Ljubomir Ljubojević

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Ljubomir Ljubojević, Amsterdam 2010

Ljubomir Ljubojević (serbisch Љубомир Љубојевић; * 2. November 1950 in Titovo Užice) ist ein serbischer, früher jugoslawischer Schachspieler. Er gilt nach Svetozar Gligorić als erfolgreichster Schachmeister Jugoslawiens.

Wie ein Komet erschien der junge Ljubomir Ljubojević zu Anfang der 1970er Jahre auf der internationalen Turnierarena. Sein zweiter Platz bei der Jugendeuropameisterschaft 1969/70 in Groningen wurde daheim mit einer Einladung zum Großmeisterturnier in Sarajevo belohnt. Der junge Mann nutzte seine Chance und gewann das Turnier gemeinsam mit Großmeister Bruno Parma. Seine Siege setzten sich fort und der Weltschachbund FIDE verlieh ihm schon 1971 den Titel eines Großmeisters.

Ljubomir Ljubojević (links vorn) Schacholympiade 1980 in Valetta auf Malta (Ljubojevic-Timman, Parma-Sosonko).

Ljubojević machte viele Versuche, unter die Kandidaten um die Weltmeisterschaft zu gelangen, doch gelang ihm dies niemals. Sein hochtaktischer und risikoreicher Stil fand stets die Begeisterung der Schachliebhaber, doch war es den Spitzenspielern recht schnell möglich, sich auf ihn einzustellen. Er war einer der erfolgreichsten Spieler der 1970er und 1980er Jahre. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Siege in den Turnieren von Palma de Mallorca 1971, Las Palmas und Montreal 1974, Orense 1975, Manila 1975, Wijk aan Zee 1976, Titovo Užice 1978, Buenos Aires 1980 und 1981, Brasília 1981, Linares 1985, Belgrad 1987, Brüssel 1987, Viña del Mar 1988 und Barcelona 1989. 1979 besiegte er Svetozar Gligorić in einem Wettkampf in Belgrad mit 5,5:4,5.

Seine aktuelle Elo-Zahl beträgt 2571 (Stand: August 2012), er wird jedoch als inaktiv geführt, da er seit dem NH-Turnier in Amsterdam im August 2010 keine gewertete Partie mehr gespielt hat. Seine bisher höchste Elo-Zahl lag bei 2645 im Januar 1983. Damit war er hinter Anatoli Karpow und Garri Kasparow die Nr. 3 der Welt, dies war seine beste Weltranglistenposition.

Der in Spanien lebende Großmeister gilt neben Ulf Andersson und Mihai Șubă als Pionier und Experte der Igelstellung.

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