Fehraltorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fehraltorf
Wappen von Fehraltorf
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Pfäffikonw
BFS-Nr.: 0172i1f3f4
Postleitzahl: 8320
UN/LOCODE: CH FTF
Koordinaten: 699393 / 24922947.3863888.754996530Koordinaten: 47° 23′ 11″ N, 8° 45′ 18″ O; CH1903: 699393 / 249229
Höhe: 530 m ü. M.
Fläche: 9.54 km²
Einwohner: 6283 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 562 Einw. pro km²
Website: www.fehraltorf.ch
Blick auf Fehraltorf von Westen her

Blick auf Fehraltorf von Westen her

Karte
Greifensee Pfäffikersee Kanton St. Gallen Kanton Thurgau Bezirk Bülach Bezirk Hinwil Bezirk Meilen Bezirk Uster Bezirk Winterthur Bauma Fehraltorf Hittnau Illnau-Effretikon Kyburg ZH Lindau ZH Pfäffikon ZH Russikon Sternenberg ZH Weisslingen Wila Wildberg ZHKarte von Fehraltorf
Über dieses Bild
w

Fehraltorf ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

Gespalten von Blau und Silber mit einer Lilie verwechselter Farbe, bewinkelt links von zwei silbernen Rosen, rechts von zwei blauen Sternen

Geographie[Bearbeiten]

Das Strassendorf liegt im Kempttal nordwestlich von Pfäffikon. Die Landschaft ist flach mit eingestreuten Hügeln. Von der Gemeindefläche dienen 56,1 % der Landwirtschaft, 27,1 % ist mit Wald bedeckt, 5,6 % ist Verkehrsfläche und 10,3 % Siedlungsgebiet, 0,7 % sind Gewässer. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 610 m ü. M. der tiefste Punkt auf 514 m ü. M..

Geschichte[Bearbeiten]

In der Gegend um Fehraltorf zeugen archäologische Funde von der Späten Bronzezeit ausgehend auf eine durchgehende Besiedelung hin.

Mindestens seit 745 bewohnten die Alemannen das Gebiet. Im Mittelalter wurde die Siedlung Altorff bzw. Altdorf oder Rüeggisaltorf bzw. Rüedgersaltorf genannt; der Name Fehraltorf (fehr = fern) entstand zur besseren Unterscheidung gegenüber Mönchaltorf, welche beide dem Kloster Rüti zinspflichtig waren. Im 15. Jahrhundert kam die Gerichtsbarkeit unter der Landvogtei Kyburg in den Besitz der Stadt Zürich.

1787 war ein Viertel der ansonsten vor allem Ackerbau betreibenden Bevölkerung in der Baumwoll-Heimindustrie beschäftigt. 1798 wurde Fehraltorf Hauptort eines gleichnamigen Distriktes, über Umwege gehört das Dorf seit 1831 zum Bezirk Pfäffikon. Der Einfluss der Industrialisierung blieb vergleichsweise gering.

Mit dem in den 1960ern beginnenden Bauboom wuchs Fehraltorf immer enger mit dem Grossraum Zürich zusammen und gewann an Bevölkerung und wirtschaftlicher Bedeutung.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1467 190
1634 341
1733 800
1850 1014
1860 1081
1900 938
1910 910
1930 1023
1950 1136
1980 2486
2000 4687
2009 5670

Politik[Bearbeiten]

Bei den Nationalratswahlen 2007 erhielt die SVP 39,6 %, die SP 17,7 %, die FDP 16,9 %, die Grüne 9,9 %, die CVP 4,0 %, und die EVP 4,0 % der Wählerstimmen aus Fehraltorf.[3]

Der Gemeinderat besteht aus Wildfried Ott SVP (Gemeindepräsident), Anton Muff DGF, Fritz Schmid parteilos, Walter Schweizer DGF, Walter Egli SVP und Christian Wegmüller FDP.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist seit dem 3. Mai 1876 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Effretikon–Hinwil durch die Eisenbahngesellschaft Effretikon–Pfäffikon–Hinwil (EH) durch den Bahnhof Fehraltorf an das schweizerische Eisenbahnnetz angeschlossen. Die S-Bahn Zürich bedient den Bahnhof mit der Linie S 3 AarauLenzburgDietikonZürich HBEffretikonWetzikon . Der Verein Flugsportgruppe Zürich Oberland betreibt den Flugplatz Speck-Fehraltorf.

Schulen[Bearbeiten]

In der Gemeinde Fehraltorf befinden sich mehrere Kindergärten, eine Primarschule und eine Sekundarschule.[5] Die Anzahl der Schüler hat sich seit 1960 vervierfacht (1960: 157; 1990: 575; 2012: 640).[6]

Sportvereine[Bearbeiten]

Fehraltorf ist die Heimat des 1930 gegründeten Fussballvereins FC Fehraltorf, dessen höchstklassierte Mannschaften in der 4. Liga spielen.[7] Das Herrenteam der Handball-Spielgemeinschaft Pfäffikon-Fehraltorf tritt in der 4. Liga an.[8] Im Turnsektor gibt es unter anderem den Turnverein Fehraltorf.[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Brüngger. Fehraltorf im Wandel der Jahrhunderte. Pfäffikon, Buch- und Kunstdruckerei A. Peter, 1933.
  • Hans Martin Gubler, Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1978 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 66). ISBN 3-7643-0991-1. S. 56–75.
  • Fehraltorf: Ein kultureller Querschnitt. Hg. Gemeinde Fehraltorf. 1984.
  • Beat Frei. Fehraltorf im Umbruch 1900-2000. Fehraltorf 2000.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fehraltorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ueli Müller: Fehraltorf im Historischen Lexikon der Schweiz
  3. Statistische Daten des Kantons zur Gemeinde Fehraltorf
  4. Gemeinderat Fehraltorf In: Zürcher Oberländer. 30. März 2014. Abgerufen am 30. März 2014.
  5. schulefehraltorf.ch: Schule. Abgerufen am 11. März 2011.
  6. http://www.fehraltorf.ch/index.php?page=9017
  7. football.ch: FC Fehraltorf.
  8. handball.ch: Spielplan M4-02, 2010.
  9. fehraltorf.ch: Vereine.