Dornbirn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dornbirn
Wappen von Dornbirn
Dornbirn (Österreich)
Dornbirn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Dornbirn
Kfz-Kennzeichen: DO
Fläche: 120,83 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 9° 45′ O47.4134166666679.7444166666667437Koordinaten: 47° 24′ 48″ N, 9° 44′ 40″ O
Höhe: 437 m ü. A.
Einwohner: 46.883 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 388 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6850
Vorwahl: 05572
Gemeindekennziffer: 8 03 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 2
6850 Dornbirn
Website: www.dornbirn.at
Politik
Bürgermeister: Andrea Kaufmann (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2010)
(36 Mitglieder)
20 Dornbirner Volkspartei
7 Die Dornbirner SPÖ
5 Dornbirner FPÖ
4 Dornbirner Grüne
Lage der Stadt Dornbirn im Bezirk Dornbirn
Dornbirn Hohenems Lustenau VorarlbergLage der Gemeinde Dornbirn im Bezirk Dornbirn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick vom Karren auf die Stadt Dornbirn
Blick vom Karren auf die Stadt Dornbirn
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Dornbirn (lokales Vorarlbergerisch: ['do:rə'bi:rə]) ist die bevölkerungsreichste Stadtgemeinde im österreichischen Bundesland Vorarlberg und zugleich Hauptstadt des Bezirks Dornbirn. Die Stadt mit 46.883 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) ist das wirtschaftliche Zentrum des westlichsten österreichischen Bundeslandes und ein regionaler Verkehrsknotenpunkt. Darüber hinaus ist Dornbirn die größte Stadt Österreichs ohne eigenes Statut und die zehntgrößte Gemeinde im Bundesgebiet.

Der Einfluss Dornbirns in Vorarlberg entwickelte sich erst relativ spät Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufblühen der Textilindustrie in der Stadt, die sich rasch zur größten Gemeinde zwischen Alpenrhein und Arlberg entwickelte.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Dornbirn liegt in Vorarlberg, dem westlichsten Bundesland Österreichs, im Bezirk Dornbirn auf 437 Metern Höhe im Rheintal am Fuße des Bregenzerwaldgebirges und damit am Rande der Ostalpen. Der Ort ist Teil des Ballungsraums Rheintal und zehntgrößte Stadt Österreichs. Der mit Abstand wichtigste Fluss ist die Dornbirner Ach, die das Ortsgebiet in zwei Hälften teilt und damit auch die Grenze einiger Stadtbezirke bildet.

Geologie[Bearbeiten]

Der größte Teil des Dornbirner Siedlungsgebiets liegt direkt auf dem Sedimentfächer der Dornbirner Ach. Durch die Lage im Rheintal befindet sich die Gemeinde geologisch gesehen im so genannten Bodenseebecken, welches zum Teil tektonisch entstanden ist, andererseits aber durch Erosionen des nach der letzten Eiszeit zurückweichenden Rheingletschers gebildet wurde. Das Bodenseebecken bildet den Untergrund, auf dem sich die von der Dornbirner Ach angeschwemmten Sedimente ablagern konnten und somit den heutigen Untergrund Dornbirns bestimmen. Im Osten des Gemeindegebiets erheben sich die ersten Berge der Ostalpen, die hier zum größten Teil noch aus brüchigen Diluvialmassen bestehen.[1]

Seehöhe[Bearbeiten]

Die allgemeine Seehöhe der Stadt Dornbirn wird mit 437 m ü. A. angegeben. Dies entspricht der Lage des steinernen Stadtwappens, das in der Mitte des Marktplatzes eingelassen ist. Den geografisch niedrigsten Punkt Dornbirns bildet das Flussbett der Dornbirner Ach im äußersten Norden des Gemeindegebiets mit 399 m ü. A.. Der höchste Punkt ist der Gipfel der Sünser Spitze mit 2062 m ü. A..

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtbezirke Dornbirns
Bezirk Einwohner Lage
1. Markt 13.706 Mitte
2. Hatlerdorf 11.161 Süden
3. Oberdorf 5.000 Osten
4. Haselstauden 5.409 Norden
5. Rohrbach 7.755 Westen
6. Schoren 5.638 Westen
Einwohnerzahlen Stand 2012[2]

Dornbirn ist nicht aus ehemals eigenständigen Dörfern zusammengewachsen, sondern war immer eine einzige Gemeinde, deren Siedlungsgebiete allerdings sehr zerstreut waren und mit den heutigen Bezirken 1 bis 4 aus vier nicht zusammenhängenden Teilen bestanden. Diese „Viertel“ hießen damals noch Niederdorf, Hatlerdorf, Oberdorf und Stiglingen. Erst 1902 wurden diese vier Bezirke offiziell mit ihren heutigen Namen (Niederdorf wurde zum Bezirk Markt, aus Stiglingen wurde Haselstauden) zu Stadtbezirken erklärt. Heute gibt es ein zusammengewachsenes Stadtgebiet, das sich vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch westlich der Bahnlinie stark ausgebreitet hat. In diesen Gebieten entstanden so teilweise die Bezirke Rohrbach und Schoren, die erst 1994 zu eigenen Stadtbezirken ernannt wurden.

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Stadt konzentriert sich hauptsächlich auf das Kerngebiet im äußersten Nordwesten des Gemeindegebiets. Jedoch finden sich besonders an den Berghängen im Osten der Stadt noch zahlreiche kleinere Orte, die als Bergparzellen bezeichnet werden. Zu diesen zählen unter anderem Watzenegg und Kehlegg, die besonders wegen ihrer Hanglage und des Blicks ins Rheintal hohe Grundstückspreise aufweisen. Außerdem gehören auch Winsau, Heilgereuthe und zahlreiche andere Häuseransammlungen im östlichen Berggebiet zur Stadt Dornbirn. Die herausragendste Parzelle Dornbirns ist das Walserdorf Ebnit, das ehemals eine eigenständige Gemeinde war und 1932 aufgrund finanzieller Probleme Teil der Stadt wurde. Das Ebnit ist zugleich auch das südlichste und östlichste ganzjährig bewohnte Gebiet Dornbirns und bildet damit das Zentrum des von Gebirge und Wald geprägten südöstlichen Gemeindegebiets.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet Dornbirns in Vorarlberg mit allen Nachbargemeinden
Dornbirn bei Nacht, Juli 2014

Aufgrund der Größe des Gemeindegebiets von Dornbirn hat die Stadt zahlreiche Grenzen zu anderen Gemeinden. Von den 15 Nachbargemeinden Dornbirns gehören neun zum politischen Bezirk Bregenz (Lauterach, Wolfurt, Schwarzach, Bildstein, Alberschwende, Schwarzenberg, Reuthe, Mellau und Damüls) und vier zum Bezirk Feldkirch (Laterns, Zwischenwasser, Viktorsberg und Fraxern). Außerdem grenzen die beiden anderen Gemeinden des Bezirks Dornbirn (Hohenems und Lustenau) an das Gemeindegebiet der Stadt, welche die einzige Kommune im Bezirk ist, die keine Staatsgrenze als Gemeindegrenze hat. (Angabe der Gemeinden im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend.)

