Schönenberg ZH

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ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schönenbergf zu vermeiden.
Schönenberg
Wappen von Schönenberg
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Horgenw
BFS-Nr.: 0140i1f3f4
Postleitzahl: 8824
Koordinaten: 691396 / 22772547.1941598.644725714Koordinaten: 47° 11′ 39″ N, 8° 38′ 41″ O; CH1903: 691396 / 227725
Höhe: 714 m ü. M.
Fläche: 11.00 km²
Einwohner: 1896 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 172 Einw. pro km²
Website: www.schoenenberg.ch
Reformierte Kirche Schönenberg

Reformierte Kirche Schönenberg

Karte
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Schönenberg ist eine politische Gemeinde im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Rot über grünem Dreiberg eine ovale silberne Gürtelschnalle mit aufwärtsgerichtetem Dorn

Die Schnalle zeigt die Abstammung von Wädenswil. Der Dreiberg verweist entweder auf den Ortsnamen oder auf die dort vorhanden Drumlins.

Geographie[Bearbeiten]

Sihl nach dem Sihlsprung in Schönenberg ZH

Die Gemeinde Schönenberg liegt auf dem südlichen Zipfel der Zimmerbergkette, einer Seitenmoräne, welche der Linthgletscher bei seinem Vorstoss nach der letzten Eiszeit zurückgelassen hat. Das Gelände steigt vom See her zu einem terrassierten, von Drumlins geprägten, breiten Höhenrücken auf und fällt schroff gegen die Sihl ab. Entlang der Sihl und um den Teufenbachweiher im Süden Schönenbergs liegen Wälder. Auf den Gipfeln der Drumlins ist traditionell eine Linde gepflanzt. Schönenberg ist höhenbedingt zumeist oberhalb der Nebelgrenze des Mittellandes. Zusammen mit der grünen Landschaft und den Mooren von nationaler Bedeutung macht dieser Umstand Schönenberg zu einem Wandergebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Das erste Zeugnis der Besiedlung des Gemeindegebietes stammt aus einer Urkunde, die auf das Jahr 1270 datiert ist. Erwähnt werden sechs dem Zisterzienserkloster Wettingen gehörende Höfe im heutigen Gemeindegebiet von Schönenberg, das damals zum Herrschaftsbereich der Freiherren von Wädenswil gehörte. 1287 verkaufte der letzte Freiherr Rudolf III. mangels Nachkommen die Herrschaft Wädenswil (heutige Gemeinden Schönenberg, Wädenswil, Richterswil, Hütten und Uetikon am See und einen Teil von Hirzel) an das Ritterhaus Bubikon. Nach der Reformation verkauften die Johanniter 1549 die Herrschaft Wädenswil (darunter die heutige Gemeinde Schönenberg) mit allen Rechten an Zürich. 1701 baute die Regierung auf Geissferen (damaliger Name des jetzigen Dorfkerns) eine reformierte Kirche, ein Pfarrhaus und einen befestigten Kirchhof Daraus entwickelte sich ab 1703 die eigene Kirchgemeinde Schönenberg.

Schönenberg machte sich durch den Auskauf aus dem Wädenswiler Armen- und Batzengut (1784) und aus dem Auskauf aus dem Wädenswiler Gemeindegut (1811/13) finanziell selbstständig. 1823/24 wurde neben der Kirche ein Schulhaus gebaut, 1836 folgte die Sekundarschule. Schönenberg wurde mit einer Postkutschenverbindung nach Wädenswil (1871) und später mit dem Postauto (1922) gut erschlossen. Das Gemeindehaus wurde 1948 eingeweiht und seither die Infrastruktur der Gemeinde ausgebaut: 1950 wurde auf dem Humbel ein Schulhaus mit Turnhalle errichtet, 1953/54 in der Matte eine Kläranlage gebaut, 1958 ein Altersheim in der Stollenweid eröffnet und 1977 eine weitere Kläranlage (im unteren Mittelberg) in Betrieb genommen. In jüngster Geschichte wurde das Gemeindehaus umgebaut (1996/97), das Altersheim Stollenweid erweitert (1997-99) und ein Schulpavillon eingerichtet (2001).


Tirggelbäckerei seit 1840

Bevölkerung[Bearbeiten]

  • Bevölkerungsdichte: 174 Einw./km2
  • Anzahl Haushalte: 670 (Stand: 2000)
  • Konfessionszugehörigkeit: 49 % evangelisch-reformiert, 30,1 % römisch-katholisch, 20,9 % andere oder keine konfessionelle Zugehörigkeit (Stand: 2010)

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Alfons Schuler. Bei den Nationalratswahlen 2003 wählte die Gemeinde vor allem SVP-Vertreter (49.7 %), am zweithäufigsten SP-Mitglieder (16.5 %), dicht gefolgt von FDP-Exponenten (15.2 %). Die CVP konnte 6.5 % aller Stimmen verbuchen, die grüne Partei (GP) ähnlich mit 6.2 %. Die evangelische Volkspartei (EVP) erhielt 3 % der Stimmen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Schönenberg ist landwirtschaftlich geprägt. Eine überregionale Bedeutung hat die Tirggelfabrik Suter.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Ziegler: Schönenberg. Wädenswil 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schönenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)