Altenstadt (Oberbayern)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Weilheim-Schongau | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Altenstadt | |
| Höhe: | 722 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,66 km² | |
| Einwohner: |
3195 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 171 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86972 | |
| Vorwahl: | 08861 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 90 111 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Marienplatz 2 86972 Altenstadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Albert Hadersbeck | |
| Lage der Gemeinde Altenstadt im Landkreis Weilheim-Schongau | ||
Altenstadt ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Altenstadt liegt in der Region Oberland im Pfaffenwinkel.
Geschichte[Bearbeiten]
Um 15 vor Christus eroberten die Römer durch eine Schlacht zwischen Rauhenlechsberg und Dießen gegen die Likatier die Gegend.[2] Altenstadt liegt am Schnittpunkt zweier alter römischer Straßen, der Via Claudia Augusta und der alten Salzstraße von Kempten nach Salzburg. Im Gebiet des heutigen Altenstadt bauten die Römer ein Vorsorgungslager und nannten es „Esconova“.[3] Der Name des Lagers ist aber nicht wissenschaftlich gesichert.[3] Altenstadt ist das frühere Schongau - ein großer Teil der Bewohner zog im 13. Jahrhundert nur wenige Kilometer weiter in die auf dem Lechumlaufberg gegründete Siedlung am Lech und nahm den Ortsnamen mit. Die alte Siedlung wurde schlicht Altenstadt, die alte Stadt Schongau, genannt.
Um die Mitte des 12. Jahrhunderts dürfte die einstige Burg der Lechrainer Welfen auf dem Burglach, auch Schlossberg genannt, entstanden sein.[4] Diese Burg gibt es heute nicht mehr. Altenstadt gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schongau des Kurfürstentums Bayern.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Altenstadt zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen stammten aus Polen. Das Lager wurde von der UNRRA betreut und wurde 1950 aufgelöst.
Basilika[Bearbeiten]
Bedeutend ist die romanische Basilika St. Michael (Altenstadt) mit Resten mittelalterlicher Wandmalerei und mehreren Zeugnissen romanischer Skulptur. Die Basilika blieb in ihrer romanischen Form erhalten, weil den Altenstädtern nach der Umsiedlung der meisten Bewohner das Geld für aufwändige Umbauten fehlte. 1965 wurde der Kirche der Titel einer päpstlichen Basilica minor verliehen. Nennenswert sind im Inneren der Basilika:
- Bauskulptur,
- Taufbecken und
- die auf ca. 1210/20 datierte Triumphkreuzgruppe, von der das überlebensgroßes Kruzifix, genannt der „große Gott von Altenstadt“, original ist; die Assistenzfiguren Maria und Johannes sind hingegen Kopien. Die Originale der Assistenzfiguren wurden 1867 zur Finanzierung einer Kirchenrenovierung an das Bayerische Nationalmuseum verkauft und sind dort ausgestellt.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schwabniederhofen eingegliedert.[5]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1970 | 1987 | 2000 | 2011 |
| Anzahl der Einwohner[6] | 598 | 659 | 763 | 897 | 1.142 | 2.938 | 2.522 | 2.870 | 3.195 | 3.226 |
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
| Partei / Liste | Wahl 2008 |
|---|---|
| CSU | 7 |
| SPD | 2 |
| UWV/FW | 5 |
| Wählergemeinschaft Schwabniederhofen | 2 |
| Sitze gesamt | 16 |
Gemeindesteuern[Bearbeiten]
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2008 2.262.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 538.000 € .[6]
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Baudenkmäler[Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Altenstadt (Oberbayern)
Sonstiges[Bearbeiten]
In Altenstadt liegt auch die Franz-Josef-Strauß-Kaserne (gleichzeitig der Heeresflugplatz Altenstadt), in der sich die Luftlande- und Lufttransportschule und eine Sportfördergruppe der Bundeswehr befindet.
1944 wurde die Betriebsstätte des Staeble-Werks nach Altenstadt verlegt (Südliche Römerstraße). Die Staeble-Werke gingen später im Agfa-Konzern auf.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Geschichte und Denkwürdigkeiten der Stadt Schongau, Erstauflage von 1852, Nachdruck von 1969 durch den Verlag der Schongauer Nachrichten, Seite 2
- ↑ a b Altenstadt. In: Der Landkreis Weilheim-Schongau. Herausgeber: Landratsamt Weilheim-Schongau 2010, Texte: Max Biller (Kreisarchivpfleger), Helmut Schmidbauer (Kreisheimatpfleger), Seite 44
- ↑ Peiting und Schongau (Altenstadt) unten den Welfen (1050-1200), Historischer Verein von und für Oberbayern, München 1920, Seite 17 ff
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 595.
- ↑ a b Kommunalstatistik von Altenstadt, abgerufen am 4. November 2010
Weblinks[Bearbeiten]
- Altenstadt (Oberbayern): Wappengeschichte vom HdBG
- Altenstadt (Oberbayern): Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,24 MB)
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