Meschduretschensk

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Meschduretschensk (Begriffsklärung) aufgeführt.
Stadt
Meschduretschensk
Междуреченск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Oblast Kemerowo
Stadtkreis Meschduretschensk
Bürgermeister Wadim Alexandrowitsch Schamonin
Gegründet 1948
Frühere Namen Olscheras
Stadt seit 1955
Fläche 335,4 km²
Bevölkerung 101.678 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 303 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 240 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7)38475
Postleitzahl 652870–652888
Kfz-Kennzeichen 42, 142
OKATO 32 425
Website www.mrech.ru
Geographische Lage
Koordinaten 53° 41′ N, 88° 3′ O53.68333333333388.05240Koordinaten: 53° 41′ 0″ N, 88° 3′ 0″ O
Meschduretschensk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Meschduretschensk (Oblast Kemerowo)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kemerowo
Liste der Städte in Russland

Meschduretschensk (russisch Междуре́ченск) ist eine Stadt in Russland in der Oblast Kemerowo. Sie hat 101.678 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten]

Meschduretschensk liegt etwa 60 Kilometer östlich von Nowokusnezk, der größten Stadt der Oblast Kemerowo, sowie rund 312 Kilometer südöstlich der Gebietshauptstadt Kemerowo. Die Stadt befindet sich am Fluss Tom. Meschduretschensk verfügt über eine Eisenbahnanbindung an die Strecke zwischen Nowokusnezk und Abakan.

Geschichte und Wirtschaft[Bearbeiten]

Meschduretschensk als Stadt gibt es seit dem 23. Juni 1955; es wurde an der Stelle der Siedlung Olscheras gegründet, die als Arbeitersiedlung im Rahmen der Erschließung einer Steinkohlelagerstätte im Jahre 1948 entstanden war. Heute gehört die Stadt zu den größten Steinkohlebergbaugebieten Russlands und beherbergt insgesamt vier Bergwerke, darunter Raspadskaja, das größte Steinkohlebergwerk Russlands.

Neben dem Bergbau, der maßgebend für das wirtschaftliche Leben der Stadt ist, gibt es in Meschduretschensk heute mehrere Verarbeitungsbetriebe für die geförderte Steinkohle sowie zwei Nahrungsmittelproduktionsbetriebe. Daneben gilt die Stadt als ein bekanntes Wintersportgebiet der Region: Hier befindet sich der Sportpark Jugus mit fünf Skipisten.

Außerhalb Russlands geriet die Stadt am 23. März 1994 in die Negativschlagzeilen, als in ihrer Nähe ein Aeroflot-Flugzeug mit 75 Menschen an Bord abstürzte.

In den frühen Morgenstunden des 9. Mai 2010 (Ortszeit) kam es in der Kohlezeche Raspadskaja zu zwei Methan-Explosionen, in deren Folge mindestens 30 Bergleute starben.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 54.513
1970 81.739
1979 91.296
1989 107.014
2002 101.987
2010 101.678

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Mindestens 30 Tote bei Bergwerksunglück (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung bei tagesschau.de, 10. Mai 2010

Weblinks[Bearbeiten]