Flächenbilanz[Bearbeiten]

Das gesamte Dornbirner Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von rund 121 km² (12.097 ha). Von dieser Gesamtfläche entfallen etwa 4.815 ha auf Waldgebiete und 5.723 ha auf Wiesen, Weiden und Alpen. Das Gemeindegebiet der Stadt Dornbirn macht etwa 70 % der Fläche des Bezirks Dornbirn (172,37 km²) aus. Dornbirn ist damit nach Gaschurn und Sankt Gallenkirch die flächenmäßig drittgrößte Gemeinde Vorarlbergs und macht 4,65 % der Gesamtfläche des Bundeslands aus.[3]

Berglandschaft[Bearbeiten]

Durch ihre Lage am Rande der Ostalpen und des Bregenzerwaldgebirges kann die Stadt Dornbirn mehrere Bergspitzen über 1.500 und sogar 2.000 m Höhe in ihrem Gemeindegebiet nennen. Die markantesten sind dabei der 971 m hohe Karren, welcher durch eine Seilbahn erschlossen ist und als Hausberg Dornbirns gilt, sowie der Staufen (1465 m ü. A.). Außerdem sind bei Wanderern die 1.830 m hohe Mörzelspitze und der Hohe Freschen, der 2.004 m hoch ist, beliebt. Der höchste Berg im Gemeindegebiet ist die eher unscheinbare Sünser Spitze mit 2062 m ü. A.. Die meisten Bergspitzen im Gemeindegebiet sind durch gut ausgeschriebene und gepflegte Wanderwege erreichbar; dazu gibt es auch spezielle Wanderkarten. Bestimmt wird das Bergbild Dornbirns durch den sogenannten First, die Bergkette, zu der unter anderem die genannte Mörzelspitze, der Hohe Freschen sowie die Sünser Spitze gehören und die an klaren Tagen noch von Friedrichshafen aus zu sehen ist.

Flüsse und Gewässer[Bearbeiten]

Die Dornbirner Ach im Stadtgebiet.

Die Gewässerkarte des Dornbirner Gemeindegebiets wird von der Dornbirner Ach beherrscht, dem Hauptfluss Dornbirns. Die Ach ist einer der wichtigsten Entwässerungsflüsse im vorderen Bregenzerwald und zudem Abfluss für zahlreiche größere und kleinere Bäche in der Dornbirner Berglandschaft. Die zahllosen Flüsse und Bäche, die sich der Dornbirner Ach während ihres Verlaufs vom südlichsten bis zum nördlichsten Punkt des Dornbirner Gemeindegebiets anschließen, haben größtenteils keinen Namen. Der Fallbach ist der einzige Bach, der nicht direkt der Dornbirner Ach zufließt, sondern zuerst in den Rheintal-Binnenkanal fließt. Seen gibt es in Dornbirn nur wenige, zwei der bekanntesten sind der Sünser See und der Staufensee-Stausee. In ihrem Verlauf durchfließt die Dornbirner Ach auch die Alploch- und Rappenlochschlucht, zwei Jahrtausende alte Schluchten, die heute touristisch ausgebaut und begehbar sind.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Dornbirns

Ur- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Die frühesten Beweise für menschliche Anwesenheit auf heutigem Dornbirner Gemeindegebiet lassen sich in die mittlere Steinzeit (8000 bis 3000 v. Chr.) datieren. Hierzu zählt ein, 1971 unter der Achmühler Brücke gefundener, scheibenförmiger Keulenkopf aus grün-schwarzem Quarzit. Erste Funde auf heute noch bewohntem Stadtgebiet ließen sich der Bronzezeit (3000 bis 1800 v. Chr.) zuordnen. Hinweise auf eine römische Anwesenheit im Dornbirner Stadtgebiet liefern Münzen des 2. Jahrhunderts von der Rosenstraße und eine Fibel aus dem 1. Jahrhundert, gefunden im Flur Köblern. Den ersten Hinweis auf eine Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Dornbirn liefert ein alamannisches Skelettgrab mit Sax und Messer als Beigaben aus dem 6. und 7. Jahrhundert. Dies lässt auf eine Ansiedlung im Bereich des heutigen Bezirks Hatlerdorf schließen.

Mittelalter[Bearbeiten]

Erstmals wird die Siedlung Torrinpuirron – übersetzt etwa „Die Höfe des Torro“ – in einem Aktenvermerk einer am 15. Oktober 895 ausgestellten St. Gallischen Urkunde erwähnt. Das Kloster St. Gallen besaß demnach auch in den darauf folgenden Jahrzehnten die Landesherrschaft über das Gebiet. Im fränkischen Reich befand sich die junge Siedlung im Reichsgau Ringowe und damit im Einflussbereich der Grafen von Bregenz.

In den darauf folgenden Jahrzehnten wechselte der Besitz erst an die Bregenzer Linie der Grafen von Montfort, anschließend an deren Feldkircher Linie. Schließlich wurden diese dem Habsburgerreich einverleibt, womit Dornbirn im Jahr 1380 österreichisch wurde. 1391 erfolgte eine urkundliche Erwähnung als Veste Dorrenburren, womit wohl der Oberdorfer Turm gemeint war. In unmittelbarer Nähe des Standorts des heute nicht mehr existierenden Oberdorfer Turms befindet sich das Schlossguggerhaus, das mit seinem ungefähren Baudatum um 1294 das älteste noch erhaltene Gebäude Dornbirns ist.

Ende des 14. Jahrhunderts gelang es den Emser Grafen, einige wichtige Grundstücke auf Dornbirner Gemeindegebiet zu erwerben. Bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts befanden sich große Teile Dornbirns in Emser Hand (1575 bis 1759).

Neuzeit[Bearbeiten]

Dornbirn um das Jahr 1890

Im Jahr 1654 verkaufte Erzherzog Ferdinand Karl das Gericht zu Dornbirn an die Emser Grafen. Dagegen leistete die Dornbirner Bevölkerung erbitterten Widerstand und verweigerte sogar die Huldigung des neuen Landesherrn. Mithilfe der Landesstände gelang es den Dornbirnern, 4.000 Gulden für den Rückkauf der Gerichtsbarkeit aufzubringen, woraufhin der Erzherzog den Verkauf zurücknahm und Dornbirn für seine Treue zum Hause Habsburg mit dem heute noch gebräuchlichen Gerichtswappen belohnte (siehe Absatz Wappen). Im Jahr 1771 gelang es der Bevölkerung schließlich aufgrund der hohen Verschuldung der Emser, auch sämtlichen Grund und Boden, den diese in Dornbirn besaßen, zu kaufen. Dieses bedeutende Ereignis in der Geschichte der Stadt wird heute als Loskauf von Ems bezeichnet. Bereits im Jahr 1793 wurde Dornbirn daraufhin zur Marktgemeinde erhoben. Diese fiel kurz darauf infolge des Friedensvertrages von Pressburg jedoch an den Illerkreis mit Kempten als Hauptstadt an Bayern und kam erst im Jahr 1814 wieder zu Österreich zurück. Das Ende des 18. und der Beginn des 19. Jahrhunderts brachten einen regen Aufschwung der Wirtschaft mit sich, insbesondere auch durch den Bau der Eisenbahnlinie.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Eröffnung der EBDL am 30. November 1902.

