Maria Isser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maria Isser Rennrodeln
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 22. Oktober 1929
Geburtsort Matrei am Brenner
Sterbedatum 25. Februar 2011
Sterbeort Innsbruck
Karriere
Disziplin Einsitzer, Doppelsitzer
Verein SV Matrei
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 2 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 5 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften
Silber Oslo 1955 Einsitzer
Silber Oslo 1955 Doppelsitzer
Gold Davos 1957 Einsitzer
Silber Villard-de-Lans 1959 Einsitzer
Gold Garmisch-Partenk. 1960 Einsitzer
FIL Rennrodel-Europameisterschaften
Bronze Igls 1951 Einsitzer
Gold Garmisch-Partenk. 1952 Einsitzer
Gold Cortina d’Ampezzo 1953 Einsitzer
Gold Davos 1954 Einsitzer
Gold Davos 1954 Doppelsitzer
Gold Hahnenklee 1955 Einsitzer
Silber Imst 1956 Einsitzer
 

Maria Isser-Reschenauer (* 22. Oktober 1929 in Matrei am Brenner; † 25. Februar 2011 in Innsbruck[1]) war eine österreichische Rennrodlerin. Mit zwei Weltmeistertiteln und fünf Europameistertiteln war sie die erfolgreichste Rennrodlerin der 1950er-Jahre.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Die Tirolerin Maria Isser stammt aus einer erfolgreichen Rodel- und Bobfamilie. Ihre Geschwister Josef (* 1926), Paul (* 1928), Heinrich (* 1928), Fritz und Franz Isser (* 1932) waren ebenfalls Weltklasserodler.

Isser gewann bei den ersten europäischen Nachkriegstitelkämpfen 1951 in Igls hinter Karla Kienzl und Hilde Sturm die Bronzemedaille. Die folgenden vier Europameisterschaften (1952 in Garmisch-Partenkirchen, 1953 in Cortina d’Ampezzo, 1954 in Davos und 1955 in Hahnenklee) konnte sie für sich entscheiden. 1956 kam in Imst eine weitere Silbermedaille hinzu. Bei der nächsten und ihrer letzten Europameisterschaft 1962 in Weißenbach wurde sie Zwölfte. Maria Isser startete nicht nur im Einsitzer, sondern auch im Doppelsitzer. Mit ihrem Bruder Josef gewann sie 1954 die Goldmedaille. Eine weitere Europameisterschaftsmedaille verfehlten die Geschwister zwei Jahre später als Vierte nur knapp.

Bei der ersten Rennrodel-Weltmeisterschaft 1955 in Oslo musste sich Maria Isser im Einsitzer wieder Karla Kienzl geschlagen geben, auch im Doppelsitzer gewann sie mit ihrem Bruder Josef die Silbermedaille. Bei der zweiten Weltmeisterschaft 1957 in Davos gewann sie im Einsitzer erstmals eine WM-Goldmedaille. Nachdem sie 1958 nur Achte geworden war, folgte bei der Weltmeisterschaft 1959 in Villard-de-Lans ein zweiter Platz und bei der Weltmeisterschaft 1960 in Garmisch-Partenkirchen der erneute Titelgewinn. 1962 wurde sie bei ihrer letzten WM-Teilnahme Sechste.

Zwischen 1952 und 1963 wurde Isser fünfmal Österreichische Meisterin. Dreimal siegte sie auf der Naturbahn (1952, 1957 und 1959) und zweimal auf der Kunstbahn (1958 und 1963).[2][3]

Erfolge[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften
Europameisterschaften
Österreichische Meisterschaften
  • Fünffache Österreichische Meisterin im Einsitzer (Naturbahn 1952, 1957 und 1959; Kunstbahn 1958 und 1963)

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald Steyrer, Herbert Wurzer, Egon Theiner: 50 Jahre FIL 1957 – 2007. Die Historie des Internationalen Rennrodelverbandes in drei Bänden. Band II, Egoth Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-902480-46-0, S. 19–26 und 99–105
  • Bodo Harenberg (Red.): Die Stars des Sports von A–Z. Darmstadt 1970

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auskunft des Tiroler Rodelverbandes
  2. Staatsmeister im Naturbahnrodeln – Tiroler Sieger. Tiroler Rodelverband, abgerufen am 29. März 2011 (PDF, 110 kB)
  3. Staatsmeister im Kunstbahnrodeln. Tiroler Rodelverband, abgerufen am 29. März 2011 (PDF, 90 kB)