Max Beesley

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Max Beesley (* 16. April 1971 in Burnage, England; gebürtig Maxton Gig Beesley junior) ist ein britischer Schauspieler und Musiker.

Kindheit[Bearbeiten]

Maxton Gig Beesley Jr. (Max Beesley) wurde 1971 als Sohn von Maxton Beesley Sr., einem Berufsmusiker, und einer Jazz-Sängerin, deren Künstlername Chris Marlowe war, geboren. Seine Eltern ließen sich scheiden als Max noch ein Baby war. Sein zweiter Vorname geht auf den US-Schauspieler Gig Young zurück. Der Schauspieler debütierte als Kind im Jahr 1983 in der Fernsehserie Last of the Summer Wine.

Musikkarriere[Bearbeiten]

Vor seiner Karriere als Schauspieler war Beesley bereits ein äußerst erfolgreicher Musiker. Er spielt Percussion, Schlagzeug und Klavier. Als Max drei war drückte ihm sein Vater ein paar Schlagzeugstöcke in die Hand. Mit 11 Jahren wurden ihm von gleich fünf Musikschulen Stipendien angeboten. Er entschied sich für Chetham's School of Music[1] in Manchester. Mit 17 wechselte er auf die renommierte Guildhall School of Music and Drama[2] in London. Wo er Schlagzeug, Klavier und Komposition studierte. Schon nach ein paar Monaten wurde er von Paul Weller (The Style Council) abgeworben. Beesley tourte mit Paul Weller Movement als Percussionist und Keyboarder. Max war mit Take That als Tour-Percussionist unterwegs. Darüber hinaus tourte er mit den Brand New Heavies und Jamiroquai. Beesley war Mitglied der Jazz-Band Incognito, mit denen er 8 Monate tourte. Er war Special Guest beim James Brown Auftritt im The Roundhouse[3] in London. Er begleitete Brown am Klavier. Max war Studio Musiker bei Plattenaufnahmen von George Benson, Earth Wind & Fire, Chaka Khan, Aretha Franklin und Stevie Wonder um nur einige zu nennen. Beesley schrieb Musik für Mica Paris, Omar, Anna Caram, George Benson, Mel B. und Robbie Williams.[4] Letzterer bot ihm 2002 an, ihn auf seiner 2003er Tour als Percussionist zu unterstützen. Er griff sofort zu. Er begleitete Williams im Mittelteil der Show bei zwei Stücken auch auf dem Piano. Höhepunkt der Tour waren die Auftritte in Knebworth Castle. Die drei Konzerte sahen pro Abend ca. 120.000 Menschen. Er war auch bei Williams' Live8 Konzert in London in der Band. 2006 sah man ihn bei der Eröffnung von Williams' Australien-Tour 2006. Dort ersetzte während Konzertes in Perth im Mittelteil während des Songs Rudebox den Schlagzeuger. Zusätzlich unterstützte er Robbie Williams an den Percussions und am Piano beim Privat-Konzert in den Abbey-Studios in London 2006. Er veröffentlichte mit seiner eigenen Band Max Beesley's High Vibes Anfang der neunziger Jahre diverse Platten.[5] Hier konnte er zeigen, wie virtuos er das Vibraphon beherrscht.

Schauspielkarriere[Bearbeiten]

Seine Musiker-Karriere bekam eine drastische Wendung, als er im Alter von 23 Jahren den Film Raging Bull mit Robert de Niro sah. Beesley war gerade bei den MTV Awards in Berlin mit George Michael. Er war so von de Niro's Darstellung beeindruckt, dass er beschloss Schauspieler zu werden. Er ging nach New York, um im berühmten Actors Studio die Grundlagen seines neuen Berufs zu lernen. Nur ein Jahr später bekam er die Hauptrolle in der BBC TV Mini-Serie The History Of Tom Jones, A Foundling. Danach sah man ihn in den Filmen The Match und Five Seconds To Spare. In der Komödie Stirb später, Liebling (2001) spielte er die Hauptrolle eines Bankräubers, der eine selbstmordgefährdete Angestellte (Selma Blair) als Geisel nimmt. Weitere Hauptrollen spielte er in den Thrillern Hotel und The Last Minute aus dem gleichen Jahr.

2001 bekam er die Chance seines Lebens. Ihm wurde die männliche Hauptrolle in dem Multimillionen-Dollar Musikfilm Glitter - Glanz eines Stars von Vondie Curtis-Hall angeboten. Dort spielt er an der Seite von Sängerin Mariah Carey die Rolle des Julian (DJ) Dice. Leider brachte der Film nicht den erwarteten Erfolg. Zu allem Übel wurde Max für die Goldene Himbeere als schlechtester Nebendarsteller nominiert.

2003 kamen seine Filme Red Roses And Petrol und The Emperor's Wife ins Kino.

2004 drehte er für Mercedes Benz zusammen mit Danii Minogue und Bryan Ferry den Kurzfilm The Porter.

2005 spielte Beesley in Her Name Is Carla eine größere Rolle. Er komponierte zusammen mit einem weiteren Mitglied der Robbie Williams Band, Jeremy Milligan, die Filmmusik. Die auf dem Filmfestival in Rom als beste Filmmusik ausgezeichnet wurde.

Ab 2006 konnte man ihn als Hauptdarsteller in den Fernsehserien Bloodlines (neben Emma Pierson), Danny Brocklehurst's Talk To Me, The Last Enemy (mit Robert Carlyle) und der preisgekrönten Serie Bodies sehen. Letztgenannte war ein sehr großer Publikumserfolg. Ebenfalls große Beachtung beim Publikum fand Beesley in der Rolle des Charlie Edwards in Hotel Babylon. Dort wirkte er in den Staffeln 1 und 2 mit. Nach seinem Ausstieg während Staffel 3, kam er nochmals während Staffel 4 für zwei Gastauftritte zurück.

Von 2006 bis 2009 war Max als Tom Price in der BBC-Serie Survivors. Pro Folge konnte die Serie durchschnittlich 5 Millionen Menschen vor dem Fernseher versammeln.

2011 wird er in der Mini-Serie Mad Dogs zu sehen sein. Max plant einen Kinofilm mit dem Titel Mr. Goodnight, für den er das Drehbuch schrieb. Beesley wird den Film auch produzieren, die Hauptrolle übernehmen und die Musik schreiben.

Neben der Musik und der Schauspielerei ist Beesley ein gefragter Sprecher für Werbung und Fernsehsendungen. Zurzeit ist er in den Kampagnen für Job Site und TransPennineExpress zu sehen bzw. zu hören.

Filmografie (Auswahl) / Kino[Bearbeiten]

Jahr Originaltitel deutscher Titel Rollenname
1999 Five Seconds To Spare - William
1999 The Match - Wullie Smith
2000 It Was An Accident - Mickey Cousins
2001 Kill Me Later Stirb später, Liebling Charlie Anders
2001 The Last Minute The Last Minute Billy Byrne
2001 Hotel Hotel Antonio
2001 Glitter Glitter - Glanz eines Stars Julian Dice (DJ Dice)
2002 Anita And Me - Hairy Neddy
2003 The Emperor's Wife - Emperor
2004 Torque Hart am Limit Luther
2005 Her Name Is Carla - -
2013 Pawn - -

Fernsehserien (Auswahl)[Bearbeiten]

Jahr Originaltitel deutscher Titel TV-Station Rollenname
2004 - 2006 Bodies - nicht ausgestrahlt Dr. Rob Lake
2006 - 2009 Hotel Babylon Hotel Babylon FOX, Comedy Central Charlie Edwards
2008 - 2010 Survivors - nicht ausgestrahlt Tom Price
2011 - Mad Dogs Mad Dogs Sky1, RTL Crime Woody

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Notable Alumni. auf der Website der Chetham's School of Music. Abgerufen am 7. Oktober 2010.
  2. Guildhall Marshall Scholarships. auf Website der Guildhall School of Music and Drama. 24. September 2005. Abgerufen am 7. Oktober 2010.
  3. Neil Dowden: James Brown + The Zutons. Konzertkritik bei BBC Electric Proms @ Roundhouse, London, 27. Oktober 2006. Abgerufen am 7. Oktober 2010.
  4. Max Beesley. auf Discogs. Mit (fast) kompletter Diskographie. Abgerufen am 7. Oktober 2010.
  5. Max Beesley's High Vibes. Mit Discographie. Abgerufen am 7. Oktober 2010.

Weblinks[Bearbeiten]