Im Jahr 1901 wurde Dornbirn von Kaiser Franz Joseph I. zur Stadt erhoben. Dieses bedeutende Ereignis wurde mit dem kaiserlichen Beschluss vom 21. November 1901 besiegelt und in den darauf folgenden Tagen in Dornbirn entsprechend gefeiert. Damit war Dornbirn die vierte Stadt des Bundeslands Vorarlberg geworden (82 Jahre später stieß Hohenems als fünfte und bislang letzte Stadt hinzu). Im Jahr zuvor hatte der Kaiser bei einem Besuch in Dornbirn in der Textilfabrik F.M. Hämmerle die erste Außerhaus-Telefonanlage der Österreich-Ungarischen Monarchie in Betrieb genommen. 1902 wurde außerdem die Elektrische Bahn Dornbirn–Lustenau (EBDL), eine Straßenbahn zwischen den beiden Gemeinden, eingeweiht.

Im Ersten Weltkrieg (1914–1918) kamen 596 Einwohner der jungen Stadt als Soldaten ums Leben. In der Zwischenkriegszeit blieb Dornbirn von jeglichen Bürgerkriegsunruhen verschont, da sich ein Großteil der Dornbirner Bevölkerung zum austrofaschistischen Ständestaat bekannte. Im Jahr 1932 wurde das Ebnit der Stadt Dornbirn einverleibt.

Bereits vor dem Anschluss ans Deutsche Reich 1938 galt Dornbirn als „braunes Nest“ in Vorarlberg und regelrechte Hochburg der Nationalsozialisten. Es war auch Schauplatz der wenigen aufsehenerregenden Sprengstoffanschläge der zu diesem Zeitpunkt noch illegal agierenden Nationalsozialisten in Vorarlberg. Am 12. März 1938 marschierten nach der Abdankung von Kanzler Kurt Schuschnigg tags zuvor auch in Dornbirn Truppen der deutschen Wehrmacht ein. Der Dornbirner Anton Plankensteiner wurde zum neuen Kreisleiter ernannt, und Landeshauptmann Ernst Winsauer wurde seines Amtes enthoben. Bereits im Frühjahr 1939 wurde Dornbirn zur ersten „judenfreien Stadt“ Vorarlbergs erklärt. Dornbirn war während der Zeit des Nationalsozialismus neben Bregenz und Bludenz eine der drei Vorarlberger Kreisstädte im Reichsgau Tirol-Vorarlberg. Während des Zweiten Weltkriegs leisteten aus Dornbirn insgesamt 5.789 Männer Kriegsdienst, davon starben 716.[4] Nach anderen Angaben waren es mehr als 1.000 Tote, was etwa 5,8 Prozent der Wohnbevölkerung von 1939 bedeutete.[5]

Am 2. Mai 1945 wurde die Stadt von der 1. französischen Armee nahezu kampflos eingenommen. Um 21:30 Uhr wurden vom Rundfunksender in Dornbirn aus die historischen Worte: „Hier spricht der österreichische Rundfunk, Sender Vorarlberg in Dornbirn. Wir beginnen als erste österreichische Sendestation den Dienst.“ gesendet. Im besetzten Nachkriegsösterreich gehörte Dornbirn bis 1955 zur französischen Zone.

Der nach der Befreiung Österreichs folgende wirtschaftliche Aufschwung in Vorarlberg wird durch die erste Musterschau in Dornbirn (später Dornbirner Messe) im Jahr 1949 deutlich. Bereits im Jahr 1969 wurde Dornbirn zum Sitz der Bezirkshauptmannschaft des neu geschaffenen und vom Bezirk Feldkirch abgespaltenen Bezirks Dornbirn. Aufgrund des Baus einer neuen Stadtstraße 1987 konnte im darauf folgenden Jahr die Stadtmitte Dornbirns als Fußgängerzone eingerichtet werden. 1991 wurde als zukunftsweisendes Projekt für den öffentlichen Personennahverkehr der erste Stadtbus Vorarlbergs in Dornbirn eingerichtet. Der Dornbirner Stadtbus entwickelte sich rasch zum Pilotprojekt für viele weitere Städte und Gemeinden. Mit der Fachhochschule Vorarlberg wurde im Jahr 1994 die erste Hochschule mit Universitätscharakter im Bundesland gegründet. Im Jahr 2001 feierte die Stadt das 100-jährige Jubiläum ihrer Stadterhebung. Zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur wurde in den Jahren 2008 und 2009 die Stadtstraße, die Hauptverkehrsader der Stadt, grundlegend saniert und erneuert.

Politik[Bearbeiten]

Das Dornbirner Rathaus („Neues Rathaus“)
Andrea Kaufmann, Bürgermeisterin der Stadt Dornbirn

Seit dem 29. Mai 2013 leitet Bürgermeisterin Andrea Kaufmann die politischen Geschicke der Stadt Dornbirn.

Bei der letzten Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl im Jahr 2010 wurde zunächst Wolfgang Rümmele (ÖVP) mit 57,39 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Am 29. Mai 2013 trat dieser nach 14-jähriger Amtszeit zurück, und die bisherige Landesrätin für Kultur und Wissenschaft, Andrea Kaufmann, wurde von der Stadtvertretung zur neuen Bürgermeisterin gewählt.[6]

Stadtvertretung[Bearbeiten]

Bei der letzten Gemeindevertretungswahl am 14. März 2010 konnte gesondert über die Stadtvertretung, bei der die jeweiligen Parteien mit ihrem Spitzenkandidaten antraten, und den Bürgermeister (Direktwahl) bestimmt werden. Zusätzlich konnten noch Vorzugsstimmen innerhalb der gewählten Partei vergeben werden. Daraus resultieren die Abweichungen zwischen Parteienergebnis und Bürgermeisterergebnis.

Dornbirner Stadtvertretung
Partei Bezeichnung Mandate Stimmen Stimmenanteile
ÖVP Bürgermeister Wolfgang Rümmele – Dornbirner Volkspartei 20 8.937 51,82 %
SPÖ Gebhard Greber und die Dornbirner SPÖ 7 3.548 20,57 %
Die Grünen Dornbirner Grüne / offene BürgerInnenliste 4 2.177 12,62 %
FPÖ FPÖ – die Freiheitlichen Dornbirn 5 2.502 14,51 %
DBK DBK – Die Buntkarierten 0 83 0,48 %
Stimmen und Stimmenanteile sowie Parteibezeichnungen bei der Gemeindevertretungswahl vom 14. März 2010[7]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Dornbirner Stadtrat setzt sich aus 9 Stadträten (inklusive Bürgermeisterin und Vizebürgermeister) zusammen. Diese sind, abgesehen von der Bürgermeisterin, größtenteils nebenberufliche Politiker. Nach den Gemeindevertretungswahlen 2010 gewann die FPÖ ihr Anrecht auf einen Vertreter im Stadtrat (Walter Schönbeck) zurück, und die ÖVP verlor einen ihrer Stadtratsposten. Die Aufteilung der Ressorts sowie die Leitung des Stadtrats obliegen dem jeweils amtierenden Bürgermeister.

Derzeit sind im Stadtrat fünf Mitglieder der ÖVP, zwei der SPÖ, einer der Grünen und einer der FPÖ vertreten. Die Volkspartei stellt dabei sowohl die Bürgermeisterin als auch den Vizebürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Dornbirn

Das Dornbirner Wappen stützt sich auf drei rechtliche Grundlagen: Zum einen auf die Verleihung durch die Vorarlberger Landesregierung vom 1. Februar 1929, zweitens auf die Verleihung durch Kaiser Franz Joseph I. vom 28. Februar 1902 infolge der Stadterhebung 1901 und drittens auf den Wappenbrief von Erzherzog Ferdinand Karl vom 23. September 1655 an das Gericht Dornbirn. Es zeigt einen grünen Birnbaum auf Rot-Weiß-Rotem Schild. Der Birnbaum steht demnach für die falsch verstandene Bedeutung des Worts „Dornbirn“. Der Schild ist ein Bekenntnis zu den Habsburgern und gleichzeitig eine Abgrenzung von den damaligen Regionalfeinden, den Emsern.

