Wanna

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wanna
Wanna
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wanna hervorgehoben
53.7422388888898.79916111111115Koordinaten: 53° 45′ N, 8° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Hadeln
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 53,93 km²
Einwohner: 2231 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21776
Vorwahl: 04757
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 055
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Sportplatz 6
21776 Wanna
Webpräsenz: www.wanna.de
Bürgermeister: Hans-Hermann Peters (SPD)
Lage der Gemeinde Wanna im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenKarte
Über dieses Bild

Wanna (plattdeutsch Wannen) ist eine dörfliche Gemeinde in der Samtgemeinde Land Hadeln, Niedersachsen, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,50 m bei einem Deichbruch am Glameyer Stack, Otterndorf.

Die im Land Hadeln liegende Gemeinde befindet sich ca. 20 km südöstlich der Kreisstadt Cuxhaven. Wanna liegt im Niederelbegebiet.

Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 5 m über NN, oftmals aber deutlich niedriger liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet werden würde. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer Stack beschrieben.

Durch den Ort fließt die Emmelke.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Blick auf Wester-Wanna mit Kirche St. Georg
Luftbild von Ahlen-Falkenberg (2012)

Wanna besteht aus den Gemeindeteilen Ahlen-Falkenberg, Osterwanna, Osterwannaer Kampen, Süderleda und Westerwanna.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nordholz-Wanhöden Cuxhaven-Lüdingworth
Nordleda
Nordleda
Langen-Krempel Nachbargemeinden Ihlienworth
Langen-Krempel Flögeln Steinau

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche St. Georg im Winter

Die Megalithanlagen bei Westerwanna liegen westlich von Westerwanna im Moor und in der Süderheide. Erste Erwähnung 1139 als „Wanen“. Das Kloster Sankt Pauli, vor den Toren Bremens, besaß zu dieser Zeit 1½ Höfe in Wanna. Im 13. Jahrhundert (um 1230) lässt sich eine Kapelle in Süderleda nachweisen. Das Vorschlagsrecht für den Pfarrer lag später beim Kloster Neuenwalde. 1239 verkaufte Herzog Albert von Sachsen-Lauenburg den Kirchspielsleuten von Süderleda einen Weg nach Osterwanna (heute: die „Neue Trift“) und einen Entwässerungskanal nach der Emmelke. Seit dem 14. Jahrhundert bestand aber auch eine Kirche in Westerwanna, die dem Heiligen Georg geweiht war. Um 1369 wurde eine neue Kirche in Westerwanna errichtet, bei der man wahrscheinlich Material der abgebrochenen Süderledaer Kapelle mitverwandte.

Zwischen Michaelis und Weihnachten 1526 wurde Wanna evangelisch.

1590 wurde das Wiesen- und Moorland (Allmende) im Osten der Gemeinde zwischen den bereits bestehenden Höfen aufgeteilt. In diese Zeit dürfte die Anlage der Moorwettern fallen, als Verlängerung der südlichen Wettern der Holländerhufen in Ihlienworth-Westerende, nach Westen, Richtung Süderledaer Hof. Nach ca. 1650 nahm, neben der Landwirtschaft, die wirtschaftliche Bedeutung des Torfstichs am Nordrand des Ahlenmoors zu. Der getrocknete Torf wurde meist über die Emmelke und Medem nach Otterndorf geschifft.

Seit 1915 wurde die Kultivierung der südlich von Wanna gelegenen Heide und Moorgebiete verstärkt in Angriff genommen. Hier entstand die Siedlung Ahlen-Falkenberg, die seit 1951 über eine eigene Kapelle verfügt.

1970 wurde Wanna Mitglied der Samtgemeinde Hadeln, 1972 schloss sich die Gemeinde Wanna der zwei Jahre zuvor gebildeten Samtgemeinde Sietland an.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011 2012
Einwohner 2.254 2.284 2.401 2.439 2.369 2.340 2.340 2.329 2.227 2231

(jeweils zum 31. Dezember)[2]

Gravenberg[Bearbeiten]

Der Gravenberg bei Wanna

Die Wannaer Geest ist reich an vor- und frühgeschichtlichen Fundstätten. Neben Großsteingräbern der Trichterbecherkultur hat besonders das altsächsische Urnengräberfeld am Gravenberg53.7464222222228.7727472222222 (20 m ü. NN) überregionale Bekanntheit erlangt.

Der Kronskark, auch Wanna 10 genannt, ist eine Megalithanlage im Forst Ahlen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2011[3]
Wahlbeteiligung: 57,88 %
 %
50
40
30
20
10
0
44,80 %
37,63 %
9,34 %
5,33 %
2,87 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Einzelwahlvorschlag Kunkel

Die Kommunalwahl am 11. September 2011 führte zu folgender Sitzverteilung:

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Wanna zeigt von schwarz und grün geteilt, ein bauchiges, oben mit einer doppelten Zickzacklinie verziertes Trichterrandgefäß.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Wanna stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Heimatmuseum[Bearbeiten]

Das Heimat-Museum in Wanna

Das Heimatmuseum zeigt in einem alten Bauernhaus Funde der Vor- und Frühgeschichte. Es beherbergt die Dorfschmiede, die Holzschuhwerkstatt und die Schuhmacherei.

Musik[Bearbeiten]

Die Musik-Kultur in Wanna wird geprägt durch die Kirche und ihre musikalisch geprägten Gottesdienste. 2010 wurde die Grundschule Wanna in Prof.-Hermann-Rauhe-Schule (Hermann Rauhe war Leiter der Hamburger Musikhochschule) umbenannt, mit einem Schwerpunkt auf dem musisch-kulturellen Bereich. Eine Hard Rock Band gründete sich 2011.

Sprache und Dialekt[Bearbeiten]

In Wanna wird Hochdeutsch und Nordniedersächsisch gesprochen.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Der Wannaer Kirchenbau
  • Der Gravenberg
  • Der Wannaer See
  • Der Jungfernberg
  • Das brüllende Moor
  • Sünderfehden

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wanna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. LSKN-Online
  3. http://wahlen.kdo.de/content.php?kunde=sg_landhadeln&wahlverz=sg_landhadeln/web/201109_K__Gemeinderatswahl_Wanna_11.09.2011&wahlname=Gemeinderatswahl_Wanna_11.09.2011&datei=110824111466286_0_1_txt_p_.html