Mein Name ist Nobody
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Mein Name ist Nobody |
| Originaltitel | Il mio nome è Nessuno |
| Produktionsland | Italien, Frankreich, Deutschland |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1973 |
| Länge | 112 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie | Tonino Valerii |
| Drehbuch | Sergio Leone Fulvio Morsella Ernesto Gastaldi |
| Produktion | Claudio Mancini Fulvio Morsella |
| Musik | Ennio Morricone |
| Kamera | Armando Nannuzzi Giuseppe Ruzzolini |
| Schnitt | Nino Baragli |
| Besetzung | |
|
|
Mein Name ist Nobody (Originaltitel: Il mio nome è Nessuno) ist ein Italowestern, mit einigen komischen Elementen, von Tonino Valerii nach einer Idee von Sergio Leone. Die italienisch-deutsch-französische Koproduktion stammt aus dem Jahr 1973.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Der alternde Revolverheld Jack Beauregard ist müde und möchte sich ohne viel Aufsehen nach Europa einschiffen. Er hat sich im Westen Feinde gemacht und möchte diesen so entkommen und sich zur Ruhe setzen. Als er jedoch auf Nobody, ein umtriebiges Schlitzohr, trifft, ändern sich seine Pläne ungewollt. Nobody arrangiert eine Konfrontation mit der Bande „Die Wilde Horde“ und stellt dabei gekonnt die Weichen aus dem Hintergrund, so dass Beauregard mit einer letzten Heldentat in die Geschichte eingeht. Nobody selbst macht seinem Namen die Ehre und bleibt ein Niemand – jedoch nur, um sich selbst aus dem Ruhm seines Idols zu nähren, indem er ihn bei einem Scheinduell besiegt und so selbst zum Revolverhelden aufsteigt und seinem neuen Freund dadurch gleichzeitig den ersehnten Ruhestand verschafft.
Trivia [Bearbeiten]
- Die Idee zum Film stammt von Sergio Leone, der auch als Co-Regisseur neben Tonino Valerii sowie als Produzent am Film beteiligt war. Für das Projekt gelang es ihm, Henry Fonda als Partner von Terence Hill zu gewinnen. Die Filmmusik komponierte Ennio Morricone. Für den Titel The Wild Bunch arrangierte er einen Ausschnitt aus Wagners Ritt der Walküren.
- In einer Szene auf einem Friedhof ist auf einem Grabstein der Name Sam Peckinpah zu lesen. Dieser hatte zuvor die Zusammenarbeit mit Leone abgelehnt.
- Gedreht wurde unter anderem in der Geisterstadt Mogollon im Bundesstaat New Mexico.[1]
DVD-Veröffentlichung [Bearbeiten]
Der Film erschien zusammen mit Nobody ist der Größte 2005 als in Bild und Ton komplett restaurierte Version auf DVD. Dabei handelt es sich erstmals um eine vollständige Fassung mit vollständigem Bildausschnitt und allen bis dahin fehlenden Szenen. In Italien erschien im April 2009 eine Fassung auf Blu-Ray in voller 1080p-Auflösung. Diese enthält jedoch nur die italienische Tonspur.[2] Zwei Jahre nach Mein Name ist Nobody kam der Film Un Genio, Due Compari, Un Pollo in die Kinos, der vom deutschen Verleih den Titel Nobody ist der Größte erhielt. Leone griff in diesem Film erneut auf den Nobody-Charakter zurück, verlegte jedoch die Handlung in die Zeit der Indianerkriege und gab der Hauptrolle den Namen Joe Thanks. In Anlehnung an das Nobody-Wortspiel des ersten Films wird hier mit dem Doppelsinn des Nachnamens Thanks gespielt, was allerdings in der deutschen Synchronfassung weitgehend verloren geht, so dass für den deutschen Zuschauer die Verbindung beider Filme zueinander nur durch den Verleihtitel hergestellt zu werden scheint.
Deutsche Fassung [Bearbeiten]
Die deutsche Synchronbearbeitung fertigte die Rainer Brandt Filmproduktion, Berlin an. Für Dialogbuch und Synchronregie war Rainer Brandt verantwortlich.[3]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Jack Beauregard | Henry Fonda | Ernst Wilhelm Borchert |
| Nobody | Terence Hill | Thomas Danneberg |
| Sullivan | Jean Martin | Klaus Miedel |
| John | R. G. Armstrong | Martin Hirthe |
| Anführer der Wilden Horde | Geoffrey Lewis | Joachim Kemmer |
| Sheriff | Piero Lulli | Arnold Marquis |
Kritiken [Bearbeiten]
„Man albert flott.“
– Abendzeitung, München
„Mißglückter Versuch, aus Hollywood-, Italo- und Klamaukwestern eine neue Variante zu schaffen.“
– Lexikon des internationalen Films[4]
„Es wird zugeschlagen, daß die Abenteurerherzen hüpfen.“
– Münchner Merkur, München
Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat wertvoll.
Weblinks [Bearbeiten]
- Mein Name ist Nobody in der Internet Movie Database (englisch)
- Informationen zur DVD-Fassung
- Vergleich der Schnittfassungen VHS - Uncut von Mein Name ist Nobody bei Schnittberichte.com
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Schaurige, verlassene Orte. GMX, abgerufen am 12.3.
- ↑ Mein Name ist Nobody bei Bluray-disc.de; abgerufen am 31. Januar 2010
- ↑ Mein Name ist Nobody in der Deutschen Synchronkartei; abgerufen am 21. Oktober 2008
- ↑ Mein Name ist Nobody im Lexikon des Internationalen Films
1951: Vacanze col gangster | 1968: Django und die Bande der Gehenkten | 1972: Verflucht, verdammt und Halleluja | 1973: Mein Name ist Nobody | 1975: Nobody ist der Größte | 1977: Mister Billion | 1980: Der Supercop | 1983: Keiner haut wie Don Camillo | 1987: Renegade | 1990: Lucky Luke | 1997: Virtual Weapon | 2009: Doc West – Nobody ist zurück | 2009: Doc West – Nobody schlägt zurück