„[…] Darum haben wir […] das im folgenden beschriebene Wappen gnädigst verliehen und gegeben, nämlich einen grünen Birnenbaum in einem weißen und roten (nach Vorbild des österreichischen Bindenschilds) abgeteilten Feld, so wie dieses Wappen und Kleinod als Bild in die Mitte dieses Wappenbriefs gesetzt und mit Farben ausgemalt ist. […]“

Auszug aus dem übersetzten Originaltext des Wappenbriefs vom 23. September 1655

Bürgermeister Dornbirns[Bearbeiten]

Statue zu Ehren von Altbürgermeister Johann Georg Waibel.

Im Jahr 1347 siegelte erstmals ein Dornbirner Ammann namens Huober eine Urkunde. Ihm folgten bis 1849 68 weitere, frei gewählte Ammänner nach. Seit 1849 führt jeweils ein frei gewählter Bürgermeister die Gemeindegeschäfte Dornbirns. So wurden von 1849 bis heute 18 Bürgermeister gewählt.

Bürgermeister der Stadt Dornbirn seit 1867

Andrea Kaufmann Wolfgang Rümmele Karl Bohle Günther Anton Moosbrugger Josef Rüf Engelbert Luger Johann Georg Waibel

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[9]

Dornbirn zählt eine aktuelle Gesamtbevölkerung von knapp 46.000 Menschen – das sind etwa 12 % der Einwohner Vorarlbergs.[10]

Die Bevölkerung der Stadt teilt sich nahezu gleichmäßig in Männer und Frauen. Während bei der Volkszählung im Jahr 2001 20.730 Männer (49,0 %) gezählt wurden, kam der weibliche Teil der Bevölkerung auf 21.571 (51,0 %). In derselben Volkszählung wurde erhoben, dass 86,6 % der Einwohner Dornbirns die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 74,8 % der Dornbirner (in ganz Vorarlberg 78,03 %), weitere 2,6 % waren evangelischen Glaubensbekenntnisses (Vorarlberg 2,23 %), und 2,7 % gehörten einer christlich-orthodoxen Kirche an (Vorarlberg 2,61 %). Die zweitgrößte Glaubensgruppe stellte jene des Islam dar. Im Jahr 2001 waren 9,9 % der Einwohner Dornbirns Muslime (Vorarlberg 8,36 %), nur 8 Bürger waren jüdischen Glaubens.

Die größte Altersgruppe stellten bei dieser Zählung mit 8,4 % die 35-bis-39-Jährigen. Dennoch ist der Altersdurchschnitt der Gesamtbevölkerung in Dornbirn leicht höher als der des Bundeslandes. 18,5 % (in ganz Vorarlberg 19,73 %) der Bevölkerung waren zum Erhebungszeitpunkt unter 15 Jahre alt, 63,3 % (Vorarlberg 63,16 %) waren zwischen 15 und 60 Jahren, und 18,2 % (Vorarlberg 17,29 %) waren über 60 Jahre alt. Rund 44,1 % der Dornbirner waren im Jahr 2001 ledig, weitere 7 % geschieden. Dem gegenüber standen 43,4 % verheiratete Personen sowie 5,5 % Verwitwete.[11]

Migration und Integration[Bearbeiten]

Dornbirn ist die Stadt in Vorarlberg mit dem höchsten Ausländeranteil, was charakteristisch für den gesamten Bezirk ist. Im Jahr 2001 waren 1,7 % der in Dornbirn wohnhaften Menschen Bürger eines anderen EU-Staats und 11,7 % Bürger eines Landes außerhalb der EU (allerdings vor der EU-Osterweiterung). Der mit Abstand größte Anteil an der ausländischen Bevölkerung ist wie in den meisten anderen Städten Vorarlbergs türkisch-stämmig. So gaben 3.484 Menschen als Umgangssprache Türkisch an, 4.206 Menschen bekannten sich zum muslimischen Glauben. Dem gegenüber stehen 35.411 Menschen, die muttersprachig Deutsch sprechen, und 35.667 Menschen, die in Österreich geboren sind, sowie im Jahr 2006 39.812 österreichische Staatsbürger.[12] Dieser Umstand resultiert aus den großen Einwanderungswellen in den 1950er und 1960er Jahren, als mit dem erneuten Aufblühen der Textilindustrie immer mehr Arbeitskräfte aus der Türkei als Gastarbeiter angeworben wurden. Viele dieser ehemaligen Textilarbeiter leben heute mit ihren Familien in Vorarlberg, jüngere Generationen sind in Österreich geboren und sind in der westlichen Kultur aufgewachsen.

Aufgrund dessen wurde im Herbst 2001 von der Stadt Dornbirn ein Interkulturelles Leitbild in Auftrag gegeben, welches mit Hilfe des ethnologischen Seminars der Universität Basel sowie dem b.a.s.e. Büro für angewandte Sozialforschung und Entwicklung im November 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Blick auf das Gewerbegebiet West mit dem Messepark, dem Messegelände und dem „Panoramahaus“.

Dornbirn ist ein gewerbliches Zentrum in Vorarlberg und für das gesamte nördliche Alpenrheintal. Eine große Bedeutung hatte und hat seit der Blütezeit der Textilindustrie die Dornbirner Messe, welche einstmals eine der größten Textilfachmessen Österreichs war. Sowohl als Beschäftigte in Dornbirner Betrieben als auch als Konsumenten sind Personen aus der ländlichen Umgebung Dornbirns, besonders des Bregenzerwalds, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Insbesondere das Stadtzentrum, in dem sich viele Geschäfte unter dem Namen inside Dornbirn zu einer Handelsgemeinschaft zusammengeschlossen haben, und das größte Einkaufszentrum in Vorarlberg, der Messepark, werden stark frequentiert.

Die bis Anfang der 70er Jahre dominierende Textilindustrie (F. M. Hämmerle, Rhomberg, Mäser) hat ihren dominierenden Status längst verloren – die meisten Unternehmen existieren nicht mehr – und wurde durch eine rasch expandierende metallverarbeitende Industrie, Elektro- und Elektronikunternehmen, Dienstleistungsgeschäfte sowie viele kleine und mittelständische Gewerbebetriebe ersetzt. Durch die seitens der Stadtverwaltung getätigten Grundkäufe als Reserve für zukünftige Unternehmensansiedlungen (z.B. Betriebsansiedlungsgebiet Pfeller, situiert an der Autobahnabfahrt Dornbirn Nord Richtung Achraintunnel) wurden wichtige Weichenstellungen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung getroffen.

