eigenschaften

Die kleinsche Vierergruppe ist eine abelsche Gruppe, jedoch keine zyklische Gruppe. Die Elemente a, b und ab haben die Ordnung 2.

[Bearbeiten] Darstellungen

Die Vierergruppe tritt z. B. als Symmetriegruppe eines Rechtecks auf (sofern es kein Quadrat ist, d. h. a\ne b):

ein Rechteck

Die vier Elemente sind dabei: die Identität, die Spiegelung an der waagerechten Mittelachse, die Spiegelung an der senkrechten Mittelachse, und die 180 Grad-Drehung um den Mittelpunkt. Die Beschriftung der Ecken des obigen Rechtecks liefert die Permutationsdarstellung

V = \{ \mathbf{id}=(A)(B)(C)(D), (A,B)(C,D), (A,D)(B,C), (A,C)(B,D) \}

In dieser Darstellung ist V die Kommutatorgruppe und damit ein Normalteiler der alternierenden Gruppe A4 und auch Normalteiler der symmetrischen Gruppe S4. In der Galoistheorie erklärt die Existenz der Kleinschen Vierergruppe in dieser Darstellung die Existenz der Lösungsformel für Gleichungen vierten Grades.

Des Weiteren ist die Vierergruppe isomorph zu

Klein 4-Group Graph.svg
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen