Luftlande- und Lufttransportschule
| Luftlande- und Lufttransportschule | |
|---|---|
Verbandsabzeichen |
|
| Aufstellung | Feb. 1958 |
| Land | |
| Streitkräfte | Bundeswehr |
| Teilstreitkraft | |
| Typ | Schule des Heeres |
| Unterstellung | |
| Standort | Altenstadt |
| Insignien | |
| Internes Verbandsabzeichen | |
Die Luftlande- und Lufttransportschule (LL/LTS) in Altenstadt (Oberbayern) ist die zentrale Ausbildungsstätte der Fallschirmjäger der deutschen Bundeswehr und einzige Schule des Heeres, in der die Ausbildung zum militärischen Fallschirmspringer erfolgt. Sie ist Teil der Infanterieschule in Hammelburg. Die Auflösung der Schule wurde am 26. Oktober 2011 bekannt gegeben.[1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die von Georg Werner errichtete LL/LTS befindet sich auf dem Burglachberg in der Kaserne, die seit Februar 1993 nach Franz Josef Strauß benannt ist. Der Ausbildungsbetrieb wurde im Februar 1958 aufgenommen. Neben den Fallschirmsprunglehrgängen werden heute wieder verschiedene Verwendungs- und Laufbahnlehrgänge durchgeführt, z. B. vorbereitende Teile des Einzelkämpferlehrganges (vgl. Sauwaldhof). Seit 1997 pflegt die LL/LTS eine Partnerschaft mit der französischen Fallschirmspringerschule ETAP in Pau.
Während Fallschirmjäger bei ihrem Einsatz mit olivfarbenen Rundkappenfallschirmen vom Typ T-10 in Zügen und größeren Verbänden luftverlastet und „abgesetzt” werden, springen Fernspäher und „Sonder-Kommandos” inzwischen mit der „Matratze”, einem Hochleistungs-Gleitschirm. Mit diesem können entferntere Ziele in nahezu beliebiger Richtung (windabhängig) punktgenau angeflogen werden. Diese Schirme werden insbesondere von KSK- und den Fallschirmspezialzügen der Fallschirmjägerbataillone intensiv genutzt.
Zahlreiche Deutsche Meister im Fallschirmspringen, Europa- und sogar Weltmeister trainierten in der Sportfördergruppe an der LL/LTS und haben die Bundeswehr bei Militärsprung-Meisterschaften vertreten. Gruppenübungssprünge aus Transalls und zivilen Transport-Maschinen finden auf dem nördlich angrenzenden Absetzplatz neben dem Feldflugplatz der Schule statt. Neben Berufs- üben dort am Wochenende auch Zeitsoldaten ihre Figuren- und Zielsprünge.
Im Schulungsgebäude befindet sich eine Dauer-Ausstellung zu Einsätzen deutscher Fallschirmjäger an verschiedenen Kriegsschauplätzen und in vielen anschaulichen Miniatur-Panoramen in Glas-Vitrinen dargestellt.
[Bearbeiten] Waffensysteme und Ausrüstung
[Bearbeiten] Verbandsabzeichen
Das Verbandsabzeichen zeigt ähnlich wie alle Abzeichen der Truppenschulen zwei gekreuzte Schwerter auf rotem Grund. Darüber hinaus signalisiert ein „S“, dass es sich um eine Schule des Heeres handelt. Das Abzeichen ist grün-weiß geflochten umrandet. Grün entspricht der Waffenfarbe der Infanterie. Das neutrale Weiß (Silber) deutet an, dass hier in erheblichem Umfang auch andere luftlandefähigen Truppen ausgebildet werden.
Das interne Verbandsabzeichen zeigt im heraldisch rechten Teil des gotischen Wappenschildes eine Hälfte des Bundesadlers und im linken Wappenteil zwei aufgespannte Fallschirme auf zwei stilisierten blau-weißen bayrischen Rauten als Symbol für den Standort.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Die Stationierung der Bundeswehr - Oktober 2011. BMVg, abgerufen am 26. Oktober 2010.
ABC- und Selbstschutzschule | Artillerieschule | Gebirgs- und Winterkampfschule | Heeresfliegerwaffenschule | Infanterieschule mit VN Ausbildungszentrum der Bundeswehr | Luftlande- und Lufttransportschule | Offizierschule des Heeres | Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik | Technische Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik | Unteroffizierschule des Heeres
Ausbildungszentrum Munster: Ausbildungszentrum Heeresaufklärungstruppe · Ausbildungszentrum Heeresflugabwehrtruppe · Ausbildungszentrum Panzertruppen | Ausbildungszentrum Spezielle Operationen | Gefechtsübungszentrum Heer | Gefechtssimulationszentrum Heer | Taktikzentrum des Heeres
47.83333333333310.87Koordinaten: 47° 50′ 0″ N, 10° 52′ 12″ O