Arbeitsplätze und wichtige Unternehmen[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 waren laut einer Erhebung der Wirtschaftskammer Österreich 15.487 unselbständig Beschäftigte in 1.454 Dornbirner Betrieben beschäftigt. Mit dieser Arbeitnehmerzahl war die Stadt der größte Arbeitsplatzstandort Vorarlbergs mit beinahe doppelt so vielen Arbeitnehmern wie der nächstgrößere Standort (Landeshauptstadt Bregenz; 8.588 Beschäftigte). Von Dornbirns Arbeitnehmern entfielen im Jahresdurchschnitt 4238 auf die 484 Handelsbetriebe der Stadt, 3985 auf Gewerbe- und Handwerksbetriebe und 3222 auf Industriebetriebe.[13]

Der größte Arbeitgeber der Stadt ist die Zumtobel Group, ein Leuchtenhersteller, dessen Hauptsitz sich in Dornbirn befindet. Sowohl umsatz- als auch mitarbeitermäßig folgt dann die Rudolf Ölz Meisterbäcker GmbH. Ursprünglich bekannt geworden als Hersteller von Backerbsen, ist dieses Unternehmen heute ein internationaler Backwarenhersteller. Auch die Mohrenbrauerei August Huber, die älteste und größte Bierbrauerei Vorarlbergs, befindet sich in Dornbirn. Zudem hat die Spar Österreichische Warenhandels-AG in Dornbirn die für Vorarlberg zuständige Zentrale gebaut und das größte Vorarlberger Unternehmen, die Julius Blum GmbH aus Höchst, unterhält in Dornbirn ebenfalls eine Niederlassung.

Tourismus[Bearbeiten]

Im Zeitraum von November 2012 bis Oktober 2013 nächtigten 280.033 Personen in Dornbirn, wobei mehr als 87 % der Gäste in Hotels, Gasthöfen und Pensionen, also haupterwerbsmäßigen Fremdenverkehrseinrichtungen, unterkamen. Das Nächtigungswachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug 6,5 %.[14] Dornbirn ist zentral gelegen und bildet für Touristen einen guten Ausgangspunkt für Aktivitäten und Ausflüge in der näheren Umgebung (Gesamter Bodenseeraum sowie ganz Vorarlberg, die Schweiz, das Fürstentum Liechtenstein und Teile des südwestdeutschen Raums). Aufgrund dessen haben sich in der Kleinstadt zahlreiche Hotels niedergelassen und die Stadt ist – gemessen an den Nächtigungszahlen – nach Bregenz die zweitgrößte Touristenstadt Vorarlbergs außerhalb der Schigebiete.

Im Herbst 2005 wurde das vollständig verglaste Panoramahaus („Home of Balance“) als höchstes gewerblich genutztes Gebäude Vorarlbergs und größtes Hotel in Dornbirn eröffnet. Es beinhaltet ein Wellness Center und ein Four Points by Sheraton Hotel. Des Weiteren gibt es in der Stadt zahlreiche Restaurants, Lokale und Bars. Dennoch bildet das Gastgewerbe in Dornbirn entgegen dem Trend im Bundesland einen eher geringen Anteil an der Gesamtwirtschaft.

Als touristische Ziele gelten in Dornbirn die Rappenlochschlucht, das Bergdorf Ebnit sowie die umliegenden Berge im Gemeindegebiet. Die gut erschlossenen Wanderwege ermöglichen auch Touristen den Blick auf teils einzigartige Naturschönheiten. Im Winter suchen viele Dornbirner Erholung im nahe gelegenen Skigebiet Bödele, welches zwar hauptsächlich von Dornbirn aus angefahren wird, geografisch jedoch größtenteils zur Gemeinde Schwarzenberg gehört.

Weltgymnaestrada[Bearbeiten]

Hauptartikel: Weltgymnaestrada 2007
Abschlussfeier der Weltgymnaestrada

Im Jahr 2007 fand von 8. bis 14. Juli die 13. Weltgymnaestrada in Dornbirn statt. Dornbirn war nach Herning (1987) die zweite Mittelstadt, in der diese Breitensportveranstaltung ausgetragen wurde. Dies stellte eine besondere Herausforderung an die Veranstalter und die Stadt dar, da zu diesem Ereignis mehr als 20.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt empfangen wurden. In Vorbereitung auf diese Großveranstaltung wurden etliche Projekte bezüglich der Infrastruktur in Dornbirn verwirklicht. Beispielsweise wurde der Bahnhof Dornbirn saniert und modernisiert, eine neue Autobahnauffahrt im Bereich des Messegeländes befindet sich in Planung, die bestehende Autobahnauffahrt Dornbirn-Süd wurde komplett umgebaut. Im Jahr 2009 wurde Dornbirn erneut zum Austragungsort eines großen internationalen Turnereignisses, als die Austragung der ersten Gym for Life World Challenge aufgrund der guten Erfahrungen bei der Weltgymnaestrada an die Stadt vergeben wurde.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Stadt- und Landbus am Dornbirner Bahnhof

Verkehrstechnisch gesehen bildet Dornbirn den Knoten- und Mittelpunkt des Rheintales und daher die wichtigste Verbindung für den Landbus von Norden (Bregenz) nach Süden (Feldkirch und Bludenz). Aber auch die Busverbindungen in den Bregenzerwald (Osten) finden in Dornbirn ihren Knotenpunkt. Innerhalb der Stadt gibt es ein gut ausgebautes und funktionierendes Netz von Stadtbussen (Stadtbus Dornbirn).

Von 1902 bis 1938 verband die Straßenbahn Dornbirn–Lustenau die Stadt Dornbirn mit ihrer Nachbargemeinde Lustenau bzw. mit dem Grenzübergang zur Schweiz.

Der Bahnhof Dornbirn der ÖBB an der Vorarlbergbahn ist als reiner Durchgangsbahnhof verkehrstechnisch eher unwichtig – aufgrund der relativ hohen Fahrgastfrequenz halten aber auch in diesem Bahnhof alle passierenden Personenzüge. Daneben gibt es noch drei Bahnstationen im Gemeindegebiet (Haselstauden, Dornbirn-Schoren und Hatlerdorf), die nur von Regional- und S-Bahnzügen bedient werden. Im Vorfeld der Weltgymnaestrada 2007 wurde der Dornbirner Bahnhof umgebaut und modernisiert, ebenso wurde die im Zuge dieser Großveranstaltung stark frequentierte Haltestelle Dornbirn-Schoren versetzt.

Die Rheintal/Walgau Autobahn A14 führt westlich des Stadtgebiets vorbei und schließt Dornbirn mit den beiden Anschlussstellen Dornbirn-Nord und Dornbirn-Süd an das höchstrangige Straßennetz an. Mit dem Achraintunnel an der Gemeindegrenze Dornbirns mit Schwarzach besteht eine direktere Verbindung von der Autobahnabfahrt Dornbirn-Nord in den Bregenzerwald. In Dornbirn treffen drei ehemalige Bundesstraßen aufeinander, dies sind die Vorarlberger Straße L 190, die Bregenzerwaldstraße L 200 und die Lustenauer Straße L 204.

Die sogenannte Stadtstraße, der direkt im Zentrum Dornbirns liegende Teil der L 190, wurde im Jahr 2008 komplett neugebaut. Dabei wurde nicht nur die Verkehrsinfrastruktur den seit dem Bau der Stadtstraße in den 80er-Jahren veränderten Verhältnissen angepasst, sondern auch eine neue Tiefgarage unterhalb der Straße errichtet, um die Parkplatzsituation in der Innenstadt zu verbessern.

Zudem gibt es noch den Sportflugplatz Hohenems-Dornbirn und diverse Segelvereine am Bodensee. Der nächstgelegene Verkehrsflughafen befindet sich mit dem Flughafen St. Gallen-Altenrhein in Altenrhein in der Schweiz.

