Michael van Gerwen

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Michael van Gerwen
Zur Person
Spitzname Mighty Mike
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Geburtsdatum 25. April 1989
Geburtsort Boxtel, Niederlande
Wohnort Boxtel, Niederlande
Dartsport
Dart seit 2003
Wurfhand rechts
Darts 23g Michael van Gerwen Masterdarts
Einlaufmusik Seven Nation Army von The White Stripes
BDO 2003–2007
PDC seit 2007
Platz Weltrangliste 1.[1]
Wichtigste Erfolge

2014 PDC World Darts Champion

Infobox zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2014

Michael van Gerwen (* 25. April 1989 in Boxtel, Niederlande) ist ein professioneller niederländischer Dartspieler. 2014 gewann er die PDC-Weltmeisterschaft und wurde damit zum jüngsten Spieler, der je ein BDO- oder PDC-Turnier gewonnen hat. Sein Spitzname lautet „Mighty Mike“; seine Einlaufmusik ist Seven Nation Army von den White Stripes.

Jugendkarriere[Bearbeiten]

Van Gerwen erreichte das Finale des Primus Masters Youth 2003 im Alter von 14 Jahren. Dann begann er, viele Jugendtitel zu gewinnen, unter anderem die German Open 2005, den German Gold Cup 2005, die Norway Open 2005, die Northern Ireland Open 2005, die Swedish Open 2005 und die Niederländische Jugendmeisterschaft 2005, welche er auch 2006 gewann. Außerdem gewann er die Norway Open 2005 und Northern Ireland Open 2005 im Erwachsenenbereich.

Karriere bei der BDO[Bearbeiten]

Von 2003 bis 2007 spielte van Gerwen beim Dartverband BDO. Dabei erreichte er das Halbfinale der Bavaria World Darts Trophy 2006. Obwohl er hier gegen Martin Adams verlor, spielte er fast ein Nine dart finish und verpasste nur den letzten Dart auf die Doppel-12. Außerdem spielte er während des Turniers mit 170 das höchstmögliche Checkout. Im weiteren Saisonverlauf schaffte es van Gerwen, seine gute Leistung zu konservieren und wurde mit 17 Jahren und 174 Tagen jüngster Sieger bei den Winmau World Masters 2006.

Angesichts seiner guten Leistung kamen Gerüchte auf, dass sich van Gerwen dem konkurrierenden Dartverband PDC anschließen würde. Während der World Darts Trophy 2006 gab er eine Pressekonferenz, in der er alle Gerüchte verneinte und bestätigte, dass er bei der BDO bleiben würde. Darüber hinaus lehnte van Gerwen eine Teilnahme an der PDC-Weltmeisterschaft ab, an der er als Erstplatzierter der niederländischen Dartsrangliste hätte teilnehmen dürfen. Der dadurch freigewordene Startplatz ging an den Zweitplatzierten Rico Vonck.

Im Vorfeld der BDO Weltmeisterschaft 2007 wurde van Gerwen von den Buchmachern als Favorit gehandelt, schied allerdings in der ersten Runde gegen Gary Robson aus.

In der Nacht des Finales der Weltmeisterschaft gab das niederländische Fernsehen bekannt, dass van Gerwen zusammen mit Vincent van der Voort und Jelle Klaasen zur PDC wechseln würde.

Karriere bei der PDC[Bearbeiten]

Van Gerwen belegte zuerst Platz 88 in der PDC Order of Merit. Obwohl er zuvor noch bei der BDO spielte, durfte er an einigen Wettbewerben der PDC in den Niederlanden, unter anderem an den Holland Open 2006, teilnehmen, sogar bevor er zur PDC wechselte.

Am 20. Januar 2007 hatte er sein Debüt bei den Stan James Players Championships in Gibraltar und schlug Andy Hamilton in der ersten Runde, bevor er im Achtelfinale gegen seinen Landsmann Roland Scholten verlor. Am Tag darauf gewann er gegen Raymond van Barneveld in der ersten Runde und verlor dann im Viertelfinale gegen Alan Warriner-Little.

Er setzte seine gute Form fort und schlug Phil Taylor mit 3:0 beim Masters of Darts. Alle drei Sätze wurden im entscheidenden Leg entschieden, welche van Gerwen mit 14, 12 und 12 Darts für sich entschied. Im Halbfinale gegen van Barneveld spielte er dann endlich seinen ersten Neundarter, verlor aber trotzdem das Spiel.

Bis dahin hatte van Gerwen keine Erfolge im Fernsehen vorzuweisen. Sein Debüt gab er bei den UK Open 2007, wo er in der Runde der letzten 32 gegen Colin Osborne verlor. Für die Las Vegas Desert Classics 2007 konnte er sich allerdings nicht qualifizieren und verlor in Runde zwei des World Matchplay in Blackpool gegen Ronnie Baxter mit 12:14, als er mit 12:10 in Führung lag und ihm somit nur ein Leg zum Matchgewinn fehlte. Seine beste Leistung lieferte er bei der PDC World Darts Championship 2008 ab, als er zwar in der ersten Runde gegen Taylor verlor, aber einen Matchdart hatte.

Van Gerwen beendete seine Durststrecke, als er am 11. April 2009 gegen Vincent van der Voort mit 6:3 bei der Players Championship in Taunton gewann, was ihm £6.000 für die Order of Merit einbrachte.

Bei der ersten Ausgabe der PDC U-21 Weltmeistschaft unterlag er im Finale, welches im Vorfeld des Finales der PDC World Darts Championship 2011 ausgespielt wurde, dem Engländer Arron Monk.

Er warf beim World Matchplay 2012 einen Neundarter im Achtelfinale gegen Steve Beaton und gewann das Match mit 13:9. Im Halbfinale der PDC-Weltmeisterschaft 2013 gelang ihm gegen James Wade ein weiterer Neundarter. Im direkt darauffolgenden Leg hatte er eine weitere Chance auf das perfekte Spiel, verfehlte jedoch das abschließende Doppelfeld. Ihm gelangen also 17 perfekte Darts in Folge. Damit übertraf er den bisherigen Rekord von Phil Taylor, der 2010 16 perfekte Darts geworfen hatte. Am 1. Januar 2013 verlor Michael van Gerwen trotz einer 4:2-Satzführung das Finale der Weltmeisterschaft gegen Phil Taylor noch mit 4:7 Sätzen.[2] Er gewann die Premier League Darts 2013 im Finale gegen Phil Taylor.

Bei der PDC-Weltmeisterschaft 2014 gewann er im Finale am 1. Januar 2014 gegen den Schotten Peter Wright seinen ersten Weltmeistertitel und löste damit auch den bisher Führenden Phil Taylor in der Order of Merit ab.

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

  • 2005 – Northern Ireland Open
  • 2005 – Norway Open
  • 2006, 2007 – Open Holland
  • 2006 – WDF Europe Youth Cup
  • 2006 – Welsh Open
  • 2006 – Winmau World Masters
  • 2006 – World Darts Event
  • 2008 – Gleneagle Irish Masters
  • 2009 – PDPA Players Championship South West
  • 2012 – PDC World Grand Prix 2012
  • 2013 – 2. PDC World Darts Championship
  • 2013 – Premier League Darts
  • 2013 – Players Championship Finals
  • 2014 – PDC World Darts Championship
  • 2014 – PDC World Cup of Darts
  • 2014 – World Grand Prix
  • 2014 – European Darts Championship

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Order of Merit vom 1. Januar abgerufen am 1. Januar 2014
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format16. WM-Triumph für Phil Taylor. In: derstandard.at. 2. Januar 2013, abgerufen am 2. Januar 2013 (deutsch).