Kyburg ZH

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ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Kyburgf zu vermeiden.
Kyburg
Wappen von Kyburg
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Pfäffikonw
BFS-Nr.: 0175i1f3f4
Postleitzahl: 8314
Koordinaten: 698506 / 25718347.4580518.745003640Koordinaten: 47° 27′ 29″ N, 8° 44′ 42″ O; CH1903: 698506 / 257183
Höhe: 640 m ü. M.
Fläche: 7.58 km²
Einwohner: 405 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 53 Einw. pro km²
Website: www.kyburg.ch
Dorf und Schloss Kyburg

Dorf und Schloss Kyburg

Karte
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Kyburg (zürichdeutsch älter Chibèèrg [ˈχibɛːrɡ]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

Zu Kyburg gehören auch die Weiler Billikon, Brünggen, Ettenhusen, Mülau, Neu-Brünggen und Seemerrüti.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Schwarz ein goldener Schrägbalken, begleitet von zwei schreitenden goldenen Löwen

Das Wappen wurde aus dem Wappen der Grafen zu Kyburg entnommen (siehe für einen geschichtlichen Abriss den Artikel Wappen des Kantons Thurgau).

Geographie[Bearbeiten]

Kyburg liegt auf einem Molassehügel 5 km südlich von Winterthur und der Töss. Das Gemeindegebiet ist stark bewaldet (61,2 % der Fläche), der Landwirtschaft dienen 32 % der Gemeindefläche.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 148
1771 296
1850 374
1900 358
1950 386
2000 396
2010 419

Politik[Bearbeiten]

Die SVP hatte zuletzt 44 %, die SP 16,2 %, die FDP 15,3 %, die Grüne 13,1 %, die CVP 1,8 %, und die EVP 3,1 % der Wählerstimmen.

Gemeindepräsident ist der Parteilose Kurt Bosshard (Stand 2014).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Siedlung Kyburg wurde 1262–1264 erstmals erwähnt. Die Geschichte des Dorfes ist eng verbunden mit derjenigen des gleichnamigen Schlosses Kyburg. Kyburg liegt an der Stelle der ehemaligen Vorburg. Diese war durch zwei Trockengräben von der Ebene abgetrennt, die die Siedlungsentwicklung prägten.

Durch Schenkungen erweiterten die Habsburger die städtischen Vorrechte der Siedlung. Durch Herzog Albrecht erhielt die Siedlung 1337 ein eigenes Gericht und wurde von den Steuern befreit. Als die Siedlung 1362 nach einem Brand wieder aufgebaut wurde, konnte sie sich weitere Vorrechte sichern. Herzog Leopold sprach der Siedlung 1370 einen Jahr- und einen Wochenmarkt zu. Der Markt wurde erst im 18. Jahrhundert aufgegeben.

Im Verlauf des Appenzellerkrieges 1407 wurde das Städtchen und Schloss von den Schwyzern eingenommen. Im alten Zürichkrieg wurde das befestigte Städtchen stark in Mitleidenschaft gezogen und wurde als offenes Dorf wieder aufgebaut. Als im Jahr 1424 die Grafschaft Kyburg an Zürich kam, blieben die Rechte des Städtchens gewahrt; es wurde ihm die niedere Gerichtsbarkeit verliehen und das Marktrecht bestätigt. 1671 wurde die Landschreiberei von Pfäffikon nach Kyburg verlegt. 1798 gingen alle mittelalterlichen Privilegien verloren und die Gemeinde wurde dem Distrikt Fehraltorf zugeteilt. Zwischen 1803 und 1815 gehörte sie zum Bezirk Uster-Grünigen. Während der Restauration wurde sie nochmals Sitz des Oberamtes Kyburg. Seit der Verwaltungsreform von 1831 gehört die Gemeinde Kyburg zum Bezirk Pfäffikon.

Bilder[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jeden Sommer findet auf der Kyburg jeweils die Kyburgiade, ein internationales Kammermusikfestival, statt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neben dem Schloss Kyburg mit seiner Burgkapelle mit mittelalterlichen Wandmalereien gibt es etliche stattliche Gebäude. Neben der Kirche mit Pfarrhaus sind die ehemalige Kanzlei und das Gasthaus Hirschen erwähnenswert.

An der Strasse nach Winterthur-Sennhof führt eine gedeckte Holzbrücke von 1846 über die Töss.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler, Kunstdenkmäler der Schweiz Band 66 "Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 3 Die Bezirke Pfäffikon und Uster" Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 1978 ISBN 3-7643-0991-1 S. 141–200.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kyburg ZH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ergebnis der Wahl 2014 im Zürcher Oberländer