Verwaltung[Bearbeiten]

In Vorarlberg ist die Verwaltung traditionell dezentral organisiert. Dies liegt zum einen daran, dass Vorarlberg bis 1918 kein eigenständiges Land war, deshalb auch keine Landeshauptstadt besaß und die Einrichtungen auf die größten Städte aufgeteilt wurden. Zum anderen liegt es daran, dass Bregenz zwar Sitz der Landesregierung ist, als drittgrößte Stadt des Landes aber nicht die zentrale Stellung einnimmt wie es beispielsweise in Tirol die Stadt Innsbruck tut.

Viele Organisationen sind deshalb auf die drei größten Städte im Land aufgeteilt. Während sich in Feldkirch das Landesgericht befindet, beherbergt Bregenz den Vorarlberger Landtag und andere politische Einrichtungen. In Dornbirn befinden sich folgende wichtige öffentliche Einrichtungen, die landesweit von Bedeutung sind:

Bildung[Bearbeiten]

Die HTL in Dornbirn
Hauptgebäude der FH Vorarlberg

Die Stadt Dornbirn verfügt über ein für Vorarlberg ungewöhnlich großes und breites Bildungsangebot. Statistisch weist die Stadt Dornbirn für das Schuljahr 2010/2011 einen Stand von 1967 Volksschülern und 1324 Mittelschülern auf.[15] Alle Dornbirner Schulen zusammengerechnet kommen auf mehr als 8000 Schüler. Der Schülerverkehr bildet deshalb einen großen Anteil am täglichen Verkehrsaufkommen der Stadtbuslinien und Regionalzüge. An den 22 Dornbirner Kindergärten (19 städtische und 3 private) wurden im Schuljahr 2010/2011 insgesamt 1070 Kinder betreut.[16]

In Dornbirn existieren 5 Mittelschulen, 15 Volksschulen und 21 Kindergärten. Diese befinden sich größtenteils in Gemeindebesitz. Zu den Pflichtschulen gehören zudem das Sonderpädagogische Zentrum, die Polytechnische Schule und die Schule für Gehörlose (LZH). Weiters bieten die beiden Gymnasien in Dornbirn Unterstufenklassen an.

Im Bereich der höheren Schulen gibt es drei Gymnasien in Dornbirn. Das BG Dornbirn im Zentrum der Stadt ist dabei das älteste und sprachlich orientiert, während das BRG Dornbirn-Schoren mathematisch-naturwissenschaftlich geprägt ist. Das neueste der drei Gymnasien ist das seit dem Schuljahr 2010/11 eigenständige Sportgymnasium Dornbirn, das zuvor als Ableger des BRG Dornbirn-Schoren geführt worden war. Des Weiteren gibt es in Dornbirn eine HTL und zwei Berufsschulen (Landesberufsschule Dornbirn 1 & 2) sowie eine dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe, die allerdings kostenpflichtig ist. Außerdem ist in Dornbirn auch die Landessportschule angesiedelt.

Dornbirn ist Standort der Fachhochschule Vorarlberg, der einzigen öffentlichen Schule mit Universitätscharakter im Bundesland Vorarlberg. Aufgrund der modernen und teils einzigartigen Studiengänge zu den Themen Informatik, Mediengestaltung, Mechatronik, Betriebswirtschaft, Sozialarbeit und Wirtschaftsingenieurwesen sind viele der Studienplätze auch an ausländische Studenten vergeben, die damit mittelfristig in Dornbirn wohnen.

Neben diesen allgemeinen Bildungswegen bietet Dornbirn eine Vielzahl an sonstigen Weiter- und Ausbildungsstätten, so zum Beispiel die städtische Musikschule oder das Wirtschaftsförderungsinstitut der Vorarlberger Wirtschaftskammer. Daneben hat die Stadt noch weitere Einrichtungen geschaffen, welche im weiteren Sinne der Bildung dienen. So gibt es eine Stadtbücherei sowie ein Stadtmuseum und ein Stadtarchiv. Außerdem existieren sechs Pfarrbüchereien und eine weitere Bücherei im Naturkundemuseum inatura.

Gesundheit[Bearbeiten]

Stadtspital

Die größte Stadt des Landes Vorarlberg hat auch eines der meistfrequentierten Krankenhäuser. Das Krankenhaus Dornbirn ist zudem das einzige Spital in Vorarlberg, das sich nicht im Besitz des Landes, sondern der Stadt befindet. Die Rot-Kreuz-Abteilung Dornbirn zählt zu den am besten ausgelasteten Rettungseinheiten im Bundesland. Des Weiteren gibt es ein Notarzteinsatzfahrzeug, das im Rendezvous-System praktiziert und seit dem Jahr 2009 über eine eigene Garage beim städtischen Krankenhaus verfügt. Besetzt ist das Notarzteinsatzfahrzeug 24 Stunden am Tag mit einem Notarzt, einem Dipl. Krankenpfleger und einem Fahrer, der meist Notfallsanitäter ist. Das Krankenhaus verfügt des Weiteren über einen Hubschrauberlandeplatz für den Notarzthelikopter Christopherus 8. In Dornbirn gibt es außerdem ein städtisches Alters- sowie zwei Pflegeheime.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die 1996 neu errichtete Feuerwehrzentrale Dornbirns.

Die Stadt Dornbirn zählt zu den Gemeinden Vorarlbergs mit der höchsten Kriminalitätsrate. So wurden im Dezember 2006 in Dornbirn 5401 Straftaten angezeigt.[17] Gleichzeitig ist in Dornbirn die Aufklärungsrate von Verbrechen landesweit am höchsten (konstant bei etwa 55 %). Die Polizeiinspektion Dornbirn der Österreichischen Bundespolizei sowie eine eigene Stadtpolizei sorgen im Gemeindegebiet für die Sicherheit der Bevölkerung. In Dornbirn befindet sich auch das Bezirkspolizeikommando für den Bezirk Dornbirn und das Bezirksgericht Dornbirn mit angeschlossenem Gefängnis, welches als Zweigstelle der Justizanstalt Feldkirch betrieben wird. Zudem ist an der Autobahnauffahrt Dornbirn-Süd die Autobahnpolizei stationiert.

Dornbirn ist die Gemeinde in Vorarlberg mit der größten Zahl an Verkehrstoten, verglichen zur Einwohnerzahl. Im Jahr 2011 starben bei 224 Unfällen fünf Personen im Straßenverkehr, 271 wurden verletzt. [18] Damit ist Dornbirn nicht nur trauriger Spitzenreiter im Bundesland, sondern bundesweit.

Des Weiteren unterhält die Stadt eine Freiwillige Feuerwehr, die mit 212 Mitgliedern die größte Feuerwehr im Bundesland ist. Die Feuerwehr ist in fünf Züge und zusätzliche zwei Löschgruppen unterteilt. Die Löschgruppen versorgen dabei die Bergparzellen Kehlegg und Ebnit, während die Löschzüge im Stadtgebiet (Löschzug I-IV) und in Watzenegg (Löschzug Watzenegg) zuständig sind. Im Jahr 2010 musste die Freiwillige Feuerwehr zu insgesamt 335 Einsätzen ausrücken, wovon 194 auf Brandfälle entfielen.[19]

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Stadtbad Dornbirn
Das Stadion Birkenwiese, Heimspielstätte des FC Dornbirn 1913
Das Messestadion im Gelände der Dornbirner Messe

Die Stadt Dornbirn bietet ihrer Bevölkerung ein reiches Angebot an Freizeitaktivitäten. Es gibt viele verschiedene Sportarten, die in der Gemeinde ausgeübt werden können. Aber auch die Liebhaber der Kulturszene kommen in Dornbirn nicht zu kurz. Familienfreundliche Freizeitgestaltung bietet auch das stadtbad, das neue Hallenbad der Stadt, sowie das Waldbad Enz, ein Freibad im Tal der Dornbirner Ach. Mit dem Cinema 2000 existiert in Dornbirn zudem ein Kino.

Sport[Bearbeiten]

Die bedeutendste Sportart ist wie in ganz Mitteleuropa Fußball. Eine Vielzahl von öffentlichen Fußballplätzen ermöglicht das Spielen sowohl in einem der zahlreichen Vereine als auch in der Freizeit. Der bedeutendste Verein ist der FC Dornbirn 1913 – der frühere Bundesligist spielt derzeit in der dritthöchsten Spielklasse, der Regionalliga West. Daneben existieren noch weitere Fußballvereine in niedrigeren Ligen, etwa die derzeit fünftklassigen Vereine Admira Dornbirn, Dornbirner Sportverein oder der Sport- und Freizeitclub Hatlerdorf.

Die Eissporthalle Messestadion – Heimatstadion des Dornbirner EC – liegt im sportlichen Zentrum der Stadt, dem Messeareal, in welchem diverse Sportarten ausgeübt werden können, unter anderem Tennis, Badminton, Volleyball, Eishockey, Eiskunstlauf, Basketball, Radball etc. Ebenfalls im Gelände der Dornbirner Messe untergebracht ist das Sportgymnasium Dornbirn. Auch ist Dornbirn Standort des Vorarlberger Landessportzentrums, der Schnittstelle des Vorarlberger Sports. Das Landessportzentrum ist unter anderem mit einer Ballsporthalle, modernen Schießständen, Rasenplätzen, einer Gerättunrnhalle, einer Bodenturnhalle, einer Halle für die Rhythmische Gymnastik, einer Kampfsporthalle, einem Krafttrainingsraum sowie modernen medizinischen Diagnosegeräten ausgestattet. Im selben Gebäude wie die Landssportschule befindet sich ein Heeresleistungssportzentrum des Österreichischen Bundesheers.

Eine besondere Bedeutung nimmt der Skisport in Dornbirn ein. Obwohl keine größeren Skigebiete im unmittelbaren Umfeld der Stadt liegen, sind viele der wichtigen Skiregionen von Dornbirn aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Außerdem gibt es mehrere Skiclubs und -schulen in Dornbirn, welche jedoch nicht in den großen Skigebieten trainieren, sondern sich hauptsächlich auf kleinere, regionale Skiliftverbände aufteilen. Für die Dornbirner Bevölkerung dient insbesondere das Skigebiet Bödele als Naherholungs- und Sportgebiet. Dieses ist direkt an Dornbirn angrenzend größtenteils auf Schwarzenberger Gemeindegebiet gelegen.

Des Weiteren konnte die Baseball-Mannschaft Dornbirn Indians sich erfolgreich in der Austrian Baseball League behaupten und wurde 1999 und 2003 Staatsmeister von Österreich.

Seit 30. September 2006 hat Dornbirn eine neue Kletterhalle, genannt K1 Kletterhalle Dornbirn. Damit hat Dornbirn die größte Kletterhalle Österreichs mit rund 2.000 Kletterfläche. Das Angebot richtet sich vor allem an die Jugend.

Das Turnsportzentrum Dornbirn wurde 2007 gegründet.

Kultur[Bearbeiten]

Mehrere kulturelle Veranstaltungsorte finden sich in der Messestadt Dornbirn. So bietet das Kulturhaus Dornbirn immer wieder Platz für diverse Theater- und Kabarettvorstellungen, wie auch für andere Anlässe. Über die regionalen Grenzen hinaus bekannt ist zudem der Spielboden, eine Bühne für Vorarlberger Künstler, sowie das Conrad Sohm.

Klassische Konzerte veranstaltet „Dornbirn Klassik“ das ganze Jahr hindurch.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Dornbirn

Dornbirn verfügt als relativ junge Stadt (Stadterhebung erst 1901) nur über wenige Wahrzeichen oder touristische Ziele. Dennoch bietet das Gemeindegebiet Dornbirns gerade im Naturbereich eine Vielzahl sehenswerter Begebenheiten.

Museen[Bearbeiten]

Die Inatura von oben betrachtet

Zu den städtischen Einrichtungen, dem Stadtmuseum/Stadtarchiv kommt seit dem Jahr 2003 die inatura Erlebnis Naturschau Dornbirn, ein über die regionalen Grenzen hinaus bekanntes naturkundliches und naturgeschichtliches, interaktives Museum auf dem ehemaligen Werksgelände der Rüsch-Werke inmitten des neuen Stadtparks. Auch zählen der Kunstraum Dornbirn, das Krippenmuseum Dornbirn sowie das Rolls-Royce Museum zu den bekannten Museen der Stadt.

Im umgebauten Gebäude der ehemaligen Vorarlberger Naturschau eröffnete im Juli 2009 ein Museum für den in München lebenden Bildhauer Wolfgang Flatz, der in Dornbirn geboren wurde. Das nur aus zwei Räumen bestehende Museum widmet sich ganz dem Werk des für seine provokanten Aktionen bekannten Künstlers.

Architektur[Bearbeiten]

Das junge Stadtbild Dornbirns ist geprägt vom Baustil des 19. und 20. Jahrhunderts. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts machte die hiesige Architekturszene unter dem Begriff Neue Vorarlberger Bauschule international auf sich aufmerksam, zu deren Vertretern unter anderem die Cooperative Dornbirn – später Baumschlager & Eberle, Dietrich/Untertrifaller oder Oskar Leo Kaufmann gehören. In und um Dornbirn herum entstanden vor allem seit den 1980er Jahren viele Bauten, die unter diesem Label europaweit Beachtung in der Fachwelt fanden.[20] Dennoch sind gerade die älteren Bauwerke Dornbirns architektonisch interessant. Diese befinden sich zum einen direkt am Marktplatz, mit dem Wahrzeichen Dornbirns, dem Roten Haus sowie der St. Martinskirche. Weitere historisch bedeutsame oder architektonisch interessante Bauwerke sind die Pfarrkirchen der anderen Stadtbezirke und Ortsteile.

Der Dornbirner Marktplatz mit der Stadtpfarrkirche und dem Lugerhaus rechts.
Das Wahrzeichen Dornbirns, das Rote Haus.

Stadtpfarrkirche St. Martin (1839–1840)

Diese Kirche wird im Volksmund auch Dorfer- oder Markterkirche genannt. Die St. Martins-Kirche wird 1130 erstmals erwähnt. Die Kirche in ihrer heutigen Form stellt mindestens den fünften Bau an nahezu derselben Stelle dar. Der aktuell bestehende Kirchenbau wurde von Staatsbaumeister Martin Ritter von Kink in den Jahren 1839 bis 1840 erbaut und stellt einen Verschnitt aus Klassizismus und Historizismus dar. Der heimische Künstler Josef Huber schuf 1923 an der Eingangswand das Fresko „Die vier letzten Dinge“ und im Jahr darauf das Mosaik „Einzug in Jerusalem“ im flachen Giebel. Es ist ein Bau mit Rundapsis und frei stehendem Ostturm mit Giebelspitzhelm.

Kirche Maria, Königin des Friedens in Watzenegg (1985–1986)

Dieser Bau von Wolfgang Ritsch, Siegfried Wäger und Rudolf Wäger kann als Prototyp der Vorarlberger Holzbauweise der 1980er Jahre angesehen werden.

Rotes Haus (1639)

An der Stelle des ehemaligen Dornbirner Pfarrhofs erbauten im Jahr 1639 Michael Danner und Verena Rhomberg den Gasthof Zum Engel. Im Jahr 1954/55 ließ es der Nachfahre der Erbauer, August Rhomberg vom Architekten Franz Hoffenscher renovieren.[21]

Johann Luger Haus (1901–1902)

An diesem Umbau der späteren Jugendstilarchitekten zeigt sich deutlich, wie eng Jugendstil und Nationalromantik in Vorarlberg verbunden waren.

Arbeiter-Reihenhäuser (1907)

Diese Bauten in der Bündtlittenstraße vom Bregenzer Baumeister Otto Mallaun sind ein besonderes Beispiel der Übernahme und lokalen Anwendung eines englischen Reihenhausvorbildes. Da jeweils 2 Wohnungen übereinander liegen, handelt es sich um keine echten Reihenhäuser, sondern um Mietshäuser in Reihenhausform.

Panoramahaus

Bei diesem Bau des Architekten Bernhard Bügelmayer wird der elliptische Baukörper von einer gebogenen Glasfassade umhüllt. Damit wird den Gästen des Home of Balance und des Four Points by Sheraton die einzigartige Panoramasituation über die Landschaft vom Bodensee, über die Dornbirner Hausberge, die Stadt Dornbirn, über das Rheintal bis hin zu den Schweizer Felsmassiven als Raumerlebnis – gleich einem Naturgemälde – geboten.

Natur[Bearbeiten]

Der 976 m hohe Karren ist der Hausberg von Dornbirn, südöstlich der Stadt gelegen. Auf den Karren führt die Karrenseilbahn, eine Luftseilbahn, welche die Besucher den Höhenunterschied von rund 520 Metern überwinden lässt. Am bewaldeten Gipfel befindet sich ein Panoramarestaurant. Von hier aus kann man den Gipfel des Staufen besteigen oder entlang einem Waldlehrpfad zum Staufensee absteigen. Im Gemeindegebiet der Stadt befinden sich zahlreiche weitere Berge, welche dank des neuen Vorarlberger Wanderwegsystems ideal begehbar sind. Die bekanntesten sind der bereits genannte Staufen, die Mörzelspitze und der markanteste Berg im Gemeindegebiet, der Hohe Freschen. Der höchste Berg ist dagegen die eher unscheinbare Sünserspitze.

Die Rappenlochschlucht mit Staufensee und Alploch ist ein beliebtes Ausflugsziel südöstlich von Dornbirn. Die beiden Schluchten werden von der Dornbirner Ach durchflossen und zählen zu den größten Schluchten in den Ostalpen. Die beiden Klammen sind seit 1890 begehbar. Im kleinen Becken dazwischen liegt der Staufensee, der in demselben Jahr als Wasserreservoire für das Elektrizitätswerk einer Spinnerei in der Ortschaft Gütle (Stadtbezirk Oberdorf) angelegt wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die aktuellen Ehrenbürger der Stadt Dornbirn sind die beiden zuletzt aus dem Amt ausgeschiedenen Altbürgermeister Rudolf Sohm, dem die Ehrenbürgerwürde 1999 verliehen wurde, und Wolfgang Rümmele, dem sie 2014 verliehen wurde.

Die mittlerweile verstorbenen Ehrenbürger Dornbirns sind Johann Georg Waibel (Altbürgermeister, Verleihung 1894), Ferdinand Gierer (Geistlicher Rat und Stadtpfarrer im Hatlerdorf, Verleihung 1922), Karl Drexel (Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat, Verleihung 1935), Victor Hämmerle (Großindustrieller, Verleihung 1935), Hermann Rhomberg (Gründungsvater der Dornbirner Messe, Verleihung 1960), Günther Anton Moosbrugger (Altbürgermeister, Verleihung 1975) sowie Karl Bohle (Altbürgermeister, Verleihung 1984).[22]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Matt, Hanno Platzgummer (Hrsg.): Geschichte der Stadt Dornbirn. Verlag Stadt Dornbirn, Stadtarchiv und Stadtmuseum, Dornbirn 2002, ISBN 3-901900-11-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dornbirn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geologische Angaben laut: Bernhard Ölz: Revitalisierung der Dornbirner Ache und damit zusammenhängende stadtplanerisch begleitende Maßnahmen. Wien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb. 1987
  2. Einwohnerstatistik Wohnsitze pro Bezirk im Rahmen des Webauftritts der Stadt Dornbirn.
  3. Daten und Fakten im Webauftritt der Stadt Dornbirn; Die Fläche Vorarlbergs beträgt 2.601,48 km²
  4. Ingrid Böhler: Dornbirn in Kriegen und Krisen: 1914 - 1945. Studienverlag, Innsbruck 2005. ISBN 3-7065-1974-7
  5. Wolfgang Weber, Franz Mathis: Vorarlberg. Zwischen Fußach und Flint, Alemannentum und Weltoffenheit. Schriftenreihe des Forschungsinstituts für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek 6/4, Böhlau Verlag, Wien 2000, ISBN 3-205-98701-2, S. 55.
  6. ORF Vorarlberg: Dornbirn hat eine Bürgermeisterin. Artikel vom 29. Mai 2013.
  7. Amtliches Wahlergebnis im Internetauftritt der Vorarlberger Landeswahlbehörde.
  8. Dornbirn Online: Städtepartnerschaft zwischen Dornbirn und Dubuque, USA. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  9. Bevölkerungsentwicklung der Stadt Dornbirn laut Statistik Austria.
  10. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahres- und Quartalsanfang
  11. Bevölkerungszählung 2001 (PDF; 10 kB) der Statistik Austria.
  12. Angaben laut Budgetrede 2007 des Dornbirner Bürgermeisters; Amtliche Verlautbarung im Gemeindeblatt Dornbirn
  13. Wirtschaftskammer Vorarlberg: Unternehmens- und Beschäftigtenstatistik. Ausgabe 2013.
  14. Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Tourismusjahre seit 1983/1984 (PDF; 2,2 MB). Zitiert wird hier die Nächtigungsstatistik für Dornbirn im Tourismusjahr 2012/13 (S. 329).
  15. Volksschul- (PDF; 6 kB) und Mittelschulstatistik für das Schuljahr 2010/2011.
  16. Kindergartenstatistik für das Schuljahr 2010/2011.
  17. Kriminalstatistik aus dem Jahr 2006
  18. Statistik Austria - Interaktive Karte Unfälle mit Personenschaden 2011
  19. Einsatzstatistik im Webauftritt der Dornbirner Feuerwehr im Rahmen der Gemeindehomepage.
  20. Die Vorarlberger Bauszene im Internetauftritt des Vorarlberger Architektur Instituts.
  21. Die Geschichte des Roten Hauses, dargestellt auf einer privaten Homepage.
  22. Ehrenbürger bis 1951 aus dem Buch 50 Jahre Stadt Dornbirn
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 16. April 2008 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.